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An Fronleichnam startet die Freibad-Saison


    Badespaß im Prinzregentenbad  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © SWM/Marcus Schlaf

    Badespaß mit Mindestabstand

    Eintritt nur mit vorab reservierten Tickets für eine begrenzte Besucherzahl

    Endlich kann der von vielen vermisste Badespaß in den städtischen Freibädern losgehen. Ab Donnerstag, 11. Juni, öffnen die Stadtwerke die ersten Sommerbäder. Den Auftakt machen das Bad Georgenschwaige, das Schyren-, Dante- und Prinzregentenbad. Ursprünglich war dort der Start sogar schon für den 8. Juni geplant, witterungsbedingt haben sich die Stadtwerke dann aber für einen späteren Auftakt entschieden. Am Samstag, 13. Juni, folgen dann das Michaeli-, West- und Ungererbad.

    Coronabedingt ist der Badespaß in diesem Sommer jedoch reglementiert: Dichtes Gedränge auf den Liegewiesen und in den Becken wird es nicht geben. Um die Mindestabstände einhalten zu können, ist die Besucherzahl in den Bädern begrenzt. Maximal 15.000 Besucher soll es in den acht Münchner Sommerbädern gleichzeitig geben. An heißen Sommertagen waren es in den vergangenen Jahren schon mal bis zu 55.000.

    Um Warteschlangen vor den Eingängen zu vermeiden, müssen Eintrittskarten vorab online reserviert werden. Über einen Link auf der Website www.swm.de lassen sich ab 10. Juni bis zu sechs Karten pro Person reservieren. Bezahlt wird dann am Kassenhäuschen. Ein QR-Code dient als Nachweis für die Reservierung. Für Menschen ohne Internet-Zugang und Smartphone wird es aber vor Ort auch einen Notfall-Service geben. Eine Zeitbegrenzung für die Nutzung der Bäder ist zunächst nicht vorgesehen. Außer dass es durch die Begrenzung der Besucherzahl weniger voll wird als sonst an warmen Sommertagen, wird es in den Bädern noch weitere Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus geben: So bleiben Umkleiden und Duschräume gesperrt.

    Lediglich die Toiletten und ein Teil der Garderobenspinde werden zugänglich sein. Plätze für Mannschaftssportarten wie Beachvolleyball- und Fußballfelder dürfen nicht genutzt werden und auch Attraktionen wie Sprudelliegen, Wasserpilze und Strömungskanäle bleiben außer Betrieb. Die Bademeister achten außerdem darauf, dass sich auf den Liegewiesen keine großen Gruppen auf engem Raum treffen, die Schwimmbecken nicht zu voll sind und auch an Rutschen und Sprungbrettern der Mindestabstand eingehalten wird. Dafür setzen die Stadtwerke eigens zusätzliches Personal ein. Freien Eintritt gibt es in den städtischen Bädern für Kinder bis zu sechs Jahren und Besucher mit dem München-Pass. Auch bei freiem Eintritt muss aber im Vorfeld reserviert werden.

    Der Lußsee im Nordwesten Münchens   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Michael Nagy

    Schwimmvergnügen fast vor der Haustür

    Auch an Badeseen und an der Isar gelten Einschränkungen wegen Corona

    In den städtischen Freibädern ist in diesem Sommer coronabedingt nur eine begrenzte Besucherzahl zugelassen. Für viele werden da wohl die Badeseen in München und Umgebung und die Isar zur Alternative für das sommerliche Vergnügen. Zum Schutz vor dem Coronavirus gelten aber auch auf den städtischen Erholungsflächen wie in allen anderen öffentlichen Grünanlagen und auf öffentlichen Plätzen die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen: Gemeinsames Feiern und Grillen sind untersagt und es muss der Mindestabstand eingehalten werden.

    Acht Badeseen im Stadtgebiet laden quasi vor der Haustür zum Badevergnügen ein, jeder mit eigenen Vorzügen: Nahe bei den Wohngebieten des Münchner Nordens bieten der Lerchenauer See und der Fasaneriesee weiträumige Liegewiesen und Schwimmmöglichkeiten. Am Feldmochinger See ist das Südwest-Ufer für FKK-Freunde reserviert. Wo bei den Olympischen Spielen 1972 die Ruderer um Medaillen kämpften, kann man in der mehr als zwei Kilometer langen Regattaanlage und im benachbarten Regattaparksee als Schwimmer seine Bahnen ziehen. Im Nordwesten der Stadt bilden Langwieder See und Lußsee gemeinsam ein großes Naherholungsgebiet mit vielen Schatten spendenden Bäumen. Und im Osten dient der Riemer See als Erholungsoase.

    Beliebt als Erholungsraum mitten in der Stadt ist nicht zuletzt auch die Isar. Baden ist dort in ausgewiesenen Badezonen erlaubt. Um die Pflege der Liegewiesen, Spielplätze und Wege kümmert sich das städtische Baureferat. Das Referat für Gesundheit und Umwelt überprüft regelmäßig die Wasserqualität. Einen Überblick über die Münchner Badeseen und die aktuellen Befunde zur Wasserqualität findet man unter muenchen.de/badeseen.

    Im Sommer die eigene Stadt neu erleben

    Von Juli bis September soll es ein buntes Freizeitprogramm für alle geben

    Weil viele Münchnerinnen und Münchner aufgrund der Corona-Beschränkungen in diesem Jahr wohl nicht wie gewohnt in den Urlaub fahren können, will die Stadt den Sommer daheim für ihre Bewohner zu einem besonderen Ereignis machen. Unter dem Motto „Sommer in der Stadt“ sollen sie von Juli bis September ihre Stadt neu entdecken können. Marktkaufleute und Schausteller können auf öffentlichen und privaten Plätzen in der ganzen Stadt ihre Standl und kleinere Fahrgeschäfte aufbauen und sorgen so für ein bisschen Dult-Stimmung im Kleinen.

    Künstler, Schauspieler und andere Kulturschaffende sollen auf kleinen Bühnen überall im Stadtgebiet ihre Darbietungen zeigen können. Damit bietet der „Sommer in der Stadt“ besonders vom Lockdown in der Coronakrise betroffenen Branchen die Chance, in einem Jahr ohne größere Veranstaltungen wenigstens etwas Umsatz zu generieren. Zugleich beschert er den Münchnerinnen und Münchnern ein buntes Ferienprogramm beim Urlaub daheim und sorgt für Leben auch auf nicht so zentralen Plätzen der Stadt. Ergänzt werden soll der „Sommer in der Stadt“ zudem durch Freizeitangebote für alle – Familien, Jugendliche und Senioren.

    Damit wirklich alle das Angebot nutzen können, soll es überall auch kostenlose Angebote geben. Die bestehenden Freizeit-, Ferien-, Kultur- und Seniorenprogramme sollen dazu auf Ihre Machbarkeit auch in Zeiten der Corona-Pandemie überprüft und gemeinsam mit den Veranstaltern Konzepte für den Gesundheitsschutz erarbeitet werden.