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Begriffserläuterungen


Erläuterungen zu den Jahreszahlen


Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden
Hierunter fallen alle baulichen Veränderungen an bestehen Gebäuden durch Umbau, Ausbau, Erweiterung (z.B. Anbau oder Aufstockung) sowie Wiederherstellungsmaßnahmen.
Bei Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden können Wohnungen nicht nur neu entstehen, sondern auch entfallen (z. B. durch Wohnungszusammenlegungen).

Bautätigkeit
Die Bautätigkeitsstatistik erstreckt sich auf alle genehmigungs- und zustimmungspflichtigen sowie nach der Baufreistellungsverordnung kenntnisgabepflichtigen Baumaßnahmen und Abgänge im Hochbau, bei denen Wohnraum oder sonstiger Nutzraum geschaffen, verändert oder der Nutzung (z.B. durch Abbruch) entzogen wird. Erfasst werden Baugenehmigungen, Baufertigstellungen, Abgänge sowie der Bauüberhang (genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Bauvorhaben).

Datenquelle
Zwischen den Ergebnissen der Bautätigkeitsstatistik der Landeshauptstadt München und dem Statistischen Landesamt sind verfahrensbedingt geringfügige Abweichungen bei einzelnen Merkmalen möglich.
 
Errichtung neuer Gebäude
Hierunter fallen Neubau und Wiederaufbau. Als Wiederaufbau gilt der Aufbau zerstörter oder abgerissener Gebäude ab Oberkante des noch vorhandenen Kellergeschosses.

Gebäude- und Wohnungsbestand
Die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung vom 25.5.1987 bilden die Basis für den Gebäude- und Wohnungsbestand. Seitdem wird dieser Bestand mit Hilfe der Bautätigkeitsstatistik (Fertigstellungen und Abgänge) fortgeschrieben. Bei Zeitreihenvergleichen ist zu beachten, dass seit 2011 auch Wohnheime und darin enthaltene Wohnungen in die Bestandsfortschreibung eingerechnet werden.

 Nichtwohngebäude
Gebäude, die überwiegend für Nichtwohnzwecke (gemessen an der Gesamtnutzfläche) bestimmt sind.
Zu den Nichtwohngebäuden zählen beispielsweise Anstaltsgebäude, Büro- und Verwaltungsgebäude und gewerbliche Betriebsgebäude.

Nutzfläche
Als Nutzfläche gilt derjenige Teil der Nettogrundrissfläche (ohne Wohnfläche), welcher der Zweckbestimmung und Nutzung des Bauwerks dient. Zur Nutzfläche gehören die Hauptnutzflächen (Büroarbeit, Produktion, Lagern, Verteilen und Verkaufen, Unterricht und Kultur sowie Heilen und Pflegen) und die Nebennutzflächen (Sanitärräume, Garderoben, Garagen aller Art etc.), nicht jedoch die Konstruktions-, Funktions- und Verkehrsflächen.

Rauminhalt
Rauminhalt oder umbauter Raum ist entsprechend der DIN 277 das von den äußeren Begrenzungsflächen eines Gebäudes eingeschlossene Volumen (Bruttorauminhalt), d.h. das Produkt aus der überbauten Fläche und der anzusetzenden Höhe.

Reinzugang
Der Reinzugang von Wohnungen und Wohngebäuden ergibt sich aus dem Rohzugang, vermindert um den Abgang.

Rohzugang
Der Zugang ohne Berücksichtigung von Abgängen durch Abbruch oder Umbau wird als Rohzugang bezeichnet.

Veranschlagte Kosten des Bauwerks
Hierzu gehören die Kosten der Baukonstruktion (einschl. Erdarbeiten) und die Kosten aller festverbundenen Einbauten sowie die Kosten für besondere Bauausführungen, nicht aber Grundstücks- und Erschließungskosten. Die veranschlagten Kosten werden zum Zeitpunkt der Baugenehmigung ermittelt. Abgerechnete Baukosten werden auch bei der Baufertigstellung nicht erhoben.

Wohnfläche
Die Wohnfläche von Wohnungen ist die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die aus-schließlich zu einer Wohnung gehören. Zur Wohnfläche von Wohnungen gehört die Fläche von Wohn-
und Schlafräumen, Küchen und Nebenräumen (Dielen, Abstellräume, Bäder und dgl.).
Bei Wohnheimen umfasst die Wohnfläche die Grundfläche der Räume, die zur alleinigen und gemein-schaftlichen Nutzung durch die Bewohner bestimmt sind.
Nicht gezählt werden die Flächen der Zubehörräume (z. B. Keller, Waschküchen, Dachböden, Heizungsräume, Garagen etc.).

Wohngebäude
Wohngebäude sind Gebäude, die mindestens zur Hälfte (gemessen an der Gesamtnutzfläche) Wohnzwecken dienen.

Wohnheime
Wohnheime sind Wohngebäude, in denen bestimmte Personen (z.B. Seniorinnen/Senioren, Studierende) gemeinschaftlich wohnen. Sie dienen primär dem Wohnen und besitzen Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Gemeinschaftsverpflegung, Gemeinschaftsräume). Die Bewohner/Bewohnerinnen von Wohnheimen führen einen eigenen Haushalt.
Angaben zu Wohngebäuden und Wohnungen darin umfassen – soweit nicht explizit ausgewiesen – auch Wohnheime.

Wohnräume
Zu den Wohnräumen zählen alle Wohn-, Ess- und Schlafräume (einschl. zweckentfremdeter Räume) mit 6 m² und mehr sowie alle Küchen (ohne Rücksicht auf die Größe). Bad, Toilette, Flur und Wirtschaftsräume werden grundsätzlich nicht mitgezählt.

Wohnungen
Unter einer Wohnung sind nach außen abgeschlossene, zu Wohnzwecken bestimmte, in der Regel zusammenliegende Räume zu verstehen, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen. Wohnungen weisen einen eigenen Zugang unmittelbar vom Freien, von einem Treppenhaus oder Vorraum auf.
Aus Anlass der 2011 im Rahmen des Zensus durchgeführten Gebäude- und Wohnungszählung wurde die Definition der „Wohnung“ in der Bautätigkeitsstatistik angepasst. Ab dem Berichtsjahr 2012 wird daher nicht mehr zwischen Wohnungen (Wohneinheiten mit Küche oder Kochnische) und sonstigen Wohneinheiten (ohne Küche) differenziert. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist daher nur bedingt möglich.