Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
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FAQ Coronazahlen


Fragen und Antworten zu den gemeldeten Werten

Wie wird die 7-Tage-Inzidenz berechnet?

Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner. Man summiert also die Anzahl der positiven Tests (hier abgekürzt: PT) der letzten 7 Tage und bezieht sie dann auf die amtliche Einwohnerzahl Münchens (Stand 31.12.2019: 1.484.226) wie folgt:

Inzidenz = PT / (1.484.226 / 100.000)

Werden beispielsweise 700 positive Tests innerhalb von 7 Tagen registriert, ergibt sich eine 7-Tage-Inzidenz von 700 / (1.484.226 / 100.000) = 47,16

Zu beachten ist dabei, dass sich die Zahl der zur Berechnung herangezogenen Neuinfektionen von der Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen aufgrund von Nachmeldungen und nachträglichen Korrekturen (z.B. des Meldedatums) unterscheiden kann.

Wieso wird für die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz für München eine Bevölkerungszahl von 1.484.226 Einwohnern veranschlagt? Auf www.muenchen.de wird doch für München eine Bevölkerungszahl von über 1,5 Millionen mit Stand 2020 angegeben.

Die 1.484.226 Einwohner sind die amtlich bestätigte Einwohnerzahl mit Stand 31.12.2019, die vom Bayerischen Landesamt für Statistik ermittelt wird. Sowohl das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als auch das Robert Koch-Institut (RKI) verwenden diese amtliche Einwohnerzahl zur Berechnung der 7-Tage-Inzidenz, um Vergleichbarkeit zu allen anderen Städten und Kreisen bayern- und deutschlandweit zu gewährleisten.

Das Bayerische Landesamt für Statistik ermittelt die Bevölkerungszahlen nach dem sog. Fortschreibungsprinzip (ausgehend vom Zensus 2011). Die auf www.muenchen.de veröffentlichten Zahlen werden dagegen vom Statistischen Amt der Stadt München auf Basis eines Registerabzugs des Einwohnermeldewesens erhoben. Rechtlich verbindlich ist die amtliche Zahl des Bayerischen Landesamts für Statistik

Welche Quelle für die 7-Tage-Inzidenz ist für die Beurteilung des Infektionsgeschehens in München maßgeblich?

Im Infektionsschutzgesetz wie auch in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung wurde festgelegt, dass der im Dashboard des Robert Koch-Instituts (RKI; corona.rki.de) veröffentlichte Inzidenzwert maßgeblich ist, ob einer der festgelegten Schwellenwerte (Inzidenzwert 35, 50, 200, 300) über- oder unterschritten wird.

Wie viele Tests werden aktuell / wurden bislang in München durchgeführt?

Der Landeshauptstadt München liegt keine Statistik zur Anzahl bzw. zum zeitlichen Verlauf der in München durchgeführten Tests vor. Aus verschiedenen Gründen wäre eine solche Statistik ohnehin schwierig zu erheben bzw. zu interpretieren: Interessierte Personen können sich – unabhängig von einem bestehenden Wohnsitz in München – an sehr verschiedenen Stellen auf eine Corona-Infektion testen lassen, u.a. im Krankenhaus, im Rahmen der ambulanten Versorgung, an Flughäfen, an Teststationen wie an der Theresienwiese sowie im Ausland. Somit ist insbesondere keine Passung der in München durchgeführten Tests mit den an Münchner Bürgern durchgeführten Tests gegeben und umgekehrt.

Sollten die Schwellenwerte der 7-Tage-Inzidenz nicht angepasst werden, wenn mehr getestet wird?

Grundsätzlich ist natürlich davon auszugehen, dass mit der Anzahl der durchgeführten Tests auch die Zahl der positiven Testergebnisse steigt. Für die Festlegung des Inzidenzwerts ist dies aber nicht maßgeblich, da eine zeitnahe Identifizierung von Kontaktpersonen durch die örtlichen Gesundheitsämter und damit eine wirksame Eindämmung der Infektionsausbreitung jenseits des Schwellenwerts von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen 7 Tagen immer schwieriger wird.

Wie wird die Reproduktionszahl berechnet?

Es gibt keine allgemein gültige Berechnung der Reproduktionszahl, sondern viele verschiedene Ansätze hierzu. Unsere Berechnung basiert auf einer zeitabhängigen Schätzung, von der wir jeweils den Median über die letzten 7 Tage bilden, um tägliche Schwankungen abzufangen.

Referenz: Wallinga, J., and P. Teunis. "Different Epidemic Curves for Severe Acute Respiratory Syndrome Reveal Similar Impacts of Control Measures." American Journal of Epidemiology 160, no. 6 (2004): 509.