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100.000 Wohnungen für München


Die ökologische Mustersiedlung im Münchner Prinz-Eugen-Park umfasst rund 570 Wohnungen in Holz- und Holzhybridbauweise. Insgesamt entstehen im Prinz-Eugen-Park rund 1.800 Wohneinheiten.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

56 Prozent mehr genehmigte Wohneinheiten

Stadt genehmigt in den letzten zehn Jahren so viele Wohnungen wie noch nie

Die hohe Nachfrage nach mehr Wohnungen in München ist ungebrochen. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen trägt die Stadt zur schnelleren Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum bei. Eine der wichtigsten Grundlagen hierfür ist die Baugenehmigungspraxis.

Seit Anfang 2011 genehmigte die Lokalbaukommission insgesamt rund 100.000 Wohnungen. Im Vergleich zum vorhergehenden Jahrzehnt steigerte die Stadt die Anzahl der genehmigten Wohneinheiten somit um 56 Prozent.

Die symbolische „100.000ste“ Wohnung, die die 10-Jahres-Bilanz komplettiert, ist Teil eines Bauvorhabens der Münchner Baugenossenschaft Kooperative Großstadt mit über 40 Wohneinheiten im neuen Stadtteil Freiham. Insgesamt finden rund 25.000 Menschen in Freiham ihr neues Zuhause. Bis 2025 werden im ersten Realisierungsabschnitt 4.400 der insgesamt rund 10.400 Wohneinheiten fertiggestellt, etwa 1.800 davon durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften.

Weitere neue Entwicklungsareale liegen in der Bayernkaserne, in der Henschelstraße, im Prinz-Eugen-Park – hier entsteht die größte Holzbausiedlung Deutschlands –, im Werksviertel oder im Kreativquartier. Allein in diesen Arealen entstehen in den nächsten Jahren rund 9.700 Wohneinheiten. Mehr bezahlbare Mieten – insbesondere dieses Ziel verfolgt die Stadt in ihrem langfristig angelegten Programm „Wohnen in München“. Es ist eines der finanziell am besten ausgestatteten kommunalen Wohnungsbauförderprogramme Deutschlands. Dabei geht es neben dem Mehr an Wohnraum auch um eine hohe Qualität im Sinne von Quartiersleben, neuen Freiräumen, guter Erreichbarkeit und nachhaltiger Bauweise.

OB Dieter Reiter  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Oberbürgermeister Dieter Reiter:

„100.000 genehmigte Wohnungen in zehn Jahren – diese Bilanz kann sich sehen lassen und beweist auf bemerkenswerte Weise das nachhaltig starke Engagement der Stadt München, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Genauso wichtig ist es mir, den Anteil der bezahlbaren Wohnungen weiter auszubauen und zu schützen.“

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© Klumpe Architekten/Kooperative Großstadt eG

Gemeinsam bezahlbaren Wohnraum schaffen

Baugenossenschaften und gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte auf dem Vormarsch

Sozial gemischt, lebendig, innovativ, energetisch hochwertig – und bezahlbar. Mit diesen Eigenschaften lassen sich Wohnprojekte beschreiben, die von einer steigenden Zahl an Baugenossenschaften umgesetzt werden. Grund genug für die Stadt, diese Akteure zu unterstützen.

So vergibt die Stadt 20 bis 40 Prozent der Flächen in den großen Siedlungsgebieten für Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnprojekte nach Art des Mietshäusersyndikats. Bis 20. Mai läuft noch die Ausschreibung im Neubaugebiet an der Henschel- und Federseestraße für rund 80 Genossenschaftswohnungen. Demnächst startet zudem die Ausschreibung für drei Grundstücke im KreativFELD. Mit den städtischen Siedlungsflächen in Freiham und der Bayernkaserne stehen in den kommenden Jahren weitere genossenschaftliche Großprojekte an.

Daneben bietet die Stadt verschiedene Fördermöglichkeiten wie das München Modell Genossenschaft oder den Konzeptionellen Mietwohnungsbau an. Infos zu den Ausschreibungen und Finanzierungsmöglichkeiten sind unter muenchen.de/wohnen zu finden.

Oder man wendet sich an die mitbauzentrale münchen. Das Team arbeitet im Auftrag der Stadt und bietet Beratung von der Initiierung bis zur Gründung von Wohnprojekten an – und das kostenlos. Erreichbar ist es aktuell dienstags von 10 bis 14 Uhr und mittwochs von 15 bis 19 Uhr unter Telefon 579 389 50 oder per E-Mail. Weitere Infos sind unter mitbauzentrale-muenchen.de zu finden.

Schnelle Hilfe für Menschen ohne Wohnung

Stadt schafft neue Unterbringungsmöglichkeiten für akut Wohnungslose

„Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die nach wie vor steigenden Mietpreise wird die Zahl der Wohnungslosen leider weiter ansteigen,“ so Sozialreferentin Dorothee Schiwy. Mit Stand 31. Januar verzeichnete die Stadt 8.383 wohnungslose Menschen, 2008 waren es noch 2.466. Darunter sind Familien mit Kindern ebenso wie erwerbstätige Singles. Wohnungslosigkeit ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Im Rahmen des Sofortunterbringungssystems versucht die Stadt, akut wohnungslose Haushalte zeitlich befristet unterzubringen. Das Sozialreferat ist ständig und im Zuge der Corona-Pandemie verstärkt bemüht, neue Unterbringungskapazitäten zu schaffen.

In den letzten drei Jahren hat die Stadt bereits 736 Plätze in Flexi-Heimen geschaffen, weitere fünf Flexi-Heime befinden sich in der planerischen und baulichen Umsetzung und werden bis 2023/2024 eröffnen. So konnten Ende letzten Jahres wohnungslose Familien in das neue Flexi-Heim Am Krautgarten mit 88 Bettplätzen einziehen.

Für erwerbstätige wohnungslose Einzelpersonen und Paare schaffte die Stadt Ende März erstmals ein Wohnprojekt mit 82 möblierten Appartements am Hohenzollernplatz. Die Bewohner*innen kommen selbst für die sozialverträglichen Kosten ihres Appartements auf. Die Stadt unterstützt auch diese Menschen dabei, so schnell wie möglich eine eigene, bezahlbare und dauerhafte Wohnung zu finden.

 

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 20. April 2021.