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Begriffserläuterungen


Erläuterungen zu den Jahreszahlen

Allgemeinbildende Schulen

Die Grundschulen sind die gemeinsame erste Bildungsstufe für alle schulpflichtigen Kinder und schaffen durch die Vermittlung einer grundlegenden Bildung die Voraussetzungen für jede weitere schulische Bildung. Sie umfassen die Jahrgangsstufen 1 bis 4.
Die Mittel-/Hauptschulen vermitteln eine grundlegende Allgemeinbildung, schaffen die Voraussetzungen für eine qualifizierte berufliche Bildung und die schulischen Voraussetzungen für den Übertritt in weitere schulische Bildungsgänge. Sie umfassen in der Regel die Jahrgangsstufen 5 bis 9 und führen zum Mittelschulabschluss bzw. zum qualifizierenden Mittelschulabschluss. Mehr als die Hälfte der Münchner Mittelschulen bieten in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 Mittlere-Reife-Klassen an oder führen nach einem bestandenen Qualifizierenden Mittelschulabschluss über das 9+2 Modell zur Mittleren Reife.
Förderzentren diagnostizieren, erziehen, unterrichten, beraten und fördern Kinder und Jugendliche, die der sonderpädagogischen Förderung bedürfen. Sie umfassen die Jahrgangsstufen 1 bis 9 und höher. Die ausgewiesenen Daten beinhalten auch die Angaben der Schulen für Kranke, in denen Schüler/innen unterrichtet werden, die sich in Krankenhäusern oder vergleichbaren Einrichtungen aufhalten. 
Etwa 2,5 % der Schülerinnen und Schüler an Grund- sowie Mittel-/Hauptschulen besuchen jahrgangsübergreifende Klassen. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen gemeinsam in einer Klasse unterrichtet werden. Vor allem private Schulen nutzen diese Möglichkeit. Auch in Übergangsklassen für Schülerinnen und Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen werden häufig mehrere Jahrgangsstufen zusammengefasst. Außerdem gibt es zunehmend für Schulanfängerinnen und -anfänger gemischte Eingangsklassen, die die erste und zweite Jahrgangsstufe umfassen.
In den Förderzentren werden etwa 43 % der Schülerinnen und Schüler in jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet.
Realschulen vermitteln eine breite allgemeine und berufsvorbereitende Bildung. Sie umfassen die Jahrgangsstufen 5 bis 10 und führen zu einem mittleren Schulabschluss.
Realschulen zur sonderpädagogischen Förderung haben die gleichen Ziele wie die allgemeinen Realschulen. Sie sind allgemeinbildend und bieten das übliche breite Fächerangebot. Alle Schüler/innen werden nach dem Lehrplan der bayerischen Realschulen unterrichtet, der jedoch dem jeweiligen Förderbedarf (Sehen, Hören, körperliche und motorische Entwicklung) entsprechend angepasst wurde.
Gymnasien vermitteln eine vertiefte allgemeine Bildung, die für ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird und verleihen nach erfolgreicher Abiturprüfung die allgemeine Hochschulreife. Sie schließen in der Regel an die Grundschule an und umfassen seit dem Wegfall des neunjährigen Gymnasiums die Jahrgangsstufen 5 bis 12.
Zu den Schulen besonderer Art zählen die Städtische Willy-Brandt-Gesamtschule und die Städtische Schulartunabhängige Orientierungsstufe München-Neuperlach. Bei diesen Gesamtschulen sind Mittel/Hauptschule und Gymnasium bzw. Realschule organisatorisch miteinander verschmolzen.
Freie Waldorfschulen zeichnen sich durch ihre besonderen pädagogischen Ziele im Sinne Rudolf Steiners aus. Ein wichtiger Wesenszug ist die Verknüpfung von Volksschule mit weiterführender Schule.
Zu den Einrichtungen des Zweiten Bildungswegs gehören die Abendrealschule, das Abendgymnasium und das München Kolleg. Sie führen Berufstätige bzw. Erwachsene mit Bewährung im Berufsleben zu einem mittleren Schulabschluss bzw. zur allgemeinen Hochschulreife.
Sonstige allgemeinbildende Schulen sind die Europäische Schule, das private Lyzeum der Republik Griechenland, die Deutsch-Französische Schule und die Englisch International School.

Berufliche Schulen
Die beruflichen Schulen sind ein komplexer und hoch innovativer Bereich unseres Schulsystems. Insgesamt verbergen sich sieben verschiedene Schularten hinter diesem Begriff. Sie umfassen Schulen des dualen Systems, Schulen der vollzeitschulischen, beruflichen Ausbildung, Schulen zur Vertiefung bereits erworbener Fertigkeiten oder zur beruflichen Weiterqualifikation, sowie berufliche Schulen zum Erwerb der Hochschulreife. An fast allen beruflichen Schulen können zusätzlich zum beruflichen Abschluss auch allgemeinbildende Schulabschlüsse erworben werden. Die einzelnen Schularten sind:

Berufsschulen haben die Aufgabe, in Abstimmung mit der betrieblichen Berufsausbildung die erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse zu vermitteln und die fachpraktischen Fertigkeiten zu vertiefen. Sie werden in der Regel drei Jahre besucht. Neben wöchentlichem bzw. blockweisem Teilzeitunterricht wird auch Vollzeitunterricht im Berufsgrundschuljahr und Berufsvorbereitungsjahr erteilt. An Berufsschulen kann der mittlere Schulabschluss verliehen werden.
Berufsfachschulen und Berufsfachschulen des Gesundheitswesens bereiten auf eine Berufstätigkeit vor oder führen zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Sie setzen in der Regel den Mittelschulabschluss, in einigen Fällen den mittleren Schulabschluss voraus. Der fachpraktische und theoretische Vollzeitunterricht dauert ein bis vier Jahre. An mindestens zweijährigen Berufsfachschulen kann der mittlere Schulabschluss erworben werden.
Die Wirtschaftsschulen bauen auf die Jahrgangsstufen 6 oder 7 der Mittel-/Hauptschulen oder auf dem qualifizierenden Mittelschulabschluss auf und führen in zwei, drei oder vier Jahren zum mittleren Schulabschluss. Sie vermitteln neben der allgemeinen Bildung eine berufliche Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung.
Fachoberschulen vermitteln eine allgemeine fachtheoretische und fachpraktische Bildung. Sie richten sich an Schüler/innen mit mittlerem Schulabschluss, aber noch ohne Berufsausbildung. In der Regel umfassen sie die Jahrgangsstufen 11,12 und 13 und führen zur Fachhochschulreife bzw. zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife.
Berufsoberschulen vermitteln eine allgemeine und fachtheoretische Bildung. Sie bauen in der Regel auf einem mittleren Schulabschluss und einer einschlägigen Berufsausbildung oder einer entsprechenden mehrjährigen Berufserfahrung auf. In zwei Jahren führen sie zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife.
Fachakademien bereiten durch eine vertiefte berufliche und allgemeine Bildung auf den Eintritt in eine gehobene Berufslaufbahn vor. Sie setzen einen mittleren Schulabschluss und eine dem Ausbildungsziel dienende berufliche Ausbildung oder praktische Tätigkeit voraus. Die Ausbildung dauert mindestens vier Halbjahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Durch eine staatliche Ergänzungsprüfung kann die Fachhochschulreife erworben werden.
Fachschulen setzen eine Berufsausbildung voraus. Sie dienen der vertieften Fortbildung oder Umschulung in gewerblich-technischen, landwirtschaftlichen sowie sozialpflegerischen oder sozialpädagogischen Berufen. An mindestens einjährigen Fachschulen kann die Fachschulreife verliehen werden. Über eine besondere staatliche Prüfung kann zusätzlich die Fachhochschulreife erworben werden.

Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
Hierzu stehen in den amtlichen Schuldaten Bayerns, erhoben durch das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, neben der Staatsangehörigkeit seit dem Schuljahr 2005/2006 folgende Indikatoren zur Verfügung: Sprache in der Familie, Geburtsland und Jahr des Zuzugs in die Bundesrepublik Deutschland.

Hochschulen
Die Hochschulen dienen der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften und Künste durch Forschung, Lehre und Studium. Zugangsvoraussetzung ist je nach Studiengang i. d. R. die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife. Das Studium führt zu einem berufsqualifizierenden Abschluss (z. B. Diplom, Magister, Staatsexamen, Bachelor, Master). 
Darüber hinaus dienen Promotions- und Aufbaustudiengänge der Vertiefung und Erweiterung des Wissens. Zum Hochschulbereich zählen die nach dem Bayerischen Hochschulgesetz (BayHSchG) anerkannten Hochschulen. Zu unterscheiden sind folgende Hochschularten:
Universitäten haben ein breit gefächertes Angebot an wissenschaftlichen und künstlerischen Studiengängen (einschl. Lehrerausbildung), in einigen Fällen auch Fachhochschulstudiengänge. Neben der Ludwigs-Maximilians-Universität und der Technischen Universität zählen zum universitären Bereich die Universität der Bundeswehr und die Hochschule für Politik.
Philosophisch-theologische Hochschulen bieten Studiengänge in jeweils nur einem Studienbereich (Philosophie, Katholische bzw. Evangelische Theologie) an. Die Hochschule für Philosophie München bildet Studierende im Bereich Philosophie aus und befindet sich in Trägerschaft des Jesuitenordens. Kunsthochschulen sind die Akademie für bildende Künste, die Hochschule für Musik und Theater sowie die Hochschule für Fernsehen und Film. Die Zulassung zum Studium setzt in der Regel Begabungsnachweise oder Eignungsprüfungen voraus.
Fachhochschulen bilden schwerpunktmäßig in den Bereichen Sozialwesen, Wirtschaft und Technik praxisorientiert aus. Neben den beiden etablierten Fachhochschulen, der staatlichen Fachhochschule München und der katholischen Stiftungsfachhochschule, nahm in den letzten Jahren das Angebot an privaten Fachhochschulen kontinuierlich zu.
Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern dient der Ausbildung des Nachwuchses für den gehobenen nichttechnischen Dienst der staatlichen und kommunalen Verwaltung.

Münchner Volkshochschule
Die Münchner Volkshochschule dient der allgemeinen und beruflichen Fortbildung in der öffentlichen Erwachsenenbildung. Die Veranstaltungen werden in Form von Kursen oder Vorträgen durchgeführt und erstrecken sich auf alle Wissensgebiete.