Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

News


  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Statistisches Amt München

13.10.2020

Anzahl der Fahrradunfälle mit Personenschaden auch im Jahr 2019 gestiegen.

Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung mindestens eines Fahrrads
(inkl. Pedelecs) ist mit 2 560 Unfällen auch im Jahr 2019 weiter angestiegen. Dies ist der höchste Wert in den letzten 11 Jahren (2009 - 2019). Insbesondere die Unfälle mit Leichtverletzten erreichten im letzten Jahr mit 2 257 Unfällen ihren Höchststand. Unfälle mit Schwerverletzten ereigneten sich 297mal und Unfälle mit Getöteten 6mal. Am häufigsten kollidierten Radfahrer mit mindestens einem PKW (1 422 Unfälle), wobei die PKWs zu 79,2 Prozent die Unfallverursacher waren. 435mal kam es zu einem Unfall ohne weitere Beteiligungsart, 284mal zu einem Unfall zwischen zwei Radfahrern.
235mal kam es zu einem Fahrradunfall mit mindestens einem Fußgänger, wobei zu 63,8 Prozent die Fußgänger den Unfall verursachten. Bei 92 Fahrradunfällen mit mindestens einem Güterkraftfahrzeug verursachten zu 82,6 Prozent die Güterkraftfahrzeuge den Unfall. 
Eine detaillierte Auswertung nach Unfallbeteiligungsart und den zugehörigen Unfallursachen der Jahre 2008 - 2018 finden Sie in den weiteren Informationen.

06.10.2020

Todesursachenstatistik

Das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlichte die aktuellsten Zahlen der Todesursachenstatistik aus dem Jahr 2018. Demnach sind 11 165 Personen mit Hauptwohnsitz in München in jenem Jahr aus dem Leben geschieden, darunter 5 745 Frauen (51,4 %).
Die mit Abstand häufigste Todesursache war eine Erkrankung des Kreislaufsystems. Daran starben 1 985 Frauen und 1 670 Männer (zusammen 3 655). Das entsprach einem Minus von 148 bzw. 3,9 % gegenüber dem Vorjahr. 81,5 % der Verstorbenen waren 75 Jahre und älter. Chronische ischämische Herzkrankheiten (863) waren mit einem Anteil von 23,6 % die häufigste Todesursache unter den Herz-/Kreislauferkrankungen.

Die zweithäufigste Todesursache lag im Bereich der Neubildungen mit 2 891 Verstorbenen. 96,1 % dieser Sterbefälle gingen auf bösartige Neubildungen zurück. Die Zahl der bösartigen Neubildungen sank gegenüber 2017 um 156 Personen. 1 490 Personen waren dabei 75 Jahre und älter, das sind 53,7 % aller Krebstoten.

Mit großem Abstand folgten 761 Sterbefälle (6,8 %) infolge von Krankheiten des Atmungssystems. Mehr als zwei Drittel (69,8 %) der an dieser Krankheit Verstorbenen waren mindestens 75 Jahre alt.

Psychische und Verhaltensstörungen verursachten 757 Todesfälle. Davon waren 63,1 % weiblich. 645 Personen (85,2 %) starben infolge einer Demenzerkrankung. 96,6 % der an Demenz Verstorbenen waren zum Todeszeitpunkt 75 Jahre und älter.

Ähnlich viele Todesfälle waren auf die Folgen äußerer Ursachen, Verletzungen und Vergiftungen mit 796 Toten zurückzuführen. Von diesen Verstorbenen war hier jedoch die Mehrheit männlich (433 bzw. 54,4 %). In 66,1 % der nicht natürlichen Todesfälle waren Unfälle (526) die Ursache, dabei waren knapp 62 % dieser Todesfälle auf Personen in einem Alter von mindestens 75 Jahren zurückzuführen. An den Folgen eines Sturzes, der mit Abstand häufigsten Todesursache in dieser Kategorie, verstarben 320 Menschen und dies im besonderen Maße ab dem 75. Lebensjahr (264 bzw. 82,5 %).

Krankheiten des Verdauungssystems führten zu 533 Todesfällen, darunter waren 55,0 % mindestens 75 Jahre und älter.

28.09.2020

Entwicklung der Bevölkerung in München im Verlauf des Jahres 2020 - Trends und mögliche Einflussfaktoren

Die Bevölkerung mit Hauptwohnsitz (HWS) in der Landeshauptstadt München (LHM) ist im Verlauf des Jahres 2020 zurückgegangen. So hat die HWS-Bevölkerung in der LHM von 1 560 909 (Jan 2020) auf 1 557 451 (Aug 2020) Personen abgenommen. Das ist ein Rückgang um 3 458 Personen innerhalb von sieben Monaten. Hingegen ist für den jeweiligen Vergleichszeitraum Januar bis August des Vorjahres ein deutlicher Bevölkerungsanstieg zu verzeichnen gewesen (2019: +6 451). Damit wird ein langjähriger Trend steigender Einwohnerzahlen zumindest gedämpft.

Bei stratifizierter Betrachtung nach Staatsangehörigkeit fällt in erster Linie die starke Abnahme der Anzahl der nichtdeutschen Bevölkerung insbesondere in den Monaten Mai und Juni auf, während die deutsche Bevölkerung nur geringfügige Schwankungen aufweist.

Ein Vergleich der Wanderungsbewegungen im Zeitraum Januar bis August 2019 und 2020 zeigt, dass der Bevölkerungsrückgang 2020 insbesondere durch einen negativen Wanderungssaldo bei nichtdeutschen Staatsangehörigen beeinflusst wird.

In den Monaten April und Mai 2020 sind sämtliche Wanderungsbewegungen nichtdeutscher Staatsangehöriger – vermutlich infolge der Covid19-Pandemie bedingten Grenzschließungen – rückläufig, so auch die Anzahl weggezogener Personen. Da der Rückgang nichtdeutscher Zuzüge jedoch wesentlich stärker ausfällt, resultieren für die nichtdeutsche Bevölkerung ungewohnt hohe negative Wanderungssalden. Die Wanderungsbewegungen deutscher Staatsangehöriger zeigen im selben Zeitraum 2020 ebenfalls Abnahmen bei Zu- und Wegzügen sowie negative Wanderungssalden. Die Veränderungen zum Vorjahr fallen für die deutsche Bevölkerung jedoch geringer aus als für die nichtdeutsche Bevölkerung und erreichen bereits im Juni bzw. Mai in etwa wieder ihre Vorjahreswerte.

21.09.2020

Ergebnisse der Wahlstrukturanalyse der Stadtratswahl 2020 in München

Im März 2020 haben die Münchner*innen ihren neuen Stadtrat gewählt, welcher nun bereits seit Anfang Mai im Amt ist. Mit Hilfe der sog. Wahlstrukturanalyse wollte das Statistische Amt für diese Wahl den Zusammenhang zwischen 14 soziökonomischen Kennzahlen und den Wahlergebnissen der acht größten angetretenen Parteien aus einer anderen Perspektive als üblich untersuchen. Die Ergebnisse lassen sich auf Stimmbezirksebene für die dort vorherrschenden Bedingungen interpretieren. Es können also z.B. Aussagen wie „In Stimmbezirken mit einem hohen Anteil an Haushalten mit Kindern wird häufiger Partei X gewählt.“ getroffen werden.

Für beinahe alle untersuchten Parteien ergab sich ein starker Zusammenhang zwischen dem Stimmanteil der jeweiligen Parteien und den Einflussgrößen Anteil an Haushalten mit Kindern, Zahl der PKW pro Haushalt und dem Anteil an Personen mit 70 Jahren und älter. So zeigte die Wahlstrukturanalyse u.a., dass der Stimmenanteil der SPD und der CSU mit zunehmendem Anteil an Personen mit 70 Jahren und älter in den Stadtbezirken anstiegen oder auch, dass je höher der Anteil der Haushalte mit Kindern in einem Stimmbezirk war, die Wahlergebnisse der GRÜNEN umso besser und die der CSU umso schlechter ausfielen.

Die Ergebnisse der Wahlstrukturanalyse der Stadtratswahl 2020 und eine detaillierte Beschreibung des Modells sind über die weiteren Informationen bzw. im 2. Quartalsheft 2020 der Münchner Statistik zu sehen.

15.09.2020

Das 2. Quartalsheft des Jahrgangs 2020 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen

07.08.2020

Ferienzeit in Bayern

Am 27. Juli 2020 begannen in Bayern die Sommerferien. Sie dauern für die Schüler*innen in diesem Jahr genau 43 Tage, einschl. der Wochenenden.
Nicht ganz so lang, aber im Zeitraum vom 10.08. bis 13.09.2020 werden wir urlaubsbedingt die Themenseite News, auf der Sie sich gerade befinden, nicht aktualisieren können.
Wenn Sie uns aber auf unserem Twitter-Kanal folgen (@StatistikMuc) oder über das Internet
(https://twitter.com/statistikmuc) aufrufen, werden Sie auch in dieser Zeit die eine oder andere interessante Meldung finden.

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bildrechte: Landeshauptstadt München, Statistisches Amt

03.08.2020

Aktuelle Daten aus dem Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahr: Mehr Personal, mehr Auftragseingänge, aber weniger Umsatz

Im Mai 2020 gab es mit 84 Betrieben des Bauhauptgewerbes, mit 20 oder mehr tätigen Personen, drei mehr als im Vorjahresmonat. Die 84 großen Baubetriebe beschäftigten 5 470 Personen, also 68 Personen mehr im Vergleich zum Mai 2019. Trotz der Zunahme in diesen beiden Bereichen verzeichnete das Bayerische Landesamt für Statistik 36 000 geleistete Arbeitsstunden weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt 537 000 Stunden an Arbeit wurden im Mai 2020 geleistet. Davon waren 170 000 Stunden, also nahezu jede dritte Arbeitsstunde, im Bereich des Wohnungsbaus. Weniger Arbeitsstunden führten zu weniger Entgelten: Rund 20,0 Mio. € wurden an die Beschäftigten dieser 84 Betriebe ausbezahlt. Das war fast eine Million (0,9 Mio. €) weniger als im Mai 2019. Auch der Umsatz war geringer als im Mai 2019. Während zu diesem Zeitpunkt rund 111,3 Mio. € Umsätze erzielt wurden, waren es im Mai 2020 26,6 Mio. € weniger, nämlich insgesamt 84,7 Mio. €.

Die Aussichten auf neue Umsätze sind dafür ein wenig besser als im Vorjahr: Insgesamt gingen im Mai 2020 Aufträge im Wert von rund 65,1 Mio. € ein. Im Jahr zuvor waren ca. 3,  Mio. € weniger gewesen.

Die Aufträge lassen mehr Wohnungsbau erwarten: Rund 32,4 Mio. €, die Hälfte aller Auftragseingänge (49 %), entfielen im Mai 2020 auf den Wohnungsbau. Gewerblicher und industrieller Bau machten 18,6 Mio. € bzw. 29 % aus. Rund 14,1 Mio. € (22 %) an Aufträgen gingen für öffentlichen und Verkehrsbau ein.

Im Mai 2019 entfiel der größte Anteil der 62,0 Mio. € an neu eingehenden Auftragswerten auf den gewerblichen und industriellen Bau. Er umfasste 30,7 Mio. € bzw. 50 %. Den zweitgrößten Anteil hatte hier der öffentliche und Verkehrsbau mit 17,3 Mio. € bzw. 28 %. Der Wohnungsbau hatte den kleinsten Anteil in Höhe von 13,9 Mio. € bzw. 22 %.

20.07.2020

Handwerksbetriebe in München: Kurzfristige Zunahme, überwiegend sinkender Trend in der Langzeitbetrachtung

Im Juni 2020 meldete die Handwerkskammer für München 19 998 Betriebe. Damit stieg diese Zahl leicht zum dritten Mal in Folge an. Von 20 186 Betrieben im Januar war die Zahl der Handwerksbetriebe zunächst um 1,5 % im Februar 2020 (19 874) und dann erneut um 0,4 % auf 19 801 Betriebe im März 2020 gesunken. Danach nahm die Zahl um 0,6 % (19 916 im April 2020) zu und anschließend noch zweimal um 0,2 % (19 961 im Mai und 19 998 im Juni 2020). Insgesamt sind 19 998 Betriebe im Juni 2020 immer noch 0,9 % weniger als im Januar und 1,7 % weniger als im gleichen Vorjahresmonat mit 20 349 Betrieben.

Das Muster mit Rückgängen im ersten Quartal 2020 und Zunahmen im zweiten Quartal 2020 findet man im Bauhauptgewerbe, Handwerk für den gewerblichen Bedarf, Handwerk für den privaten Bedarf und im Lebensmittelgewerbe. Bei letzterem stagnierte die Zahl jedoch im Mai 2020. Mit insgesamt 304 Betriebe im Juni 2020 sind das 2,2 % weniger als im Januar 2020 und 5,6 % weniger als im Juni 2019.

Im Januar 2020 war im Bauhauptgewerbe die Anzahl der Betriebe mit 1 276 bis jetzt am höchsten. 1 275 Betriebe im Juni 2020 sind nur einer weniger als im Januar 2020, aber 36 weniger als im Juni 2019 (-2,7 %). Bei den Veränderungsraten war das Wachstum im April 2020 mit 1,3 % von 1 249 auf 1 265 Betriebe im Vergleich zu den relativen Wachstumsraten anderer Gewerbe recht hoch.

Im Handwerk für den gewerblichen Bedarf entsprachen 4 607 Betriebe im Juni 2020 einem Rückgang um 2,4 % gegenüber Januar 2020 und um 4,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Im Ausbaugewerbe weicht nur der Juni 2020 vom allgemeinen Wachstums- und Rückgangsmuster ab. Hier gab es einen leichten Rückgang von 0,1 % anstatt einer Zunahme. Insgesamt waren 6 740 Betriebe im Juni 2020 um 1,2 % weniger als im Januar 2020 und 1,9 % niedriger im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Im Kfz-Gewerbe sank die Zahl der Betriebe jeden Monat zwischen 0,2 und 0,6 % mit Ausnahme eines leichten Wachstums im April 2020 um 0,5 %. Im Juni 2020 beträgt die Anzahl der Betriebe 613. Das sind 1,1 % weniger als im Januar 2020 bzw. 1,0 % niedriger als im Vorjahresmonat.

Ähnlich sind die Zahlen im Gesundheitsgewerbe. 614 Betriebe im Juni 2020 entsprechen einem Rückgang von 0,8 % gegenüber Januar 2020 und 0,2 % gegenüber Juni 2019. In der ersten Jahreshälfte 2020 schwankten die Zahlen zwischen 613 (Mai) und 619 (Januar) Betrieben.

Das Handwerk für den privaten Bedarf ist der einzige Zweig, der im Juni 2020 eine höhere Anzahl an Betrieben aufwies als im Januar 2020. 5 845 Betriebe zur Jahresmitte entsprechen einem Zuwachs um 0,5 % gegenüber Januar 2020 und 0,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

17.07.2020

Corona-Krise trifft den Tourismus in München hart: Rund 92 % weniger Gäste im Mai

Die Münchner Tourismusbranche ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie schwer getroffen, wie die nun für den Monat Mai 2020 vorliegenden Gäste- und Übernachtungszahlen zeigen. Den vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus des Bayerischen Landesamtes für Statistik zufolge wurden nur rund 58 500 Gästeankünfte für München gemeldet, das waren 92,4 % weniger als im Vorjahresmonat. Im Mai des Jahres 2019 übernachteten rund 772 000 Gäste in der Landeshauptstadt und damit gut 13-mal so viele wie in diesem Jahr.
Entsprechend sank auch die Zahl der Übernachtungen auf einen Bruchteil des sonst im Mai üblichen Niveaus. Mit nur rund 196 000 getätigten Übernachtungen war ein Rückgang von 87,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen.

Besonders gravierend war der Einbruch bei den Gästen aus dem Ausland. Hier konnten die Münchner Beherbergungsbetriebe nur knapp 7 500 Gästeankünfte verbuchen. Das entspricht einem Rückgang um rund 97,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste sank ebenfalls deutlich um 94,9 % auf rund 38 800 Übernachtungen.

Ursächlich für das Ausbleiben der Gäste war neben weltweiter Reisewarnungen und Grenzschließungen die seit Mitte März geltende Regelung, dass Übernachtungsangebote nur mehr für notwendige, nicht touristische Zwecke genutzt werden durften. Dieses Beherbergungsverbot privatreisender Gäste wurde in Bayern zu Beginn der Pfingstferien am letzten Maiwochenende aufgehoben. Daher hatten im Mai 2020 wieder etwas mehr Beherbergungsbetriebe geöffnet als im Vormonat. So standen im Mai immerhin 326 Betriebe und damit rund 68 % der insgesamt 479 Münchner Beherbergungsbetriebe Übernachtungsgästen zur Verfügung, im April hatten nur rund 56 % der Betriebe geöffnet.

Anmerkung: Alle Angaben beziehen sich auf Beherbergungsstätten mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich Campingplätzen mit zehn oder mehr Stellplätzen.

Aktuelle monatliche Zahlen zum Tourismus finden Sie auch auf unserer Corona-Sonderseite unter der Kategorie „Wirtschaft“

08.07.2020

Die neuesten Versionen des Statistisches Taschenbuchs und der Statistikfaltkarten „München in Zahlen“ sind soeben erschienen

Das „Statistische Taschenbuch 2020 – München und seine Stadtbezirke“ enthält komprimiert und übersichtlich dargestellt – bereits in der 40. Ausgabe – statistische Informationen für die Gesamtstadt und die 25 Münchner Stadtbezirke. Jeder ist einzeln kurz und informativ beschrieben. Der Zahlenteil umfasst i.d.R. die Daten für 2019 zur Bevölkerung (einschl. der grafischen Darstellung im Bevölkerungsbaum), zur Fläche und Einwohnerdichte, zum Gesundheits-, Sozial-, und Bildungswesen. Ebenso enthalten sind Zahlen zu Wohnungen und Tourismus, zur Arbeitslosigkeit, zum Kraftfahrzeugbestand sowie die Ergebnisse vorangegangener Wahlen, einschließlich der aktuellsten der Kommunalwahlen von 2020.

Die Druckversion des Statistischen Taschenbuches 2020 kann zum Preis von 7,50 Euro über unser Bestellformular bzw. per E-Mail angefordert werden.
Ein Direktverkauf ist nur in der Stadtinformation im Rathaus möglich.

Gleichzeitig wird auch das Zahlenleporello „München in Zahlen 2020“ herausgegeben.
Wie immer erscheint die beliebte Faltkarte – im handlichen Postkartenformat – in deutscher und englischer Sprache und wird kostenfrei abgegeben.

„München in Zahlen“, das sind statistische Kurzinformationen und übersichtliche Grafiken aus den verschiedensten Bereichen des Münchner Stadtlebens. So werden z.B. die wichtigsten Eckdaten zu den geografischen Verhältnissen, zur Bevölkerung, zu Gesundheit, Sozialem, Bildungswesen, Kultur, Tourismus, zur Wirtschaft und den Bereichen Arbeitsmarkt, Bau- und Wohnungswesen und zum Verkehr beleuchtet.

Zu beziehen ist die Faltkarte über die Stadtinformation im Rathaus bzw. auf Anfrage beim Statistischen Amt der Landeshauptstadt München unter Tel. 089 - 233-82700 oder per E-Mail.

30.06.2020

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung in München

Nicht nur die Münchner Bevölkerung wächst, auch das gesamte ärztliche Fachpersonal in München wächst mit. Die aktuellen Daten der kassen-(zahn-)ärztlichen Vereinigungen geben Auskunft über die ärztlichen Fachkräfte, die mit Zulassung dieser Vereinigungen gesetzlich krankenversicherte Personen behandeln. Zum Jahresende 2019 versorgten 3 976 Ärzte*Ärztinnen im Bereich Humanmedizin die Münchner Bevölkerung. Seit 2014 ist die Zahl dieser ärztlichen Fachkräfte um 287 (+ 8 %) gestiegen.
Im Bereich der Zahnmedizin gab es Ende 2019 1 776 Fachkräfte, von denen 111 zusätzlich Kieferorthopädie praktizierten. Insgesamt waren es 13 % mehr zahnärztliche Fachkräfte als 2014. In der psychologischen Psychotherapie gab es zuletzt 975 Fachkräfte für Erwachsene (+ 40 % seit 2014) und 223 psychologische Fachkräfte für Kinder und Jugendliche (+ 48 % seit 2014).

Betrachtet man zusätzlich, wie viele Personen mit Hauptwohnsitz in München eine ärztliche bzw. psychologische Fachkraft rein rechnerisch versorgt, hat sich die Quote in jedem der Bereiche seit 2014 verbessert; eine ärztliche Fachkraft musste 2019 weniger Personen versorgen als noch 2014.

In den einzelnen Stadtbezirken und den jeweiligen Fachrichtungen kann die Entwicklung der medizinischen Versorgung vom allgemeinen Trend abweichen. Daten für einzelne Stadtbezirke zeigt der Indikatorenatlas.

15.06.2020

Menschen mit Behinderung zum Jahresende 2019 – 7,6 Prozent der Münchner Bevölkerung sind schwerbehindert

Am 31. Dezember 2019 lebten laut der Meldung vom „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ 171 662 Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung in München. Auf die Münchner Bevölkerungszahl berechnet waren 11 je 100 Einwohner*innen am Jahresende 2019 behindert.

Einen Behindertenstatus wiesen 93 738 Frauen und 77 924 Männer auf. Bezogen auf je 100 der weiblichen bzw. männlichen Einwohner*innen errechnet sich bei den Frauen eine Behindertenziffer von 11,9 und bei den Männern eine von 10,1.

41 778 bzw. 24,3 % der als behindert anerkannten Menschen besaßen keinen deutschen Pass.

Der größte Teil der Behinderten, nämlich 118 721 bzw. 69,2 %, hatte einen Grad der Behinderung von 50 und mehr und war schwerbehindert. Dies bedeutet, dass 7,6 % der Münchner Bevölkerung von einer schweren Behinderung betroffen waren. Bei 113 596 bzw. 95,7 % aller Schwerbehinderten war die Hauptbehinderung weder angeboren noch durch einen Unfall verursacht, sondern wurde durch eine Krankheit verursacht. 2 593 bzw. 2,2 % hatten eine angeborene Behinderung.

09.06.2020

Das 1. Quartalsheft des Jahrgangs 2020 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen.

09.06.2020

Corona-Sonderseite des Statistischen Amtes geht online

Auf einer neuen Sonderseite stellt das Statistische Amt eine Sammlung von statistischen Kennzahlen zu Themenbereichen zur Verfügung, in welchen sich Auswirkungen der Corona-Krise bereits abzeichnen bzw. in denen Auswirkungen zu erwarten sind. Zudem sind relevante statistische Strukturdaten zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben abrufbar, die bei der Einordnung der aktuellen Lage unterstützen können.

Wie hoch ist die Gesamtzahl der bislang im Jahr 2020 gemeldeten Sterbefälle im Vergleich zu früheren Jahren? Wie entwickeln sich die Arbeitslosenzahlen in München? Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Zahl der Gewerbean- und abmeldungen und wie wirken sich die behördlichen Reiseeinschränkungen auf die Passagierzahlen des Flughafens sowie die Gäste- und Übernachtungszahlen des Münchner Tourismus aus? Antworten auf diese Fragestellungen in Form von Daten und Grafiken finden Sie auf der Homepage des Statistischen Amtes der Stadt München unter https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/News/Corona-Sonderseite.html.

Die monatlichen Zahlen werden laufend aktualisiert, sodass die Folgen der Pandemie in ihrem weiteren Verlauf beobachtet werden können. Dabei ist zu beachten, dass in bestimmten Themenbereichen aktuelle Entwicklungen erst mit einem deutlichen zeitlichen Abstand abgebildet werden können. Die Themengebiete werden in den kommenden Wochen sukzessive durch weitere interessante Ergebnisse ergänzt.

25.05.2020

Das Wetter von Januar bis April 2020

Insgesamt war es in den ersten Monaten des Jahres 2020 zu warm, überdurchschnittlich sonnig und außer im Februar zu trocken.

Durchschnittstemperaturen durchgehend höher als das langjährige Mittel

Im Januar 2020 betrug die mittlere Temperatur 3,2 °C. Das sind 2,9 °C mehr als nach dem langjährigen Mittelwert. Die Durchschnittstemperatur im Februar betrug 6,2 °C und war um 4,8 °C höher als das langjährige Mittel. Im März wurde der langjährige Mittelwert in Höhe von 5,3 °C um 0,8 °C übertroffen. Durchschnittlich 12,6 °C wurden im April gemessen. Das sind 3,2 °C mehr als der langjährige Mittelwert.

Warmer April

Die höchsten Temperaturen wurden im April gemessen. Insgesamt waren 19 Tage im April mindestens 20 Grad warm. Das langjährige Mittel sieht lediglich zehn warme Tage im April vor. Am 18. April wurden sogar sommerliche 25,2 °C gemessen. In den zwei vorangegangenen Jahren waren die Tagesmaxima sogar noch höher gewesen. Im April 2019 wurden 28,1 °C und im April 2018 27,8 °C gemessen. In den übrigen Monaten diesen Jahres gab es keine warmen Tage. Das entspricht den langjährigen Mittelwerten.

14 Frosttage zu wenig von Januar bis April

Außer im April 2020 gab es in jedem Monat dieses Jahres zu wenige Frosttage im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten. Frosttage sind Tage mit einem Tagesminimum unterhalb von 0 °C. Im Januar 2020 waren 19 Frosttage rund zwei zu wenig. Im Februar und März gab es mit jeweils sieben Frosttagen rund zehn bzw. rund drei Frosttage zu wenig. Im April entsprachen zwei Frosttage dem Erwartungswert nach dem langjährigen Mittel.

Kein einziger Eistag

Von Januar bis März sind gemäß den langjährigen Mittelwerten insgesamt 15 Eistage zu erwarten. Eistage sind Tage, an denen das Tagesmaximum kälter als 0 °C ist. In den ersten Monaten des Jahres gab es keinen einzigen Eistag. Am 23. Januar wurde das niedrigste Tagesmaximum gemessen. Es entsprach exakt dem Gefrierpunkt.

K(l)eine Schneedecke

Eine Schneedecke gab es in den vergangenen vier Monaten nur an jeweils einem Tag in den Monaten Februar und März mit jeweils einem Zentimeter Schnee. Werte unterhalb von einem Zentimeter werden nicht erfasst.

Niederschlag: Der Februar ist sehr nass. Januar und April waren zu trocken.

Von Januar bis April 2020 gab es 49 Tage mit Niederschlägen. 2019 waren es im gleichen Zeitraum zwei Tage mehr, dennoch war es insgesamt trockener. Denn 2020 fielen von Januar bis April insgesamt rund 238 mm, also rund 33 mm mehr als in den gleichen Monaten im Jahr 2019.

Im Januar 2020 regnete es rund 23 mm an zwölf Tagen. Das ist weniger als die Hälfte des langjährigen Mittelwerts in Höhe von 48 mm. Es folgte der bisher niederschlagsreichste Monat: An 18 Tagen im Februar registrierte die Wetterstation insgesamt rund 122 mm an Niederschlägen. Das übersteigt den langjährigen Mittelwert für die Niederschlagsmenge um 164 %. Rund 80 % der gesamten Niederschlagsmenge fiel an nur 5 Tagen. Sturmtief Petra brachte Anfang Februar den meisten Regen mit rund 37 mm. Eine Woche später sorgte die Nachfolgerin Sabine für Schulschließungen und ließ mit rund 12 mm nur rund ein Drittel der Menge vom Sturmtief Petra regnen.

Im März fielen an 14 Tagen insgesamt 61 mm Regen. Rund 69 % davon verteilten sich auf nur 3 Tage. Der April war sehr trocken. Es regnete rund 32 mm an 5 Tagen. Die Menge entspricht der Hälfte des Erwartungswerts nach dem langjährigen Mittel. Außerdem wären dreimal so viele Regentage erwartet worden. Die beiden Vorjahre waren allerdings noch trockener: 2019 hatte es 21 mm an 6 Tagen und 2018 nur 10 mm verteilt auf 9 Tage geregnet.

Sonne: Überdurchschnittlich viel Sonnenschein, besonders im April

Insgesamt schien die Sonne jeden Monat deutlich länger als nach dem langjährigen Mittel. Im Januar schien die Sonne rund 123 Stunden. Das ist 44 Stunden bzw. rund 56 % länger als es nach dem langjährigen Mittel zu erwarten gewesen wäre. Stürme und Regen im Februar gingen zulasten des Sonnenscheinkontos. Rund 107 Sonnenscheinstunden waren trotzdem neun Stunden mehr als der langjährige Mittelwert für Februar vorsehen würde. Im März schien die Sonne mit rund 185 Stunden ca. 39 % länger als nach dem langjährigen Erwartungswert. Der April war der mit Abstand sonnenreichste Monat bisher. Rund 318 Stunden strahlte die Sonne. Das sind 87 % mehr als der langjährige Mittelwert. Außerdem ist das nach 330 Stunden im April 2007 der größte je gemessene Wert für Sonnenstunden im Münchner April.

Wind: Besonders windig im Februar

Im Januar stürmte es in München an einem Tag mit einer Windgeschwindigkeit von 75 km/h. An zwölf Tagen war der Wind mäßig bis stark mit 29 bis 66 km/h. An den restlichen 18 Tagen wurden niedrigere Windgeschwindigkeiten gemessen.

Im Februar wehte an acht Tagen eine leichte bis frische Brise von bis zu rund 46 km/h. An 14 Tagen wehte ein starker bis stürmischer Wind mit Geschwindigkeiten zwischen rund 50 und 74 km/h. An sechs Tagen tobten Stürme mit Geschwindigkeiten zwischen 81 und 99 km/h. Orkan Sabine tobte am 10. Februar in München mit einer Geschwindigkeit von ca. 118 km/h.

Im März stürmte es in München an zwei Tagen mit 78 bis 85 km/h. Starker bis stürmischer Wind wehte mit 48 bis 73 km/h an 10 Tagen. An der überwiegenden Zahl der Tage wehten lediglich schwache bis frische Brisen mit 21 bis 45 km/h an 19 Tagen.

Im April variierten die Windgeschwindigkeiten nicht so stark wie in den Vormonaten. An 25 Tagen wehten schwache bis frische Brisen mit 22 bis 46 km/h in München. An fünf Tagen wurden starke Winde mit bis zu 57 km/h gemessen.

14.05.2020

Knapp 66 Prozent weniger Gäste im März 2020 in München

Seit Jahren befand sich die Tourismusbranche Münchens im Aufwind, hinsichtlich der Gäste- und Übernachtungszahlen jagte ein Rekord den nächsten. Ein jähes Ende erfuhr diese Rekordserie nun im Monat März 2020, in dem die Auswirkungen der Corona Pandemie erstmals sehr deutlich spürbar wurden. Nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus des Bayerischen Landesamtes für Statistik (siehe untenstehende Anmerkung) besuchten im März dieses Jahres lediglich 219 837 Gäste aus dem In- und Ausland die bayerische Landeshauptstadt. Das entspricht einem Rückgang der Zahl der Gästeankünfte um 65,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Übernachtungszahlen brachen um 61,3 Prozent auf 502 859 Übernachtungen ein.

Ursächlich für diese Entwicklung waren die ab Mitte März erlassenen zahlreichen Maßnahmen der Einschränkung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, die das Ziel hatten, die Ausbreitung des neuartigen Virus einzudämmen. Veranstaltungs- und Versammlungsverbote, Schließungen kultureller Einrichtungen sowie erhebliche Beschränkungen bei Gastronomiebetrieben und Geschäften des Einzelhandels wirken sich seither unmittelbar auf den Tourismus aus. Einschneidend war insbesondere die Vorgabe, Übernachtungsangebote im Inland nur noch zu notwendigen, jedoch nicht mehr zu touristischen Zwecken nutzen zu dürfen.

In der Folge weltweiter Reisewarnungen und Grenzschließungen fiel schließlich der Rückgang der Zahl der aus dem Ausland kommenden Gäste mit einem Minus von 71,7 Prozent noch stärker aus als der Rückgang der Ankünfte von inländischen Gästen (Minus 61,9 Prozent). So wurden von den rund 470 geöffneten Münchner Beherbergungsbetrieben mit zehn oder mehr Gästebetten für März 2020 nurmehr 73 870 Gäste aus dem Ausland gemeldet, 145 967 Besucherinnen und Besucher reisten aus dem restlichen Deutschland nach München. Entsprechend des Einbruchs der Gästeankünfte reduzierte sich auch die Zahl der Übernachtungen. Gäste aus dem Ausland tätigten 179 904 Übernachtungen, das waren 68 Prozent weniger als im März des Vorjahres. Die Übernachtungszahlen von Gästen aus dem Inland sanken um 56,1 Prozent auf 322 955 Übernachtungen.

Der stärkste Rückgang innerhalb der Gruppe der ausländischen Gäste war erwartungsgemäß bei den chinesischen Gästen zu verzeichnen. Mit nur rund 1 050 Ankünften besuchten 90 Prozent weniger Gäste chinesischer Herkunft die Landeshauptstadt als im März des Jahres 2019. Die Zahl ihrer Übernachtungen sank um 87,9 Prozent auf 2 740.

Die massiven Rückgänge im März 2020 beeinflussten auch das Gesamtergebnis für das erste Quartal des Jahres 2020 negativ. So sank die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 23,3 Prozent auf rund 1,4 Millionen. Die Zahl der Gästeübernachtungen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 20,3 Prozent auf rund 2,9 Millionen.

Anmerkung: Erfasst werden geöffnete Beherbergungsstätten mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffneter Campingplätze mit zehn oder mehr Stellplätzen.

12.05.2020

Die häufigsten Vornamen der Münchner Bevölkerung des Jahrgangs 2019

136 Jungen mit Vornamen Maximilian dürfen 2020 ihren ersten Geburtstag feiern. Maximilian bleibt damit unangefochten auf Platz 1 der häufigsten Vornamen, wie schon in den vergangenen 21 Jahren. Nur einmal teilte Maximilian seinen Thron mit Paul. Denn im Jahr 2004 wurden beide Namen 99-mal vergeben. Auf dem zweiten Platz der beliebtesten männlichen Vornamen der Nulljährigen in München zum Stand 31.12.2019 landete Noah mit 117 Zählungen.

121-mal nannten frischgebackene Eltern im Jahr 2019 ihr neu geborenes Mädchen Emilia. Damit löst dieser Name Anna als häufigsten weiblichen Vornamen der Nulljährigen ab, dieser wurde 2019  110-mal vergeben. Seit 1998 war der Vorname Anna 15-mal auf Platz 1. Emilia führt nun zum dritten Mal nach 2016 und 2017 die Rangliste der neugeborenen Mädchen an. Ebenfalls auf Platz 1 waren Laura und Emma jeweils einmal (1999 bzw. 2012) und Julia zweimal (1998 und 1999).

Kürzlich hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die häufigsten Vornamen für Neugeborene aus 700 Standesämtern Deutschlands ausgewertet. Dabei zählt die GfdS gleichlautende Schreibweisen zusammen. Laut ihren Auswertungen war Maximilian 2019 bayernweit der König unter den ersten Vornamen bei den Jungen. Im Gegensatz zum Ranking in München gab es in der jüngeren Vergangenheit Bayerns auch andere Könige auf dem Thron der beliebtesten ersten Vornamen für Jungen, z. B. Lukas (mit allen gleichlautenden Schreibweisen) im Jahr 2018. Im Jahr 2019 begnügte sich Lukas/Lucas/Loukas sowohl in Bayern als auch in München mit dem zweiten Platz. In München wurden die Namen Lukas, Lucas und Loukas insgesamt 118-mal gezählt. Die in Bayern und München so beliebten Vornamen Maximilian und Lukas tauchen in der deutschen Rangliste gar nicht erst unter den zehn ersten Plätzen der beliebtesten ersten Vornamen auf.

Noah, der beliebteste erste Vorname in Deutschland 2019, wurde in München 117-mal gezählt und ist damit auf Platz 3 hinter Lukas/Lucas/Loukas. In Bayern ist Noah nicht auf dem Treppchen. Felix hat es in Bayern nämlich auf den dritten Rang geschafft und ist damit bayernweit ähnlich beliebt wie bei der Münchner Bevölkerung (109-mal gezählt), wo er sich Platz 4 mit Paul teilen muss. Paul steht auch bundesweit hoch im Kurs. Er ist der dritthäufigste erste Vorname für neugeborene Jungen in Deutschland. Felix schafft es immerhin auf Platz 7 der deutschen Top Ten.

Während Ben(n) deutschlandweit auf dem zweiten Platz ganz oben im Beliebtheitsranking 2019 rangiert, wurden die Namen Ben und Benn insgesamt nur 46-mal im Münchner Jahrgang 2019 gezählt. Dagegen teilt die Münchner Bevölkerung mit den übrigen Deutschen die Begeisterung für Luis und Louis. Auf beiden Ranglisten findet man sie zusammen auf Platz 5. In München tauchten die beiden Namen insgesamt 108-mal in der Statistik auf.

Bei den ersten Vornamen für Mädchen sind Hannah und Hanna zusammen auf dem ersten Platz in Deutschland und auf dem zweiten Platz in Bayern. In München sind sie immerhin auf Rang 4 mit insgesamt 107 Zählungen. Stattdessen lieben die Bayern und auch die Münchner Bevölkerung Sophia und Sofia: Sie sind auf Platz 1 in München und auch in Bayern. 154-mal wurden diese beiden Namen insgesamt im Münchner Jahrgang 2019 gezählt. Deutschlandweit sind die beiden Namen auf Platz 5.

Ähnlich beliebt wie in München, wo Emilia 121-mal im Jahrgang 2019 gezählt wurde und Rang 2 belegt, war der Name in Deutschland mit Platz 4.

Clara und Klara wurden in München insgesamt 110-mal gezählt und teilen sich den dritten Platz mit Anna. Deutschlandweit teilt man die Vorliebe zu Clara/Klara weitgehend. Sie ist im bundesweiten Ranking auf Platz 7. Anna jedoch taucht nicht in den deutschen Top Ten auf.

Dafür waren die bundesweit beliebten Namen Emma und Mia in München nicht ganz so erfolgreich: In München wurde Emma – genau wie Luisa/Louisa – 96-mal und Mia 75-mal im Jahrgang 2019 gezählt. Emma ist deutschlandweit auf dem zweiten und bayernweit auf dem dritten Platz. Mia war deutschlandweit auf Platz 3.

Anmerkung: Die untenstehende Tabelle der häufigsten 50 Vornamen aller Neugeborenen des Jahres 2019, die zum 31.12.2019 ihren Hauptwohnsitz in München hatten, weist die ersten Vornamen aus. Dabei wird jede Schreibweise einzeln betrachtet. Gleichlautende Namen unterschiedlicher Schreibweisen werden nicht zusammengefasst.

04.05.2020

Leichte Zuwachszahlen bei den Azubis im Handwerk

Die Münchner Handwerksbetriebe bilden insgesamt 4 813 Auszubildende aus (Stand 31.12.2019). Davon waren 4 183 in gewerblichen Ausbildungsberufen. Das sind 1,4 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Die übrigen 630 Azubis – 5,0 % weniger als im Vorjahr – erlernen kaufmännische oder sonstige Berufe in den Handwerksbetrieben.

Innerhalb der gewerblichen, also handwerklichen oder technischen Ausbildungsberufe, verzeichnete das Bauhauptgewerbe die geringste Zahl an Azubis. Es waren nur 72 zum 31.12.2019. Dafür war der prozentuale Zuwachs mit 20,0 % am höchsten im Vergleich zu den übrigen Handwerksgruppen. Die meisten gewerblichen Azubis findet man im Ausbaugewerbe; hier gibt es 1 623 Auszubildende (+ 0,2 %). Im Kraftfahrzeuggewerbe waren 1 001 (+ 3,8 %), im Handwerk für den privaten Bedarf 663 (+ 3,1 %) und im Handwerk für den gewerblichen Bedarf 273 (+ 5,4 %) Auszubildende zum 31.12.2019 beschäftigt.

Weniger Azubis im Vergleich zum 31.12.2018 gab es mit 346 im Gesundheitsgewerbe (- 6,2 %) und mit 205 im Lebensmittelgewerbe (- 2,8 %).

28.04.2020

Wohnungsbau in München: Erneuerbare Energien weiter auf dem Vormarsch

In der Landeshauptstadt wurden im vergangenen Jahr Baugenehmigungen für 1 359 neue Wohngebäude mit 9 819 Wohnungen darin erteilt.
Neun von zehn der 2019 in München genehmigten Wohngebäude sollen mit erneuerbaren Energien beheizt werden. In 582 Wohngebäuden (42,8 %) stellen erneuerbare Energien dabei die überwiegende oder ausschließliche Energiequelle dar. Zu den erneuerbaren Energien gehören neben Geo-, Umwelt- und Solarthermie auch Holz sowie Biogas/Biomethan und sonstige Biomassen.
Die am häufigsten genutzte primäre Energiequelle für die Beheizung von Wohngebäuden stellen dabei Anlagen der Umweltthermie (458) dar, welche Luft oder Wasser zur Wärmegewinnung nutzen. In deutlich geringerem Umfang wurden Wohngebäude mit Geothermie-Anlagen (81) genehmigt, die Wärme aus unterirdischen Quellen nutzen.
Sofern in einem Wohnbauvorhaben ergänzende, sekundäre Energiequellen vorgesehen sind, sollen unter anderen Alternativen bevorzugt Solarthermie (179) und Holz (98) zum Einsatz kommen.

In jedem dritten neu genehmigten Wohngebäude (479) beabsichtigen Bauherren zur Wärmeerzeugung dagegen überwiegend konventionelle Energieträger als primäre Energiequelle einzusetzen. Hier dominiert die geplante Nutzung von Gas (98,5 %). Öl und Strom sollen lediglich in sieben neuen Wohngebäuden als primäre Energiequelle genutzt werden und sind damit bedeutungslos.
Etwa jedes fünfte im Jahr 2019 genehmigte Wohngebäude (298) in München soll an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden.

27.04.2020

Mehr als 26 000 Schüler*innen starten wieder

Nach sechs Wochen zu Hause dürfen seit dem 27.04.2020 mehr als 9 000 Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen der allgemeinbildenden Schulen in München wieder zur Schule.
Für rund 4 300 junge Menschen in der Qualifikationsphase (Q 12) der Gymnasien beginnt die letzte Phase vor dem Abitur wieder mit Unterricht in der Schule. Allerdings werden nur die Abiturfächer unterrichtet, Die Abiturprüfungen, die ursprünglich Ende April hätten beginnen sollen, wurden wegen der Coronakrise verlegt und starten jetzt am 20. Mai. Also schon in gut vier Wochen. Auch knapp 3 000 Realschüler*innen die dieses Schuljahr mit der Mittleren Reife abschließen wollen, dürfen wieder zur Schule. Da deren Prüfungen Ende Juni abgehalten werden, bleibt deutlich mehr Zeit um den geplanten Lernstoff durchzunehmen. Noch besser treffen es mehr als 500 Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschulen, die ebenfalls zurück auf die Schulbank dürfen, aber ihre Prüfungen erst im Juli schreiben werden.

Bei den Mittelschulen sind es 800 bis 900 Teenager der neunten Klassen, die sich während der letzten Wochen zu Hause auf den Qualifizierenden Schulabschluss vorbereitet haben und jetzt endlich wieder zur Schule dürfen. Dies gilt auch für über 900 Mittelschülerinnen und -schüler, die die Prüfung zur Mittleren Reife ablegen wollen.
Dazu kommen etwa 100 junge Menschen, die eines der Förderzentren besuchen und für eine Abschlussprüfung (qualifizierender Schulabschluss oder Mittlere Reife) angemeldet sind und 200 Personen, die auf dem Zweiten Bildungsweg (Abendrealschule, Abendgymnasium und Kolleg) einen Abschluss anstreben.

Zurück zum traditionellen Schulunterricht dürfen auch all jene, die vor dem Abschluss einer beruflichen Schule stehen. Im Einzelnen sind das über 2 500 Schüler*innen der Fach- und Berufsoberschulen, die diesen Sommer ihre schulische Ausbildung mit der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife beenden möchten. Etwa 3 400 Personen besuchen Abschlussklassen der Schularten Berufsfachschulen, Berufsfachschulen des Gesundheitswesens, Fachakademien und Fachschulen. Auch die oben bereits genannten Schüler*innen der Wirtschaftsschulen zählen hier dazu.
Und 10 000 Auszubildende, die eine Berufsschule besuchen und vor ihrer Prüfung stehen, erhalten wieder Unterricht in der Schule. Das gilt auch für die etwa 800 Schüler*innen im Berufsgrundschuljahr.
Alle genannten Zahlen beruhen auf Schätzungen aus den Daten der Vorjahre.

22.04.2020

Rund 54 Prozent der Münchner Hauptwohnsitzhaushalte sind Einpersonenhaushalte

Neben den monatlich veröffentlichen Zahlen zur Bevölkerung Münchens stellt das Statistische Amt auch monatliche Zahlen zu Privathaushalten zur Verfügung. Diese Informationen liegen jedoch nicht direkt im Melderegister vor, sondern werden vom Statistischen Amt über das regelbasierte Verfahren der Haushaltegenerierung ermittelt, das den Kommunen vom Verbund der Städtestatistiker nach gemeinsamer Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt wird. In diesem Verfahren werden anhand von Kriterien wie Alter und Altersabständen, Namen und Namensgleichheiten, Geschlecht, Einzugsdaten und weiteren Merkmalen aus dem Melderegister Haushalte bestimmt. Dabei werden nur Privathaushalte berücksichtigt, also keine Haushalte in Heimen und Anstalten, da an diesen nicht von einer eigenen Haushaltsführung auszugehen ist. Für die folgenden Auswertungen wurden ausschließlich Haushalte berücksichtigt, in denen mindestens eine Person ihren Hauptwohnsitz hat; reine Nebenwohnsitzhaushalte wurden also ausgeschlossen.

Für den Stichtag 31.03.2020 wurden in München 835 204 Privathaushalte ermittelt, davon 451 655 Einpersonenhaushalte, das sind 54,1 % aller Haushalte. Gerade die in diesen Haushalten lebende Personengruppe dürfte sich anhand der derzeit in Bayern geltenden und inzwischen leicht gelockerten Ausgangsbeschränkungen besonders darüber freuen, sich – unter Berücksichtigung aller gegebenen Vorsichtsmaßnahmen – inzwischen auch mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts, die auch nicht der Lebenspartner ist, im Freien aufhalten zu dürfen. Neben diesen Einpersonenhaushalten gibt es in München auch 383 549 Haushalte mit mehr als einer Person, davon 206 873 Zweipersonenhaushalte (24,8 %), 86 513 Dreipersonenhaushalte (10,4 %), 64 144 Vierpersonenhaushalte (7,7 %) und 26 019 Haushalte mit mindestens fünf Personen (3,1 %).
In 61,7 % der Mehrpersonenhaushalte leben keine Kinder (236 814 Haushalte); allerdings werden Kinder wegen der im Melderegister nur bis zur Volljährigkeit vorhandenen Verzeigerungen zwischen Eltern und Kindern in der Haushaltegenerierung auch als Kinder registriert, ab der Volljährigkeit jedoch als sog. sonstige Person im Haushalt. In den restlichen Mehrpersonenhaushalten finden sich 77 115 Haushalte mit einem Kind (20,1 %), 54 545 Haushalte mit zwei Kindern (14,2 %) sowie 15 075 Haushalte mit drei und mehr Kindern (3,9 %).
18,2 % der Haushalte mit Kindern sind Alleinerziehendenhaushalte (absolut: 26 677) und 81,8 % Paare mit Kind(ern), absolut: 120 057.

22.04.2020

Die Wiesn abgesagt! Gab es das überhaupt schon mal?

Das Oktoberfest, jedes Jahr ein Magnet für über sechs Millionen Gäste aus aller Welt, die in den meist 16 Tagen, die das Fest dauert, etwa 78 000 Hektoliter Bier trinken und über 400 000 Brathähnchen, 120 Ochsen und mehr als 45 000 Kilogramm gebrannte Mandeln verzehren, wurde am 21. April 2020 für dieses Jahr abgesagt.
Seit 1949 fand das Oktoberfest ununterbrochen statt. Selbst nach dem Bombenattentat 1980 ging es nach einem Tag Unterbrechung weiter. Auch die Anschläge vom 11. September 2001 in New York führten nicht zu einer Absage, sondern zu seither immer wieder erweiterten Sicherheitsvorkehrungen. Seit 2001 gab es zwar durchaus Überlegungen das Fest aufgrund von Terrorwarnungen aus Sicherheitsgründen abzusagen, aber es kam nie dazu.
Und jetzt kommt ein kleines Virus – und sorgt dafür, dass das größte Volksfest der Welt ausfallen muss.
Doch bereits zweimal, 1854 und 1873, konnte die Wiesn wegen Epidemien nicht stattfinden. Beide Male war es allerdings kein Virus, sondern das Bakterium Vibro Cholerae, der Auslöser der Cholera, die leider auch in München zahlreiche Opfer forderte. Das prominenteste Opfer war Königin Therese von Bayern. Die königliche Familie hatte den Sommer 1854 wegen des Ausbruchs der Cholera in München in der Pfalz verbracht und war im Oktober nach dem angeblichen Ende der Epidemie zurückgekehrt. Königin Therese verstarb am 26. Oktober, als eine der letzten Cholerakranken.
Diese Königin war auch der Anlass für das erste Oktoberfest. Ab dem 13. Oktober.1810 wurde in München anlässlich der Hochzeit des Thronfolgers Ludwig von Bayern und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen auf öffentlichen Plätzen fünf Tage lang mit verschiedenen aufwendigen Veranstaltungen, an denen auch die Bevölkerung teilnehmen durfte, gefeiert. Im Jahr darauf wurde diese Feierlichkeit wiederholt, und ist seither aus dem Münchner Festkalender nicht mehr wegzudenken. Bis auf wenige Ausnahmen. So ist es heuer erst das 25. Mal, dass das Fest nicht stattfindet. Meistens waren Kriege der Grund dafür. So führte bereits das Kriegsgeschehen der Napoleonischen Kriege 1813 zum ersten Ausfall der gerade erst etablierten Festivität.
1866 entfiel das Fest wegen des Krieges des Deutschen Bundes gegen das Königreich Preußen, obwohl der Friedensvertrag bereits am 23. August unterzeichnet worden war. 1870 war der Deutsch-Französische Krieg der Grund für die Absage.

Auch während der beiden Weltkriege, also von 1914 bis 1918 und von 1939 bis 1945, fand das Oktoberfest nicht statt. Jeweils nach den Kriegen 1919, 1920 und 1946 bis 1948 gab es nur kleine Ersatzfeste, aber kein Oktoberfest.
Selbst wirtschaftliche Krisen machen vor dem Oktoberfest nicht halt. So musste die Wiesn in den Jahren 1923 und 1924 wegen der großen Inflation ausfallen.

Und dieses Jahr ist eben SARS-CoV-2, besser bekannt als Covid 19, die Ursache für die Oktoberfestabsage.

20.04.2020

Fast zwei Drittel weniger Fluggäste in München im März 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat

Das Jahr 2020 startete für den Münchner Flughafen vielversprechend. Mit insgesamt 6 159 220 gewerblichen Passagieren im Januar und Februar dieses Jahres waren die Zahlen auf dem Vorjahresniveau (6 158 418 gewerbliche Passagiere) angesiedelt. So hätte es weitergehen können, doch das Virus SARS-CoV-2, besser bekannt als neuartiges Coronavirus, machte dem ganzen einen Strich durch die Rechnung.
Während im März 2019  3 802 622 Passagiere den Münchner Flughafen frequentierten, waren es im März 2020 nur noch 1 327 889 Passagiere. Das entspricht einem Rückgang von 65,1 %. Bei der Zahl der Einsteiger*innen ist der Rückgang mit 67,4 % noch etwas höher als bei den Aussteiger*innen (- 62,7 %). Besonders stark betroffen ist dabei auch der Bereich Transit mit einem Rückgang von 79,5 %. Die Zahlen der Flugbewegungen im gewerblichen Verkehr sind bezogen auf das Vorjahr (33 610) mit einem Wert von 16 823 um 49,9 % zurückgegangen, der Bereich Passagierflugzeuge sogar zu - 51,1 %. Die geringsten Einbußen wurden im Bereich Flugbewegungen bei den Fracht-/Postflügen mit 4,4 % verzeichnet. Bei der Luftfracht (gewerblich) ist die Krise etwas weniger stark spürbar. Bei 19 077 Tonnen im Jahr 2020 ergibt sich ein Minus von 36,8 % (2019: 30 184 Tonnen).
Insgesamt weist der Flughafen München für das erste Quartal 2020 einen Rückgang von 24,9 % bei der Anzahl der Fluggäste (gewerblicher Verkehr), 18,8 % bei den Flugbewegungen und 14,6 % bei der Luftfracht auf.

14.04.2020

Zahl der Leistungsempfänger*innen einer Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in München geringfügig gesunken

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine Leistungsart der Sozialhilfe, die im Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) geregelt ist.
Einen Anspruch auf Grundsicherungsleistungen haben hilfebedürftige Personen, die das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben bzw. über 18 Jahre alt sind und auf Dauer voll erwerbsgemindert sind.

17 533 Münchner*innen erhielten am 31.12.2019 Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung. Das entsprach einem Anstieg von 29,5 % gegenüber dem Jahr 2009 mit 13 541 Bedürftigen. Im Vergleich zum Vorjahr (18 656) zeigte sich jedoch ein Rückgang von 1 123 Empfänger*innen bzw. - 6,0 %.
Die Mehrheit der Hilfebezieher*innen (14 291 bzw. 81,5 %) gehörte der Personengruppe der über 65-Jährigen an. 18,5 % der Empfänger*innen (3 242) befand sich im Alter von 18 bis unter 65 Jahren.
Frauen beanspruchten mit 9 184 Fällen (52,4 %) häufiger Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung als Männer. Im Rentenalter waren 53,4 % der Hilfeempfängerinnen. Bei den erwerbsgeminderten Bezieher*innen im Alter von 18 bis unter 65 Jahren waren dagegen die Männer mit 52,0 % in der Mehrzahl.

Zum Jahresende 2019 waren 7 141 bzw. 40,7 % der Leistungsbezieher*innen von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nichtdeutscher Herkunft. Das entsprach einem Plus von 2 333 bzw. 48,5 % gegenüber 2009.

06.04.2020

Das 4. Quartalsheft des Jahrgangs 2019 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen.

Ein Direktverkauf kann, aus gegebenem Anlass, weder über das Statistische Amt noch, wie sonst, über die Stadtinformation im Rathaus stattfinden. Deshalb bietet das Statistische Amt eine Download-Möglichkeit, nicht nur der einzelnen Artikel, sondern auch des gesamten Heftes, siehe unter den weiteren Informationen.

30.03.2020

Wahlbeteiligung bei der OB-Stichwahl liegt bei 50,7 Prozent

Bei der ausschließlich als Briefwahl durchgeführten Oberbürgermeister*in-Stichwahl zwischen Kristina Frank von der CSU und dem Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD am 29.03.2020 nahmen 562 362 von
1 109 032 Wahlberechtigten und damit 50,7 % an der Wahl teil. Damit wurde eine wesentlich höhere Wahlbeteiligung als die 38,5 % bei der Oberbürgermeister*in-Stichwahl im Jahr 2014 erreicht. Obwohl dieses Mal jeder Wähler seine Briefwahlunterlagen zugesendet bekam und niemand den Weg ins Wahllokal antreten musste, konnte dennoch weder die Rekord-Wahlbeteiligung der Stichwahl im Jahr 1984 in Höhe von 71,4 % noch die hohen Wahlbeteiligungen von rund 60 % und mehr der Oberbürgermeister*in-Wahlen der Jahre 1952 bis 1999 erreicht werden.

Die Herausforderin Kristina Frank. die bei der Oberbürgermeister*in-Wahl am 15.03.2020 21,3 % erzielte, konnte bei der Stichwahl 28,3 % der Stimmen für sich verbuchen. Amtsinhaber Dieter Reiter konnte seinen Stimmenanteil von 47,9 % auf 71,7 % verbessern und sein Amt damit klar verteidigen.

Eine regionale Aufgliederung der Wahlergebnisse - wie zum Wahltermin am 15.03.2020 noch möglich - war bei dieser in Krisenzeiten unter erschwerten Bedingungen durchgeführten Oberbürgermeister*in-Stichwahl nicht möglich. Die entsprechenden Analysen zum Wahltermin vom 15.03.2020 sind unter https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/Wahlen/Kommunalwahl-2020.html zu finden.

30.03.2020

4,3 Millionen Menschen besuchten im Jahr 2019 die Anlagen des Münchner Olympiaparks

Im Jahr 2019 besuchten insgesamt rund 4,3 Millionen Menschen die Anlagen der Olympiapark München GmbH. Dazu gehören unter anderem der Olympiaturm, die Olympiahalle, die Kleine Olympiahalle, das Olympiastadion sowie das Olympia-Eissportzentrum. Die meisten Menschen kamen zu Veranstaltungen in die Olympiahalle: Mehr als 970 800 Personen wurden gezählt. Darunter sind rund 204 000 Besucher*innen allein vom Monat Januar. Diese Zahl war außergewöhnlich hoch im Vergleich zu anderen Jahren. Grund hierfür waren die Spiele im Rahmen der Handball-Weltmeisterschaft in der Olympiahalle. Die Anzahl von Besucher*innen bei Veranstaltungen in den Außenanlagen erreichte mit ca. 928 100 eine ähnliche Größenordnung. Fast 738 900 Besucher*innen im Olympiastadion, mehr als 506 200 Personen im Olympiaturm und rund 418 000 Personen im Olympia-Eissportzentrum machen ebenfalls große Anteile an der Gesamtzahl aus.
Im Jahresverlauf erreichen die Besuchszahlen ferienzeiten- und witterungsbedingt im Sommer die höchsten Werte. Im Jahr 2019 waren deshalb die monatlichen Besuchszahlen im Februar mit ca. 169 600 am niedrigsten. Zum August 2019 steigerten sich die registrierten Besuchszahlen der Olympiapark München GmbH auf den monatlich höchsten Stand in Höhe von rund 643 100.

23.03.2020

Ein Plus von 122 Hektar bei der Bodenfläche für Wohnzwecke seit 2016

Einmal jährlich wird vom Statistischen Amt München das Stadtgebiet nach Art der Bodennutzung ausgewertet, zuletzt im Dezember 2019. Auf dieses Datum beziehen sich auch alle genannten aktuellen Zahlen. Insgesamt beträgt die Stadtfläche 31 071,45 Hektar oder 310,71 Quadratkilometer. Der größte Anteil der Bodenfläche, nämlich 13 847,62 Hektar (= 44,6 % der Gesamtfläche Münchens), entfällt auf die Kategorie Gebäude- und zugehörige Freiflächen. Vier Jahre früher waren es nur 13 656,28 Hektar und 44,2 % der gesamten Fläche Münchens.
Für Wohnen steht eine Fläche von 9 037,33 Hektar (=29,1 %) zur Verfügung. Im Vergleich zum Januar 2016 ist das ein Zuwachs von 122,21 Hektar (1,3 %). Zu der für Wohnzwecke genutzten Fläche zählen unter anderem auch Garagen und zu den Wohngebäuden gehörende Freiflächen wie Hofeinfahrten, Zugangswege, Gärten, Rasenflächen und Spielplätze.

Wo aber befinden sich diese zusätzlichen für Wohnzwecke genutzten Flächen?
Den höchsten Zuwachs für die Nutzungsart Wohnen kann der Stadtbezirk 13 Bogenhausen verzeichnen, nämlich 20,82 Hektar. Das ist ein Plus von 3,0 % seit Januar 2016. Andererseits verringerten sich die sonstigen Freiflächen um 19,74 Hektar. Hierbei handelt es sich um unbebaute Flächen wie Bauplätze mit Bebauungsplan, Splitterflurstücke und unbebaute Flächen, die der Kategorie Gebäude- und Freiflächen zugeordnet werden.
Viele neue Fläche für Wohnzwecke gibt es auch im Stadtbezirk 16 Ramersdorf – Perlach. 15,30 Hektar, oder 2,2 %, stehen zusätzlich zur Verfügung. Im gleichen Zeitraum entfielen unter anderem 5,42 Hektar sonstige Freiflächen und 8,09 Hektar Landwirtschaftsfläche.
Immerhin 12,95 Hektar beträgt die zusätzliche Bodenfläche für Wohnzwecke im Stadtbezirk 22 Aubing – Lochhausen – Langwied. Das ist ein Plus von 2,8 %. Den größten Anteil der hinzugewonnenen Fläche konnte jedoch nicht der Bezirksteil Freiham mit seinem großen Neubaugebiet verbuchen. Lediglich 1,94 Hektar entfielen auf diesen Bezirksteil. Dafür warten hier noch 16,82 Hektar Land auf die Bebauung. Weitaus mehr Fläche für Wohnen gewannen die Bezirksteile Aubing Süd (8,98 Hektar) und Altaubing (2,67 Hektar) hinzu. Der Stadtbezirksteil Lochhausen dagegen verlor 0,64 Hektar Fläche, die bisher dem Wohnen diente. Deutlich abgenommen hat in diesem Bezirk die Fläche für Landwirtschaft. In dieser Kategorie stehen 76,08 Hektar oder 5,0 % weniger Fläche zur Verfügung als im Januar 2016.
Mit zusätzlichen 11,00 Hektar Fläche (=1,6 %) für Wohnen kann der Stadtbezirk 21 Pasing – Obermenzing aufwarten. Dagegen sind bebaute Flächen in den Bereichen Gewerbe und Industrie (4,51 Hektar), Handel, Wirtschaft und Dienstleistungen (4,73 Hektar), Gebäude/Bauwerke für den Verkehr (4,78 Hektar) weggefallen.
Weitere Angaben zu den für Wohnen genutzten Bodenflächen können der Tabelle in den weiteren Informationen entnommen werden.

28.02.2020

29. Februar 2020, ein besonderer Tag

1 009 Personen mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt München können ihren Geburtstag nur alle vier Jahre feiern, da sie in einem Schaltjahr an einem 29. Februar geboren wurden. 525 Münchnerinnen mit einem solchen Geburtsdatum sind gegenüber 484 Münchnern leicht in der Überzahl.

Die meisten dieser Personen dürfen am 29.02.2020 ihren 28. bzw. 32. Geburtstag feiern. In diesen beiden Alterskategorien befinden sich jeweils 80 Personen. Die ältesten an einem 29. Februar geborenen Personen mit Hauptwohnsitz in München werden am 29.02.2020 92 Jahre alt. Das sind immerhin noch acht Personen.

285 der verheirateten Hauptwohnsitzpersonen haben an einem 29. Februar geheiratet, davon die meisten am Freitag, den 29. Februar 2008 (84 Personen). Zwei Personen sind bereits seit 29. Februar 1952 und damit seit 68 Jahren, 29 Personen erst seit 29. Februar 2016 verheiratet.

Zwei Personen welche an einem 29. Februar geheiratet haben sind auch an einem 29. Februar geboren.

Die Daten wurden auf dem Bevölkerungsbestand vom 31.12.2019 ausgewertet.

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bildrechte: Landeshauptstadt München, Statistisches Amt

19.02.2020

Statistisches Amt goes Twitter

Im Datenangebot des Statistischen Amtes der LH München verbergen sich eine Menge Informationen, die sicher für viele Menschen, auch außerhalb Münchens, interessant, wissenswert, aufschlussreich, unterhaltsam oder einfach kurios sind.
Neben seinem umfangreichen Internetauftritt erweitert das Statistische Amt seine mediale Präsenz um eine weitere Komponente und wird ab jetzt auch das Kommunikationsnetzwerk Twitter nutzen um Sie mit Tweets zu aktuellen Entwicklungen in der Stadt München zu informieren.
Sie finden uns in Twitter unter: @StatistikMuc

Liken Sie uns, teilen und kommentieren Sie unsere Beiträge und begleiten Sie unsere Arbeit. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns folgen und wir uns mit Ihnen verbunden fühlen dürfen.

10.02.2020

Rekordhoch bei den Einbürgerungen 2019

2019 verlieh das zuständige Kreisverwaltungsreferat der LH München an 6 520 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft. Das ist ein neuer Rekord seit dem Jahr 1987, dem Beginn der statistischen Aufzeichnung der Einbürgerungszahlen in München. Bereits 2018 hatte die Zahl der Einbürgerungen mit insgesamt 5 866 Personen einen Rekordstand erreicht. Wie gewohnt war im Jahr 2019 die Zahl der Personen aus der Türkei unter den Eingebürgerten auf hohem Niveau mit 505 Einbürgerungen. Jedoch lag die Türkei nur noch auf Platz 3 der häufigsten Herkunftsländer. Einerseits sind 528 britische Einbürgerungen ein neuer Rekord für dieses Herkunftsland, andererseits überrascht der Irak mit 567 Einbürgerungen. Damit steht der Irak nach acht Jahren wieder an der Spitze der häufigsten Herkunftsländer. 2011 wurden 427 irakische Staatsangehörige eingebürgert, während die türkische Staatsangehörigkeit mit 298 Einbürgerungen auf Platz 2 war. Von 2012 bis 2018 war die Türkei ununterbrochen das häufigste Herkunftsland mit 211 bis 484 Einbürgerungen in München. Der Irak folgte direkt dahinter von 2012 bis 2015 mit 183 bis 322 Einbürgerungen. 2016 verdrängten 204 Einbürgerungen mit afghanischer Herkunft den Irak mit 196 Einbürgerungen auf den dritten Platz. 2017 dominierten die europäischen Herkunftsländer Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Polen, Kroatien, Rumänien und Bulgarien die Plätze hinter der Türkei. Der Irak belegte Platz 7 der häufigsten Staatsangehörigkeiten, da 182 Einbürgerungen immer noch vergleichsweise viel ist. 2018 stieg diese Zahl um rund 73 % auf 314 Einbürgerungen, sodass der Irak auf Platz 3 der häufigsten Herkunftsländer hinter der Türkei und dem Vereinigten Königreich stand. Erneut erhöhten sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr die irakischen Einbürgerungen um rund 81 % auf 567 eingebürgerte Personen.

Anmerkung: Alle Angaben zu Herkunftsländern und Staatsangehörigkeiten beziehen sich auf die bisherige erste Staatsangehörigkeit einer Person. Zweite Staatsangehörigkeiten wurden nicht berücksichtigt.

06.02.2020

Die britische Bevölkerung in München

Zum Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der EU mit Ablauf des 31.01.2020 sollen die Zahlen der britischen Hauptwohnsitzbevölkerung in München im Zeitverlauf der Jahre 2006 bis 2019 (jeweils zum 31.12.) betrachtet werden.
Grundsätzlich erhöhte sich die Zahl der britischen Bevölkerung in München im betrachteten Zeitraum jährlich, mit Ausnahme der Jahre 2009 (Melderegisterbereinigungen auf Basis der Steuer-ID) und 2017 (Melderegisterbereinigungen auf Basis der Rückläufer der Migrationsbeiratswahl), so dass sich die Zahl der Personen in München, die die britische Staatsangehörigkeit besitzt, von 5 597 im Dezember 2006 auf 8 483 im Dezember 2019 erhöhte und damit dem allgemeinen Bevölkerungszuwachs in München folgte.

Betrachtet man diese Personen allerdings differenzierter nach möglichen weiteren Staatsangehörigkeiten, so zeigten sich insbesondere in den letzten Jahren seit dem Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union am 23.06.2016 deutliche Unterschiede zum Verlauf der Vorjahre. Somit sank die bis 2016 noch jährlich steigende Zahl der Personen mit ausschließlich britischer Staatsangehörigkeit in München seit 2017 jährlich und hat im Dezember 2019 ihren langjährigen Tiefstand von 3 945 erreicht. Im Gegenzug dazu stieg die Zahl der britisch-deutschen Hauptwohnsitzpersonen in München in den letzten Jahren wesentlich stärker an: während es in den Jahren bis 2016 jährlich einen Zuwachs von weniger als 200 deutsch-britischen Personen in München gab, waren es im Jahr 2017 bereits 281 und in den Jahren 2018 und 2019 sogar 612 und 609 mehr als im jeweiligen Vorjahr. Diese Veränderung ist vor allem auf die steigenden Einbürgerungszahlen unter der britischen Bevölkerung zurückzuführen, die in den letzten Jahren auf mittlere dreistellige Werte gestiegen sind.

03.02.2020

Die Entwicklung der Münchner Bevölkerung in München

In der Landeshauptstadt sind zum 31. Dezember 2019  1 560 042 Personen mit ihrem Hauptwohnsitz registriert, dies entspricht einem relativen Bevölkerungszuwachs von 1,2 % bzw. einem absolutem Bevölkerungszuwachs von 17 831 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Das absolute Bevölkerungswachstum ist somit um 1 676 Personen höher als im Vorjahr.

Die Hauptwohnsitzbevölkerung in München ist in den letzten Jahren weiterhin stetig gewachsen. Eine Ausnahme im Jahr 2017 war durch eine Registerbereinigung von Juli 2017 bis Januar 2018 begründet. Siehe hierzu unter „Weitere Angebote“ im News-Archiv unsere Meldungen vom 18.10.2017, 21.12.2017 und 17.01.2018.

Zum Stand 31. Dezember 2019 liegt der Anteil der Münchnerinnen bei 50,6 % (789 041 Personen). Über die Jahre hinweg ist das weibliche Geschlecht in München stets leicht in der Überzahl.

München verzeichnet zum Stand 31. Dezember 2019 1 115 288 Hauptwohnsitzpersonen mit deutscher Staatsangehörigkeit, von diesen besitzen 258 600 Personen einen Migrationshintergrund. Der Anteil der Nichtdeutschen in München beträgt 28,5 %.

23.01.2020

Arbeitslosenquote in München im Jahr 2019 auf niedrigstem Stand in den letzten zehn Jahren

Die Stadt München hat im Jahr 2019 eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent aufzuweisen, was den niedrigsten Wert in den letzten zehn Jahren darstellt.

Nach einem leichten Rückgang von 5,6 Prozent im Jahr 2010 auf 5,0 Prozent im Jahr 2012 lag die Quote in den Jahren 2013 und 2014 jeweils bei 5,2 Prozent. Seit 2015 sinkt die Quote stetig. 2018 wurde im betrachteten Zeitraum mit 3,8 Prozent erstmals eine Quote unter vier Prozent erreicht.

In untenstehendem Link wird in grafischer Darstellung die Entwicklung der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit der letzten zehn Jahre aufgezeigt.
Mehr Zahlen zum Arbeitsmarkt in München finden Sie in unserem Monatszahlenmonitoring.

21.01.2020

Ergebnisse der Raddauerzählstellen in München 2019

Insgesamt wurden 2019 an sechs Raddauerzählstellen in München 4 051 559 Radlerinnen und Radler gezählt.

Während an Wochentagen durchschnittlich jede der sechs Messstellen von 2 048 Rädern frequentiert wird, sind an den Wochenenden mit 1 352 deutlich weniger unterwegs als sonst.

An gewöhnlichen Wochen-Arbeitstagen liegen die Hauptverkehrszeiten erwartungsgemäß zwischen 06:00 Uhr und 09:00 Uhr am Morgen und zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr am Abend. An den Wochenenden dagegen beginnen die Münchner erst gegen frühen Nachmittag zu radeln. Der Radverkehr konzentriert sich hier zwischen 13:00 Uhr und 17:00 Uhr. Das durchschnittliche Fahrrad-Verkehrsaufkommen nach Tageszeit und Wocheneinteilung ist über den untenstehenden Link visuell dargestellt.

Auch steigt und sinkt das Radverkehrsaufkommen je nach Jahreszeit. So sind im Sommer mit insgesamt 1 473 048 deutlich mehr Münchner Radler und Radlerinnen unterwegs als in den anderen Jahreszeiten. Gefolgt vom Herbst mit insgesamt 1 089 578 Radlern und vom Frühling mit 975 820 Radlern, liegt aber der Winter mit nur 513 113 Radlern deutlich zurück. Die grafische Darstellung ist ebenfalls über den Link einsehbar.

Eine ausführliche Analyse der beiden Vorjahre (2017 und 2018) befasst sich mit detaillierten Auswertungen der Daten aus dem Dauerbetrieb der Zählstellen.

21.01.2020

Das 3. Quartalsheft des Jahrgangs 2019 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen

13.01.2020

Höchststände bei den Studierendenzahlen in München

Die ersten Meldungen mit vorläufigen Zahlen zu den Studierenden im Wintersemester 2019/20 zeigen für fast alle Hochschulen mit Standorten in München ein Wachstum im Vergleich zum Wintersemester 2018/2019. Für die zwei größten Münchner Hochschulen mit allen ihren bayerischen Standorten, meldet das Bayerische Landesamt für Statistik rund 53 200 Studierende an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und rund 41 840 Studierende an der Technischen Universität (TU).

Seit dem Wintersemester 2018/2019 gibt es drei private Fachhochschulen mehr in der Münchner Bildungslandschaft, nämlich die IB-Hochschule Berlin, die International School of Management Dortmund und die Internationale Hochschule Bad-Honnef-Bonn. Seither gibt es in München 22 Hochschulen, an denen im vergangenen Wintersemester rund 131 000 Studierende immatrikuliert waren. Das sind etwa 3 600 Studierende mehr als im Wintersemester 2017/2018. Auf die drei neuen Hochschulen sind rund 1 700 Studierende dieses Zugangs zurückzuführen. Von den 22 Hochschulen waren die meisten Studierenden an einer der großen Universitäten eingeschrieben. 51 164 Studierende, also 39,0 % aller Studierenden der Münchner Hochschulen studierten an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und 40 632 Studierende, also 31,0 % studierten an der Technischen Universität (TU). Dabei enthielten die Studierendenzahlen der TU und LMU auch die Standorte im Landkreis München (3 581), Garching (16 372), Weihenstephan (4 478), Straubing (288) und Heilbronn.

Während im Wintersemester 2018/2019 an der LMU die Frauen mit 60,3 % (30 877) überwogen, war das Verhältnis an der TU mit einem Frauenanteil in Höhe von 35,2 % (14 286) umgekehrt. Den größten Männeranteil unter den Münchner Hochschulen findet man bei der Universität der Bundeswehr in Neubiberg mit 84,4 % Männer von insgesamt 3 271 Studierenden. Bei den übrigen Hochschulen lag der Herrenanteil bei maximal 68,4 %.

Ein ähnlich großes Ungleichgewicht wie bei der Universität der Bundeswehr gab es bei Hochschulen mit höherem Damenanteil gleich dreimal. Den höchsten Frauenanteil findet man an der Katholischen Stiftungsfachhochschule mit 83,3 % bzw. 1 442 Frauen. Dicht dahinter folgen die AMD Akademie Mode & Design Hamburg mit 82,7 % bzw. 301 Frauen und die Hochschule für angewandte Sprachen / SDI mit 82,5 % bzw. 316 Frauen. Bei allen anderen Hochschulen mit höherem Damenanteil liegt der prozentuale Wert bei maximal 72,7 %.

Weitere Angebote

News - Archiv