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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Broschüre und Ausstellung „Das städtische Grün wächst – eine blühende Bilanz“


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© Michael Nagy

Immer mehr Grün für München

In den letzten zehn Jahren hat das städtische Grün um 440 Hektar zugenommen

Allein 440 Hektar öffentliche Grünanlagen sowie Biotop- und Ausgleichsflächen hat die Stadt in den vergangenen zehn Jahren neu gestaltet. Diese beeindruckende Bilanz zeigt jetzt das Baureferat in seiner Ausstellung „Das städtische Grün wächst – eine blühende Bilanz“, die noch bis 27. März im Technischen Rathaus zu sehen ist. „Ich finde es beeindruckend, wie viele neue Grünflächen in den letzten Jahren geschaffen werden konnten und auch, was alles getan wird, um die Qualität vorhandenen Grüns zu erhalten,“ so Oberbürgermeister Dieter Reiter. „Das ist eine Herausforderung im Trias von Bürgerwünschen, Nutzungsdruck und Naturschutz.“ Etwa 55 Prozent der städtischen Grünanlagen dienen der Erholungsnutzung und bereits 45 Prozent der heimischen Vogel- und Insektenwelt und somit dem Artenschutz. Gegliedert in vier Themenbereiche (siehe unten) zeigt die Ausstellung die Anstrengungen des städtischen Gartenbaus für große Parks, öffentliche Grünanlagen und Spielplätze, Biotope und Ausgleichsflächen, Wildblumenwiesen und für das Grün im öffentlichen Raum. Auch die seit Jahren positive städtische Baumbilanz kann in der Ausstellung und der umfangreichen Broschüre begutachtet werden. Fachleute des städtischen Gartenbaus geben ihr Wissen zudem in Vorträgen weiter. Am 19. März geht es um die Umgestaltung von Stadtplätzen und am 26. März um die Stadtbäume. Am 27. März findet von 16 bis 18 Uhr eine Führung durch den Domagkpark statt. Und am 26. und 27. März zeigen Auszubildende, was sie so alles lernen.

Gesunder Baumbestand  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Peter Schinzler

Positive Baumbilanz

Der städtische Baumbestand wächst beständig, obwohl jedes Jahr durchschnittlich etwa 1.400 kranke oder nicht mehr standsichere Bäume gefällt werden müssen. Denn die Stadt konnte in den letzten zehn Jahren etwa 22.000 Bäume auf städtischen Verkehrs- und Grünflächen neu pflanzen. Hinzu kommt der natürliche Aufwuchs.

Um den Baumbestand insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel zukunftsfähig zu machen, lässt das Baureferat ein Baumentwicklungskonzept erarbeiten. Es hat zum Ziel, den Bestand der Bäume in München langfristig zu sichern, die Artenvielfalt auszubauen, Totalausfälle weitgehend zu verringern und ein reichhaltiges Habitat- und Nahrungsangebot für Insekten und Vögel zu ermöglichen.

Neuer Domagkpark  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Boris Storz

Neues Grün

Insgesamt ist seit 2009 die Gesamtfläche der öffentlichen Grünanlagen um mehr als 160 Hektar auf 2.411 Hektar gewachsen. Auf ehemaligen Militärflächen befinden sich und wachsen neue Wohnquartiere wie beispielsweise der Domagkpark oder der Prinz-Eugen-Park. Allein hier entstehen etwa 50 Hektar öffentliche Parks und Grünflächen mit Spiel-, Sport- und Erholungsbereichen. Auch in Freiham wächst ein neuer Stadtteil. Etwa 58 Hektar sind dort für den Landschaftspark vorgesehen. Städtisches Grün statt Straßenschluchten: Auch hier schafft die Stadt neue Grünflächen, drei Hektar beispielsweise auf dem Straßentunnel Mittlerer Ring Südwest. Rund 1.600 Bäume wurden dabei neu gepflanzt.

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© Michael Nagy

Ökologie und Biodiversität

Baumlandschaften in Landschaftsschutzgebieten wie dem Pasinger Stadtpark oder den Isarauen, große Stadtbäume, ökologische Ausgleichsflächen oder Wildblumenwiesen – das sind die Lebensräume für Pflanzen und Tiere, die das Baureferat schafft und erhält. Seit 2009 sind die Biotop- und Ausgleichsflächen um 280 auf 636 Hektar gewachsen. Mit dem Wildblumenprogramm hat der Gartenbau zudem 18.200 Quadratmeter Wiesen aufgewertet. Dazu kommt eine insektenfreundliche Bepflanzung von Schmuckbeeten oder Pflanzgefäßen. Seit letztem Jahr dienen auf Wunsch von Oberbürgermeister Dieter Reiter auch die Blumen am Rathausbalkon als Nahrungsquelle für Bienen und Co.

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© Peter Schinzler

Freizeit und Spiel

Spielplatz, Skatepark oder Dirtbike-Gelände – diese rund 760 Anlagen plant, baut und pflegt das Baureferat. Die Bilanz der letzten zehn Jahre: 27 Großspielplätze sind neu entstanden, 20 wurden saniert. Auch in die aktuell 34 öffentlichen Skateanlagen hat die Stadt in den letzten Jahren viel investiert und sie gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern individuell entwickelt. Hinzu kommen Fitnessparcours, Kneippbecken, Boulebahnen oder Streetball-Felder und viele weitere Attraktionen für Spiel und Bewegung. Und natürlich nicht zu vergessen: die Spiel- und Liegewiesen, die jeder nutzen kann, sei es um eine Picknickdecke auszubreiten oder selbst ein VolleyballNetz aufzustellen.

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© Claudia Hofmair

Entwickeln und aufwerten

In den letzten zehn Jahren hat die Stadt zwölf Grünanlagen saniert. So erstrahlte etwa 2010 der Weißenseepark und der angrenzende Katzenbuckel in neuem Glanz, 2012 der Piusplatz oder 2017 der Amphionpark. Auch in die Jahre gekommene historische Parkanlagen wie etwa der Alte Botanische Garten, der Bavariapark oder der Luitpoldpark bedürfen einer denkmalgerechten Instandsetzung, die auch den aktuellen Nutzungsbedarf berücksichtigt. Die Aufenthaltsqualität wurde zudem an 38 Stadtplätzen verbessert. So konnte beispielsweise 2016 der neue Josephsplatz an die Öffentlichkeit übergeben werden. Im Herbst soll die Neugestaltung des Siegestors abgeschlossen sein.