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01.12.2017

Elektroautos in München: 2 000er Marke „geknackt“

Am 30.09.2017 gab es erstmals über 2 000 Elektro-Pkw in München. Mit einem Anteil von nur 0,3% an allen 718 516 zugelassenen Pkw stadtweit, stellen Elektrofahrzeuge jedoch nur einen sehr kleinen Nieschenmarkt dar. Trotzdem – auch wenn zu Beginn sehr zögerlich – ist der Bestand an Elektrofahrzeugen kontinuierlich gewachsen. Waren es im Dezember 2005 nur 24 registrierte Elektro-Pkw, wurde die 1 000er-Marke fast zehn Jahre später im Juni 2015 mit 1 012 Elektro-Pkw gebrochen. Seit Januar 2017 ist der Bestand mit 1 592 Fahrzeugen kontinuierlich um durchschnittlich 52 Fahrzeuge pro Monat angestiegen und hat Ende September 2017 einen Wert von 2 006 Elektro-Pkw erreicht. Davon sind mit 1 496 Elektro-Pkw drei Viertel auf Firmen zugelassen (74,6%) und ein Viertel auf private Halterinnen und Halter (510 Pkw). An der Spitze stehen Elektro-Pkw von BMW (930), gefolgt von Tesla (511), Mercedes-Benz (158), Renault (121) und VW (108). Bei den auf Firmen angemeldeten Elektro-Pkw dominiert der BMW I3 (673 Pkw + 140 BMW ohne spezifische Modellangabe), mit größerem Abstand folgen der Tesla Model S mit 241, bzw. der Tesla Model X mit 116 Elektro-Pkw. Der Sitz des Automobilherstellers BMW in München spielt bei den höheren Firmen-Zahlen an Elektro-BMW-Modellen eine sicher nicht unbedeutende Rolle. Bei Privatpersonen fiel die Entscheidung am häufigsten auf den BMW I3 (116 Pkw), dicht gefolgt von 110 Tesla Model S, 71 Smart Fortwo und 66 Renault Zoe.
Im Übrigen waren auch 281 leise Elektro-Krafträder am 30.09.2017 in München registriert.

27.11.2017

57 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit 7 528 Plätzen gibt es zum 15.12.2016 in München

Zum Stichtag 15.12.2016 ermittelte das Sozialreferat der Landeshauptstadt München 57 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit 7 528 Plätzen im Stadtgebiet. Die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgte mit Beschluss des Sozialausschusses vom 9. November 2017.
Es handelt sich um Pflegeeinrichtungen, die ihre Zulassung zur stationären Pflege mit Abschluss eines Versorgungsvertrages nach § 72 SGB XI erhalten haben. In den Einrichtungen leben pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren i.d.R. mit festgestelltem Pflegebedarfsgrad (früher Pflegestufen) in Einzel- oder Doppelzimmern. Sie erhalten rund um die Uhr umfassende Grund- und Behandlungspflege, Vollverpflegung, hauswirtschaftliche Versorgung und soziale Betreuung.

Gut ein Viertel (28 %) aller Münchner Pflegeplätze standen unter Trägerschaft der Münchenstift GmbH, einer gemeinnützigen Gesellschaft der Landeshauptstadt München. 58 % entfielen auf Wohlfahrtsverbände, kirchliche Einrichtungen und gemeinnützige Träger. Der Marktanteil der privat-gewerblichen Träger lag bei 14 %.

Die höchste Anzahl an Pflegeplätzen wies am 15.12.2016 der 19. Stadtbezirk Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln aus. In sieben Häusern standen 936 Plätze zur Verfügung. Es folgte der einwohnerstärkste 16. Bezirk Ramersdorf – Perlach mit 776 Plätzen in ebenfalls sieben Einrichtungen. 678 Plätze in vier Häusern fanden sich im 17. Stadtbezirk Obergiesing – Fasangarten. Mit Ausnahme von Milbertshofen – Am Hart (11.) und Hadern (20.) bot jeder Bezirk mindestens eine Pflegeeinrichtung an.

Datenquelle: Sozialreferat, Amt für Soziale Sicherung, Bedarfsermittlung zur pflegerischen Versorgung in der Landeshauptstadt München und der „Sechste Marktbericht Pflege“ des Sozialreferats.

27.11.2017

So viele Studierende wie nie in München
Mit 122 588 Immatrikulierten erneuter Rekord zum Start des WS 2017/18

In München gibt es immer mehr Studierende. Nach vorläufigen, geschätzten Ergebnissen des Landesamtes für Statistik haben sich an den Münchner Hochschulen im Wintersemester 2017/18 so viele Studentinnen und Studenten immatrikuliert wie nie zuvor. 122 588 Frauen und Männer besuchten die Vorlesungen der 18 öffentlichen und privaten Hochschulen. Im Vergleich zum vorangegangenen Wintersemester ist dies ein Plus von 2,2 Prozent.
Seit dem Wintersemester 2007/08 wuchs die Münchner Studentenschaft sogar um 36 350 bzw. 42,2 % an.

Auch die Zahl der weiblichen Studierenden stieg erneut an. Im laufenden Semester sind 58 448 bzw. 47,7 % aller Studierenden Frauen. Das sind 1 544 oder 2,7 % mehr als im Wintersemester 2016/17 und ein Anstieg um 17 401 bzw. 42,4 % gegenüber dem Wintersemester 2007/08.

Von den 122 588 Immatrikulierten schrieben sich 51 718 (42,2 %) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und 40 517 (33,1 %) an der Technischen Universität (TU) ein. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften zählt derzeit 17 177 (14,0 %) junge Frauen und Männer.
Mit erheblichem Abstand folgen die Universität der Bundeswehr (3 605 bzw. 2,9 %), die Abteilung München der Katholischen Stiftungsfachhochschule (1 857) und der Standort München der Hochschule Fresenius Idstein (1 800) mit jeweils 1,5 % aller Münchner Studierenden.

15.11.2017

Brandneue Daten aus dem Statistischen Amt für das Berichtsjahr 2016 - Ein Beitrag von münchen.tv zur Neuerscheinung des Statistischen Jahrbuchs 2017 der Stadt München.

Hier das Video von münchen.tv

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bildrechte: Landeshauptstadt München, Statistisches Amt

13.11.2017

München in Fakten – Das Statistische Jahrbuch 2017 der Landeshauptstadt München ist soeben erschienen

Die Neuauflage 2017 unserer beliebten Publikation beinhaltet Auswertungen des Jahres 2016, oftmals im Vergleich mit den Vorjahren. Ein breites Spektrum statistischer Daten deckt alle wichtigen kommunalen Themen der bayerischen Landeshauptstadt ab; Basisdaten zu den Münchner Stadtbezirken, zur Region München und zum Land Bayern vervollständigen das Informationsangebot. Auf insgesamt 13 Kapitel verteilt, enthält das Buch Zahlenreihen und grafische Darstellungen zu ca. 600 Stichworten, die Trends und spannende Entwicklungen aufzeigen.

So sei beispielhaft erwähnt:

• 2016 kamen 18 107 Münchner Kinder zur Welt, 9 228 Jungen und 8 879 Mädchen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre auch in 2016 fort: Seit 2007 verzeichnet München einen kontinuierlichen Geburtenzuwachs. 2016 wurden insgesamt 964 Lebendgeborene mehr registriert als im Jahr zuvor, das entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent. Mit 1 784 Geburten war der August der mit Abstand geburtenreichste Monat in 2016, gefolgt vom Juni und Oktober mit 1 658 bzw. 1 657 Geburten.

• 2016 konnte ein Einbürgerungshoch bei Bürgerinnen und Bürgern des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland beobachtet werden: 59 britische und nordirische Personen wurden 2016 eingebürgert, 21 davon allein im vierten Quartal. Damit landete das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland erstmals unter den Top 20 der Herkunftsländer. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 erwarben 18 Briten und Nordiren die deutsche Staatsangehörigkeit, 2013 waren es 14, und in allen anderen Jahren seit 2003 durchschnittlich vier.

• In München gab es im Wintersemester 2015/2016 so viele Studenten wie nie zuvor. Der seit dem Wintersemester 2008/09 ununterbrochene Aufwärtstrend hielt weiter an. 117 971 Frauen und Männer besuchten die Vorlesungen der 17 öffentlichen und privaten Hochschulen. Das waren 2 835 oder 2,5 Prozent mehr als im vorhergehenden Wintersemester. Seit dem Wintersemester 2008/09 wuchs die Münchner Studentenschaft sogar um 30 253 bzw. 34,5 Prozent an. Auch die Zahl der weiblichen Kommilitonen hat im Vergleich zum Vorjahressemester weiterhin zugenommen, und zwar um 2,8 Prozent auf 55 830. Ihr Anteil an allen Studierenden, der vor 30 Jahren bei 38,6 Prozent lag, ist im Berichtssemester auf 47,3 Prozent angestiegen.

• 2016 wurden in der Stadt München 9 660 Wohnungen genehmigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 1 125 Wohnungen. Über 90 Prozent (8 802) werden in Neubauten entstehen.

• 2016 erreichte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort München mit 626 608 im Juni 2016 einen Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen im Statistischen Amt (Juni 1998). Dies entspricht einem Anstieg von 36,6 Prozent bzw. 167 775 Beschäftigten im Vergleich zum Juni 1998. Der Frauenanteil an den SV-Beschäftigten lag dabei bei 48,4 Prozent bzw. 303 265 weiblichen Beschäftigten.

• 4,2 Prozent betrug die Arbeitslosenquote in München (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen in der Landeshauptstadt) zum Stand Ende Dezember 2016. Nach der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit markiert dies, seit Einführung des „Vierten Gesetztes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24. Dezember 2003“, einen absoluten Tiefstand. Zum 31.12.2016 waren nur noch 35 376 Personen als arbeitslos gemeldet.

• Mit 210 735 Zulassungen fabrikneuer Fahrzeuge insgesamt (darunter 195 016 Pkw) überschritt München im Jahr 2016 erstmals die 200 000er-Marke. Das Jahr 2016 steht an der Spitze einer ganzen Reihe von Rekordjahren bei den Fahrzeug-Neuzulassungen. Betrachtet man die letzten fünf Jahre ergeben sich jährliche Zuwachswerte seit 2012 von durchschnittlich 4,6 Prozent. Im Kontext dazu steht auch der Bestand aller in München am Jahresende 2016 zugelassenen Kraftfahrzeuge. Mit einer Gesamtzahl von 813 592 wird hier ebenfalls ein neuer Höchststand ausgewiesen.

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte die Leiterin des Statistischen Amtes, Diplom-Statistikerin Uta Thien-Seitz, am 13.11.2017 das neue Statistische Jahrbuch Vertreterinnen und Vertretern der Münchner Presse vor. Dabei wurden in statistischer Hinsicht beispielhaft einige wichtige und interessante Zahlen aus dem Münchner Leben widergespiegelt.

Das Statistische Jahrbuch 2017 kann zum Preis von 18,-- € bei folgenden Stellen zu bezogen werden:

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Statistisches Auskunftsbüro (Zi. 105),
Schwanthaler Str. 68,
80336 München

Tel. 089/233 82700, Telefax 233 82757

Im Internet über unser Bestellformular oder per E-mail

und bei der Stadtinformation im Rathaus, Marienplatz

09.11.2017

Das Bayerische Landesamt für Statistik bittet um Ihre Mitwirkung – 12 000 Haushalte in Bayern für die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2018 gesucht

In einem fünfjährigen Rhythmus wird die gesetzlich angeordnete EVS durch die Statistischen Landesämter erhoben. Sie liefert Informationen über die Einkommens-, Vermögens- und Schuldensituation, die Konsumausgaben, die Ausstattung mit Gebrauchsgütern sowie die Wohnsituation der privaten Haushalte.
Bundesweit werden dabei rund 60 000 Haushalte einbezogen, die drei Monate lang ein Haushaltsbuch führen und dabei all ihre Einnahmen und Ausgaben erfassen. Die Ergebnisse dieser Erhebung liefern der Bundesregierung wichtige Daten z.B. für den Armuts- und Reichtumsbericht, ferner bilden sie die Grundlage zur Berechnung der Regelsätze.

Bei dieser Erhebung ist es insbesondere zwingend erforderlich alle Bevölkerungsgruppen repräsentativ darzustellen. Benötigt werden Menschen aller sozialen Gruppen, die bereit sind, freiwillig Auskunft zu geben.
Egal ob Sie allein oder mit Ihrer Familie zusammen leben, ob Sie jung oder alt sind, ob Sie studieren, einer Arbeit nachgehen, Arbeit suchen oder bereits im Ruhestand sind: Sie alle können mitmachen und eine unverzichtbare Informationsquelle für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft schaffen.

Deshalb bittet Sie das Statistische Landesamt um Ihre Mithilfe. Als Dankeschön winkt im Anschluss eine Prämie von mindestens 85 Euro.

Weitere Informationen rund um die EVS 2018 finden Sie auf folgender Internetseite: www.evs2018.de. Haben Sie darüber hinaus noch Fragen? Rufen Sie einfach unter der kostenfreien Rufnummer 0800 57 57 001 an.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

23.10.2017

2017 stieg die Zahl der in Kindertageseinrichtungen betreuten Kinder um drei Prozent

Am 1. März 2017 gab es in München 1 457 Kindertageseinrichtungen, gegenüber 2016 mit 1 433 Einrichtungen. Das ist ein Plus von 1,7 %. In den Einrichtungen standen 83 814 Plätze zur Verfügung (+3 %).
Gestiegen ist auch die Zahl der betreuten Kinder von 73 470 im März 2016 auf 75 697 im März dieses Jahres, ebenfalls ein Zuwachs um drei Prozent. Für die einzelnen Altersgruppen ergibt sich folgendes Bild. In der Gruppe der unter Dreijährigen wurden 15 821 Kinder betreut, das sind 602 oder 4 % mehr als im Vorjahr. Ähnlich verhält es sich bei den Schulkindern. Hier stieg die Zahl der betreuten Kinder von 16 807 im März 2016 um 581 (3,5 %) auf 17 388 im März 2017. Mit 42 488 entfielen die meisten betreuten Kinder auf die Gruppe der Kindergartenkinder (von drei Jahren bis zum Schuleintritt). Das ist ein Plus von 1 044 betreuten Kindern in dieser Altersgruppe.
Mehr betreute Kinder erfordern auch mehr Personal. So waren am 01. März 2017 16 456 Personen in den Kindertageseinrichtungen tätig. Im Vergleich zu den 15 599 Beschäftigten des Vorjahres war das eine Zunahme von 5,5 %.
14 274 dieser Personen arbeiteten im pädagogischen Bereich oder in der Verwaltung und damit 708 Beschäftigte oder 5 % mehr als im Jahr zuvor.

18.10.2017

Korrekturen bei der Zahl der Hauptwohnsitzbevölkerung Münchens

Die Hauptwohnsitzbevölkerung in der Landeshauptstadt München geht seit Juli 2017 durch Registerbereinigungen seitens des Kreisverwaltungsreferats kontinuierlich zurück. Dagegen blieb die Nebenwohnsitzbevölkerung im gleichen Zeitraum fast konstant bei derzeit 30 803 Einwohner/innen (Stand: 30.09.2017).

Während im Juni 2017 München noch eine Hauptwohnsitzbevölkerung von 1 548 319 Personen (davon insgesamt 441 523 Ausländer, bestehend aus 192 603 EU- und 248 928 Nicht-EU-Ausländern) aufwies, fiel diese zuletzt im September 2017 zurück auf 1 532 254 Einwohner (davon insgesamt 423 365 Ausländer, bestehend aus 180 071 EU- und 243 294 Nicht-EU-Ausländer). Prozentual entspricht dies einem Rückgang von rund einem Prozent der Einwohnerschaft. Die Quoten des Bevölkerungsrückgangs bei der ausländischen Hauptwohnsitzbevölkerung sind noch markanter: -4,1% bei allen Ausländer, -6,5% bei EU-Ausländern und -2,3% bei Nicht-EU-Ausländern).

Hauptgrund dieser Registerbereinigungen, die hauptsächlich die ausländische Hauptwohnsitzbevölkerung betreffen, ist laut Kreisverwaltungsreferat München die hohe Anzahl der nicht zugestellten Wahlbenachrichtigungen im Rahmen der Migrationsbeiratswahl 2017. Wahlberechtigt waren damals alle Einwohnerinnen und Einwohner mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hatten und sich seit mindestens sechs Monaten ununterbrochen mit dem Schwerpunkt der Lebensbeziehungen in München aufhielten sowie auf Antrag auch in den letzten zwölf Jahren eingebürgerte Personen und Deutsche mit einer weiteren Staatsangehörigkeit.

Insgesamt handelt es sich um rund 23 000 Abmeldungen von Amts wegen in den Monaten Juli, August und September. Die durchschnittliche Zahl an Abmeldungen von Amts wegen umfasst für einen Drei-Monats-Zeitraum in der Regel 3 500 bis 4 000 Personen, so dass etwa 19 000 zusätzliche Abmeldungen von Amts wegen von Juli bis September 2017 erfolgten. Der Bevölkerungsrückgang betrifft trotzdem nur 16 000 Personen, da der natürliche Saldo durch Geburten und Sterbefälle sowie der Wanderungssaldo aus Zu- und Wegzügen weiterhin zu einem Bevölkerungszuwachs führen.

Weitere Informationen

12.10.2017

Das 2. Quartalsheft des Jahrgangs 2017 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen.

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen

25.09.2017

München hat gewählt

Vorläufige Wahlergebnisse zur Bundestagswahl 2017

923.612 Münchnerinnen und Münchner waren zur Bundestagswahl 2017 wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,4% und damit um 7,2 Prozentpunkte über der letzten Bundestagswahl vor vier Jahren. 308.687 Wahlberechtigte nutzten die Möglichkeit der Briefwahl. Damit haben 42,6% der Wähler ihre Stimme per Brief und 57,4% an der Urne im Wahllokal abgegeben.

Die CSU erhielt in München mit 33,9% die meisten Erststimmen, gefolgt von der SPD mit 23,4%. In allen vier Wahlkreisen konnten sich die Kandidaten der CSU gegenüber ihren Herausforderern durchsetzen.

Im Wahlkreis 217 München-Nord erhielt die CSU mit ihrem Kandidaten Bernhard Loos 32,4% der Erststimmen. Florian Post von der SPD lag mit 26,0% auf dem zweiten Rang.

Mit 36,8% der Wählerstimmen gewann im Wahlkreis 218 München-Ost die CSU mit ihrem Kandidaten Dr. Wolfgang Stefinger und erzielte einen Vorsprung von 15,6%-Punkten gegenüber Claudia Tausend von der SPD, die 21,2% erhielt. Margarete Bause von den Grünen kam auf 15,3%.

Den Wahlkreis 219 München-Süd gewann der CSU-Kandidat Michael Kuffer mit 33,0% der Erststimmen. Die SPD kam mit Sebastian Roloff auf 23,5%.

Der CSU-Kandidat Stephan Pilsinger erzielte für den Wahlkreis 220 München-West/Mitte 33,4% der Erststimmen und lag damit vor dem SPD-Kandidaten Dr. Bernhard Goodwin (23,1% der Erststimmen) und dem Kandidaten der Grünen Dieter Janecek (16,3% der Erststimmen).

Mit 30,0% der Zweitstimmen (absolut: 216.469) wurde die CSU erneut stärkste Kraft in München, gefolgt von den GRÜNEN, auf die 17,2% (absolut: 124.379) der Wählerstimmen entfielen.

Die SPD erhielt 16,2% der Zweitstimmen (absolut: 116.570) und liegt damit vor der FDP (14,2%), der AfD (8,4%) und den Linken (8,3%).

Deutliche Gewinne gegenüber der letzten Bundestagswahl 2013 konnten in erster Linie die FDP, aber auch die GRÜNE, die Linke und die AfD verbuchen. Die FDP konnte ihr Zweitstimmenergebnis um 6,5 Prozentpunkte verbessern, die AfD legte um 3,9 Prozentpunkte, die Grünen um 3,2 Prozentpunkte und die Linke um 3,7 Prozentpunkte zu. CSU und SPD hingegen lagen deutlich unter ihrem Zweitstimmenergebnis von der Bundestagswahl 2013. Beide Parteien verloren jeweils 7,8 Prozentpunkte gegenüber der Vorwahl.

An welche Parteien Wählerstimmen verloren wurden bzw. von welchen Parteien profitiert werden konnte, zeigt die Wählerwanderungsanalyse des Statistischen Amtes unter: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/Wahlen/Bundestagswahl-2017.html

Hier ist auch der interaktive Münchner Wahlatlas abrufbar, der die Möglichkeit bietet das Wahlergebnis in den Wahlkreisen, Stadtbezirken, Wahlbezirken oder Briefwahlbezirken zu betrachten, den Wahlergebnissen der Bundestagswahl 2013 sowie verschiedenen Bevölkerungsstrukturmerkmalen gegenüberzustellen.

21.09.2017

Das Statistische Amt bietet in der Wahlnacht Ergebnisse und Analysen zur Bundestagswahl 2017

Zur diesjährigen Bundestagswahl vom 24.09.2017 bietet das Statistische Amt wieder eine ausführliche Analyse der Münchner Wahlergebnisse an. Vorläufige Ergebnisse und Analysen zur Bundestagswahl 2017 finden Sie in der Nacht vom 24. auf den 25. September 2017 auf unseren Internetseiten unter

www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/Wahlen/Bundestagswahl-2017.html .

Der interaktive Münchner Wahlatlas bietet zudem die Möglichkeit das Wahlergebnis in den Wahlkreisen, Stadtbezirken, Wahlbezirken oder Briefwahlbezirken zu betrachten. Dabei lassen sich auch die Wahlergebnisse der aktuellen Wahl denen der Bundestagswahl 2013 nach verschiedenen Bevölkerungsstrukturmerkmalen gegenüberstellen. Fragen zur Mobilisierung von ehemaligen Nichtwählern sowie zu Stamm- und Wechselwählern beantwortet die Wählerwanderungsanalyse. Mit ansprechenden Grafiken wird hier veranschaulicht, welchen Anteil der Wählerstimmen die Parteien beibehalten konnten, an welche Parteien Wählerstimmen verloren wurden bzw. von welchen Parteien profitiert werden konnte.

Bei Vorliegen des amtlichen Endergebnisses findet eine Aktualisierung des Angebots statt.

11.09.2017

Das Münchner Sommerwetter 2017 – heißer waren seit Messbeginn nur die Jahre 2003 und 2015

In der Meteorologie beginnt der Sommer am 1. Juni und endet am 31. August.
Mit einem Temperaturdurchschnitt von 20,2 °C war der Sommer 2017 der drittwärmste seit Messbeginn in 1781. Gegenüber der international gültigen klimatologischen Referenzperiode 1961 bis 1990 war er um 2,4 °C zu warm. Selbst im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch + 1,7 °C. Heißer waren bislang nur die Sommer 2003 (21,8 °C) und 2015 (20,9 °C).

In jedem seiner drei Monate erreichte der diesjährige Sommer Höchsttemperaturen von über 33 °C, das Maximum am 1. August in Höhe von 35,8 °C. Der kälteste Tag des Sommers war der 8. Juni, er ließ das Thermometer auf 7,2 °C sinken.
Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge entsprachen den langjährigen Erfahrungswerten.

Im Folgenden ein Rückblick auf die einzelnen Sommermonate:
Der sehr trockene und sonnenscheinreiche Juni war mit einer Durchschnittstemperatur von 20,3 °C nach dem Juni des Supersommers 2003 der heißeste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1781. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war er um 3,1 °C zu warm, den langjährigen Mittelwert des international gültigen klimatologischen Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1990 übertraf er um beachtliche 3,7 °C.
Auch der wechselhafte Hochsommermonat Juli war zu warm. Zwar nicht in dem Maße wie der Juni, aber mit einem Durchschnittswert von 20 °C überstieg auch er das Mittel der Jahre 1981 bis 2010 um 0,6 °C und das aus 1961 bis 1990 um 1,3 °C. Allerdings regnete es häufig und verglichen mit den langjährigen Mittelwerten auch zu viel. Der viele Regen wirkte sich auch auf die Sonnenscheindauer aus, die ihre Vorgaben um ca. zehn Prozent unterschritt.
Einen Wärmeüberschuss wies auch der sonnige letzte meteorologische Sommermonat August aus. Sein Temperaturmittel von 20,2 °C lag um 1,3 °C über der Erfahrungsmarke der Jahre 1981 bis 2010 und um 2,2 °C über der der Jahre 1961 bis 1990. Beim Niederschlag hat sich gegenüber den langjährigen Klimawerten ein Überschuss von rund zwanzig Prozent ergeben.

04.09.2017

Wiesn-Rückblende 2016 aus statistischer Sicht

Das 184. Oktoberfest wirft seine Schatten voraus. Am 16.9.2017 um Punkt 12 Uhr werden die wohlbekannten Worte „O’zapft is! – Auf eine friedliche Wiesn“ aus dem Schottenhamel-Festzelt in alle Welt übertragen und damit das größte Volksfest der Welt eröffnet. Achtzehn Tage lang (bis einschl. 3.10.) herrscht wieder mal Feststimmung in den 16 großen und 22 kleinen Zelten, in den Fahrbetrieben und bei den Marktkaufleuten.
Um eine gewisse Vorahnung auf das wohl berühmteste und populärste Jahresereignis der Stadt zu erhalten, befasst sich ein Artikel des Statistischen Amtes in Wort und Bild (siehe unten) in der Rückschau mit dem letztjährigen Oktoberfest. Dabei wird all das, was die Wiesn ausmacht, wie z.B. die Anzahl der Festgäste, den konsumierten Maßen, den Verzehrmengen der Wiesn-Schmankerl bis zu Fundstücken, den Einsätzen des Sicherheits- und Sanitätspersonals oder der Sonnenscheindauer usw. aus statistischer Sicht beschrieben.

17.08.2017

20,0 °C betrug die Durchschnittstemperatur im Juli 2017

Mit einer Durchschnittstemperatur von 20,0 °C ist der Hochsommermonat Juli unter den 25 heißesten Juli-Monaten seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1781 zu finden. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war er um 0,6 °C zu warm, den langjährigen Mittelwert des international gültigen klimatologischen Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1990 übertraf er um 1,3 °C. Der bisher wärmste Juli war der aus dem Jahr 2006 mit einem Temperaturmittel von 22,8 °C, gefolgt von dem aus 2015 (22,6 °C).

08.08.2017

Verhältnis der PKW-Neuzulassungen in der Stadt München verschiebt sich durch Diesel-Verbot-Debatte

Die Debatte um ein eventuelles Diesel-Fahrverbot in der Stadt München spiegelt sich immer mehr auch in den Zulassungszahlen der PKW-Neufahrzeuge wieder.
Das Verhältnis zwischen Diesel- und Benzinfahrzeugen auf dem PKW-Neuwagenmarkt verschiebt sich dabei zugunsten der Benzinmotorvariante.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden insgesamt 99 554 PKW-Neuzulassungen bei der Zulassungsstelle im Kreisverwaltungsreferat München registriert, fast die gleiche Anzahl wie in der Vorjahreshälfte (99 544 PKW-Neuzulassungen). Dennoch ist Bewegung auf dem Neuwagenmarkt zu spüren, denn die Benziner legten um 4,2 Prozentpunkte zu (in absoluten Zahlen: 41 135 PKW, ein Plus von 4 211 PKW-Neuzulassungen). Ihr Anteil lag damit im ersten Halbjahr 2017 bei nunmehr 41,3 Prozent aller PKW-Neuzulassungen. Die Neuzulassungen der Diesel-Pkw gingen hingegen um 4,8 Prozentpunkte zurück (in absoluten Zahlen: 56 464 PKW, ein Minus von 4 872 PKW-Neuzulassungen).
Der Dieselanteil betrug im ersten Halbjahr damit nur noch 56,7 Prozent (zum Vergleich: erstes Halbjahr 2016 = 61,6 Prozent).

Erfreulicher Nebeneffekt: Der Anteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge stieg ebenfalls. 1 404 PKW-Neuzulassungen mit hybridem Antrieb und 523 mit Elektroantrieb im ersten Halbjahr 2017 bewirkten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr einen Zuwachs von jeweils 0,3 Prozentpunkten (was ein Anteil an allen PKW-Neuzulassungen von 1,4 Prozent bei Hybrid- bzw. 0,5 Prozent bei Elektro-PKW bedeutete).

03.08.2017

Kirchenaustritte weiter rückläufig

Im ersten Halbjahr 2017 sind 5 196 Münchnerinnen und Münchner aus der Kirche ausgetreten.
Damit setzt sich der Trend zu weniger Kirchenaustritten, nach einem Höchstwert von 6 946 Austritten im ersten Halbjahr 2014, das dritte Jahr in Folge fort.

Die Zahl der Kirchenaustritte verringerte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um 4,1 %. Zum Vergleichszeitraum des Jahres 2014 sanken die Austritte fast um ein Viertel. Trotzdem liegt die Zahl der Kirchenaustritte immer noch um 5 % höher als im ersten Halbjahr 2013.
2017 wurden die meisten Kirchenaustritte im März (1 077) registriert, dicht gefolgt vom Januar (1 041). Die wenigsten Austritte (844) gab es im Februar. In den ersten fünf Monaten lag die Zahl der aus der Kirche Ausgetretenen jeweils unter der Vergleichszahl des Vorjahresmonats. Einzig der Juni mit 944 Kirchenaustritten überstieg den Juni des Vorjahres um 27 Austritte.

Bei Betrachtung der Kirchenaustritte nach den Konfessionen zeigt sich ein ähnlicher Trend. Leider liegen hier keine Monatszahlen vor, sodass im folgenden Text immer die Zahlen für das ganze Jahr herangezogen werden. Auch hier nahm die Zahl der Kirchenaustritte nach Höchstwerten im Jahr 2014 das zweite Jahr in Folge ab.
So traten im Jahr 2016 nur 7 352 Katholiken aus der Kirche aus. Das waren 696 oder etwa 9 % weniger als 2015 und nahezu gleich viele wie 2013 mit 7 382 Austritten.
Von der evangelisch-lutherischen Bevölkerung verließen im Jahr 2016  4 005 Personen die Kirche. Das sind knapp 4 % weniger als im Jahr 2015. Allerdings liegen die Austritte noch 8,5 % über den 3 691 Kirchenaustritten des Jahres 2013.

24.07.2017

Höchstmarke der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort München – 27,8 Prozent mehr im Juni 2016 als vor 31 Jahren

Mit 821 971 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort München wurde im Juni 2016 ein Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen im Statistischen Amt (Juni 1985) erreicht. Dies entspricht einem Anstieg von 27,8 Prozent bzw. von 178 969 Beschäftigten im Vergleich zum Juni 1985.
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigen am Arbeitsort München entsprechen jenen Personen, die in der Stadt München arbeiten – unabhängig von ihrem Wohnort (in Abgrenzung zu den Beschäftigten am Wohnort München, die in der Stadt München wohnen – unabhängig von ihrem Arbeitsort).
Bemerkenswert ist hierbei ebenso die Entwicklung des Frauenanteils an den SV-Beschäftigten am Arbeitsort: Dieser wuchs seit Jahren stetig und erreichte dann sein bisheriges Hoch im Juni 2010 und 2011 mit je 48,3 Prozent. Seitdem geht der Anteil zu Lasten der Frauen sanft aber kontinuierlich zurück und lag im Juni 2016 bei 48,1 Prozent bzw. 395 717 weiblichen Beschäftigten.

10.07.2017

März und Juni 2017 übertreffen alle bisherigen Temperaturaufzeichnungen seit 1781

Der März 2017 war der wärmste seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1781. Mit einem Temperaturmittel von 8,6 °C sorgte der März diesen Jahres für einen Wärmerekord. Platz zwei in der Münchner Temperaturreihe nimmt der März 1994 mit einem Durchschnittswert von 8,5 °C ein. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war der März 2017 um 3,3 °C zu warm, den langjährigen Mittelwert des international gültigen klimatologischen Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1990 übertraf er um beachtliche 4,0 °C.
Der erste meteorologische Sommermonat Juni war mit einer Durchschnittstemperatur von 20,3 °C nach dem Vergleichsmonat des Supersommers 2003 der heißeste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1781. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war er um 3,1 °C zu warm, den langjährigen Mittelwert des international gültigen klimatologischen Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1990 übertraf er um 3,7 °C.

03.07.2017

Die Einbürgerungen in München 2016

Im Jahr 2016 erwarben 3 443 ausländische Bürgerinnen und Bürger die deutsche Staatsangehörigkeit; das waren 43 Prozent mehr als in 2014 und 14 Prozent mehr als in 2015. 54,7 Prozent der neuen deutschen Staatsangehörigen waren weiblichen und 45,3 Prozent männlichen Geschlechts.

Die neuen deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger kamen aus 113 Staaten. Die größte Gruppe stammte aus der Türkei (242); es folgten Afghanistan (204), der Irak (196), Polen (172), Kroatien (168), die Ukraine (148), Rumänien (136), Bulgarien (134), Vietnam (122), Griechenland (119) und Italien (116).

Gut die Hälfte (51,2 Prozent) der Einbürgerungen entfiel auf ausländische Staatsangehörige, die sich zwischen 8 und 16 Jahren im Bundesgebiet aufhielten. Ein Viertel (24,9 Prozent) aller in 2016 Eingebürgerten lebte zwischen 17 und 25 Jahren in ihrer Wahlheimat und 15,5 Prozent waren sogar schon 26 Jahre und länger in Deutschland. 289 Personen (8,4 Prozent) wurde die Einbürgerungsurkunde bereits nach einem Aufenthalt von weniger als acht Jahren ausgehändigt.

37,7 Prozent der neuen deutschen Staatsangehörigen waren noch keine 30 Jahre alt. Im Alter von 30 bis unter 40 Jahren erhielten 34,7 Prozent die deutsche Staatsangehörigkeit. Mit Abstand folgten die 40 bis unter 50-Jährigen (18,8 Prozent) und 8,8 Prozent der Eingebürgerten hatten ein Alter von 50 Jahren oder mehr erreicht.

Ihre bisherige Staatsangehörigkeit haben 2 032 (59,0 Prozent) der in 2016 Eingebürgerten behalten, das heißt, sie erhielten die deutsche zusätzlich zu der bereits bestehenden ihres Herkunftslandes.

29.06.2017

Immer mehr Menschen in München halten sich einen Hund

2016 nahm die Zahl der Hunde im Stadtgebiet um 2,6 Prozent zu. Dieser Zuwachs entspricht dem der Vorjahre.

Am 31.12.2016 gab es 35 018 Hunde in München, das waren 896 oder 2,6 Prozent mehr als 2015. 2011, also vor fünf Jahren, lag die Zahl der in München steuerlich erfassten Hunde erst bei 30 740 und damit um 4 278 niedriger als 2016. Auch im Verhältnis zur Bevölkerung steigt die Zahl der Hundebesitzerinnen und –besitzer stetig an. So waren 2016 erstmals 2,3 Prozent der Münchnerinnen und Münchner im Besitz eines Hundes.

Die meisten Hunde, nämlich 2 725 oder 7,9 Prozent aller Hunde in München, lebten im Stadtbezirk 16 Ramersdorf - Perlach, dicht gefolgt vom Stadtbezirk 13 Bogenhausen mit 2 717 Hunden (7,8 Prozent). Auf Platz drei lag der 19. Stadtbezirk Thalkirchen - Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln mit 2 385 Hunden (6,8 Prozent) und Platz vier wurde vom Stadtbezirk 15 Trudering – Riem mit 2 213 Hunden (6,3 Prozent) beansprucht. Diese Reihenfolge blieb seit 2011 unverändert.

Die wenigsten Hunde gab es im Stadtbezirk 8 Schwanthalerhöhe. Hier waren 2016 nur 403 Hunde zu Hause. Das waren lediglich 1,2 Prozent aller in München steuerlich erfassten Hunde. Etwas mehr Hunde gab es im Stadtbezirk 1 Altstadt – Lehel, nämlich 497 oder 1,4 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgten die Stadtbezirke 3 Maxvorstadt (753) und 6 Sendling (775) mit jeweils 2,2 Prozent aller Hunde. Auch hier hat sich die Reihenfolge seit 2011 nie verändert.

Im gesamtstädtischen Durchschnitt war jede 44. Person, die ihren Hauptwohnsitz in München hatte, Halterin oder Halter eines Hundes. In den Vorjahren war nur jede 45. in München lebende Person im Besitz eines Hundes. Wobei diese Zahl in den einzelnen Stadtbezirken doch stark variiert. So hielt im 8. Stadtbezirk Schwanthalerhöhe, zumindest rechnerisch, nur jede/r 75. einen Hund: Im Vergleich zum Jahr 2015 mit 372 Hunden, ist das ein gewaltiges Plus, damals besaß nur jede 82. in diesem Stadtbezirk lebende Person einen Hund. In der Maxvorstadt war 2016 jede/r 71. männliche oder weibliche Einwohner auch Hundehalterin oder –halter. Da der 16. Stadtbezirk nicht nur von den meisten Hunden, sondern auch von den meisten Menschen bewohnt wird, entfiel auf jede/n 41. Bewohner/in ein Hund. Wohingegen im eher dünn besiedelten Stadtbezirk 23 Allach – Untermenzing die meisten der 32 248 Einwohnerinnen und Einwohner einen Hund hielten. Immerhin jede/r 30. Bewohner/in dieses Stadtbezirkes war auch Halter/in einer der 1 065 Hunde.

12.06.2017

Die Bayerische Staatsoper 2016: Über eine halbe Million Kulturinteressierte in den Vorstellungen

514 563 Theaterinteressierte besuchten im Jahr 2016 die 403 Vorstellungen der Bayerischen Staatsoper. Die Vorstellungen der Staatsoper und des Staatsballetts finden neben der Hauptspielstätte, dem Nationaltheater, im Prinzregententheater, im Cuvilliéstheater und in einer Vielzahl von kleineren Nebenspielstätten statt. Es handelt sich dabei um den Capriccio-Saal, das Ballett-Probenhaus Platzl und den Erlebnis-Oper-Raum, um nur einige zu nennen.

Mit 487 221 Theatergästen war das Nationaltheater nicht nur unter den Spielstätten der Bayerischen Staatsoper das am stärksten frequentierte, sondern auch das meistbesuchte Theater unter den weiteren öffentlichen Münchner Bühnen. Das nahezu ausverkaufte Münchner Opernhaus, das mit seinem einzigartigen Ambiente zu den schönsten europäischen Theatern und zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt gehört, präsentierte seinem Publikum im Theaterjahr 2016 bei durchschnittlich ca. 2 040 angebotenen Plätzen je Vorstellung insgesamt 247 Darbietungen.

06.06.2017

Das 1. Quartalsheft des Jahrgangs 2017 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“ ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen.

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail mitteilen.

02.05.2017

Enorme Zunahme der Münchner Pendlerströme

Münchens Pendlerzahlen1) sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. So erlebte die Zahl der Einpendler im Zeitraum 2006 bis 2016 eine Steigerung von über 61 000 Beschäftigen oder rund 20 Prozent. Pendelten zehn Jahre vorher noch 306 577 Personen aus beruflichen Gründen in die Landeshauptstadt, waren es im Jahr 2016 bereits 368 251 Personen.
Bei den Auspendlern wuchs die Zahl im gleichen Zeitraum von 115 419 auf 173 407; die prozentuale Steigerung lag gar bei 50,2 Prozent.

Spitzenreiter bei den Einpendlern ist der Landkreis München
Mit 206 976 Männern und 161 265 Frauen liegt der Anteil der Männer an den Einpendlern mit 56,2 Prozent um einiges höher als der Anteil der Frauen mit 43,8 Prozent.
319 835 der einpendelnden Personen sind Deutsche, 48 310 besitzen die ausländische Staatsangehörigkeit.
Der Großteil der Einpendler kam aus Bayern (308 951 Beschäftigte). Weitere Informationen (PDF, 427 KB)
249 971 Personen pendeln davon aus Oberbayern nach München. Die benachbarten Schwaben und Niederbayern kommen mit jeweils 26 013 und 14 243 Pendlern auf Platz 2 und 3.
Bei den Landkreisen führt der Landkreis München mit 62 251 Einpendlern in das Stadtgebiet München. Anschließend kommen die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau mit 35 068 und 27 241 Einpendlern.

Zahl der Auspendler aus der Landeshauptstadt in den Landkreis München dennoch höher
Der Großteil der 173 407 Münchner Auspendler pendelte in andere bayerische Gemeinden (140 175 Personen). Davon suchten 128 144 Beschäftigte (91,4 %) ihre Arbeitsstätte in Oberbayern auf. Mehr als die Hälfte der oberbayerischen Pendler (78 987) bewegten sich dabei in den Landkreis München. Dies zeigt, dass es im Jahr 2016 zwischen dem Landkreis und der kreisfreien Stadt München mehr Aus- als Einpendler gab.
Von den 173 407 Auspendlern waren circa 60 Prozent (104 388 Personen) Männer und rund 40 Prozent (69 019) weiblich.
126 629 der auspendelnden Personen besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit, 46 778 waren Ausländer.
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1) Zu Gunsten der besseren Lesbarkeit wird auf die Ergänzung der weiblichen Form verzichtet.

02.05.2017

Höchstmarke bei der Zulassung fabrikneuer Kraftfahrzeuge im Jahr 2016

Die Zulassung fabrikneuer Kraftfahrzeuge (ohne Anhänger) überschritt im Jahr 2016 in München erstmals die 200 000er-Marke. Mit 210 735 Fahrzeugen insgesamt (darunter 195 016 Pkw) war dies eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um insgesamt rund sechs Prozent und über sieben Prozent in der Sparte Pkw (2015 – 198 835 absolut, 181 970 Pkw).
Das Jahr 2016 steht an der Spitze einer ganzen Reihe von Rekordjahren bei den Fahrzeug-Neuzulassungen. Betrachtet man die letzten fünf Jahre ergeben sich jährliche Zuwachswerte seit 2012 von durchschnittlich 4,6 Prozent. Wählt man den direkten Vergleich (2016 gegenüber 2012) errechnet sich eine Steigerungsquote bei den Neuzulassungen von 22,8 Prozent bei allen Fahrzeugen und von 24,6 Prozent bei den Pkws (2012 – 171 571 Fahrzeuge insg., darunter 156 515 Pkw).

Im Kontext dazu steht auch der Bestand aller in München am Jahresende 2016 zugelassenen Kraftfahrzeuge. Mit einer Gesamtzahl von 813 592 wird hier ebenfalls ein neuer Höchststand markiert, siehe dazu auch unten stehende Meldung vom 24.02.2017.

21.04.2017

Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in München kontinuierlich steigend

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine Leistungsart der Sozialhilfe, die im Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) geregelt ist.
Einen Anspruch auf Grundsicherungsleistungen haben hilfebedürftige Personen, die das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben bzw. über 18 Jahre alt sind und auf Dauer voll erwerbsgemindert sind.

Am 31.12.2016 erhielten 18 475 Personen Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung. Seit Einführung des SGB XII in 2005 ist dies ein Anstieg um 71 %. Im Vergleich zum Vorjahr errechnete sich ein vergleichsweise geringes Plus von 372 Bedürftigen bzw. 2 %.
Die Mehrheit der Hilfebezieher (14 757 bzw. 79,9 %) gehörte der Personengruppe der über 65-Jährigen an. Ein Fünftel (3 718) befand sich im Alter von 18 bis unter 65 Jahren.
Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung wurden häufiger von Frauen (9 775 bzw. 52,9 %) als von Männern in Anspruch genommen. Die Dominanz der Frauen kommt allerdings nur bei der Grundsicherung im Alter zum Tragen. Im Rentenalter waren 54,2 % der Hilfeempfänger weiblichen Geschlechts, bei den erwerbsgeminderten Beziehern im Alter von 18 bis unter 65 Jahren waren dagegen die Männer mit 52,3 % in der Mehrzahl.

7 342 oder 39,7 % der Leistungsbezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung waren am Jahresende 2016 nichtdeutscher Herkunft. 54,7 % der ausländischen Hilfeempfänger waren weiblichen Geschlechts. Unter den Ausländerinnen waren mit einem Anteil von 87,3 % besonders die über 65-Jährigen betroffen.

12.04.2017

Höchstmarke der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort München: 36,6 Prozent mehr im Juni 2016 als vor 18 Jahren

Mit 626 608 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort München wurde im Juni 2016 ein Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen im Statistischen Amt (Juni 1998) erreicht. Dies entspricht einem Anstieg von 36,6 Prozent bzw. 167 775 Beschäftigten im Vergleich zum Juni 1998.
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigen am Wohnort München entsprechen jenen Personen, die in der Stadt München wohnen – unabhängig von ihrem Arbeitsort (in Abgrenzung zu den Beschäftigten am Arbeitsort München, die in der Stadt München einer Erwerbstätigkeit nachgehen – unabhängig von ihrem Wohnort).

Bemerkenswert ist hierbei die Entwicklung des Frauenanteils an den SV-Beschäftigten am Wohnort: Dieser wuchs seit Juni 1998 stetig und erreichte dann sein bisheriges Hoch im März 2010 mit 49,8 Prozent. Seitdem ging der Anteil zu Lasten der Frauen kontinuierlich zurück und lag im Juni 2016 bei 48,4 Prozent bzw. 303 265 weiblichen Beschäftigten.

05.04.2017

Einen Tag unterwegs auf Preiserhebung – die Süddeutsche Zeitung begleitet eine Kollegin unseres Hauses

Die Begriffe „Warenkorb“, „Inflationsrate“, „Verbraucherpreisindex“ hat sicher jeder schon einmal gehört, aber wie hängen sie zusammen, was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Die Süddeutsche Zeitung hat eine Mitarbeiterin der Preisermittlung des Statistischen Amtes bei ihrer Arbeit begleitet und nähert sich, der dem Anschein nach „trockenen“ Materie, auf spannende Weise.
Link zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung

27.03.2017

Menschen mit Behinderungen am Jahresende 2016

Jede(r) 10. Münchner(in) hatte eine amtlich anerkannte Behinderung

Am 31. Dezember 2016 lebten 148 303 Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung in München. Verglichen mit 1997, dem Beginn unserer Aufzeichnungen hat sich deren Anzahl kontinuierlich erhöht. Auf die Einwohnerzahl berechnet waren 96 je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner am Jahresende 2016 behindert.
Einen Behindertenstatus wiesen 67 687 Männer und 80 616 Frauen auf. Bezogen auf je 100 der männlichen bzw. weiblichen Einwohner errechnet sich bei den Männern eine Behindertenziffer von 8,9, bei den Frauen eine von 10,3.
Der größte Teil der Behinderten, nämlich 118 819 bzw. 80,1 %, war schwerbehindert. Dies bedeutet, dass jeder 13. Münchner Bürger von einer schweren Behinderung betroffen war.
34 652 der als behindert anerkannten Menschen besaßen keinen deutschen Pass. Ihr Anteil an allen Behinderten betrug 23,4 %. Bezogen auf Münchens ausländische Bevölkerung war jeder 13. Nichtdeutsche von einer Behinderung betroffen.
In einer der nächsten Ausgaben der „Münchner Statistik“ wird zu diesem Thema ein ausführlicher Artikel erscheinen.

20.03.2017

Kinobesuche 2016 in München

Das Filmangebot des Jahres 2016 lockte 4 023 145 Kinogänger/innen vor die 82 Leinwände der 38 Münchner Filmtheater. Damit hat die Münchner Kinobranche, dem langjährigen Abwärtstrend entsprechend, erneut Publikum verloren und den niedrigsten Stand seit der Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Mit einem Minus von 9,5 Prozent gegenüber 2015 verzeichneten die Münchner Filmtheater 2016 den höchsten Besucherrückgang der letzten zehn Jahre. Erfolgreichster Monat des Kinojahres war der Januar mit 484 497 Besuchern, gefolgt vom November (410 374). Am schlechtesten schnitt der September mit 222 697 Kinogängern ab.

In Relation zur Einwohnerzahl besuchte jeder Münchner im Jahr 2016 insgesamt 2,6-mal eine Vorstellung und nahm auf einem der 14 199 Kinosesseln Platz, von denen jeder 283-mal besetzt war.

16.03.2017

E-Mobilität: Neueste Bestandszahlen von Elektro-Pkws in München

Die Zulassung von Personenkraftwagen mit einem ausschließlichem Elektromotor gewinnt auch in München an Fahrt. Während Ende 2009 nur 39 Pkws mit einem Elektroantrieb in der Landeshauptstadt München registriert waren, fuhren zum Jahresende 2016 auf Münchens Straßen bereits 1 577 Elektro-Pkws. Das entspricht einer Bestandsmehrung innerhalb der letzten sieben Jahren um mehr als das 40-fache!

Aber auch im Vergleich der Dezember-Endbestände der jeweiligen Vorjahre errechnen sich beachtliche Wachstumsraten, so z.B. von 31,5 Prozent und 288 Fahrzeugen von 2014 auf 2015 und von 31,1 Prozent bzw. 374 Fahrzeugen von 2015 auf 2016.

Trotz der sehr erfreulichen und positiven Tendenz bei den Zulassungszahlen von Pkws mit Elektroantrieb ist natürlich noch viel „Luft nach oben“. Bei 701 131 zugelassenen Pkws (Stand: Dezember 2016) beträgt der Anteil der in der Landeshauptstadt München im Verkehr befindlichen Elektroautos lediglich rund 0,2 Prozent.

13.03.2017

Von Rekord zu Rekord – Die Zahl der in München Studierenden

Auch das Wintersemester 2016/17 wird einen neuen Höchststand erreichen

Nach vorläufigen Meldungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik waren an den bayerischen Hochschulen im Wintersemester 2016/17 insgesamt 378 203 Studierende eingeschrieben. Im Vergleich zum vorangegangenen Wintersemester ein Plus von 0,5 Prozent. Dieser Anstieg ist zwar erheblich geringer ausgefallen als in den Vorjahren, aber die Zahl bewegt sich immer noch auf Rekordniveau. München, mit den größten bayerischen Universitäten, kann in etwa von einem ähnlichen, wenn nicht höheren Ergebnis ausgehen.

Da dem Statistischen Amt in absehbarer Zeit noch keine endgültigen Zahlen für das laufende Wintersemester vorliegen werden, zeigt nachfolgender Text die seit Jahren anhaltende Zunahme der Studenten mit den Zahlen des Wintersemesters 2015/16 auf.

In München gab es im Wintersemester 2015/2016 so viele Studenten wie nie zuvor. Der seit dem Wintersemester 2008/09 ununterbrochene Aufwärtstrend hielt weiter an. 117 971 Frauen und Männer besuchten die Vorlesungen der 17 öffentlichen und privaten Hochschulen. Das waren 2 835 oder 2,5 Prozent mehr als im vorhergehenden Wintersemester. Seit dem Wintersemester 2008/09 wuchs die Münchner Studentenschaft sogar um 30 253 bzw. 34,5 Prozent an.

Auch die Zahl der weiblichen Kommilitonen hat im Vergleich zum Vorjahressemester weiterhin zugenommen, und zwar um 2,8 Prozent auf 55 830. Ihr Anteil an allen Studierenden, der vor 30 Jahren bei 38,6 Prozent lag, ist im Berichtssemester auf 47,3 Prozent angestiegen.

Ein neuer Höchststand wurde auch bei den ausländischen Studierenden erreicht; jeder Sechste war bereits nichtdeutscher Nationalität. Im Wintersemester 2015/16 hatten sich an den Münchner Hochschulen 19 961 Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit eingeschrieben. Das bedeutet ein Plus von 1 192 bzw. 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahressemester und bestätigt den nahezu ungebrochenen Aufwärtstrend nichtdeutscher Hochschüler. Belegten vor 30 Jahren 5 473 Ausländer Münchner Studienplätze waren es im Berichtssemester dreieinhalb mal so viele. Ihr Anteil erhöhte sich entsprechend von 5,5 Prozent um 11,4 Prozentpunkte auf 16,9 Prozent im Wintersemester 2015/16.

 

07.03.2017

So viele ledige Personen wie noch nie

Zum 31.12.2016 gab es einen neuen Bevölkerungsrekord in München: 1 542 860 Personen waren zu diesem Zeitpunkt mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt gemeldet.

770 956 Personen waren zum Jahresende 2016 ledig, d.h. fast jede(r) zweite Münchner(in) – ein so großer Anteil wie noch nie. Der Anteil der Ledigen unter den Männern ist jedoch stets höher als der Anteil der Ledigen unter den Frauen; im Dezember 2016 waren 52,8 Prozent der Männer und 47,2 Prozent der Frauen ledig.

Unter den 770 956 ledigen Personen sind 227 237 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und 543 719 erwachsene Personen mit 18 Jahren und älter. Bezogen auf die erwachsenen Personen hat sich der ledige Familienstand in den letzten fünf Jahren von 40,0 Prozent im Jahr 2011 auf 41,3 Prozent im Jahr 2016 erhöht.

Die Zahl der Lebenspartnerschaften steigt kontinuierlich um rund 500 pro Jahr an. Auffällig hier ist, dass wesentlich mehr Männer (4 019) als Frauen (1 524) eine Lebenspartnerschaft eingegangen sind.

Zum 31.12.2016 waren ferner 571 741 Personen verheiratet (entspricht 37,2 Prozent), 121 165 Personen geschieden und 70 118 Personen verwitwet.

24.02.2017

Jahresendbestand 2016 der Kraftfahrzeuge in München erstmals über 800 000

Neuer Höchststand zum 31.12. 2016 beim Kraftfahrzeugbestand der Landeshauptstadt München. Erstmals wurde im Jahresendbestand der zugelassenen Fahrzeuge (ohne Anhänger) die 800 000er-Marke überschritten. Mit 813 592 Kraftfahrzeugen insgesamt war dies ein Plus von 19 540 Fahrzeugen bzw. ein Anstieg von 2,5 Prozent im Vergleich zum Jahresendbestand vom 31.12.2015 (794 052 Kfz).

Hauptsächlich verantwortlich dafür ist ein Anstieg bei den Personenkraftwagen, die ebenfalls im Vergleich der Bestände, jeweils zum 31.12., die „Schallmauer“ der 700 000, mit genau 701 131 PKWs, durchbrachen. Im Vergleich zum Vorjahreswert belief sich der Zuwachs auf 17  698 PKWs oder 2,6 Prozent.

Aber auch bei den weiteren Kfz-Arten ist eine Bestandsmehrung (2016 gegenüber 2015) festzustellen:
Kraftomnibusse: 1 447 Fahrzeuge (ein Plus von 30 Fahrzeugen, bzw. 2,1 Prozent), Lastkraftwagen: 35 086 Fahrzeuge (ein Plus von 606 Fahrzeugen, bzw. 1,8 Prozent), Zugmaschinen: 4 386 Fahrzeuge (ein Plus von 97 Fahrzeugen, bzw. 2,3 Prozent),
selbstfahrende Arbeitsmaschinen: 1 019 Fahrzeuge (ein Plus von 7 Fahrzeugen, bzw. 0,7 Prozent), sonstige Kraftfahrzeuge: 8 911 Fahrzeuge (ein Plus von 178 Fahrzeugen, bzw. 2,0 Prozent).

20.02.2017

Einbürgerungshoch bei Bürgerinnen und Bürgern des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland

59 britische und nordirische Personen wurden 2016 eingebürgert, 21 davon allein im vierten Quartal. Damit landete das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland erstmals unter den Top 20 der Herkunftsländer.

Zum Vergleich: Im Jahr 2015 erwarben 18 Briten und Nordiren die deutsche Staatsangehörigkeit, 2013 waren es 14, und in allen anderen Jahren seit 2003 durchschnittlich vier.

Alle 59 Eingebürgerten haben ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten, das heißt, sie erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit zusätzlich zur bereits bestehenden des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.

Fast 60 Prozent dieser Eingebürgerten waren männlich. Die Altersspanne reichte von 17 bis 74 Jahren. Von den sechzehn Eingebürgerten unter 40 Jahren haben elf ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht. Nur neun dieser eingebürgerten Männer und Frauen lebten weniger als 17 Jahre bei uns.

07.02.2017

Münchner Verbraucherpreise: 2016 im Durchschnitt um 0,6 Prozent teurer als im Vorjahr

Die Steigerungsrate des für München berechneten Verbraucherpreisindexes für das Jahr 2016 beträgt 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2015.

Dazu ist anzumerken, dass der Verbraucherpreisindex die durchschnittliche Preisentwicklung der Waren und Dienstleistungen misst, die private Haushalte in Anspruch nehmen.

Zur Berechnung dieses Indexes werden monatlich die Preise der sich repräsentativ in einem Warenkorb befindlichen Güter verschiedener Kategorien (Nahrungsmittel, Bekleidung, Miete, Energie, Einrichtung, Gesundheit, Verkehr, Telekommunikation, Freizeit, Dienstleistungen etc.) beobachtet.

Auf Bundesebene beträgt die Erhöhung des Verbraucherpreisindexes im Vergleich der jeweiligen Durchschnitte der Jahre 2016 gegenüber 2015 
0,5 Prozent, in Bayern 0,6 Prozent. Für die im Schnitt geringe Jahresteuerungsrate (=Inflationsrate) 2016 waren maßgeblich die relativ niedrigen Energiepreise verantwortlich. Diese verbilligten sich 2016 in den ersten elf Monaten deutlich gegenüber 2015 (Jahresschnitt -5,4 Prozent). Nahrungsmittel waren 2016 hingegen um 0,8 Prozent teurer als 2015 und wirkten im Jahresdurchschnitt eher preistreibend.

Im Dezember 2016 erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2015 jedoch sprunghaft; in München um 1,6 Prozent, in Bayern und im Bundesgebiet um je 1,7 Prozent. Maßgeblich verantwortlich hierfür waren Teuerungen im Energiesektor und bei Nahrungsmitteln. Die Steigerungsraten im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten lagen von Januar bis November 2016 durchweg unterhalb eines Prozents.

25.01.2017

Das 4. Quartalsheft des Jahrgangs 2016 der Schriftenreihe der „Münchner Statistik“ ist soeben erschienen.

Die Druckversion des Heftes (Schutzgebühr € 5,-) können Sie direkt über unser Bestellformular anfordern oder uns Ihren Wunsch per E-Mail  mitteilen.

23.01.2017

Rekordtrockenheit im Dezember 2016

Als Rekordmonat in puncto Trockenheit geht der Dezember 2016 mit nur fünf Millimeter Regen in die Klimastatistik ein. Die Niederschlagsmenge verfehlte die Niederschlagssumme des Vergleichszeitraumes 1981 bis 2010 um 60 mm und das Mittel der Jahre 1961 bis 1990 um 51 mm. Seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1879 wurde noch nie ein so trockener Dezember registriert. Der bisherige Trockenheitsrekord stammt aus dem Jahr 1890 mit sieben mm Niederschlag. In der weiteren Rangfolge finden sich die Dezembermonate 1888 (8 mm) und 2013 (9 mm). Der bislang feuchteste Dezember war der aus dem Jahr 1918 mit einer Niederschlagsmenge von 140 mm.

Der erste meteorologische Wintermonat des Winters 2016/17 war nicht nur außerordentlich trocken, er war auch sehr sonnig. Seine 95 Sonnenstunden überstiegen das Soll der Referenzperiode 1981 bis 2010 um 36 und den Klimawert 1961 bis 1990 um 43 Stunden. Mit dieser Sonnenleistung befindet sich der Dezember in der 80-jährigen Messreihe nach 2015 (143), 2013 (128) und 2006 (110) an vierter Stelle.

Die mittlere Temperatur war im Dezember, gemessen an den langjährigen Erfahrungswerten, leicht überdurchschnittlich. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war er um 0,2 °C zu warm, den langjährigen Mittelwert des international gültigen klimatologischen Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1990 übertraf er um 0,7 °C.

Ausgewählte Klimawerte für das Jahr 2016
Das Wetterjahr 2016 verlief deutlich zu warm, kam aber mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,4 °C nicht an die extrem hohen Werte der beiden Vorjahre heran. In der Rangliste der wärmsten Jahre steht es gemeinsam mit 1994 und 2011 an sechster Stelle. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war es um 0,7 °C zu warm, den langjährigen Mittelwert des international gültigen klimatologischen Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1990 übertraf es um 1,3 °C.

Die Sonne hielt sich 2016 etwas bedeckt. Die 1 718 Sonnenstunden des Berichtsjahres verfehlten das Soll der Referenzperiode 1981 bis 2010 um 59 und überstiegen den Klimawert 1961 bis 1990 geringfügig um elf Stunden. Mit dieser Sonnenleistung befindet sich das Berichtsjahr in der 80-jährigen Messreihe in etwa im Mittelfeld. Die meisten Sonnenstunden konnte seit Aufzeichnungsbeginn das Jahr 2003 (2 172) für sich verbuchen.

Der Jahresniederschlag 2016 zeigte sich aus meteorologischer Sicht recht unspektakulär. Die Regenmenge in Höhe von 953 Millimeter überstieg die mittlere Niederschlagssumme des Vergleichszeitraumes 1981 bis 2010 um neun Millimeter und blieb um sechs Millimeter unter dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Wie schon bei der Sonnenscheindauer, ist 2016 auch bezüglich des Niederschlags in der knapp 140-jährigen Vergleichsreihe im Mittelfeld zu finden.

Eine ausführliche Betrachtung des Wetterjahres 2016 erscheint demnächst im 1. Quartalsheft des Jahrgangs 2017 der Schriftenreihe „Münchner Statistik“.

16.01.2017

Geburtenanstieg setzt sich auch in 2016 fort

2016 kamen 18 107 Münchner Kinder zur Welt, 9 228 Jungen und 8 879 Mädchen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre auch in 2016 fort: Seit 2007 verzeichnet München einen kontinuierlichen Geburtenzuwachs. 2016 wurden insgesamt 964 Lebendgeborene mehr registriert als im Jahr zuvor, das entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent. Mit 1 784 Geburten war der August der mit Abstand geburtenreichste Monat in 2016, gefolgt vom Juni und Oktober mit 1 658 bzw. 1 657 Geburten.

Bei den Sterbefällen in 2016 wurde ein leichter Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet: 2016 verstarben 11 197 Münchnerinnen und Münchner, das sind 258 Gestorbene weniger als 2015. Im Dezember wurde mit 1 067 Gestorbenen die höchste Anzahl an Sterbefällen in einem Monat registriert.

Der natürliche Saldo wuchs in 2016 auf 6 910 an - das ist gleichzeitig der höchste Geburtenüberschuss in der Geburten-Sterbefälle-Statistik der Landeshauptstadt München seit 1960. In der langjährigen Geburten-Sterbefälle-Statistik überschreitet das natürliche Saldo erstmals die 6 000-er Marke. Ein Saldo von über 5 000 wurde nur in den Jahren 1964 (5 067), 2013 (5 044), 2014 (5 657) und 2015 (5 679) erreicht.