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Begriffserläuterungen


Erläuterungen zu den Jahreszahlen

Fläche
Datenquelle für die Gliederung des Stadtgebietes nach Bodennutzungsarten ist der zentrale Geodatenpool
des Vermessungsamtes im Kommunalreferat der Landeshauptstadt München.
Betriebsflächen
Unbebaute Flächen, die überwiegend gewerblich, industriell oder für Zwecke der Ver- und
Entsorgung genutzt werden. Zur Betriebsfläche gehören Abbauland, Halden, Lagerplätze,
Deponien und dgl..
Erholungsflächen
Unbebaute Flächen, die überwiegend dem Sport, der Erholung oder dazu dienen, Tiere oder
Pflanzen zu zeigen. Hierzu gehören Grünanlagen (einschl. unbebauter Flächen in zoologischen
oder botanischen Gärten und dgl.), Sportflächen und Campingplätze.
Flächen anderer Nutzung
Flächen, die entsprechend ihrer überwiegenden Verwendung keiner der vorgenannten
Nutzungsarten zuzuordnen sind. Hierzu gehören u. a. Übungsgelände (einschl. militärische
Übungsplätze), historische Anlagen und Friedhöfe.
Gebäude- und Freiflächen
Flächen mit Gebäuden sowie unbebaute Flächen (Freiflächen), die den Zwecken der Gebäude
untergeordnet sind. Hierzu zählen Hofräume, Vorgärten, Hausgärten, Lagerplätze, Grünflächen,
Spielplätze, Stellplätze, Zufahrten und ähnliche Flächen, es sei denn, dass sie wegen
eigenständiger Verwendung nach ihrer tatsächlichen Nutzung zuzuordnen sind. Öffentliche
Gebäude dienen vorherrschend der Erfüllung öffentlicher Aufgaben und der Allgemeinheit.
Dazu zählen unter anderem Gebäude der öffentlichen Verwaltung, Ministerien, Postämter,
Schulen, Universitäten, Kindertageseinrichtungen, Krankenhäuser, kirchliche Gebäude, Museen,
Rundfunk- und Fernsehstudios.
Landwirtschaftsflächen
Flächen, die dem Ackerbau, der Wiesen- und Weidewirtschaft und dem Gartenbau (einschl.
Obstanlagen und Baumschulen) dienen. Zur Landwirtschaftsfläche zählen auch Moor- und
Heideflächen, Brachland sowie landwirtschaftliche Betriebsflächen.
Verkehrsflächen
Flächen, die dem Straßen-, Schienen- oder Luftverkehr dienen, einschl. Wegen (auch Feld- und
Fußwege, soweit sie nach allgemeiner Auffassung als „Wege“ zu bezeichnen sind) und Plätze
(auch Markt-, Park- und Rastplätze).
Waldflächen
Flächen, die mit Waldbäumen oder Sträuchern bestockt sind. Hierzu gehören auch Auwälder,
Gehölze, Pflanzgärten, Holzlagerplätze, Wildäsungsflächen und dgl..
Wasserflächen
Flächen, die während des größeren Teils des Jahres mit Wasser bedeckt sind, gleichgültig, ob
das Wasser in natürlichen oder künstlichen Betten fließt oder steht. In die Wasserfläche
einbezogen werden auch zugehörige Böschungen, kleine Inseln und dgl..
Siedlungs- und Verkehrsfläche
Sie setzt sich zusammen aus den Nutzungsarten Gebäude- und Freiflächen, Betriebsflächen
(ohne Abbauland), Verkehrsflächen, Erholungsflächen und Friedhöfen.

Witterung
Die meteorologischen Messdaten werden dem Statistischen Amt vom Deutschen Wetterdienst, Niederlassung
München, zur Verfügung gestellt. Erhoben werden die Daten an der Klimastation München-Stadt,
im 9. Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg, in einer Höhe von 515 m über Normalnull.
Die Qualität der Daten entspricht der Stufe 3. Unter Qualitätsniveau 3 sind Daten für einzelne Witterungselemente
zu verstehen, die systematisch grob geprüft und ggf. korrigiert sind. Es können aber auch noch
ungeprüfte Werte enthalten sein.

30-jähriger Beobachtungszeitraum der Klimawerte
Unter „Klima“ versteht man den mittleren Zustand der Atmosphäre, wie er sich aus dem durchschnittlichen
Verlauf der Witterung ergibt. Zur Beschreibung des Klimas werden langjährige Mittelwerte ausgewählter
Klimaelemente herangezogen, die sich aus dem Durchschnitt einer 30-jährigen Referenzperiode errechnen.
Damit bietet die Wetterforschung eine Richtschnur an, wie das Wetter pro Monat und Region normalerweise
beschaffen sein sollte. Im Vergleich mit den aktuellen Jahreswerten lassen sich auf Grund dessen sowohl
positive als auch negative Abweichungen ermitteln.
Die derzeit international gültige klimatologische Vergleichsperiode wurde von der Weltorganisation für
Meteorologie festgelegt und umfasst die Jahre 1961 bis 1990.
Da einzelne Messgrößen bei einem über 30 Jahre zurückliegenden Zeitraum ihre Gültigkeit als
Erwartungswert nur noch unzureichend erfüllen, werden laut Deutschem Wetterdienst die 30-jährigen
Referenzperioden künftig alle zehn Jahre neu berechnet.
Die jeweils aktualisierten Klimanormwerte sollen für den Nutzer leichter nachvollziehbar und akzeptabler
sein, da sie zeitlich näher am eigenen Erleben liegen. Als neuer Vergleichszeitraum wird das Mittel aus den
Jahren 1981 bis 2010 herangezogen. Zur Bewertung des langfristigen Klimawandels und für internationale
Vergleiche bleibt es jedoch weiterhin beim Beobachtungszeitraum 1961 bis 1990.
Beginnend mit dem Wetterjahr 2014 schließt sich das Statistische Amt der Vorgabe des Deutschen
Wetterdienstes an und zieht für klimatologische Vergleiche zusätzlich zum Referenzzeitraum 1961 bis 1990
das Mittel der Jahre 1981 bis 2010 heran.