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Wohnen im Alter


Christiane Ammer-Wabnitz, Vorständin der Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk, und Dr. Klaus-Michael Dengler, Geschäftsführer der GEWOFAG, bei der Schlüsselübergabe im Prinz-Eugen-Park.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© GEWOFAG

Versorgungssicher daheim wohnen

Im Prinz-Eugen-Park hat der 14. Standort von „Wohnen im Viertel“ eröffnet. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG bietet Hilfe direkt im Viertel

In den eigenen vier Wänden rundum Betreuungssicherheit – das bietet die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG allen pflegebedürftigen Bewohner*innen eines Viertels. Im Prinz-Eugen-Park hat gerade der bereits 14. Standort eröffnet. „Wohnen im Viertel ist ein immens wichtiges Programm,“ ist Dr. Klaus-Michael Dengler, Geschäftsführer der GEWOFAG, überzeugt. „Pflegebedürftigen Menschen wird so ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglicht.“

Bewährter Kooperationspartner der GEWOFAG ist die Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk und ihr ambulanter Pflegedienst. Das Team bietet Pflege für alle Menschen im Viertel an, unabhängig davon, ob sie bei der GEWOFAG wohnen oder nicht. Die Mieter*innen des Viertels können also rund um die Uhr auf Hilfe vertrauen – ohne Vertrag und ohne Betreuungspauschale. Erst wer dauerhaft Unterstützung benötigt, muss die Leistungen bezahlen.

Der Standort im Prinz-Eugen-Park umfasst zehn öffentlich geförderte Projektwohnungen, eine Pflegewohnung auf Zeit, die beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt vorübergehend genutzt werden kann, ein Service- und Beratungsbüro und ein Wohncafé mit vielfältigen Angeboten.

Für die barrierefreien Projektwohnungen, die für 1- bis 2-Personen-Haushalte ausgelegt sind, können sich Münchner Bürger*innen aller Altersstufen bewerben, die einen hohen Hilfe- und Pflegebedarf haben (ab Pflegegrad 2) und eine ambulante pflegerische Versorgung benötigen sowie über einen aktuellen Registrierbescheid des Amtes für Wohnen und Migration verfügen.

Weiterführende Informationen sind unter gewofag.de/web.nsf/id/wohnen-im-viertel zu finden

Auch im hohen Alter im gewohnten Umfeld leben – die Stadt bietet Beratung und Hilfe für Wohnen zuhause.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© GWG/economy business fotografie

Im Alter in der gewohnten Umgebung bleiben

Beratung und Hilfe in den Alten- und Servicezentren und bei der städtischen GWG

Mit der Zusatzleistung WGplus – Wohnen in Gemeinschaft plus Service ermöglicht die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG ihren Mieter*innen im hohen Alter ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung.

In enger Kooperation mit den Dienststellen der Stadt sowie ausgewählten sozialen Dienstleistern unterstützt die GWG ihre Mieterschaft durch umfassende Beratung und entsprechende Service- und Pflegeleistungen. So hilft die GWG im Bedarfsfall einen geeigneten Sozialdienst zu finden oder in eine passende GWG-Wohnung umzuziehen.

Eine Anlaufstelle für alle Münchner Senior*innen sind die 32 Alten- und Servicezentren (ASZ) der Stadt. Das Konzept der ASZ, das bundesweit einmalig ist, verknüpft präventive und versorgende Angebote.

So vermitteln und organisieren die ASZ Hilfeleistungen, koordinieren Dienste der häuslichen Versorgung, bieten Hausbesuche an und stellen selbst direkte Versorgungsleistungen im Alltag zur Verfügung, wie etwa den Mittagstisch oder Betreuungsangebote für Menschen mit psychischen Veränderungen oder Demenzerkrankungen. Ältere Menschen, die noch keine Hilfe benötigen, können sich umfassend zu Themen rund um das Älterwerden und zu Angeboten der Altenhilfe beraten lassen.

Das nächstgelegene ASZ mit der jeweiligen Telefonnummer ist unter muenchen.de/asz zu finden.

Die Mitarbeitenden der Münchenstift kümmern sich um die Gesundheit und das seelische Wohl ihrer Bewohnerschaft.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Münchenstift GmbH

Münchenstift: „Sicherste Orte der Stadt“

Städtische Dienstleisterin für Senior*innen bietet breite Palette an Services

Viele Senior*innen, die auf die Versorgung eines Pflegeheims angewiesen wären, zögern derzeit aus Angst vor Ansteckung in ein Heim zu gehen. Inzwischen liegt aber der Immunisierungsgrad in der Bewohnerschaft der Münchenstift bei über 90 Prozent, bei den Mitarbeitenden bei fast 70 Prozent. Insgesamt lockert sich die Situation wieder. Geschäftsführer Siegfried Benker appelliert daher: „Kommen Sie zu uns, unsere Häuser sind die sichersten Orte der Stadt.“

Mit rund 3.000 Bewohner*innen in 13 Häusern ist die Münchenstift Münchens größte Dienstleisterin für Seniorinnen und Senioren. Die gemeinnützige Gesellschaft und hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt bietet eine breite Palette an Wohn-, Service- und Pflegeformen an. Das bedarfsorientierte Angebot reicht vom Ambulanten Dienst, dem Menü-Service und der Tagespflege über das Wohnen mit Pflegeleistungen bis hin zu gerontopsychiatrischen Wohngruppen und der Hospizversorgung.

Während der Corona-Pandemie hat die Münchenstift alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Mitarbeitende wie Bewohnerschaft bestmöglich zu schützen und sie gut durch die Krise zu führen. Die Münchenstift sorgt aber nicht nur für die Gesundheit der Senior*innen – mit dem Einsatz von Tablets für den Austausch mit Angehörigen aber auch mit Konzerten und Vorführungen in Gärten und Höfen, versuchen sie die Einsamkeit aufgrund der Kontaktbeschränkungen zu mildern.

 

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 11. Mai 2021.