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Münchner Schulpreis geht an die Städtische Anita-Augspurg-Berufsoberschule für Sozialwesen


Pressemitteilung vom 19.01.2016

(19.1.2016) Sie war die beste unter den 14 Bewerbern: Die Schulfamilie der Städtischen Anita-Augspurg-Berufsoberschule für Sozialwesen gewinnt den diesjährigen Münchner Schulpreis. Die Auszeichnung wird heuer zum zweiten Mal verliehen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung des 5. Münchner Ganztagsbildungskongresses wurden die Gewinner am heutigen Dienstag bekannt gegeben und von Bürgermeisterin Christine Strobl und Stadtschulrat Rainer Schweppe beglückwünscht.

Die Landeshauptstadt München zeichnet mit dem Münchner Schulpreis hervorragende allgemeinbildende und berufliche Münchner Schulen aus, die mit ihren pädagogischen Leistungen Vorbilder für andere sind. Mit dem Münchner Schulpreis möchte die Landeshauptstadt Anreize für eine fortschrittliche Schul- und Unterrichtsentwicklung geben. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Als beste Schule des Wettbewerbs erhält die Städtische Anita-Augspurg-Berufsoberschule für Sozialwesen den Hauptpreis in Höhe von 12.000 Euro, die Grundschule am Winthirplatz erhält den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Platz. Mit 8.000 Euro wird das Konzept der drittplatzierten Mittelschule an der Wittelsbacher Straße belohnt.

„Der Münchner Schulpreis soll die hervorragende Arbeit, die seit vielen Jahren an zahlreichen Münchner Schulen geleistet wird, wertschätzen. Ich freue mich, dass die Stadt München mit der Städtischen Anita-Augspurg-Berufsoberschule erneut einen würdigen Preisträger gefunden hat“, sagt Bürgermeisterin Christine Strobl. „Die individualisierten Förderangebote der Lehrkräfte für die Schülerinnen und Schüler sind die Basis für die erfolgreiche eigenverantwortliche Lernatmosphäre.“

Rainer Schweppe, Stadtschulrat und Vorsitzender der Jury, lobt das Konzept der Gewinnerschule: „Besonders beeindruckt haben mich das vorbildliche Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie die Lernatmosphäre an der Städtischen Anita-Augspurg-Berufsoberschule. Die jungen Frauen und Männer arbeiten auch nach dem Unterricht in freiwilligen Lerngruppen und Arbeitskreisen zusammen. Die Türen der Schule stehen ihnen dafür bis spät am Abend offen, außerdem werden sie von den Lehrkräften tatkräftig unterstützt. Die schuleigene Kita ermöglicht jungen Eltern, sich eine berufliche Perspektive aufzubauen.“

Alle Münchner Schulen in öffentlicher oder privater Trägerschaft konnten sich für den Münchner Schulpreis bewerben. Die eingegangenen Bewerbungen aus Grund- und Mittelschulen, Gymnasien, Real- und Gesamt- sowie Förderschulen zeigen, wie engagiert die Schul- und Unterrichtsentwicklung an Münchner Schulen betreiben wird.

Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertete die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Münchner Stadtrats sowie Expertinnen und Experten aus Bildung und Wissenschaft, sieben Qualitätsbereiche. Maßgeblich waren dabei sowohl die inhaltliche Vielfalt des Unterrichts wie auch die Bildungsaktivitäten außerhalb des Unterrichts. Miteinbezogen wurden außerdem die jeweiligen Lernvoraussetzungen der Schule, die etwa durch die soziale und kulturelle Herkunft der Schülerschaft beeinflusst werden.

Auf Basis der Bewerbungsunterlagen nominierten die Experten sechs Schulen, die sie vor Ort begutachteten. Zu ihnen zählten die Grundschule am Pfanzeltplatz, die Grundschule am Winthirplatz, die Mittelschule Wittelsbacherstraße, die Mittelschule München Moosach, die Städtische Anita-Augspurg-Berufsoberschule für Sozialwesen sowie das private Förderzentrum des Christophorus-Schulvereins München.

Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht. Alle Bewerbungen waren von hohem Niveau geprägt. Der erste Platz geht an die Städtische Anita-Augspurg-Berufsoberschule für Sozialwesen – dicht gefolgt von der Grundschule am Winthirplatz und der Mittelschule an der Wittelsbacher Straße.

An der erstplatzierten Schule wird Vertrauen und Eigenverantwortung groß geschrieben. Durch individualisierte Förderangebote und Freiräume, die den jungen Frauen und Männern geboten werden, entsteht ein lust- und leistungsorientierter Lern- und Lebensraum. Das Engagement der rund 500 Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte zeigt sich in zahlreichen schulinternen Aktivitäten wie dem Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“, freiwilligen Lernnachmittagen sowie Projekten mit dem Bayerischen Rundfunk, diversen Förder- und Sprachkursen, Obdachlosen- und Flüchtlingsarbeit. Für junge Eltern gibt es eine schuleigene Kita.

Hervorzuheben ist hier ebenso die professionelle Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. Denn sie fördern und fordern, vermitteln den Sinn für Gerechtigkeit, bieten Flexibilität und sind in ihrer Arbeit vorbildlich. Dass dieses Gesamtkonzept aufgeht, belegen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler: 85 Prozent der Absolventinnen und Absolventen schaffen hier die Fachhochschul- beziehungsweise Hochschulreife – und das in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren.