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News


13.10.2021

Verbraucherpreise im September 2021

Im Vergleich zum September des Vorjahres stieg der Verbraucherpreisindex in Bayern deutlich um 4,2 %. Eine vergleichbare Teuerung gab es zuletzt 1993. Die extreme Zunahme ist nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik vor allem auf gestiegene Energiepreise (Heizöl +78,5 %, Kraftstoffe +28,4 % und Gas +6,0 %) sowie die von Juli bis Dezember 2020 eingeführte Mehrwertsteuersenkung zurückzuführen. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um +4,7 %.

Der BR berichtete am 6. Oktober 2021 im Dossier Politik über das „Schreckgespenst Inflation“. Mit dabei ist unsere Kollegin Katrin Kuntzsch, die einen Einblick in die Tätigkeit als Preiserheberin gibt.
Den Beitrag gibt es hier:

27.09.2021

München hat gewählt
Vorläufige Wahlergebnisse zur Bundestagswahl 2021

923 132 Münchner*innen waren zur Bundestagswahl 2021 wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,3 % und damit um 1,8 Prozentpunkte über der letzten Bundestagswahl vor vier Jahren. Von den insgesamt 740 881 Wählenden nutzten 476 743 die Möglichkeit der Briefwahl. Damit haben 64,3 % der Wählenden ihre Stimme per Brief und 35,7 % an der Urne im Wahllokal abgegeben. Trotz zunehmender Beliebtheit der Briefwahl bevorzugte in den letzten Jahren noch die Mehrheit der Wählenden die Stimmabgabe im Wahllokal. Die Münchner Wählenden haben erstmals bei dieser Bundestagswahl die Briefwahl dem Urnengang vorgezogen.

Die CSU erhielt in München mit 27,9 % die meisten Erststimmen, gefolgt von den GRÜNEN mit 25,1%.

Im Wahlkreis 217 München-Nord konnte Bernhard Loos mit 25,7 % der Erststimmen das Direktmandat für die CSU verteidigen. Doris Wagner von den GRÜNEN erzielte mit 24,2 % den zweiten Rang.

Mit 31,7 % der Erststimmen gewann im Wahlkreis 218 München-Ost der CSU-Kandidat Dr. Wolfgang Stefinger erneut das Direktmandat und erzielte einen Vorsprung von 9,7 Prozentpunkten gegenüber Vaniessa Rashid von den GRÜNEN, die 22,0 % erhielt.

Im Wahlkreis 219 München-Süd setzte sich die GRÜNE-Kandidatin Jamila Schäfer mit 27,5 % der Erststimmen gegen den CSU-Kandidaten Michael Kuffer durch, der 26,8 % erzielte.

Der CSU-Kandidat Stephan Pilsinger erzielte im Wahlkreis 220 München-West/Mitte 27,0 % der Erststimmen und führte damit sehr knapp vor dem GRÜNE-Kandidaten Dieter Janecek, auf den 26,9% der Erststimmen entfielen.

Mit 26,1 % der Zweitstimmen (absolut: 192 347) wurde die GRÜNE stärkste Kraft in München und verdrängte die CSU mit einem Zweitstimmenanteil von 23,8 % (absolut: 175 414) auf den zweiten Rang.

Die SPD erhielt 19,0 % der Zweitstimmen (absolut: 139 979) und liegt damit vor der FDP mit 13,7 % (absolut: 100 931).

Die GRÜNEN (+ 8,8 Prozentpunkte) und die SPD (+ 2,8 Prozentpunkte) konnten ihr Zweitstimmenergebnis gegenüber der Vorwahl verbessern, während vor allem die CSU (- 6,2 Prozentpunkte) deutlich unter ihrem Vorwahlergebnis blieb.

An welche Parteien Stimmen verloren wurden bzw. von welchen Parteien profitiert werden konnte, zeigt die Wählerwanderungsanalyse des Statistischen Amtes.

Der interaktive Münchner Wahlatlas bietet die Möglichkeit das Wahlergebnis in den Wahlkreisen, Stadtbezirken und (Brief-)Wahlbezirken zu betrachten sowie den Wahlergebnissen der Bundestagswahl 2017 und verschiedenen Strukturmerkmalen gegenüberzustellen.

23.09.2021

Das Statistische Amt München präsentiert noch in der Wahlnacht die Münchner Ergebnisse und Analysen zur Bundestagswahl 2021

Vorläufige Ergebnisse und Analysen zur Bundestagswahl 2021 finden Sie in der Nacht vom 26. auf den 27. September 2021 auf den Internetseiten des Statistischen Amtes der Stadt München unter https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/Wahlen/Bundestagswahl-2021.html .

Der interaktive Münchner Wahlatlas bietet die Möglichkeit das Wahlergebnis in den Wahlkreisen, Stadtbezirken oder (Brief-)Wahlbezirken zu betrachten, das Wahlverhalten von Urnen- und Briefwähler*innen gegenüberzustellen und die Ergebnisse der aktuellen Wahl mit denen der Bundestagswahl 2017 zu vergleichen. Zudem enthält der Wahlatlas eine Reihe an Strukturmerkmalen, die erste Zusammenhänge zwischen dem Wahlverhalten und sozio-demografischen Indikatoren veranschaulichen.

Fragen zur Mobilisierung von ehemaligen Nichtwählenden sowie zu Stamm- und Wechselwählenden beantwortet die Wählerwanderungsanalyse. Mit ansprechenden Grafiken wird hier visualisiert, welchen Anteil der Stimmen die Parteien beibehalten konnten, an welche Parteien Stimmen verloren wurden bzw. von welchen Parteien profitiert werden konnte.

Bei Vorliegen des amtlichen Endergebnisses findet eine Aktualisierung des Angebots statt.

22.09.2021

Geborene in München im ersten Halbjahr 2021

„Kein „Baby-Boom“ nach Corona-Jahr 2020, aber auffälliger Anstieg der Geburten im März 2021“ hieß es jüngst in einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis.de, Pressemitteilung Nr. 396 vom 23.08.2021).
Doch wie haben sich die Geburtenzahlen in München nach dem Corona-Jahr 2020 entwickelt? Spiegelt sich der bundesweite Trend auch in der Münchner Geburtenstatistik für das erste Halbjahr 2021 wider?

Im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 wurden 8 629 Kinder von Müttern mit Hauptwohnsitz München geboren. Das sind 171 Geborene mehr als im ersten Halbjahr 2020 und sogar 270 mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Interessant sind die im ersten Halbjahr 2021 Geborenen insbesondere deshalb, da unter der Annahme einer typischen Schwangerschaftsdauer von etwas mehr als neun Monaten (~ 38 Wochen) diese Kinder gerade während der 1. Welle der Sars-Cov2 Virus („Corona“)-Pandemie im Jahr 2020 (April bis September 2020) gezeugt wurden.

Der monatliche Vergleich Januar bis Juni 2020 und 2021 zeigt wie bei den Zahlen des Statistischen Bundesamts für Gesamtdeutschland einen auffälligen Anstieg bei den im März 2021 Geborenen (1 697) im Vergleich zum März 2020 (1 437). Mit 18,1% fällt dieser Anstieg um 260 Geborene in München prozentual sogar dreimal so hoch aus wie in Deutschland insgesamt. Zusätzlich ist in der Münchner Statistik ein noch deutlicherer Anstieg von 274 Geborenen im April 2021 (1 471) im Vergleich zum April 2020 (1 197) erkennbar. Das sind sogar 22,9% Geborene mehr als im April 2020.
Diese starken Anstiege im März und April 2021 von Geborenen sind umso auffälliger als in den nachfolgenden Monaten Mai und Juni kaum Unterschiede in den Geborenenzahlen im Vergleich der Jahre 2020 und 2021 zu beobachten waren. Insbesondere die Monate Januar und September des Jahres 2020 verdeutlichen aber auch, dass die monatlichen Zahlen an Geborenen völlig unabhängig von der „Corona-Pandemie“ durchaus starken Schwankungen unterworfen sind.

Ein Blick auf die Geborenenzahlen seit dem Jahr 2000 zeigt, dass dennoch in den ersten sechs Monaten eines Jahres nur im Jahr 2016 mehr Kinder geboren wurden als im gleichen Zeitraum des Jahres 2021.
Da München eine Stadt mit einer sehr dynamischen Bevölkerungsentwicklung ist, ist die alleinige Betrachtung der Geborenen nicht ausreichend. Eine aussagekräftige Kennzahl ist die allgemeine Geburtenziffer, die die Anzahl der Geborenen zur durchschnittlichen Anzahl der gebärfähigen Frauen (Alter 15 bis 44 Jahre) ins Verhältnis setzt und mal 1 000 nimmt. Die allgemeine Geburtenziffer gibt also die Anzahl Geborener im Berichtsjahr pro 1 000 Frauen im fertilen Alter des Berichtsjahres an. Da die Geborenenzahlen für das gesamte Jahr 2021 noch nicht vorliegen, beschränkt sich der Vergleich in Bezug auf die Anzahl an Geborenen und die mittlere Anzahl der Frauen im fertilen Alter auf die ersten sechs Monate des jeweiligen Jahres. Folglich fallen die hier berichteten allgemeinen Geburtenziffern in etwa nur halb so groß aus wie früher berichtete allgemeine Geburtenziffern für Gesamtjahre.

Die so definierte allgemeine Geburtenziffer für das erste Halbjahr 2021 ist mit 25,3 Geborenen pro 1 000 Frauen im fertilen Alter etwas höher als die im Vergleichszeitraum von 2020 mit 24,7. Die absolut höchste Geburtenziffer ist im Halbjahr 2016 mit 25,8 zu verzeichnen. Langfristig ist ein tendenziell ansteigender Trend der allgemeinen „Halbjahres-Geburtenziffer“ von 2000 bis 2021 zu beobachten: von 21,8 zu 25,3. Dieser Trend ist jedoch nicht kontinuierlich ansteigend.

Es bleibt festzuhalten: Zwar sind die Geborenenzahlen im März und April 2021 deutlich erhöht wie auch die allgemeine Geburtenzahl für das gesamte erste Halbjahr 2021 im Vergleich zu 2020. Ein Vergleich der Geborenenzahlen und allgemeinen Geburtenzahlen zeigt aber, dass solche „Auffälligkeiten“ wie 2021 auch durchaus in früheren Jahren auftraten.

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20.09.2021

2 052 Verkehrsunfälle mit Personenschaden im ersten Halbjahr 2021

Nach vorläufigen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik für das Jahr 2021 ereigneten sich in München im ersten Halbjahr 2 052 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dies waren im Vergleich zum Vorjahr (2 164 Unfälle) 5,2 Prozent weniger. Im Vergleich zum Jahr 2019 (2 443 Unfälle) sank die Zahl um 16 Prozent.
Insbesondere die Unfälle mit mindestens einem Getöteten (Personen, die innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen starben) sanken im ersten Halbjahr 2021 auf drei Unfälle im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Im Jahr 2019 bzw. 2020 ereigneten sich im jeweils ersten Halbjahr sieben bzw. neun Unfälle dieser Unfallkategorie.

Auch die Unfälle mit Leichtverletzten gingen zurück. Als Leichtverletzte gelten Personen, die bei einem Straßenverkehrsunfall verletzt, aber nicht unmittelbar zur stationären Behandlung in einem Krankenhaus aufgenommen wurden. In der ersten Jahreshälfte des Jahres 2021 ereigneten sich 1 816 Unfälle dieser Unfallkategorie. Dies waren im Vergleich zum Vorjahr (1 925 Unfälle) 5,7 Prozent weniger. Im Vergleich zum Jahr 2019 (2 164 Unfälle) lag die Zahl um 16,1 Prozent niedriger.

Bei den Unfällen mit Schwerverletzten (Personen, die unmittelbar zur stationären Behandlung – mindestens 24 Stunden – in einem Krankenhaus aufgenommen wurden), kam es mit 233 Unfällen im Vergleich zum Jahr 2019 (272 Unfälle) zu einem Rückgang um 14,3 Prozent sowie im Vergleich zum Jahr 2020 (230 Unfälle) zu einem leichten Anstieg um 1,3 Prozent.

Die wenigsten Unfälle mit Personenschaden wurden in den beiden Wintermonaten Januar und Februar 2021 registriert. Ihre Zahl (Januar: 166 bzw. Februar 228 Unfälle) lag in diesen beiden Monaten deutlich unter den beiden Vorjahren. Die Unfälle im März und April 2021 (296 und 340) waren im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent bzw. 6,9 Prozent mehr.
Gegenüber 2019 (März bzw. April mit 382 bzw. 441 Unfällen) war die Zahl jedoch um 22,5 Prozent bzw. 22,9 Prozent niedriger. Während im Mai 2021 die Unfälle mit Personenschaden (380 Unfälle) im Drei-Jahres Verlauf am geringsten waren, war der Juni 2021 (642 Unfälle) am höchsten.

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16.09.2021

Rückblick auf das Sommerwetter: Ein warmer, sonniger Juni mit hohen Niederschlagsmengen, im Juli und August kühleres, niederschlagsreiches Wetter

Der Sommer 2021 in München war im Juni am sonnigsten, am wärmsten und zugleich am niederschlagsreichsten. Im Juli und August schien die Sonne weniger, es war insgesamt kühler mit weniger Sommertagen und obwohl es an mehr Tagen regnete, fielen die Niederschlagsmengen geringer aus als im Juni.

Die niedrigste Temperatur des Sommers wurde gleich zu Anfang am 1. Juni gemessen: Sie betrug 6,3 °C. Am 18. Juni wurde mit 32,3 °C die höchste Temperatur des Sommers gemessen. Weder im Juli noch im August wurde eine höhere Temperatur an der Wetterstation München-Stadt gemessen. Im Juli 2021 betrug das Temperatur-Maximum 31,5 °C, im August 2021 waren es 31,2 °C. Die Maximaltemperaturen der Vorjahre 2016 bis 2020 (Juli: mindestens 32,7 °C, August: mindestens 31,8 °C) wurden im Sommer 2021 somit weder im Juli noch im August erreicht. Das Maximum im Juni 2021 war höher als in den Vorjahresmonaten 2016 (31,9 °C), 2018 (29,7 °C) und 2020 (29,2 °C), aber niedriger als 2017 (33,5 °C) und 2019 (35,2 °C).

Die durchschnittliche Temperatur im Juni war mit 19,7 °C um 1,9 °C höher als der langjährige Mittelwert (ljhrM) des dreißigjährigen Zeitraums von 1991 bis 2020 (17,8 °C) und um 3,2 °C höher als in der Referenzperiode von 1961 bis 1990 (16,5 °C). Im Juli lag die Durchschnittstemperatur bei 18,8 °C. Das entsprach dem Niveau des ljhrM von 1961 bis 1990 (18,7 °C) und war um 0,8 °C niedriger als das ljhrM von 1991 bis 2020 in Höhe von 19,6 °C. Der August war der kühlste Sommermonat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 17,3 °C. Dieser Wert war auch niedriger als die langjährigen Mittelwerte (ljhrM) der Zeiträume 1961 bis 1990 (17,9 °C) und 1991 bis 2020 (19,4 °C).

72 der 92 Tage von Juni bis August waren sogenannte warme Tage. An diesen Tagen erreichte das Thermometer mindestens 20,0 °C. Weiterhin gab es 40 Sommertage mit mindestens 25,0 °C und acht Tropentage mit einer Maximaltemperatur von mindestens 30,0 °C.

Fast alle Tage im Juni erreichten mindestens 20,0 °C. Von diesen 28 warmen Tagen waren 20 Sommertage und darunter wiederum drei Tropentage. Im Juli waren 27 Tage warm, zwölf sommerlich und insgesamt drei tropisch warm. Im Vergleich zum Juni gab es im Juli einen warmen Tag, acht Sommertage und zwei Tropentage weniger. Ähnlich wie im Juli fiel auch im August die Wetterbilanz verglichen mit Juni schlechter aus: Denn mit 17 warmen, acht Sommer- und vier Tropentagen, gab es zwar einen Tropentag mehr als im Juni. Jedoch war die Anzahl der warmen Tage um elf und die Sommertage um zwölf niedriger als im Juni.

Insgesamt fiel in den Monaten Juni bis August an 54 Tagen 528 mm Niederschlag. Das entspricht 528 Litern pro Quadratmeter und durchschnittlich 9,8 Litern pro Regentag. Tatsächlich war die Niederschlagsmenge sehr ungleich verteilt. Der Juni trug mit der geringsten Anzahl an Regentagen rund 44 % der gesamten Niederschlagsmenge bei. Im Juni regnete es an zwölf Tagen 230 mm, mehr als die Hälfte der Regenmenge fiel dabei an nur drei Tagen. Die gesamte Niederschlagsmenge im Juni war um ca. 109 mm höher als nach dem ljhrM von 1991 bis 2020 (121 mm).
Im Juli regnete es an 22 Tagen rund 141 mm und im August an 20 Tagen rund 157 mm. Das Niederschlagsereignis mit der höchsten Regenmenge umfasste in beiden Monaten jeweils ca. 22 mm, also lediglich die Hälfte des niederschlagsreichsten Tages im Juni. An diesem wurden rund 46 mm Regen gemessen. Trotzdem übertrafen die Niederschlagsmengen im Juli und August ebenfalls noch die Erwartungswerte des ljhrM von 1991 bis 2020 um 22 mm bzw. um 41 mm.

Große Niederschlagsmengen lassen normalerweise eine geringere Sonnenscheindauer erwarten. Dies trifft jedoch nur auf die Monate Juli und August zu. 211 Sonnenstunden im Juli sind 30 Stunden weniger als nach dem ljhrM von 1991 bis 2020. Im August schien die Sonne 183 Stunden. Somit fehlten 49 zum ljhrM von 1991 bis 2020.
Im Juni hingegen war trotz der immensen Niederschlagsmenge auch die Zahl der Sonnenstunden sehr hoch. 318 Stunden Sonne waren deutlich mehr als in den beiden anderen Sommermonaten und auch um 94 Stunden mehr als der ljhrM von 1991 bis 2020.

07.09.2021

Inflationsrate in Bayern im August 2021: + 3,9 Prozent

Das Bayerische Landesamt für Statistik weist in seiner neuesten Veröffentlichung zum Verbraucherpreisindex einen Anstieg der Verbraucherpreise im August 2021 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat von 3,9 Prozent aus. Lagen die Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr zwischen Januar und April 2021noch bei 1,4 bis 2,0 Prozent, hat sich die Inflationsrate im Juli und August 2021 mit 3,8 und 3,9 Prozent sprunghaft erhöht. Ausgehend von diesen Werten liegt die Veränderung zu den jeweiligen Vormonaten Juni und Juli dieses Jahres bei 0,9 und 0,1 Prozent.

Im Juli 2021 steht auch die temporäre Mehrwertsteuersenkung ab Juli bis Dezember 2020 von 19 auf 16, bzw. beim ermäßigten Satz von 7 auf 5 Prozent im Hintergrund. Zu den sog. „Basiseffekten“ zählen neben niedrigeren Preisen im Vorjahr durch die Senkung der Mehrwertsteuer auch der Preisverfall, v.a. beim Heizöl und bei den Kraftstoffen im Zuge der Corona-Pandemie. Das deutlich geringere Preisniveau vor einem Jahr wirkt sich nun erhöhend auf die Preisentwicklung vieler Waren und Dienstleistungen und somit insgesamt auf eine höhere Inflationsrate aus. Hinzu kommt die Einführung der CO2-Bepreisung seit Januar 2021 auf alle fossilen Energieträger sowie deutliche Preisanstiege bei bestimmten Gütern und Rohstoffen wie Eisenerz und Holz.

Diese Faktoren werden sich noch bis zum Jahresende 2021 erhöhend auf die Gesamtteuerung auswirken.

Die Inflationsrate in Deutschland beträgt laut Statistischem Bundesamt im August 2021 ebenfalls 3,9 Prozent.

Die einzelnen Werte für den Verbraucherpreisindex
für Bayern und Deutschland finden Sie hier (PDF, 79 KB).

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09.08.2021

Haushalte mit Wohngeld im Jahr 2020 leicht gestiegen

Im Jahr 2020 erhielten 4 287 Münchner Haushalte Wohngeld. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist die Anzahl der Haushalte mit Wohngeld im Jahr 2020 um 7,7 % gestiegen. Von 2018 auf 2019 war diese Zahl noch um 9,2 % zurückgegangen (2018: 4 385 Haushalte, 2019: 3 980 Haushalte).

Der Zehn-Jahresvergleich seit 2011 zeigt, dass die Zahl der Haushalte mit Wohngeld nur in den zwei Jahren 2019 und 2015 niedriger waren als 2020. In allen anderen Jahren wurden mehr Haushalte mit Wohngeld unterstützt. Diese Entwicklung steht im Kontrast zum angespannten Immobilien- und Wohnungsmarkt in München. Der Anspruch auf Wohngeld ist in einem Bundesgesetz geregelt, das die spezielle Situation in München nicht abdeckt. Denn in München ist das Niveau von Einkommen und Mieten im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich höher. Zur Berechnung des Wohngeldes werden jedoch unter anderem das Einkommen der Haushaltsmitglieder und die Miete herangezogen, wobei das Wohngeldgesetz für die Miete eine Höchstgrenze festsetzt.

Wohngeld können im Übrigen nur Haushalte erhalten, die nicht Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere gesetzlich bestimmte finanzielle Hilfeleistungen erhalten (§ 7 des Wohngeldgesetzes).

15.07.2021

Die neuesten Ausgaben des Statistischen Taschenbuchs und der Statistikfaltkarten „München in Zahlen“ sind soeben erschienen

Das „Statistische Taschenbuch 2021 – München und seine Stadtbezirke“ enthält komprimiert und übersichtlich dargestellt, statistische Informationen für die Gesamtstadt und die 25 Münchner Stadtbezirke. Jeder ist einzeln kurz und informativ beschrieben. Der Zahlenteil umfasst i.d.R. die Daten für 2020 zur Bevölkerung (einschl. der grafischen Darstellung im Bevölkerungsbaum), zur Fläche und Einwohnerdichte, zum Gesundheits-, Sozial-, und Bildungswesen. Ebenso enthalten sind Zahlen zu Wohnungen und Tourismus, zur Arbeitslosigkeit, zum Kraftfahrzeugbestand sowie die Ergebnisse der letzten Wahlen.

Die Druckversion des Statistischen Taschenbuches 2021 kann zum Preis von 7,50 Euro über unser Bestellformular bzw. per E-Mail angefordert werden.

Ein Direktverkauf ist nur in der Stadtinformation im Rathaus möglich.

Gleichzeitig wird auch das Zahlenleporello „München in Zahlen 2021“ vorgestellt.
Wie immer erscheint die beliebte Faltkarte – im handlichen Postkartenformat – in deutscher und englischer Sprache und wird kostenfrei abgegeben.

„München in Zahlen“, das sind statistische Kurzinformationen und übersichtliche Grafiken aus den verschiedensten Bereichen städtischen Münchner Lebens. So werden z.B. die wichtigsten Eckdaten zu den geografischen Verhältnissen, zur Bevölkerung, zu Gesundheit, Sozialem, Bildungswesen, Kultur, Tourismus, zur Wirtschaft und den Bereichen Arbeitsmarkt, Bau- und Wohnungswesen und zum Verkehr beleuchtet.

Zu beziehen ist die Faltkarte über die Stadtinformation im Rathaus bzw. auf Anfrage beim Statistischen Amt der Landeshauptstadt München unter Tel. 089 / 233-82700 oder per E-Mail.

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06.07.2021

Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch auf dem Münchner Arbeitsmarkt deutlich spürbar

Auch wenn sich noch nicht absehen lässt, wann die Corona-Pandemie als überwunden gelten kann, lässt sich eines aufgrund der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen schon sicher sagen. Die Pandemie hat dem Münchner Arbeitsmarkt einen Dämpfer versetzt und den positiven Trend der letzten Jahre erst einmal unterbrochen.

So lag nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen – das sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Beamt*innen einschließlich Soldat*innen, geringfügig Beschäftigte, Selbstständige, mithelfende Familienangehörige sowie Arbeitslose – mit Hauptwohnsitz München im Juni 2021 bei 4,9 Prozent. Das sind nur 0,6 Prozentpunkte niedriger als im August 2020, als der pandemiebedingte Anstieg der Arbeitslosenquote für München seinen vorläufigen Höhepunkt bei 5,5 Prozent erreichte. Seither folgt die Kurve in etwa den Verläufen und entlang der saisonalen Schwankungen (saisonbedingtes Tief im Dezember und abnehmende Tendenz bis zum Frühjahrsende) der Jahre vor der Pandemie (2017/18, 2018/19 und 2019/20 bis Februar/März 2020).
Das heißt, dass der sprunghaft zu nennende Anstieg der Arbeitslosenquote zwischen März 2020 und August 2020 sich zwar nicht weiter fortgesetzt hat, aber sich seitdem auch kein gegenläufiger Trend beobachten lässt. So lag die Arbeitslosenquote im vergangenen Juni (2021) um 1,5 Prozentpunkte über dem Wert für den letzten Juni vor der Pandemie im Jahr 2019. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent, so niedrig, wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr.

Im Übrigen ist es dem Instrument der Kurzarbeit zu verdanken, dass die Arbeitslosigkeit nicht noch viel stärker gestiegen ist, wie etwa in anderen Ländern (z. B. in den USA um 11,2 Prozentpunkte. Lag die Kurzarbeiter*innenquote, also der Anteil der Kurzarbeiter*innen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Januar 2020 bei unter 0,1 Prozent, stieg er auf den bisherigen Höchststand von 16,5 Prozent im April 2020 und lag im Dezember 2020 noch bei 8,2 Prozent. In den Jahren vor der Pandemie spielte die Kurzarbeit in München faktisch keine Rolle, die Quote lag zwischen 2017 und Anfang 2020 nie höher als 0,1 Prozent.

23.06.2021

Handwerk 2021

Im Mai 2021 schien sich im Münchner Handwerk auf den ersten Blick wenig zu verändern: 19 988 Betriebe waren 0,1 % mehr als im Mai 2020. Doch hinter dem geringen Gesamtwachstum verbarg sich ein Rückgang um 175 Betriebe im Ausbaugewerbe (- 2,6 %), der jedoch überwogen wurde durch Zuwächse in anderen Handwerkszweigen: Das Bauhauptgewerbe verzeichnete 74 Betriebe mehr als im Mai 2020 (+ 5,8 %), das Handwerk für den gewerblichen Bedarf 78 Betriebe mehr (+ 1,7 %) und das Handwerk für den privaten Bedarf (+ 0,8 %) 45 Betriebe mehr.

Seit Beginn des Jahres 2021 lagen die Veränderungsraten gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat im Ausbaugewerbe zwischen - 3,3 % und - 1,7 %. Das Bauhauptgewerbe hingegen verzeichnete im gleichen Zeitraum durchgehend Zuwächse zwischen 3,2 % und 5,8 % gegenüber Vorjahresmonaten. Auch im Handwerk für den privaten Bedarf waren die bisherigen Zahlen in allen Monaten höher als im Jahr zuvor, und zwar um 0,7 % bis 2,4 %. Im Handwerk für den gewerblichen Bedarf lag die Zahl der Betriebe im Januar zunächst um 1,5 % niedriger als im Vorjahr. In den Folgemonaten nahm die Zahl dann um bis zu 2,6 % gegenüber den Vorjahresmonaten zu.

Zahlen der Handwerksbetriebe sind im Monatszahlenmonitoring verfügbar.

15.06.2021

Das 1. Quartalsheft des Jahrgangs 2021 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen.

20.05.2021

Kinobesuche 2020 in München

Das Filmangebot des Jahres 2020 lockte 1 138 441 Kinogänger*innen vor die 78 Leinwände der 36 Münchner Filmtheater. Damit hat die Münchner Kinobranche, bedingt durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie, viel Publikum verloren und den niedrigsten Stand seit der Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Die Münchner Filmtheater verzeichneten in 2020 somit ein Minus von 70 % gegenüber 2019. Erfolgreichster Monat des Kinojahres war der Januar mit 341 436 Besuchern, gefolgt vom Februar (309 723). Am schlechtesten schnitt der November mit 7 631 Kinobesuchen ab, bevor am 2. November alle Kinos wegen der Corona-Pandemie schließen mussten.
In Relation zur Einwohnerzahl besuchte jede*r Münchner*in (mit Hauptwohnsitz) im Jahr 2020 insgesamt 0,7-mal eine Vorstellung und nahm auf einem der 13 417 Kinosesseln Platz, von denen jeder knapp 85-mal besetzt war.

06.05.2021

Privathaushalte in München 2020

Am 31.12.2020 gibt es in der Landeshauptstadt München 834 542 Privathaushalte, Haushalte in Heimen oder Anstalten nicht mitgezählt. Am Jahresende 2020 leben in diesen 1 515 860 Personen, die mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt München gemeldet sind. Mit 59 168 Haushalten weist der 16. Stadtbezirk Ramersdorf - Perlach die meisten Privathaushalte auf und der 1. Stadtbezirk Altstadt - Lehel mit 12 591 Haushalten die wenigsten. Das sind 7,1 % und 1,5 % aller Privathaushalte in München.

Mit einem Anteil von 53,9 % ist die typische Haushaltsgröße der Einpersonenhaushalt. Zweipersonenhaushalte machen 24,9 % der Münchner Privathaushalte aus und Haushalte mit drei Personen 10,4 %. Größere Haushalte umfassen zusammen weniger als 11 %.

In weniger als einem von fünf Haushalten (17,7 %) leben minderjährige Kinder. Davon machen die Haushalte, in denen ein oder zwei Kinder leben, den überwiegenden Teil aus (9,3 % und 6,6 %). Haushalte mit drei und mehr Kindern machen mit 1,8 % nur einen geringen Teil der Privathaushalte aus.

In 67,6 % der Privathaushalte leben ausschließlich deutsche Staatsangehörige, in 22,0 % ausschließlich Nichtdeutsche und in 10,5 % leben Deutsche und Nichtdeutsche zusammen in einem Privathaushalt. Der Anteil an Haushalten, in denen ausschließlich Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit zusammenleben, ist im Stadtbezirk 4 Schwabing West mit 73,4 % am höchsten und im Stadtbezirk 11 Milbertshofen - Am Hart mit 55,2 % am geringsten.

In 38,3 % der Privathaushalte leben verheiratete und unverheiratete Paare (31,2 % und 7,1 %). Ehepaare ohne Kinder haben einen Anteil von 18,6 % und Ehepaare mit Kindern einen Anteil von 12,6 % an allen Privathaushalten. Die entsprechenden Anteile bei unverheirateten Paaren sind 5,2 % und 1,9 %. Haushalte von Alleinerziehenden machen 3,2 % der Münchener Privathaushalte aus. Der Anteil von sonstigen Mehrpersonenhaushalten beträgt 4,7 %.
Der 3. Stadtbezirk Maxvorstadt hat mit 67,7 % den größten Anteil an Einpersonenhaushalten, die Stadtbezirke 15 Trudering - Riem und 22 Aubing - Lochhausen - Langwied haben mit jeweils 41,3 % den geringsten Anteil an Einpersonenhaushalten.

Der Anteil an Haushalten ohne Kinder ist mit 89,6 % im Stadtbezirk Maxvorstadt am höchsten und im Stadtbezirk Trudering - Riem mit 74,6 % am geringsten.

Die Haushalte in den Stadtbezirken variieren auch hinsichtlich des Haushaltstyps. Haushalte von Ehepaaren mit mindestens einem Kind sind mit einem Anteil von 19,2 % am häufigsten im Stadtbezirk Trudering - Riem anzutreffen und mit einem Anteil von 7,0 % im Stadtbezirk Maxvorstadt am seltensten. Der 5. Stadtbezirk Au - Haidhausen weist mit einem Anteil von 2,5 % den größten Anteil an Haushalten von unverheirateten Paaren mit Kindern auf, die Stadtbezirke 3 Maxvorstadt und 20 Hadern mit jeweils 1,5 % den niedrigsten Anteil. Der Anteil an Haushalten von Alleinerziehenden ist in den Stadtbezirken 15 Trudering - Riem, 16 Ramersdorf - Perlach und 24 Feldmoching - Hasenbergl mit jeweils 4,0 % am höchsten und im Stadtbezirk Maxvorstadt mit 1,9 % am niedrigsten.

03.05.2021

Beschäftigtenzahlen des Verarbeitenden Gewerbes gingen im Jahr 2020 zurück

Im Jahr 2020 lag das Maximum der Beschäftigten in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten bei 98 707 Personen im März. Im Dezember wurde mit 96 084 tätigen Personen die geringste Zahl gemeldet. Der Jahresdurchschnitt in Höhe von 97 712 lag um 159 Beschäftigte (- 0,2 %) unter dem Jahresdurchschnitt von 2019.

Im Jahresverlauf wuchsen die Beschäftigtenzahlen von rund 98 600 Beschäftigten im Januar auf ca. 98 700 im März. Bis einschließlich August sanken die Zahlen auf ca. 96 700. Im September erhöhte sich die Zahl auf ca. 97 500 Personen, aber in allen Folgemonaten verringerte sich die Beschäftigtenzahl wieder. Das Jahr 2020 schloss mit rund 96 100 Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe ab.

Auch im Vergleich der Monatswerte von 2020 mit 2019 ist ein negativer Trend erkennbar. Im Januar 2020 lag die Beschäftigtenzahl um ca. 1 300 Beschäftigte bzw. um 1,4 % über dem Wert des Vorjahresmonats. Das war die höchste positive Abweichung sowohl in absoluten Zahlen als auch in Prozent. In den darauffolgenden Monaten schrumpfte das Plus kontinuierlich gegenüber den Vorjahreswerten bis April 2020. Im Mai 2020 lag die Beschäftigtenzahl in Höhe von ca. 98 000 dann erstmalig um 0,2 % unter ihrem Vorjahreswert. Die negative Differenz wuchs in den Folgemonaten weiter und erreichte ihr Maximum im November 2020. 1 080 Beschäftigte bzw. 1,1 % fehlten zum Wert des Vorjahresmonats. Im Dezember verringerte sich dieser Abstand allerdings wieder auf eine Differenz in Höhe von 874 Beschäftigten bzw. - 0,9 %.

Die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen ging mit einem Rückgang der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, die mindestens 50 Personen beschäftigten, einher. Im Januar 2020 gab es 124 Betriebe. Im Verlauf des Jahres sank die Zahl auf schließlich 120 Betriebe im Dezember 2020. Das Jahr 2019 begann mit 125 Betrieben im Januar und Februar. Von März bis Mai hatte die Zahl mit 127 Betrieben den höchsten Wert der letzten zehn Jahre erreicht. Von Juni bis Dezember 2019 blieb die Zahl stabil bei 126 Betrieben.

Hinweis:
Die hier genannten Werte sind endgültige Meldungen des Landesamts für Statistik und können von Angaben im Monatszahlen-Monitoring des Statistischen Amtes der Landeshauptstadt München abweichen, da dort die vorläufigen Monatswerte abgebildet werden.

26.04.2021

Das Ausbaugewerbe in München ist gewachsen. Im Bauhauptgewerbe fällt das Wachstum geringer aus. Der Umsatz sank.

Im Jahr 2020 arbeiteten durchschnittlich rund 5 600 Personen im Ausbaugewerbe und leisteten insgesamt 6,7 Millionen Arbeitsstunden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 15,7 % mehr Stunden und durchschnittlich 16,1 % mehr tätige Personen. Das Ausbaugewerbe erzielte ein Umsatzplus in Höhe von 21,0 % im Vergleich zum Jahr 2019 (2020: 922,6 Mio. €). Die Entgelte folgten diesem Anstieg. Sie übertrafen ihren Vorjahreswert um 19,9 % (2020: 231,5 Mio. €). Insgesamt gab es mit 95 Betrieben im Jahresdurchschnitt einen Zuwachs um 10,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch im Bauhauptgewerbe ist die Zahl der Betriebe und tätigen Personen im Vergleich der Jahresmittelwerte von 2019 und 2020 gewachsen. Durchschnittlich 84 Betriebe entsprechen einem Zuwachs um 6,2 %. Im nahezu gleichen Verhältnis stiegen die geleisteten Arbeitsstunden: Insgesamt rund 6,5 Mio. Arbeitsstunden waren 6,1 % mehr als 2019. Die Anzahl der tätigen Personen ist um 5,3 % auf rund 5 500 Personen angestiegen. Die Entgelte nahmen mit 2,4 % auf 253,1 Mio. € nicht im gleichen Maße zu. Der Umsatz in Höhe von 1 059,0 Mio. € blieb 14,9 % unter dem Wert von 2019.

Der Entgeltzuwachs ist im Bauhauptgewerbe geringer ausgefallen als im Ausbaugewerbe. Beim Vergleich der durchschnittlichen Entgelte pro tätige Person jedoch schneidet das Bauhauptgewerbe besser ab: Im Bauhauptgewerbe verdiente eine tätige Person durchschnittlich 46 086 €, während der Betrag im Ausbaugewerbe mit 41 057 € pro tätige Person rund 5 000 € niedriger liegt. Bei 130 000 geleisteten Arbeitsstunden weniger erzielte das Bauhauptgewerbe jedoch 136,4 Mio. € mehr Umsatz.

20.04.2021

Das 4. Quartalsheft des Jahrgangs 2020 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen.

Ein Direktverkauf kann, aus gegebenem Anlass, weder über das Statistische Amt noch, wie sonst, über die Stadtinformation im Rathaus stattfinden. Deshalb bietet das Statistische Amt eine Download-Möglichkeit, nicht nur der einzelnen Artikel, sondern auch des gesamten Heftes, siehe unter den weiteren Informationen.

19.04.2021

Kirchenaustritte 2020

Im Jahr 2020 verzeichneten die Standesämter München und München Pasing insgesamt 13 549 Kirchenaustritte. Darin können Austritte aus der römisch-katholischen (r.-kath.), evangelisch-lutherischen (ev.-luth.), evangelisch-reformierten oder der alt-katholischen Kirche sowie aus der israelitischen Kultusgemeinde enthalten sein. Nach Konfessionen aufgeschlüsselte Daten liegen leider nicht vor.

Insgesamt war die Zahl der Kirchenaustritte um 2 305 bzw. 14,5 % niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich der letzten zehn Jahre 2011 bis 2020 wies das Jahr 2019 die bisher höchste Austrittszahl in Höhe von 15 854 auf. Die zweithöchste Zahl wurde im Jahr 2018 mit 13 879 Kirchenaustritten registriert. 2014 folgt auf dem dritten Platz mit 13 838 Austritten. 2020 ist auf Platz 4.

Die meisten Austritte des Jahres 2020 fielen in den Januar (1 671). Das war auch der höchste Monatswert in den vergangenen zehn Jahren seit 2011. Die wenigsten Austritte wurden während des ersten Lockdowns und der zeitweisen Schließung der Standesämter registriert. Im März 2020 traten 611 und im April 2020 nur 86 Personen aus ihrer Kirche aus. So wenige Personen wie im April 2020 waren bisher in keinem Monat der letzten zehn Jahre aus der Kirche ausgetreten. Bereits ab Juni 2020 waren die Austrittszahlen wieder auf hohem Niveau zwischen 1 117 (Dezember) und 1 378 (Oktober).

Gemessen an der Hauptwohnsitzbevölkerung zum 31.12.2020 ist theoretisch jede*r 115. Münchner*in aus einer der genannten Kirchen ausgetreten. 

30.03.2021

Analyse der Sterblichkeit in München 2017 bis 2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise beschäftigte sich das Statistische Amt der Stadt München in einer detailierten Analyse mit der Frage, ob die COVID-19 Pandemie auch in München zu einer Übersterblichkeit führt, also zu mehr Todesfällen als unter normalen Umständen zu erwarten sind. Vor allem gegen Ende des Jahres 2020 lässt sich diese Annahme, auch im Vergleich der Standardisierten Mortalitätsraten, in bestimmten Altersgruppen verifizieren. 

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18.03.2021

Weniger Verletzte durch Verkehrsunfälle im Jahr 2020

Nach vorläufigen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik gab es im Jahr 2020 aufgrund von Verkehrsunfällen 5 921 Verletzte (Leicht- und Schwerverletzte) auf Münchens Straßen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr 2019 (6 531 Verletzte) einem Rückgang von 9,3 %. Im Vergleich zum Jahr 2018 (6 886 Verletzte) sank die Zahl der Verletzten sogar um 14,0 %. Wie in der Grafik 1 zu sehen ist, lag die Zahl der Verletzten im Jahr 2020 in den Monaten März bzw. April sowie Oktober bzw. November weit unter den Vorjahren. Den stärksten Rückgang im Vergleich zum Jahr 2019 verzeichneten der April mit 31,7 % sowie der November mit 25,7 % weniger Verletzten. Nach Beginn der Pandemie kam es einzig im August zu mehr verletzten Personen als in den beiden Vorjahren. Während es im August sowohl im Jahr 2018 als auch im Jahr 2019 jeweils 550 Verletzte gab, waren es im Pandemiejahr 589. Die meisten Verletzten weist wie in den Vorjahren der Monat Juli auf. Die absolute Anzahl liegt jedoch mit 852 unter der Zahl im Jahr 2019, in welchem 927 Verletzte registriert wurden. Wie in der Grafik zu sehen ist, wiesen der März mit 339 sowie der Dezember mit 341 die geringste Anzahl an Verletzten im Jahr 2020 auf. In diesen beiden Monaten gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 24,3 bzw. um 18,4 %.

In Grafik 2 ist die monatliche Entwicklung der verletzten PKW-Insassen der Jahre 2018, 2019 sowie 2020 aufgeführt. Im Jahr 2020 wurden durch Unfälle 1 759 Insassen eines PKWs verletzt. Im Vergleich zum Jahr 2019 (2 191 Verletzte) entspricht dies einem Rückgang um 19,7 % bzw. im Vergleich zum Jahr 2018 (2 548 Verletzte) einem Rückgang um 31,0 %. Insbesondere zu Beginn der Pandemie, in den Monaten April und Mai, sank die Zahl der verletzten PKW-Insassen stark. Im Vergleich zum Jahr 2018 (221 Verletzte) bzw. zum Jahr 2019 (171 Verletzte) gab es im April 64,7 % bzw. 54,4 % weniger Verletzte (2020: 78 Verletzte). Im Mai 2020 (105 Verletzte) waren es 38,6 % bzw. 52,9 % weniger als im Mai 2019 (171 Verletzte) bzw. als im Mai 2018 (223 Verletzte). Seit Beginn der Pandemie war die Anzahl der verletzten PKW-Insassen in fast jedem Monat im Vergleich zu den beiden Vorjahren niedriger, nur im Juni 2020 (178 Verletzte) bzw. im August 2020 (155 Verletzte) gab es im Vergleich zum Vorjahr jeweils mehr Verletzte (Juni 2019: 174 bzw. August 2019: 154).

Auch die Anzahl der verletzten Kraftrad-Fahrenden war im Jahr 2020 geringer als in den beiden Vorjahren. Während es im Vorjahr 692 Verletzte bzw. im Jahr 2018 752 Verletzte waren, gab es im Jahr 2020 nur noch 551 verletzte Kraftrad-Fahrende. Besonders in den Sommermonaten des Jahres 2020 sank die Zahl der verletzten Kraftrad-Fahrenden im Vergleich zum Jahr 2018 bzw. 2019 (Grafik 3). Im Ferienmonat August kam es im Jahr 2020 zu 56 Verletzten. Dies waren im Vergleich zum Jahr 2018 (79 Verletzte) bzw. im Jahr 2019 (63 Verletzte) 29,1 %bzw. 11,1 % weniger.

In Grafik 4 ist die monatliche Entwicklung der verletzten Fahrrad-Fahrenden dargestellt.
Dabei werden Fahrräder sowohl ohne als auch mit Elektroantrieb berücksichtigt. Bei dieser Beteiligungsart war die Anzahl der Verletzten im Vergleich zu den beiden Vorjahren höher. Im Jahr 2020 wurden 2 789 Personen verletzt, im Vorjahr waren es 2 577 Personen bzw. 2 542 im Jahr 2018. Insbesondere zu Beginn des Jahres und in den warmen Monaten Juli, August und September kann ein deutlicher Anstieg der Anzahl der verletzten Fahrrad-Fahrenden im Vergleich zu beiden Vorjahren beobachtet werden. Im August wurden mit 305 Verletzten um 26,0 % (242 Verletzte) im Jahr 2019 bzw. um 23,5 % (247 Verletzte) im Jahr 2018 mehr Verletzte registriert. Die höchste Zahl wies wie in den Vorjahren der Juli auf. Es verletzten sich in diesem Monat 496 Fahrrad-Fahrende. Dies waren im Vergleich zum Jahr 2019 und 2018 40 bzw. 83 Verletzte mehr.

Zu Fuß Gehende wurden im Jahr 2020 im Münchner Stadtgebiet 559mal verletzt. Die Anzahl war im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2019 und 2018 um 22,8 % bzw. um 24,7 % geringer. Wie in Grafik 5 erkennbar ist, lag die Anzahl der Verletzten dieser Beteiligungsart in fast jedem Monat unter den beiden Vorjahresmonaten. Vor allem im April und im November 2020 war die Anzahl der verletzten zu Fuß Gehenden im Vergleich zu den Vorjahren besonders niedrig. Im April war die Anzahl im Vergleich zum Jahr 2019 bzw. 2018 mit 27 um 49,1 % bzw. 50,0 % niedriger. Im November wurden 50,8 % bzw. 65,9 % weniger Verletzte registriert (29 Verletzte).

08.03.2021

Erstmals über 40 000 Hunde in München

2020 stieg die Zahl der in München steuerlich erfassten Hunde gegenüber 2019 um 3 052 oder 8,1 % auf 40 675 (einschließlich 328 Hunden, die keiner Münchner Adresse zugeordnet werden konnten). Das sind fast so viele zusätzliche Hunde wie in den vier davorliegenden Jahren zusammen. Diese deutliche Zunahme hat sicher mit der Corona bedingten freien Zeit zu tun. So manch neue*r Hundehalter*in dürfte sich den langgehegten Wunsch nach einem Hund erfüllt haben.
Die Münchner Bevölkerung (mit Hauptwohnsitz in München gemeldete Personen) konnte bei diesem Zuwachs nicht mithalten und ist im Jahr 2020 nur um knapp über 2 000 Personen gewachsen. Dies führte dazu, dass die Zahl der Hundebesitzerinnen und -besitzer im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich anstieg. So hielten 2020 erstmals 2,6 % der in München lebenden Personen einen Hund. In den Jahren 2019, 2018 und 2017 waren es 2,4 %, in den Jahren davor noch weniger. Anders ausgedrückt besaß am Jahresende 2020 durchschnittlich jede*r 39. Münchner*in einen Hund.

Den höchsten Zuwachs an Hunden im Vergleich zu 2019 konnten die Stadtbezirke 9 Neuhausen - Nymphenburg (+ 213) und 13 Bogenhausen (+ 212) verzeichnen. Den dritthöchsten Zuwachs erzielte der 19. Stadtbezirk Thalkirchen - Obersendling - Forstenried - Fürstenried - Solln mit einem Plus von 191 Hunden.
Ein weiteres Novum ist der Anstieg auf mehr als 3 000 Hunde in einem Stadtbezirk. Diese Grenze konnte in den Stadtbezirken 13 Bogenhausen mit 3 139 Hunden und 16 Ramersdorf - Perlach mit 3 060 Hunden überschritten werden.

Die wenigsten Hunde gab es nach wie vor in den Stadtbezirken 8 Schwanthalerhöhe (526) und 1 Altstadt - Lehel (590), trotz eines Zuwachses von je 10 % im Vergleich zu 2019.
Auch im Verhältnis zur Bevölkerung gab es im 8. Stadtbezirk die wenigsten Hunde. Sowohl hier als auch im Stadtbezirk 3 Maxvorstadt hielten nur jeweils 1,8 % der dort lebenden Personen einen Hund. Anders war die Situation im Stadtbezirk 1, dort waren 2,8 % der Bevölkerung auch Halter*innen von Hunden. Die meisten Hunde im Verhältnis zur Bevölkerung gab es in den Stadtbezirken 23 Allach - Untermenzing, 15 Trudering - Riem und 13 Bogenhausen. Jeweils 3,4 % der Bevölkerung in diesen Stadtbezirken waren auch Hundehalter*innen.

Weitere Zahlen zu den einzelnen Stadtbezirken sind in der Tabelle in den weiteren Informationen zu finden.

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04.03.2021

Entwicklungen bei der Bevölkerung und im Wohnungsbau 2016 bis 2020

In den vergangenen fünf Jahren wurden in München jährlich durchschnittlich 7 800 Wohnungen fertiggestellt, in Summe 39 591 Wohnungen. Mit 8 289 Fertigstellungen im Jahr 2020 wurde der bisherige Rekord von 8 272 Wohnungen im Jahr 2017 um 17 Wohnungen übertroffen. Gegenüber dem Jahr 2019 legten die Baufertigstellungen um 1 168 Wohnungen zu. Das entspricht einem Plus von 16,4 %.

Während die Entwicklung bei der Wohnungsbautätigkeit relativ konstant verlief, entwickelte sich der Bevölkerungsbestand für München zuletzt eher ungewöhnlich. Im Zuge von Wahlen fanden im Jahr 2017 Melderegisterbereinigungen statt, die zu einem niedrigeren Bevölkerungsbestand führten. Die Zuzüge in die Landeshauptstadt – zuletzt zwischen 110 000 und 120 000 pro Jahr – sanken im Pandemiejahr 2020 auf 90 459. Zugleich veränderten sich die Fortzüge aus der Landeshauptstadt in geringerem Umfang. Sie reduzierten sich 2020 lediglich um 6 040 auf 93 921 Personen, so dass der Wanderungssaldo im Jahr 2020 negativ ausfiel. Zusammen mit einem vergleichbaren Geburtenüberschuss wie in den Vorjahren ergab sich damit unterm Strich für das Berichtsjahr 2020 ein geringes Bevölkerungswachstum von 2 054 auf 1 562 096 Einwohner*innen (mit Hauptwohnsitz in München gemeldete Personen – detaillierte Informationen zur demographischen Entwicklung im vergangenen Jahr finden Sie in unserer Meldung vom 25.01.2021). Seit Jahresbeginn 2016 bis Ende 2020 wuchs die Bevölkerung Münchens um 4,7 % (+40 418 Personen).

Die Entwicklung der Wohnungsfertigstellungen und der Bevölkerung verlief regional jedoch sehr unterschiedlich. Das Verhältnis zwischen fertiggestellten Wohnungen und der Veränderung des Bevölkerungsbestandes ist im Streudiagramm dargestellt. Jeder Punkt stellt dabei einen der 108 Stadtbezirksteile Münchens dar. Zusätzlich wurde jedes Merkmal in drei gleich große Quantile eingeteilt. Die horizontalen und vertikalen Linien trennen die Stadtbezirksteile jeweils das Drittel mit den höchsten, mittleren und niedrigsten Werten. Aus der Kombination dieser 3 x 3 Klassen für jeden Stadtbezirksteil ergeben sich insgesamt 9 mögliche Kategorien, die farblich gekennzeichnet sind. Karte 1 visualisiert diese 9 Kategorien und zeigt zudem die räumlichen Zusammenhänge. Erkennbar ist, dass insbesondere in den zentrumsnahen Lagen in den vergangenen fünf Jahren mangels verfügbarer Flächen kaum Wohnungen entstanden. Auch die Bevölkerungsentwicklung war hier rückläufig. Zuwächse bei der Bevölkerung sowie bei den Wohnungen waren vor allem am Stadtrand zu beobachten.

Die größte prozentuale Bevölkerungszunahme verzeichnete der Stadtbezirksteil Freiham. Ende 2015 lebten hier 433 Personen, zum 31.12.2020 waren es mit 1 461 mehr als dreimal so viele Menschen (+ 237 %). In den vergangenen fünf Jahren wurden hier 444 Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 23 982 m2 fertiggestellt. Im angrenzenden Bezirksteil Aubing-Süd war das Verhältnis zwischen Wohnungsfertigstellungen und Bevölkerungswachstum im Zeitraum 2016 bis 2020 ausgeglichener: Hier wurden 1 311 Wohnungen errichtet, während der Bevölkerungsbestand um 12,3 % (+ 3 358) auf 30 719 Personen wuchs. Der Stadtbezirksteil im Westen gehörte damit zu den Gebieten mit den höchsten Wohnungsfertigstellungen und dem größten Bevölkerungswachstum. Ähnlich wie in Aubing-Süd verlief die Entwicklung in Oberföhring. Der Stadtbezirksteil im Osten verzeichnete mit 1 419 die meisten Wohnungsfertiggestellungen und die absolut höchste Bevölkerungszunahme um 3 907 (+ 29,6 %) auf 17 086 Einwohner*innen. Die Entwicklung war hier vor allem in den Jahren 2019 und 2020 mit einem Bevölkerungsplus von 1 518 Personen (+ 29,6 %) und 933 Wohnungen besonders dynamisch.

Ganz anders dagegen die Situation im Bezirksteil Ludwigsvorstadt-Kliniken. In dem Gebiet zwischen Lindwurmstraße, Sonnenstraße, Prielmayer-/Arnulfstraße und Paul-Heyse-Straße wurden 166 Wohnungsfertigstellungen gemeldet, die Bevölkerung nahm jedoch insgesamt um 1 599 Personen ab (- 21,6 %). Der Rückgang trat vor allem im Jahr 2017 auf, als Bereinigungen in den Melderegistern stattfanden. Auch in den Jahren 2018 und 2019 war der Bevölkerungsbestand hier leicht rückläufig. Im vergangenen Jahr ergab sich jedoch ein positiver Saldo von 50 Personen. Zum Jahresende 2020 lebten in diesem Stadtbezirksteil 5 818 Personen.

Der Stadtbezirksteil Am Hart gehört hinsichtlich der Zahl an Wohnungsfertigstellungen zum oberen Drittel, aus Sicht der Bevölkerungsentwicklung jedoch zum unteren Drittel. 726 errichtete Wohnungen im Zeitraum 2016 bis 2020 stehen einem leichten Bevölkerungsrückgang von 477 (- 1,6 %) auf 28 552 Einwohner*innen gegenüber. Gegenläufig war die Entwicklung im Stadtbezirksteil Steinhausen. Mit einem Bevölkerungswachstum von 6 % ist Steinhausen einer der 36 Stadtbezirksteile mit dem höchsten Bevölkerungswachstum. Absolut betrachtet nahm die Einwohnerzahl in dem Gebiet zwischen Einstein-, Prinzregenten- und Ismaninger Straße um 432 Personen auf 7 600 Einwohner*innen zum Stichtag 31.12.2020 zu. Das Wachstum ist vor allem auf ein Plus von 385 Personen im Jahr 2018 zurückzuführen. Die Wohnungsbautätigkeit in diesem Bezirksteil fällt mit 124 Fertigstellungen in den letzten fünf Jahren jedoch unterdurchschnittlich aus.

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18.02.2021

Ein Jahr Statistisches Amt München auf Twitter

Seit 18. Februar 2020 betreibt das Statistische Amt der Landeshauptstadt München einen eigenen Twitter-Account und sorgt für eine nutzerorientierte Informationsbereitstellung und -verbreitung vielfältiger statistischer Daten und Themen. Damit erweitert das Statistische Amt sein Serviceangebot um eine Social-Media-Präsenz und bietet die Möglichkeit zur schnellen und unkomplizierten Kontaktaufnahme. Wir freuen uns, dass bis dato 943 Twitter-Nutzerinnen und Nutzer folgen. Die seit dem Start 160 veröffentlichten Tweets wurden insgesamt rund 350 000 Mal angezeigt. Darauf sind wir ein bisschen stolz. Danke sagen möchten wir für den Austausch in Form von Antworten und Kommentaren zu unseren Tweets. Das Liken und Teilen von Beiträgen zeigt uns, dass unsere Arbeit aktiv begleitet und wertgeschätzt wird.

Auch künftig versorgen wir Sie via Twitter mit interessanten und wissenswerten Informationen aus der Münchner Zahlenwelt. Lust auf mehr? Dann besuchen Sie uns gerne auf Twitter unter @StatistikMuc

04.02.2021

Britische Einbürgerungen halbieren sich im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr auf 263, irakische steigen um die Hälfte auf 860 und damit auf Platz 1.

Im Jahr 2020 verzeichnete das Kreisverwaltungsreferat (KVR) 6 318 Einbürgerungen in München. Das sind 3,1 % weniger als im Vorjahr. Am höchsten sind die Einbürgerungszahlen üblicherweise unter den europäischen Staatsangehörigkeiten. Davon gab es 3 209 im Jahr 2020, was einem Rückgang um 726 Einbürgerungen bzw. um 18,4 % entspricht.

Eine der Ursachen liegt im Rückgang der Einbürgerungen britischer Staatsangehöriger. Im Jahr 2019 hatten sich 528 britische Staatsangehörige in München einbürgern lassen. Im Jahr 2020 verzeichnete das KVR nur noch die Hälfte mit 263 Einbürgerungen. Einen Einfluss hierauf dürfte der endgültige Ausstieg aus der EU gespielt haben. Mit den Vorbereitungen für den Brexit nach dem Referendum im Jahr 2016 sind die britischen Einbürgerungen stark angestiegen. Das Maximum wurde im Jahr 2019 mit 528 britischen Einbürgerungen erreicht. Das waren neunmal so viele wie 2016, als sich nur 59 britische Staatsangehörige einbürgern ließen.

Bei den anderen europäischen Staatsangehörigkeiten mit vergleichsweise hohen Einbürgerungszahlen fällt der Rückgang türkischer Einbürgerungen auf. Sie fielen von 505 (2019) um 18,8 % auf 410 Einbürgerungen. Für die Staatsangehörigkeiten der Länder Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien und Ukraine lag die Anzahl der Einbürgerungen im Jahr 2019 jeweils über 200, für Italien sogar bei 325. Im Jahr 2020 verzeichneten diese Staatsangehörigkeiten Rückgänge zwischen 16,6 % (Italien) und 46,2 % (Ukraine) auf unter 200 bzw. für Italien auf unter 300 Einbürgerungen. Eine Ausnahme bilden rumänische Staatsangehörige mit einem kleinen Plus: 299 Einbürgerungen waren sieben mehr als 2019.

Serbische Einbürgerungen verzeichneten einen Zuwachs um 42,3 % auf über 200 gegenüber 2019. 212 serbische Staatsangehörige ließen sich im Jahr 2020 einbürgern. Den zweitgrößten Anstieg in absoluten Zahlen verzeichneten russische Einbürgerungen: 165 Einbürgerungen sind 55,7 % mehr als 2019.

Das große Minus bei den europäischen Einbürgerungen wurde unter anderem durch den starken Anstieg bei den irakischen Einbürgerungen ausgeglichen. Sie lagen mit 860 Einbürgerungen deutlich vor den 505 türkischen. Insgesamt ließen sich 293 Iraker*innen (+51,7 %) mehr einbürgern als 2019.

Im Jahr 2019 verzeichnete das KVR unter den übrigen nicht-europäischen Staatsangehörigkeiten jeweils über 100 Einbürgerungen bei Personen mit afghanischer, indischer, iranischer und vietnamesischer Staatsangehörigkeit. Im Jahr 2020 gab es 284 afghanische (+16,9 %), 236 indische (+ 21,0 %) und 145 iranische (+38,1 %) Einbürgerungen. Nur die Zahl der vietnamesischen Einbürgerungen ging zurück. 148 eingebürgerte Personen im Jahr 2020 sind 14,9 % weniger als 2019.

01.02.2021

Das 3. Quartalsheft des Jahrgangs 2020 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen.

Das Heft enthält folgende Beiträge

  • PKW - Unfälle in München – Analyse der Verkehrsunfälle nach beteiligten Verkehrsmitteln
  • Hundehaltung in München 2019
  • Vornamen der Münchner Bevölkerung

Ein Direktverkauf kann, pandemiebedingt, weder über das Statistische Amt noch, wie sonst, über die Stadtinformation im Rathaus stattfinden.
Deshalb bietet das Statistische Amt eine Download-Möglichkeit, nicht nur der einzelnen Artikel, sondern auch des gesamten Heftes, siehe unter den weiteren Informationen.

25.01.2021

München wächst auch 2020 trotz negativem Wanderungssaldo

Auch im Jahr 2020 ist die Einwohnerzahl Münchens erneut gewachsen, in diesem besonderen Jahr jedoch nicht in einer Größenordnung wie gewohnt, sondern lediglich um rund + 2 000 auf 1 562 096 Einwohner*innen mit Hauptwohnsitz in München. Zwar war der natürliche Saldo in Höhe von + 5 280 Hauptwohnsitzpersonen (setzt sich – wie am 18.01.2021 bereits berichtet – zusammen aus 17 593 Geborenen und 12 313 Gestorbenen) weiterhin positiv, allerdings war der Wanderungssaldo, der normalerweise einen viel größeren positiven Beitrag zum Bevölkerungszuwachs leistet als der natürliche Saldo, in diesem Jahr sogar negativ. 90 459 Zugezogene und 93 921 Weggezogene führten zu einem Wanderungssaldo von - 3 462 Hauptwohnsitzpersonen. Das ist eine Entwicklung, die für München in dieser Art nicht üblich ist. Betrachtet man die Wanderungssalden der letzten 10 Jahre, so sind diese – auch wenn der Aufwärtstrend in den letzten Jahren ein wenig abgeflacht ist – im Mittel in einem niedrigen fünfstelligen Bereich. (Eine Ausnahme ist hier das Jahr 2017, in dem Registerbereinigungen stattgefunden haben, siehe hierzu auch unsere News vom 21.12.2017 sowie vom 17.01.2018.)
Dieser negative Wanderungssaldo beruht insbesondere auf der gesunkenen Zahl an Zugezogenen, die von 110 801 im Jahr 2019 auf 90 459 im Jahr 2020 zurückgegangen ist, jedoch nicht auf einer gestiegenen Zahl an Weggezogenen, die im vergangenen Jahr ebenfalls gesunken ist, und zwar von 99 961 auf 93 921. Das lässt darauf schließen, dass im Jahr 2020 grundsätzlich weniger „gewandert“ wurde, was insbesondere dazu führte, dass weniger Menschen in die Landeshauptstadt kommen wollten oder konnten (- 18,3 %), wohingegen die Zahl derer, die die Stadt verlassen haben, weniger stark beeinflusst wurde (- 6,0 %). Auffällig dabei ist jedoch, dass die Zahl der innerstädtisch Umgezogenen keineswegs abgenommen hat, sondern von 111 661 im Jahr 2019 sogar um 2,4 % auf 114 327 im Jahr 2020 zunahm.
Betrachtet man das Jahr 2020 mit seinem negativen Wanderungssaldo nach den einzelnen Monaten, so zeigt sich, dass keinesfalls im gesamten Jahresverlauf ausschließlich Wanderungsverluste zu beobachten waren, sondern zum Jahresanfang im Januar und Februar die Wanderungssalden noch gewohnt positive Werte im mittleren dreistelligen Bereich aufwiesen. Der Oktober konnte mit einem Wanderungsüberschuss von + 2 894 Hauptwohnsitzpersonen zwar nicht an seine Vorjahreswerte heranreichen, wurde aber dennoch auch im Jahr 2020 der Monat mit dem höchsten Wanderungsgewinn. Auch der September trug geringfügig positiv zum Jahressaldo bei und der November hatte mit + 880 Personen ebenfalls einen positiven Wanderungssaldo zu verzeichnen. Die restlichen sieben Monate März bis August sowie Dezember flossen hingegen mit negativen Wanderungssalden in einer Größe von - 219 (April) bis - 2 427 (Mai) in den Gesamtjahreswert ein und führten damit zu dem berichteten negativen Gesamtjahres-Wanderungssaldo in Höhe von - 3 462 Hauptwohnsitzpersonen.

18.01.2021

Geburten und Sterbefälle in München 2020

Im Jahr 2020 kamen in München insgesamt 17 593 Kinder zur Welt, 8 604 Mädchen und 8 989 Jungen. Im selben Zeitraum verstarben 12 313 Einwohner*innen, 6 143 Frauen und 6 170 Männer bei einer Hauptwohnsitzbevölkerung zum 31.12.2020 von insgesamt 1 562 096 Einwohner*innen, 789 819 Frauen und 772 277 Männer.

Im Vergleich zum Vorjahr waren im Jahr 2020 84 Geborene und 742 Gestorbene mehr zu verzeichnen. Das ist ein Anstieg von 0,5 % bzw. 6,4 %.

Im Saldo gab es 2020 5 280 mehr Geborene als Gestorbene. Im Vorjahr belief sich dieser natürliche Saldo noch auf 5 938, also ein Rückgang um 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im Jahresverlauf gibt es Schwankungen der Anzahl von Geborenen, Gestorbenen und dem natürlichen Saldo.
Der September war mit 1 878 Geborenen der geburtenstärkste Monat, der April mit 1 197 der geburtenschwächste. In diesen beiden Monaten resultierten auch der größte und kleinste natürliche Saldo zwischen Geborenen und Gestorbenen (September-Saldo: + 801 mehr Geborene als Gestorbene, April-Saldo: + 19 mehr Geborene als Gestorbene).
Die meisten Sterbefälle wurden 2020 gleich zu Jahresbeginn im Januar (1 319 Gestorbene), die wenigsten im August (847 Gestorbene) verzeichnet.

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