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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Gemeinsam die Vielfalt Europas feiern


München setzt ein Zeichen für Europa: Neben dem Rathaus hisst die Stadt im Europa-Mai am Marienplatz, in der Weinstraße, am Europaplatz, am Stachus, am Gärtnerplatz und am Orleansplatz die Europa-Flagge.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Europa-Mai - der Aktionsmonat für Europa

Digitale Mitmach-Aktionen, Austausch-Möglichkeiten und Wettbewerbe

Am 9. Mai ist Europatag. Wie bereits im letzten Jahr machen die Stadt und ihre Kooperationspartner auch heuer wieder den ganzen Monat zum Europa-Mai. Der Aktionsmonat setzt ein Zeichen für Europa und will zeigen, dass es gerade in diesen Zeiten wichtig ist, die europäischen Grundwerte zu leben und gemeinsam über die europäische Zukunft zu diskutieren.

Geboten werden digitale Fotoaktionen, Spiele, Seminare, Videos, Podcasts und Diskussionen. Es geht um Politik und Demokratie genauso wie um Kunst und Kultur sowie das Leben und Arbeiten in Europa.

Um selbst ein Zeichen für Europa zu setzen, können etwa Fotos oder Videos mit Europa-Bezug gemacht und mit den Hashtags #EuropaDahoam und #munich4EUROPE in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Sowohl Laien als auch Berufskünstler*innen können damit auch am Wettbewerb „europeans in art“ teilnehmen. In Online-Vorträgen geht es um Karrieremöglichkeiten in der EU, um Circular Economy oder um Europa und die Pandemie. Sein Wissen zu Europa kann man im digitalen Pubquiz testen oder per Mail das zur Partnerstadt Bordeaux. Im Veranstaltungskalender sind zahlreiche Mitmach-Aktionen und Austausch-Möglichkeiten zu finden.

„Der Europa-Mai bietet den Münchnerinnen und Münchnern in vielen Veranstaltungen die Gelegenheit, sich einzubringen und über das einzigartige Friedens- und Wohlstandsprojekt Europa zu diskutieren. Machen Sie mit, gestalten Sie mit!“ ruft Bürgermeisterin und Schirmpatin Katrin Habenschaden zur Teilnahme auf. So entsteht ein buntes, vielfältiges und solidarisches Zeichen für Europa.

Alle Angebote sind unter europa-mai.de zu finden. Auskunft bietet das Europe Direct Team unter 480983379.

In der Bayernkaserne wird aus Bauschutt Recycling-Beton hergestellt. In dem EU-Projekt URGE geht es um die Kreislaufwirtschaft im Bausektor.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© F. Westner

München gestaltet die EU aktiv mit

RGRE, EUROCITIES, Erasmus+, Smarter Together, URGE, Just Nature – die Stadt ist dabei

„Kommunale Europaarbeit ist wichtig für Münchens Zukunft“, ist Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft, überzeugt. Wenn auf europäischer oder internationaler Ebene Entscheidungen getroffen werden, die Münchner Bürger*innen betreffen, ist die Stadt aktiv dabei und gestaltet diese mit.

So nimmt München durch ihre Mitgliedschaften wie etwa in der RGRE (Deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen in Europa) oder im Städtenetzwerk EUROCITIES Einfluss auf Entwicklungen in der Europäischen Union. Aber auch durch ihre Beteiligung an EU-Projekten gestaltet die Stadt Innovationen mit. Und: Sie profitiert finanziell davon. Aktuell laufen etwa 65 EU-Projekte, für die die Stadt rund 42 Millionen Euro erhält.

Die Spannbreite ist groß – von Bildung und Arbeitsmarktpolitik über Integration bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Allein im Programm Erasmus+ – das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa – ist München an 45 Einzelprojekten beteiligt.

Nach fünfjähriger Laufzeit präsentiert das EU-Projekt Smarter Together jetzt einen Überblick seiner Aktivitäten und München gestaltet die EU aktiv mit RGRE, EUROCITIES, Erasmus+, Smarter Together, URGE, Just Nature – die Stadt ist dabei Erkenntnisse zu Smart-City-Lösungen in einer Broschüre. Die EU hat München für das Projekt 6,85 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Mit dem EU-Projekt URGE – Circular Building Cities testet die Stadt, wie man den immensen Rohstoffverbrauch im Bausektor durch das Recycling von Baustoffen senken kann. Hier fällt weniger das Fördervolumen von 50.000 Euro ins Gewicht als vielmehr rund 600.000 Tonnen Baumaterial, das in der Bayernkaserne wiederaufbereitet wird, sowie die hohe Innovationskraft wie auch die Bedeutung des Projekts für Klimaschutz und der Etablierung einer Kreislaufwirtschaft.

Ebenfalls um den Klimaschutz geht es beim neuen EU-Projekt JUST Nature, für das die Stadt Ende 2020 den Zuschlag und 0,65 Millionen Euro erhielt. Wie kann der Hitzeinsel Innenstadt mit Grüner Infrastruktur begegnet werden? Diese Frage untersuchen München und 20 europäische Initiativen und Städte nun gemeinsam. Wer mehr dazu wissen will, wird unter muenchen.de/europa fündig.

Europe Direct München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Europäische Begegnungen in der Stadt

Europe Direct München bietet als eines von 424 Informationszentren Info und Austausch

Was macht die Europäische Union eigentlich für mich? Welchen Einfluss haben europäische Entscheidungen auf mich als Bürger*in der Stadt München? Und wie funktioniert das insgesamt mit der EU? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema beantwortet das Team vom Europe Direct (ED) München.

So bietet das ED München etwa Europa-Sprechstunden direkt in verschiedenen Stadtteilen an. Sofern es die Corona-Regelungen zulassen ist das Team regelmäßig in den Stadtteilbibliotheken unterwegs, um mit Bürger*innen zu Europa ins Gespräch zu kommen.

Auch das Veranstaltungsformat „Europa zum Mitreden“ wird in einzelne Stadtteilbibliotheken angeboten. Am 20. Mai ab 19 Uhr können sich Interessierte zu einem Special online zuschalten und mitreden: Die Europaaktivisten „Herr & Speer“ werden sich mit Jenny Paul, Leiterin des ED München, und Teilnehmer*innen über das Thema „Vielfalt in Europa“ digital austauschen. Darüber, was es bedeutet, verschiedene Kulturen, Sprachen und Traditionen unter ein Dach zu bringen, und warum zu Vielfalt auch Neugier und Toleranz gehören.

424 Informationszentren gibt es inzwischen in der Europäischen Union, allein in Deutschland sind es 48. Der Stadtrat hat im Herbst 2020 beschlossen, das ED München als dauerhaftes Dienstleistungsangebot zu etablieren – um europäische Begegnungen zu schaffen und ein gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Standpunkte zu fördern.

Das Team des ED München berät Montag bis Donnerstag von 13 bis 18 Uhr im Gasteig persönlich. Telefonisch ist es unter 480983379 oder per E-Mail erreichbar. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm ist unter muenchen.de/europe-direct zu finden.

 

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 4. Mai 2021.