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Öko? Logisch – auf dem Hoffest Riem


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© Susanne Jürgensen

Ein buntes und informatives Programm erwartet die Gäste auf dem Familienfest

Die Stadtgüter erfüllen vielfältige Aufgaben in der kommunalen Daseinsvorsorge

Jedes Jahr bietet das städtische Gut Riem eine familienfreundliche Alternative zum Wiesnstart – das ökologische Hoffest, das traditionell am ersten Wiesnsonntag stattfindet.

Bereits zum 19. Mal ist am 17. September von 10 bis 18 Uhr einiges auf dem Biohof geboten: Drechsler und Korbflechter zeigen ihre Handwerkskunst und bieten neben Töpfern ihre Ware feil. Auch regional erzeugte Bio-Lebensmittel können eingekauft werden.

An Infoständen wie auch bei der Podiumsdiskussion erfährt man Wissenswertes zu den Themen Ökologie, Lebensmittel und  Flächenkonkurrenz. Und bei zünftiger Blasmusik können Bio-Schmankerl wie Ochsensteaks oder vegane Leckereien verspeist werden. Ein buntes Programm gibt es natürlich auch für die Kinder – von Kasperltheater bis Kürbis schnitzen ist für jeden etwas dabei.

Das Gut Riem ist einer von sieben ökologisch bewirtschafteten Betrieben der Stadtgüter München. Weitere drei Güter sind EMAS-zertifiziert. Die Höfe betreiben überwiegend Ackerbau, auf dem Gut Karlshof werden zudem etwa 550 Ochsen artgerecht gehalten. Gut 100 von ihnen liefert der Hof übrigens jedes Jahr in die Ochsenbraterei auf der Wiesn. Insgesamt bewirtschaftet die Stadt mit ihren zehn Gütern etwa 2.500 Hektar und ist damit der größte Bio-Bauer Bayerns.

Warum betreibt München überhaupt Landwirtschaft? Vornehmlich geht es darum, einen Grundstücksvorrat zu halten. Dabei erfüllen die Stadtgüter zahlreiche weitere Aufgaben wie etwa die Pflege von ökologischen Ausgleichsflächen, Umweltpädagogik oder die Vermarktung von hochwertigen Lebensmitteln.

Alle Informationen zu den Stadtgütern und dem Hoffest sind zu finden unter stadtgueter-muenchen.de.

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Hochwertige Lebensmittel von regionalen Bauern

Die Stadt unterstützt die lokale Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte

Etwa 335 Quadratkilometer rund um München – das ist die Fläche des Münchner Grüngürtels. Da sie überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, hat die Stadt gemeinsam mit dort ansässigen Bauern verschiedene Projekte ins Leben gerufen.

Ziel ist es, die landwirtschaftliche Nutzung in einer zukunftsverträglichen Form beizubehalten und ein möglichst gleichberechtigtes Nebeneinander von Landwirtschaft, Erholung und Naturschutz zu ermöglichen.

Mehr als 30 der etwa 100 Landwirte im Stadtgebiet München beteiligen sich bereits am Münchner Grüngürtel. Die Stadt unterstützt sie mit Beratungsleistungen und fördert die Direktvermarktung, um im Ballungsraum München einen regionalen Qualitätsmarkt aufzubauen. Beispiele für die Zusammenarbeit von Stadt und Bauern sind etwa das Krautgarten-Projekt (siehe Artikel unten) oder das Weidefleisch-Projekt: Die Weidehaltung stellt eine naturverträgliche Bewirtschaftungsform dar. Gleichzeitg können die Stadtbewohner regional erzeugtes, qualitativ hochwertiges Weidefleisch kaufen.

Eine Liste der teilnehmenden Bauern und ihrer Erzeugnisse (von Honig bis Gemüse oder Getreide) gibt es unter muenchen.de „Grüngürtel“.

Hautnah erleben

Gleich vier Möglichkeiten gibt es diesen Herbst, um mehr über den Münchner Grüngürtel zu erfahren:
Am Samstag, 7. Oktober, findet von 10.30 bis 17 Uhr das Aubinger Höfefest statt – eine Veranstaltung der Grüngürtel-Bauern und -Gärtner für die ganze Familie.
Die Münchner Volkshochschule bietet eine Führung zum Thema „Selbstvermarktung im  Münchner Grüngürtel“ am 13. Oktober an (Kurs F324720).
Und jeweils eine „Erkundungstour zwischen Regatta-Anlage und Fasanerie“ findet am 23. September und am 14. Oktober statt. Mehr Infos dazu unter muenchen.de/freiraumzeit.

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© Presseamt/Nagy

Den Traum vom eigenen Gemüsegarten erfüllen

Die Münchner Krautgärten bieten 24 Standorte mit mehr als 1.500 Parzellen an

Die Nachfrage ist ungebrochen hoch: Selbstversorgung mit frischem Gemüse liegt voll im Trend. Auch wenn man keinen eigenen Garten hat, ist das dank der Münchner Krautgärten dennoch möglich.

Denn auf Flächen von Landwirten aus dem Münchner Grüngürtel (siehe Artikel oben) können von Mai bis November vorbereitete Parzellen gegen eine geringe Gebühr gepachtet werden. Und das sogar in Bioqualität, denn mineralischer Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel sind tabu. Ein Teil der Fläche ist bereits bepflanzt oder eingesät, der Rest steht für eigene Anbauwünsche offen.

Jedes Jahr kann man sich für eine der Parzellen von 30 oder 60 Quadratmetern bewerben. Acht der derzeit 24 Standorte betreut das städtische Gut Riem, für alle anderen gibt es eigene Ansprechpartner. Auch im nächsten Jahr soll ein neuer Standort hinzu kommen, so dass mehr als 1.500 Parzellen vergeben werden können.

Dieses Projekt, dass die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Grüngürtel-Bauern bereits 1999 entwickelt hat, schlägt drei Fliegen mit einer Klappe: Die Bürgerinnen und Bürger bekommen ihren Traum vom eigenen Gemüsegarten erfüllt, den Landwirten ist eine gewinnbringende Nutzung gesichert und die Allgemeinheit profitiert von nicht bebauten Freiräumen am Münchner Stadtrand.

Eine Liste der Ansprechpartner und Infos zur laufenden Bewerbung gibt es  unter muenchen.de/krautgarten.