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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Sicherheit für Senior*innen


Oberbürgermeister Dieter Reiter und seine Stadtverwaltung unterstützen das Polizeipräsidium München dabei, Seniorinnen und Senioren vor dem Trickbetrug „Falsche Polizisten“ zu warnen.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Vorsicht vor falschen Polizisten

Gemeinsam mit dem Landratsamt und dem Polizeipräsidium warnt die Stadt vor Betrug. Insbesondere ältere Menschen werden um ihre Vermögenswerte gebracht

Immer wieder gelingt es organisierten Tätergruppierungen überwiegend älteren Menschen, Geld und Wertgegenstände abzuluchsen. Die Landeshauptstadt, das Landratsamt und das Polizeipräsidium versuchen daher gemeinsam, die Münchner Senior*innen zu sensibilisieren.

Den oftmals arglosen und gutgläubigen Opfern wird am Telefon vorgespielt, sie würden mit der Polizei oder anderen Amtsträgern sprechen und ihre Geld- und Vermögenswerte sowie Wertgegenstände seien aufgrund diverser fiktiver Notfallszenarien akut in Gefahr. In der Folge gelingt es den äußerst manipulativ agierenden Tätern, den sogenannten „falschen Polizeibeamten“, ihre Opfer dazu zu bringen, größere Geldbeträge sowie Wertgegenstände an sogenannte Abholer auszuhändigen.

Da die Haupt-Zielgruppe der Betrüger ältere Menschen sind, hat die Stadt beim Versand des Impfschreibens an Menschen über 80 Jahren kurzerhand entsprechende Warnhinweise der Polizei beigelegt. Außerdem sind die Alten- und Service-Zentren (ASZ), Beratungsstellen und weitere Projekte der offenen Altenarbeit instruiert und können im persönlichen Kontakt mit den Senior*innen auf das Thema aufmerksam machen.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger vor diesen skrupellosen Kriminellen zu schützen“, so Oberbürgermeister Dieter Reiter zur gemeinsamen Aktion der Behörden. Persönlich informieren kann man sich bei der Polizei unter Telefon 2910-3430 oder in den ASZs und Beratungsstellen. Unter polizei-beratung.de und unter muenchen.de, Stichwort „Informationen für Seniorinnen“, sind die Polizeihinweise ebenfalls eingestellt.

Tipps der Polizei

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe!
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
  • Legen Sie einfach auf!
  • Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück!
  • Übergeben Sie nie Geld an Unbekannte!
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifel den Polizeinotruf 110 wählen
Ratgeber für alte Menschen für ein sicheres Leben zu Hause – auch bei Hilfe und Pflegebedürftigkeit  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Sicherheits-Ratgeber (Ausschnitt des Deckblatts)

Auch im Alter ein sicheres Leben zuhause

Ein Ratgeber für Senior*innen bietet Informationen rund um das Thema Sicherheit

Viele älterer Menschen wollen möglichst lange im eigenen Zuhause leben. Die Stadt hat daher in einer Broschüre Ideen und Erfahrungswerte rund um die Sicherheit zuhause lebender Senior*innen zusammengestellt. Der Ratgeber berücksichtigt dabei auch die Lebenssituation hilfe- und pflegebedürftiger älterer Menschen.

Er greift die sinnvolle Vorgehensweise bei der Suche nach geeigneten Unterstützungsangeboten auf und enthält Anregungen, die von der persönlichen Vorsorge über die sichere Gestaltung der häuslichen Umgebung bis zum Erhalt der körperlichen Mobilität reichen. Darüber hinaus beinhaltet er Sicherheitstipps der Münchner Polizei, die sich gezielt an Senior*innen richten.

Neu in dem grundlegend überarbeiteten Ratgeber ist das Kapitel „Versorgung in herausfordernden Zeiten“, das sich mit außergewöhnlichen Situationen, wie der aktuellen Corona-Pandemie, beschäftigt. Gerade im höheren Lebensalter können aber auch andere Situationen auftreten, die schwerwiegende Einschränkungen mit sich bringen. Beispiele sind lang anhaltende Krankheiten oder schwierige Wetterlagen, wie Schnee oder Glatteis. Dem Ratgeber liegt auch eine umfangreiche Adressenbroschüre mit hilfreichen Kontakten und Anlaufstellen bei.

Der „Ratgeber für alte Menschen für ein sicheres Leben zu Hause – auch bei Hilfe und Pflegebedürftigkeit“ kann kostenlos bei der städtischen „Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege“ telefonisch unter 233-96966 bestellt werden – er wird dann gerne per Post zugesendet.

An das Team der Beschwerdestelle können sich auch alle Bürger*innen wenden, wenn sie Fragen rund um die professionelle pflegerische Versorgung haben. Alle Informationen zum Angebot der Beschwerdestelle finden sich im Internet unter t1p.de/Beschwerdestelle. Dort steht der Ratgeber auch als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

Broschüre „Vorsorge durch Vollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – Formularsatz der Münchner Betreuungsstelle“   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Vorsorge-Broschüre (Ausschnitt des Deckblatts)

Wenn man selbst nicht mehr entscheiden kann

Eine Broschüre der Münchner Betreuungsstelle hilft dabei, Vorsorge zu treffen

Es kann jeden treffen – durch eine schwere Erkrankung, einen drastischen Unfall oder in zunehmendem Alter kann man schnell in die Lage versetzt werden, nicht mehr selbst entscheiden zu können.

Eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung und eine Patientenverfügung sorgen dafür, dass eine Person des Vertrauens, die eigenen Wünsche und Vorstellungen geltend machen kann. Die Münchner Betreuungsstelle des Sozialreferats hat hierfür eine Broschüre herausgegeben.

Sie erläutert, wie man eine gesetzliche Vertretung im Vorfeld bestimmen kann und wie man sicherstellt, dass eigene Wünsche und Interessen Geltung behalten. Sie hilft auch dabei eine Patientenverfügung zu verfassen. Mit Wenn man selbst nicht mehr entscheiden kann ihr kann man Behandlungs- oder Nichtbehandlungswünsche in konkreten Krankheitssituationen festhalten.

Die Broschüre „Vorsorge durch Vollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – Formularsatz der Münchner Betreuungsstelle“ erhält man in den Sozialbürgerhäusern an der Infothek oder in der Betreuungsstelle, Mathildenstraße 3a. Sie kann auch auf Anfrage zugesendet oder im Internet unter muenchen.de/betreuungsstelle als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Zur Betreuungsstelle kann man per Telefon 233-26255 oder per E-Mail betreuungsstelle.soz@muenchen.de Kontakt aufnehmen. In der Broschüre sind weitere Anlaufstellen benannt, wenn man sich persönlich beraten lassen möchte.

 

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 23. Februar 2021.