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Orientierungssystem für München geht in Betrieb


OB Reiter an der Infostele auf dem Marienplatz (Foto: Presseamt / Michael Nagy)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Pressemitteilung vom 8.11.2018

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat heute die erste Stele des neuen Münchner Fußgänger-Orientierungssystems vorgestellt und in Betrieb genommen. Damit führt die Landeshauptstadt ein attraktives und modernes Orientierungssystem für die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt ein. Das System erleichtert nicht nur die Orientierung, sondern bietet darüber hinaus vielfältige analoge und digitale Informationsmöglichkeiten sowie Anregungen, die Stadt zu entdecken.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Die Stelen vereinigen das Beste aus beiden Welten: Klassische Pläne und Wegweisungen werden kombiniert mit umfassenden Informationen für das Smartphone. Dabei sind die Stelen integrativ und bieten für Menschen mit Behinderungen verschiedene digitale Hilfen. Mit diesem System kann sich München sehen lassen. Bei seinen Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie bei seinen Gästen aus aller Welt.“

Jede Stele bietet auf einer Seite einen freundlich gestalteten, analogen Umgebungsplan, auf dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten als Strichzeichnung hervorgehoben sind. Ein Kreis zeigt an, welche Ziele im Umkreis von zehn Minuten zu Fuß zu erreichen sind. Auf der anderen Seite der Stele findet sich eine Darstellung der Stadt im größeren Umkreis, um einen Überblick über weitere Ziele und Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu geben.

Ergänzend zur analogen Plandarstellung wird im Umkreis jeder Stele ein kostenfreier Internetzugang per WLAN durch den städtischen Service „M-WLAN“ angeboten. Auf diese Weise wird ein einfacher Zugriff auf das digitale Informationsangebot der Stele ermöglicht, das durch eine ortsbezogene Internetseite mit dem Umgebungsplan zur digitalen Orientierung am jeweiligen Standort einlädt. Der Zugang zu dieser Seite erfolgt je nach Bauart des verwendeten Smartphones automatisch oder durch Eingabe einer Internet-Adresse (URL), die an der Seite der Stele zu finden ist. Der zu Grunde liegende interaktive Stadtplan bietet viele Funktionen, die insbesondere für Gäste einen hohen Mehrwert bieten. So werden zum Beispiel Wegstrecken zu ausgewählten Zielen sowohl als kürzester Weg angezeigt als auch in Form von touristisch optimierten Routen, die an naheliegenden Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, zu MVG-Rad sowie zu Cafés, Restaurants oder Geschäften runden das digitale Informationsangebot an den Stelen ab.

Darüber hinaus sind standortspezifische Informationen für Menschen mit Behinderung in Deutsch und Englisch über eine mobile App abrufbar, die an jeder Stele heruntergeladen werden kann. Die Hinweise dafür können sowohl in Pyramiden- als auch in Brailleschrift an einer der Stelenseiten gelesen oder ertastet werden. Haben sehbehinderte Menschen die App heruntergeladen und gleichzeitig die Standortfunktion eingestellt, erhalten Sie zusätzlich ein akustisches Signal, sobald sie in der Nähe einer Stele sind. Anfang November gehen die ersten Stelen in Betrieb. Sie stehen am Marienplatz Ost und West und an der Kaufinger-/Ecke Liebfrauenstraße. Weitere 16 Stelen werden nach und nach aufgestellt.

Zu der erfolgreichen Realisierung dieses Projekts haben unter der Federführung des Referats für Arbeit und Wirtschaft – München Tourismus viele Stellen beigetragen. Das Konzept und die Inhalte wurden von München Tourismus erarbeitet, mit dem Baureferat und dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie vielen weiteren Fachstellen abgestimmt. Die Bereitstellung von M-WLAN an den Stelen ermöglichte das Referat für Informations- und Telekommunikationtechnik (RIT). Die Stadtwerke München (SWM) stellen den Strom und den Glasfaseranschluss bereit und rea- lisieren den operativen Betrieb von M-WLAN. Die Portal München Betriebs GmbH hat die digitalen Landingpages entwickelt und stellt die mobile App zur barrierefreien Nutzung an den Stelen bereit.

Infostele

Infostele auf dem Marienplatz (Foto: Presseamt / Michael Nagy) Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Infostele auf dem Marienplatz (Foto: Presseamt / Michael Nagy)

Infostele auf dem Marienplatz (Foto: Presseamt / Michael Nagy)