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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Eingang am Fischbrunnen


Grundriss Erdgeschoss, Haupteingang  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Durchgang in den großen Hof

Betritt man das Neue Rathaus durch den Haupteingang am Fischbrunnen, so kommt man in den Trakt, der in den Jahren 1867 bis 1873 entstand. In der Vorhalle befindet sich rechts die Portierloge. Über ihr ist eine Uhr mit gemaltem Zifferblatt angebracht, um das sich ein Spruchband mit folgendem Text schlingt: „Nur gute Stunden möcht ich zeigen, die bösen aber wohl verschweigen.“ Durch das schmiedeeiserne Gittertor des Haupteinganges gelangt man in das von vier Granitsäulen getragene Vestibül, von dem aus man durch einen Durchgang in den Großen Hof und in die Ratstrinkstube gehen kann.

(Quelle: Neues und Altes Rathaus, Presse- und Informationsamt in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München)

Fischbrunnen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Der Fischbrunnen

Der Fischbrunnen (rechts vor dem Haupteingang) wurde vom Bildhauer Konrad Knoll im Jahre 1864 modelliert und in der Erzgießerei von Ferdinand Miller 1866 gegossen.

Ursprünglich zeigte er zwischen wasserspeienden bronzenen Delfinen und Löwenköpfen vier Metzgerburschen, die Wasser aus Eimern in den Brunnen schütteten. Über ihnen musizierten vier Knaben, ganz oben stand ein Altgeselle mit erhobenem Becher. Damit erinnerte die Figurengruppe an den "Metzgersprung" mit dem jedes Jahr am Rosenmontag die Metzgergesellen freigesprochen und ins Brunnenwasser getaucht wurden. Beim Auftauchen wurden sie dann noch einmal mit Wasser aus Eimern übergossen. 1837 wurde dieser Brauch wegen der in München herrschenden Cholera untersagt, aber nach der Fertigstellung des neuen Brunnens wieder aufgenommen und mit Unterbrechungen bis 1930 fortgesetzt.

Der Fischbrunnen wurde im Krieg völlig zerstört, jedoch 1954 von Josef Henselmann unter Verwendung der noch erhaltenen Figuren wieder aufgebaut.

Alljährlich am Aschermittwoch findet im Fischbrunnen das traditionelle "Geldbeutelwaschen" mit dem Oberbürgermeister statt. Wer an diesem Tag seinen Geldbeutel im Fischbrunnen wäscht, soll angeblich das Jahr über keine gravierenden Geldsorgen mehr haben. Dieser Brauch wird schon seit 1426 von den Münchnern praktiziert. Mit der Prozedur am Fischbrunnen wollten die Münchnerinnen und Münchner dokumentieren, dass nach dem Faschingsvergnügen der Geldbeutel leer ist und sie eine Lohnerhöhung gut verkraften könnten.

... und ganz nebenbei handelt es sich beim Fischbrunnen wohl um den meistgenannten Ort, an dem sich Menschen verabreden, um zu gemeinsamen Unternehmungen in die Stadt zu starten...

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Kontakt
Landeshauptstadt München

Stadtverwaltung

Marienplatz 8
Neues Rathaus
80331 München

Ausstattung / Barrierefreiheit:

Ein behindertengerechter Lift befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes nähe Eingang Landschaftsstraße. Er ist auch über den Eingang Rathauspförtner (Eingang "Am Fischbrunnen") barrierefrei zu erreichen.
Eine behindertenfreundliche Toilette befindet sich im 2. Stock.