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Begriffserläuterungen


Erläuterungen zu den Jahreszahlen

Arbeitsagenturbezirk
Die Bezeichnung „Arbeitsagenturbezirk“ wurde anstelle der älteren Bezeichnung „Arbeitsamtsbezirk“ im Rahmen der Reform des Arbeitsmarktes (Stichwort Hartz IV) im Jahr 2005 eingeführt. Der Arbeitsagenturbezirk München setzte sich bis zum 30.09.2012 aus der Landeshauptstadt München und den Landkreisen Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg zusammen. Seit dem 01.10.2012 besteht dieser im Grunde nur noch aus der Landeshauptstadt München und dem Landkreis München. Die Landkreise Dachau und Ebersberg gehören nun zum Arbeitsagenturbezirk Freising und die Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg zum Arbeitsagenturbezirk Weilheim.

Arbeitslose
Arbeitslose sind Arbeitsuchende, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen (oder nur eine kurzzeitige Beschäftigung ausüben) und sich persönlich bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet haben. Nachgewiesen werden Personen ohne Arbeitsverhältnis - abgesehen von einer geringfügigen Beschäftigung -, die sich als Arbeitsuchende bei der Arbeitsagentur gemeldet haben, eine Beschäftigung von mindestens 18 und mehr Stunden pro Woche für mehr als 3 Monate suchen, für eine Arbeitsaufnahme sofort zur Verfügung stehen, nicht arbeitsunfähig erkrankt sind und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Mit Einführung des Sozialgesetzbuches II (SGB II) - Stichwort "HARTZ IV" - haben sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland verändert, deshalb sind die Zahlen von 2004 und den Vorjahren nicht mit denjenigen ab dem Jahr 2005 vergleichbar.

- Arbeitslose nach SGB III: alle Personen, die nach dem 3. Buch des Sozialgesetzbuches ihre Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten. Diese Leistungen sind je nach Dauer der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeitlich begrenzt. Zu prüfen ist anschließend, ob Entgeltersatzleistungen nach dem SGB II entsprechend den jeweiligen Vermögensverhältnissen gezahlt werden können. Unter das SGB III fällt auch der Personenkreis, der arbeitslos ist, aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld sondern auf Hilfe bei der Arbeitsvermittlung besitzt.
- Arbeitslose nach SGB II: alle Personen, die nach dem 2. Buch des Sozialgesetzbuches ihre Leistungen erhalten. Das sind ehemalige erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger/innen und ehemalige Arbeitslosenhilfeempfänger. Diese erhalten ihre Leistungen von der Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung München GmbH, die von der Agentur für Arbeit und der Landeshauptstadt München gebildet wurde.

Arbeitslosengeld
Als Empfänger/innen von Arbeitslosengeld zählen die Personen, die im Berichtszeitraum Leistungen nach dem Dritten Sozialgesetzbuch - Arbeitsförderung- (SGB III) erhalten.

Arbeitslosengeld II
Arbeitslosengeld II (AlgII) ist eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB). Sie ist Bestandteil der Gesamtregelleistung.

Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der bei der Arbeitsagentur registrierten arbeitslosen Personen an den Erwerbspersonen ( EP = Erwerbstätige + Arbeitslose).
Es werden zwei Arbeitslosenquoten unterschieden:
- Arbeitslose bezogen auf alle zivilen EP: Alle zivilen EP sind die Summe aus allen zivilen Erwerbstätigen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,     
  Beamte und Beamtinnen, geringfügig Beschäftigte, Selbständige und mithelfende Familienangehörige) und den Arbeitslosen.
- Arbeitslose bezogen auf die abhängigen zivilen EP: Die abhängigen zivilen EP setzen sich aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen, das sind 
  sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte und Beamtinnen, geringfügig Beschäftigte, und den Arbeitslosen zusammen.

Bedarfsgemeinschaft
Eine Bedarfsgemeinschaft (BG) bezeichnet eine Konstellation von Personen, die im selben Haushalt leben und gemeinsam wirtschaften. Von jedem Mitglied der BG wird erwartet, dass es sein Einkommen und Vermögen zur Deckung des Gesamtbedarfs aller Angehörigen der BG einsetzt (Ausnahme: Kinder). Es besteht eine sog. bedingte Einstandspflicht. Eine BG (gem. §7 SGB II) hat mindestens einen Leistungsberechtigten (LB).
Des Weiteren zählen dazu:
- die im Haushalt lebenden Eltern, der im Haushalt lebende Elternteil und/oder der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils des LB, sofern der
  LB das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
- als Partner des LB
   - der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
   - der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
   - eine Person, die mit dem LB in einem gemeinsamen Haushalt so    
     zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige
     Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und 
     füreinander einzustehen,
- die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder des LB, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen
  zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.

Bedarfsgemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-BG und sonstiger BG. Vom Begriff der BG abzugrenzen sind Haushaltsgemeinschaften und Zweckgemeinschaften (wie z.B. Studenten-WGs).

Der Bedarfsgemeinschafts-Typ (BG-Typ) teilt die Bedarfsgemeinschaften (BG) und Personen in Bedarfsgemeinschaften anhand der Information, in welcher Beziehung die Bedarfsgemeinschaftsmitglieder zueinander stehen, in verschiedene Gruppen ein.

Es gibt fünf BG-Typen:
- Single-BG,
- Alleinerziehende-BG,
- Partner-BG ohne Kinder,
- Partner-BG mit Kindern und
- sonstige BG.

Bei der Ermittlung des BG-Typs werden alle Personen der Bedarfsgemeinschaft einbezogen. Neben der Zusammensetzung der BG spielen dabei auch Merkmale wie das Alter und die Stellung der einzelnen Personen in der BG (Hauptperson/Partner, minderjähriges (unverheiratetes) Kind, volljähriges (unverheira-tetes) Kind unter 25 Jahren) eine Rolle. Bei den Alleinerziehenden- bzw. Partner-Bedarfsgemeinschaften mit Kindern bezieht sich die Kinderinformation jeweils auf minderjährige (unverheiratete) Kinder. Volljährige (unverheiratete) Kinder unter 25 Jahren bleiben bei der Ermittlung des BG-Typs unberücksichtigt. So können in einer Partner-BG ohne Kinder durchaus ein oder mehrere volljährige Kinder leben. Sofern Bedarfsgemein-schaften aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht genau einem BG-Typ zugeordnet werden können, werden diese als „nicht zuordenbare BG“ bezeichnet. Aufgrund fehlender Informationen zu den Personen der BG (z.B. keine Angabe zum Alter) kann es sein, dass kein BG-Typ ermittelt werden kann.

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
Als erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) gelten gem. § 7 SGB II Personen, die
- das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a SGB II noch 
  nicht erreicht haben,
- erwerbsfähig sind,
- hilfebedürftig sind und
- ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Als erwerbsfähig gilt gem. § 8 SGB II, wer nicht durch Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Innerhalb der Grundsicherungsstatistik SGB II werden Personen nur dann als erwerbsfähige Leistungsberechtigte ausgewiesen, wenn sie Arbeitslosengeld II beziehen.

Erwerbspersonen
Zu den Erwerbspersonen (EP) gehören alle Erwerbstätige zzgl. der Arbeitslosen (EP = Erwerbstätige + Arbeitslose). Die Anzahl der Erwerbspersonen ist eine wichtige Bezugsgröße zur Ermittlung der Arbeitslosenquoten.

Erwerbstätige
Als Erwerbstätige gelten Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (Beamte und Beamtinnen einschließlich Soldaten und Soldatinnen, Angestellte, Arbeiter/innen und Auszubildende), als Selbstständige ein Gewerbe bzw. Landwirtschaft betreiben, einen freien Beruf ausüben oder als mithelfende Familienangehörige tätig sind.
Dies ist unabhängig von der Bedeutung des Ertrages dieser Tätigkeit für ihren Lebensunterhalt und ohne Rücksicht auf die von ihnen tatsächlich geleistete oder vertragsmäßig zu leistende Arbeitszeit. Geringfügig Beschäftigte sind deshalb in die Berechnungen mit einbezogen. Erwerbstätige Personen, die gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausüben, werden nur einmal gezählt; der fachliche Nachweis erfolgt stets nach der Haupttätigkeit. Hausfrauen sowie ehrenamtlich Tätige gehören nach dem international geltenden Erwerbskonzept nicht zu den Erwerbstätigen.

Erwerbstätige am Arbeitsort
Erwerbstätige, die am Ort der Betriebsstätte ihren Wohnort haben, sowie die aus anderen Gemeinden einpendelnden Erwerbstätigen.

Gemeldete offene Stellen
Als offene Stellen gelten die der Arbeitsagentur von den Arbeitgebern zur Vermittlung gemeldeten Arbeitsplätze für namentlich nicht benannte Arbeitnehmer/innen und Heimarbeiter/innen. Erfahrungsgemäß werden der Arbeitsagentur ca. 1/3 der offenen Stellen gemeldet.
Erfasst werden zu besetzende Stellen, für die eine Beschäftigung von voraussichtlich mehr als sieben Kalendertagen vorgesehen ist (also keine kurzfristige Beschäftigung). Stellen für Heimarbeit werden bei den offenen Stellen für Teilzeitarbeit erfasst.

Grundsicherung für Arbeitssuchende SGB II
Die Grundsicherung für Arbeitsuchende ist ein steuerfinanziertes staatliches Fürsorgesystem, das für erwerbsfähige Leistungsberechtigte vorrangig Leistungen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt bzw. eine Beschäftigung erbringt. In der Grundsicherungsstatistik SGB II wurden bisher die leistungsberechtigten Personen und ihre Leistungen nach erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) und nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (nEf) unterschieden. Das seit 2005 angewandte Zähl- und Gültigkeitskonzept bildet jedoch aus heutiger Sicht nicht mehr alle leistungsrechtlichen Teilaspekte des SGB II vollständig ab. Dies betrifft etwa neue Formen der Leistungsgewährung wie z.B. für Bildung und Teilhabe. Auch haben bestimmte Personengruppen wie z.B. Kinder ohne individuellen Leistungsanspruch im Laufe der Zeit an Bedeutung gewonnen. Eine verbesserte statistische Zuordnung dieser Gruppen erhöht die Transparenz der Grundsicherungsstatistik SGB II.

In der Abbildung 1 (PDF, 413 KB) (schematische Darstellung der Berichtskriterien) werden die Personengruppen der bisherigen und der zukünftigen Systematik gegenübergestellt. Die nach bisheriger Systematik berichteten Gruppen der eLb und nEf teilen sich im neuen Schema hauptsächlich auf die neuen Personengruppen der erwerbsfähigen (ELB) und nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (NEF) sowie auf die Kinder ohne Leistungsanspruch (KOL) auf. In geringem Umfang fallen auch Personen unter die Gruppe der erwerbsfähigen und nicht erwerbsfähigen sonstigen Leistungsberechtigten (ESLB und NESLB). Diese werden in der Berichterstattung in der Gruppe der sonstigen Leistungsberechtigten (SLB) zusammengefasst. Dabei handelt es sich um leistungsberechtigte Personen, die ausschließlich Leistungen nach Sondertatbeständen des SGB II erhalten. Die Personengruppe der vom Leistungsanspruch ausgeschlossenen Personen (AUS) – beispielsweise Altersrentner – wird ebenfalls neu in die Berichterstattung aufgenommen.

Leistungsberechtigte Personen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)
- Erwerbsfähige Leistungsberechtigte: erwerbsfähig sind alle diejenigen, die zwischen 15 und unter 65 Jahre alt sind und unter den üblichen  
  Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich arbeiten können (Ausnahme hiervon: die im Haushalt lebenden,
  unverheirateten Kinder unter 15, soweit sie nicht selbst genug Geld haben oder verdienen). Leistungsberechtigt sind diese Personen, wenn sie ihren
  Bedarf und den Bedarf der mit ihnen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen aus eigenen Mitteln nicht oder nicht im vollen Umfang decken
  können.

- Nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte: damit sind in der Regel die im Haushalt der Bedarfsgemeinschaft lebenden Kinder unter 15 Jahren gemeint.
   Über 65jährige bzw. die Personen, die nicht mindestens drei Stunden täglich arbeiten können fallen bei Hilfebedürftigkeit unter den Rechtskreis des
   SGB XII (siehe Definitionen in Themenabschnitt „Gesundheits- und Sozialwesen zu „Sozialhilfeleistungen“) und werden als vom Leistungsanspruch
   ausgeschlossene Personen (AUS) statistisch erfasst.

Langzeitarbeitslose
Langzeitarbeitslose sind diejenigen Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind (§ 18 Abs. 1 SGB III). Es kommt dabei nicht darauf an, ob sie als Arbeitslose unter die Vorschriften des SGB II oder SGB III fallen.

Leistungsberechtigte:
Als Leistungsberechtigte (LB) werden Personen in Bedarfsgemeinschaften verstanden, die einen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II haben. Leistungsberechtigte lassen sich unterscheiden nach a) Regelleistungsberechtigten (RLB) und b) sonstigen Leistungsberechtigten (SLB).

- Regelleistungsberechtigte (RLB) sind Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistung (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld). Dazu zählen Personen,
  die Anspruch auf folgende Leistungsarten haben:
   - Regelbedarf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (§§ 20, 23 SGB II)
   - Mehrbedarfe (§ 21 SGB II)
   - laufende und einmalige Leistungen für Unterkunft und Heizung 
     einschließlich Nachzahlung von Heiz- und Betriebskosten sowie Heizmittelbevorratung, Wohnbeschaffungskosten, Mietschulden und
     Instandhaltungs- und Reparaturkosten bei selbst bewohntem Wohneigentum (§ 22 SGB II)
   - befristeter Zuschlag nach dem Bezug von Arbeitslosengeld (§ 24 SGB II a.F., entfallen ab 1. Januar 2011)
- Zu den sonstigen Leistungsberechtigten (SLB) gehören alle
  leistungsberechtigten Personen (LB), die keinen Anspruch auf Gesamtregelleistung (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld) haben, dafür jedoch
  ausschließlich eine der folgenden Leistungen erhalten:
   - abweichend zu erbringende Leistungen nach § 24 Abs. 3 SGB II, wie z.B. Erstausstattung der Wohnung
   - Zuschüsse zur Kranken-und Pflegeversicherung zur Vermeidung der Hilfebedürftigkeit nach § 26 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 3 SGB II
   - Leistungen für Auszubildende nach § 27 SGB II
   - Leistungen für Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II.

Mehrbedarfe
Mehrbedarfe umfassen Bedarfe, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt sind.
Mehrbedarfe werden gewährt für:
- werdende Mütter nach der zwölften Schwangerschaftswoche,
- Alleinerziehende, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben,
- behinderte Leistungsberechtigte, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im 
  Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen erbracht werden bzw. voll Erwerbsgeminderte mit Ausweis mit Merkzeichen G,
- Leistungsberechtigte, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen,
- Leistungsberechtigte, bei denen im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht und/oder
- Leistungsberechtigte, bei denen das Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorrichtungen erzeugt wird (dezentrale Warmwassererzeugung).

Die Summe der insgesamt anerkannten Mehrbedarfe darf die Höhe des Regelbedarfs nicht übersteigen.

Nicht Leistungsberechtigte
Nicht Leistungsberechtigte (NLB) haben keinen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Dabei lassen sich vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen (AUS) und Kinder ohne Leistungsanspruch (KOL) voneinander unterscheiden.

Pendler/innen
- Auspendler/innen sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort (Hauptwohnsitz) München und einem Arbeitsort in einer anderen
  administrativen Einheit.
- Einpendler/innen sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit dem Arbeitsort München und einem Wohnort (Hauptwohnsitz) in einer anderen
  administrativen Einheit.

In beiden Fällen muss die Gemeindegrenze des Wohnortes dauerhaft überquert werden, um an den Firmensitz (Arbeitsort) des Unternehmens zu gelangen. Dabei kann nicht unterschieden werden ob der Arbeitsweg täglich oder in einem anderen Rhythmus zurückgelegt wird.

Personen in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II
Personen in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II bilden eine Gemeinschaft, die füreinander einsteht. Innerhalb der Grundsicherungsstatistik SGB II lassen sie sich, wie in Abbildung 2 (PDF, 416 KB) dargestellt, differenzieren.

Schwerbehinderte
Schwerbehinderte sind Personen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 Prozent oder diesem Personenkreis Gleichgestellte (§§ 1 und 2 SchwbG).

Sozialgeld
Sozialgeld ist eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II für nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (NEF). Sie ist Bestandteil der Gesamtregelleistung.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer/innen
Die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst alle Arbeitnehmer/innen einschließlich der zu ihrer Ausbildung Beschäftigten, die kranken-, rentenversicherungspflichtig oder beitragspflichtig nach dem Arbeitsförderungsgesetz sind, oder für die Beitragsanteile zu den gesetzlichen Rentenversicherungen zu entrichten sind. Dazu zählen noch Hausgewerbetreibende und Heimarbeiter/innen, soweit sie nicht (wegen geringfügiger Beschäftigung) versicherungsfrei sind. Grundsätzlich unberücksichtigt bleiben Beamte und Beamtinnen, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, sowie alle geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer/innen, die nur eine sogenannte Nebenbeschäftigung oder Nebentätigkeit ausüben und nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Eine Differenzierung nach Arbeiter/innen und Angestellte ist ab dem Jahr 2005 nicht mehr vorgesehen und nicht mehr möglich.
Die wirtschaftssystematische Zuordnung der Beschäftigten erfolgt nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt des Betriebes (örtliche Einheit), die regionale Zuordnung nach dem Arbeitsort (Sitz des Betriebs).

Ausgewiesen werden beschäftigte Personen (nicht Beschäftigungsfälle); Personen mit mehreren versicherungspflichtigen Tätigkeiten werden nur einmal erfasst. Bei der Darstellung von Ergebnissen nach Wirtschaftsabteilungen sind die Personen "ohne Angabe" dem Verarbeitenden Gewerbe zuzuschlagen. Vollzeitbeschäftigt sind alle mit voller Wochenarbeitszeit und teilzeitbeschäftigt alle mit weniger als der vollen Wochenarbeitszeit beschäftigten Arbeitnehmer/innen. Mit in Kraft treten des Gesetzes zur Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse zum 1. April 1999 wurde die Beitragspflicht zur Sozialversicherung auf einen Teil der bis dahin von der Beitragszahlung nicht erfassten geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ausgeweitet, so dass ab diesem Zeitpunkt auch diese Teilzeitbeschäftigungen mit in die Statistik einbezogen sind.