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Informationen zum Stadtbezirk 4


Giselagymnasium am Elisabethplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Stadtbezirk 4 Schwabing West

Der Stadtbezirk 4 ist der nördliche Nachbar der Maxvorstadt. In Folge der vom Stadtrat beschlossenen Stadtgebietsneugliederung sind mit Wirkung vom 1.5.1996 Schwabing-Nord (früher 11. Stadtbezirk) sowie das südöstliche Oberwiesenfeld (früher 9. Stadtbezirk) hinzugekommen, so dass sich der 4. Stadtbezirk in Bezug auf seine Fläche mehr als
verdreifacht und hinsichtlich der Einwohnerzahl nicht ganz verdoppelt hat. Mit 151 Einwohnern je Hektar weist Schwabing West die höchste Einwohnerdichte im Vergleich aller Bezirke auf.

Das Herzstück dieses Stadtbezirks, der westliche Teil der 1890 eingemeindeten Stadt Schwabing, wurde bereits 1909 als eigenständiger Stadtbezirk geschaffen. Der ursprüngliche Bereich Schwabing West und der unmittelbar daran anschließende Bereich des hinzugekommenen Gebietsteiles von Schwabing-Nord ähneln sich in ihrem städtebaulichen Erscheinungs-bild. Vorherrschend ist eine konzentrierte, geschlossene Wohnbebauung mit noch gut erhaltenem Altbaubestand und Baulückenschließungen ab den 1950er Jahren.

Charakteristisch für den Stadtbezirk sind die, bereits durch die gründerzeitliche Stadtplanung angelegten Platzstrukturen des Elisabeth-, Kurfürsten- und Hohenzollernplatzes, welche zentrale Funktionen für den Stadtteil einnehmen. In bevorzugter Lage, zwischen dem gründerzeitlichen Schwabing und dem Olympiapark, auf einem ehemaligen Kasernengelände, befindet sich das neue Stadtquartier „Am Ackermannbogen“ mit insgesamt ca. 2 300 Wohnungen und ca. 500 Arbeitsplätzen. Unterschiedliche Wohnangebote für breite Bevölkerungsschichten (Einfamilien-, Reihenhäuser und Geschosswohnungsbau) und Wohnungsbaumodelle (öffentlich gefördert und freifinanziert) wurden hier zum größten Teil schon realisiert. Der letzte Bauabschnitt mit Wohnungen, Gastronomie, Kindertageseinrichtungen und einer Schule befindet sich auf der Zielgeraden. Durchzogen wird das Quartier von großzügigen Grünflächen, etwa der „Großen Wiese“ und dem Stadtwald. Südwestlich davon sieht die Planung auf einem aufgelassenen Militärgelände der ehemaligen Luitpold-Kaserne die Schaffung von etwa 1 000 Wohneinheiten vor.

Im Norden des Bezirks liegen das Krankenhaus Schwabing (eines der größten Münchner Krankenhäuser), das Max-Planck-Institut für Psychiatrie sowie das Rehabilitationszentrum für Körperbehinderte (Stiftung Pfennigparade) und das Altenheim an der Rümannstraße (Münchenstift GmbH).

Westlich der Belgradstraße entstand mit dem bereits 1912 angelegten Luitpoldpark, dem Georgenschwaig-Bad und dem begrünten Schuttberg (aus dem Abraum kriegszerstörter Häuser) ein zusammenhängendes, 26 ha großes, quartiernahes Erholungsgebiet.

Durch die Vergrößerung des Stadtbezirks hat sich der Arbeitsplatzbesatz, vor allem im Bereich der öffentlichen Einrichtungen und Verwaltungen, deutlich erhöht. Gemessen am gesamtstädtischen Durchschnitt sind Personen im erwerbsfähigen Alter im Stadtbezirk überrepräsentiert. Der Typus des Ein- oder Zweipersonenhaushaltes jüngeren und mittleren Alters tritt besonders häufig auf, wohingegen Familien mit Kindern in der neuen Siedlung „Am Ackermannbogen“ zahlreich vertreten sind. Der Anteil von Nichtdeutschen an der Wohnbevölkerung liegt unter dem Gesamtstadtniveau.

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