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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Fassade am Marienplatz


Neues Rathaus, Frühjahr 2018 (Foto: Presseamt / Michael Nagy)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Viele Details

Die Fassade am Marienplatz stellt sich als asymmetrische, aus zwei Teilen bestehende Anlage dar – dem östlich gelegenen 1. Bauabschnitt mit dem fünfachsigen übergiebelten Mittelrisalit, der im 2. Stockwerk durch eine Loggia akzentuiert ist, und dem westlich anschließenden Neubautrakt mit dem Turm. Den Übergang vom älteren, in Backstein errichteten Teil zum neueren Bauabschnitt, dessen glatte Flächen durchweg in Tuffstein ausgeführt sind, markiert das 2,90 Meter hohe Reiterstandbild des Prinzregenten Luitpold (Entwurf: Ferdinand von Miller).

Die Figuren an der Loggia des Neuen Rathauses (1. Bauabschnitt; am Fischbrunnen) stellen die bürgerlichen Tugenden „Gewerbefleiß“ (Jüngling mit Winkelmaß und Hammer), „Häuslichkeit“ (Mutter mit Kind), „Bürgermut“ (Geharnischter) und „Wohltätigkeit“ (Brot spendende Frau) dar. Im Giebelfeld darüber halten zwei Engel unter einem steinernen Baldachin das Münchner Stadtwappen. Bekrönt wird der Mittelrisalit von einem stattlichen Ritter mit Wetterfahne. Über den Arkaden des Erdgeschosses sowie über den Fenstern im 3. Stockwerk (Fortführung dieses Zyklus in der Dienerstraße) sind die Wappen bayerischer Städte angebracht. Die Ecke zur Dienerstraße wird von der Figur eines Münchner Kindls geziert, schräg darüber befindet sich ein Heiliger Georg im Kampf mit dem Drachen.

Für die Angleichung der beiden unterschiedlichen Bauteile am Marienplatz (1. und 3. Bauabschnitt) griff Architekt Hauberrisser zu mehreren vereinheitlichenden Maßnahmen: Entlang der gesamten Fassade ziehen sich vorgeblendete Spitzbogenarkaden, hinter denen sich zahlreiche kleine Läden verbergen. Auch die „Stadt-Information“, eine wichtige Anlaufstelle für die Münchner Bürger und Touristen, hat hier ihren Platz. Schließlich wurde die gesamte Front mit zwei Reihen Standbildern der bayerischen Herrscher geschmückt. Diese Genealogie weist insgesamt 41 Figuren auf und bietet damit den umfangreichsten Zyklus einer Art an einem deutschen Rathaus.

Beherrscht wird die Fassade zum Marienplatz durch den 80 Meter hohen, zwölfstöckigen Turm dessen im 9. Stockwerk gelegene, öffentlich zugängliche Aussichtsplattform einen prächtigen Panoramablick bietet (der Aufzug befindet sich im Eingangsbereich des Turmes). Er ist bekrönt von der Figur des Münchner Kindls, das der Bildhauer Anton Schmid nach dem Vorbild seines Sohnes, dem später sehr populären Volksschauspieler Ludwig Schmidt-Wildy, modellierte.

(Quelle: Neues und Altes Rathaus, Presse- und Informationsamt in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München)

Bildergalerie

Fotos: Michael Nagy, Presse- und Informationsamt

Kontakt
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Stadtverwaltung

Marienplatz 8
Neues Rathaus
80331 München

Ausstattung / Barrierefreiheit:

Ein behindertengerechter Lift befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes nähe Eingang Landschaftsstraße. Er ist auch über den Eingang Rathauspförtner (Eingang "Am Fischbrunnen") barrierefrei zu erreichen.
Eine behindertenfreundliche Toilette befindet sich im 2. Stock.