Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Wohnprojekte als Impulsgeber


2019 besichtigten Interessierte am Wohnprojekttag den Dachgarten der wagnisPark im Prinz-Eugen-Park. Ein Beispiel für ein genossenschaftliches Bauprojekt mit ökologischem Konzept und innovativer Architektur.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Katharina Wildemann

13. Münchner Wohnprojekttag

In diesem Jahr geht es um Wohnprojekte als Impulsgeber für Stadt und Umland - Vorträge, Diskussionsrunden, Führungen und Beratung im Gasteig und online

Domagkpark, Messestadt Riem, Prinz-Eugen-Park oder Ackermannbogen – in den großen Wohnbausiedlungen der Stadt sind gemeinschaftliche Bau- und Wohnprojekte entstanden, die nicht nur bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt schaffen. Sie stehen auch ganz im Sinne der Nachhaltigkeit für soziales Miteinander, ökologische Konzepte und innovative Architektur.

Wer mehr über diese gemeinschaftsorientierten Wohnprojekte erfahren möchte, kann am 24. und 25. September an Vorträgen, Diskussionsrunden und Führungen teilnehmen und sich auch selbst beraten lassen.

Unter dem Motto Wohnprojekte als Impulsgeber für Stadt und Umland findet am Freitag, 24. September, von 10 bis 17.30 Uhr eine Fachtagung statt. Interessierte können für 30 Euro sowohl in Präsenz in der Black Box im Gasteig als auch online teilnehmen.

Am Samstag, 25. September, finden von 10 bis 12 Uhr kostenfreie Projektbesichtigungen in den anfangs genannten Stadtteilen statt. Ab 13.30 Uhr geht es ebenfalls kostenfrei in vier Kurzvorträgen um Grundlegendes zu Wohnkonzepten, um Architektur und ökologische Bausteine sowie um Nachbarschaftsentwicklung. Mit den Schwerpunkten Gemeinschaftsbildung, Rechtsformen und Finanzierung beantworten Expert*innen anschließend Fragen rund um die Gründung eines Wohnprojekts. Das Nachmittagsprogramm wird ebenfalls in Hybridform durchgeführt.

Die im Auftrag der Stadt arbeitende mitbauzentrale münchen koordiniert gemeinsam mit der Volkshochschule München sowie der Wohnwerkstatt Urbanes Wohnen e.V. die Veranstaltung. Alle Infos und die vorab notwendige Anmeldung zu den Bausteinen der Veranstaltung sind unter mitbauzentrale-muenchen.de zu finden.

In den letzten rund zehn Jahren sind auf städtischen Flächen über 1.200 Wohnungen von Baugenossenschaften und rund 700 Wohnungen von Baugemeinschaften realisiert worden, rund 650 weitere Wohnungen sind derzeit in Planung und Bau. Mit den Siedlungsflächen in Freiham und der Bayernkaserne stehen weitere genossenschaftliche Großprojekte an. Die Stadt fördert dieses Engagement unter anderem mit der Vergabe von 20 bis 40 Prozent der Flächen in großen Siedlungsgebieten für gemeinschaftsorientierte Miet- und Genossenschaftsprojekte.

Die Mitglieder der Mietergemeinschaft ALIA genießen auf ihrer gemeinsamen Dachterrasse den Altersruhestand.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© G. Wedemeyer

Zusammen ist man weniger allein

In selbstgewählter Nachbarschaft gemeinschaftlich leben – das geht auch zur Miete

Um in selbstgewählter Nachbarschaft zu wohnen, muss nicht zwingend gemeinsam gebaut werden. Diese Wohn-form kann auch zur Miete umgesetzt werden, und zwar in sogenannten sorgenden Hausgemeinschaften.

Häufig sind es besonders Engagierte, die weitere Interessierte um sich sammeln und einen Verein gründen. Wie etwa Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter e.V., der bereits fünf Projekte umgesetzt hat. Oder die Mietergemeinschaft ALIA, zu der sich zwölf Personen zusammengetan haben, um ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu führen. Sie haben ihre großen Wohnungen in der Innen-stadt aufgegeben und sind in kleinere, barrierefreie Wohnungen im Prinz-Eugen-Park gezogen. Sie verfügen über Gemeinschaftsflächen und haben eben den Anspruch, füreinander zu sorgen.

Um eine sorgende Hausgemeinschaft zu realisieren, braucht es einen Investor oder ein Wohnungsunternehmen als Kooperationspartner. Das können private Vermieter*innen sein, Genossenschaften oder auch die städtischen Wohnbaugesellschaften Gewofag und GWG. Letztere bietet etwa gerade der MietMit e.V. acht bis zehn Wohnungen in der Henschel-straße an. Finden sich Interessierte in dem Verein, wird dort die nächste Mietergemeinschaft entstehen.

Die Stadt hat auf diese Entwicklung reagiert und achtet bei der Vergabe von Grundstücken darauf, diese Wohnform zu berücksichtigen. Außerdem unterstützt die im Auftrag der Stadt arbeitende mitbauzentrale münchen diese Mietgruppen durch Information und Beratung und vernetzt die Interessierten. Alle Infos dazu sind unter mitbauzentrale-muenchen.de zu finden.

Studentin auf der Suche nach einer Bleibe – das Studentenwerk versucht zu helfen.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© mi.la-photocase

„Vermieten Sie an Studierende“

Ein gemeinsamer Appell soll bei der schwierigen Wohnungssuche unterstützen

Kurz vor dem Start des Wintersemesters sind immer noch viele Student*innen auf Wohnungssuche. Auf dem Münchner Wohnungsmarkt eine bezahlbare Bleibe zu finden, ist allerdings nicht so einfach.

Bernd Sibler, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Kerstin Schreyer, Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Oberbürgermeister Dieter Reiter sowie der Geschäftsführer des Studentenwerks München, Tobias M. Burchard, appellieren deshalb an Eigentümer*innen, Wohnraum an Student*innen zu vermieten:

„Liebe Münchnerinnen und Münchner, wir bitten Sie um Ihre Unterstützung! Helfen Sie den jungen Leuten bei ihrem Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt und bieten Sie ihnen ein bezahlbares Dach über dem Kopf! Vermieten Sie Zimmer und Wohnungen an Studierende und/oder gestatten Sie Ihren Mieter*innen, an Studierende preisgünstig unterzuvermieten.“

Wer Wohnraum anbieten möchte, kann sich ganz einfach an die Privatzimmervermittlung des Studentenwerks oder an den Seniorentreff Neuhausen im Rahmen von Wohnen für Hilfe wenden. Kontakt: Studentenwerk München, Telefon 38196-1249, E-Mail: pzv@stwm.de, www.studentenwerk-muenchen.de/privatzimmer; Seniorentreff Neuhausen e.V., Telefon 13928419-20, E-Mail: wfh@seniorentreff-neuhausen.de, www.seniorentreff-neuhausen.de.

 

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 21. September 2021.