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Ende der Aufarbeitung?


Veranstaltungsreihe "Ende der Aufarbeitung?"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Veranstaltungsreihe: „Der NSU-Prozess und die offenen Fragen“

Eine Veranstaltungsreihe vom 25. bis 28. Oktober

(20.10.2016) Fünf Jahre nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) sind immer noch viele Fragen offen und die Wunden nicht verheilt. Deshalb will eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Ende der Aufarbeitung? Der NSU-Prozess und die offenen Fragen“ eine Aufarbeitung vorantreiben, die nicht alleine im Gerichtssaal stattfindet, sondern auch die Münchner Stadtgesellschaft einbezieht.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten soll von Dienstag bis Freitag, 25. bis 28. Oktober, nach Antworten auf die nach wie vor offenen Fragen gesucht werden: Wo stößt die Aufklärung der NSU-Morde an ihre Grenzen? Welche Bedeutung hat die Aussage von Beate Zschäpe nach 312 Prozesstagen? Was bedeuten die neuesten Erkenntnisse zu den DNA-Spuren des NSU-Terroristen Böhnhardt im Fall Peggy? Und wie ist aktuell das neue Erstarken von Rassismus und Rechtsextremismus zu bewerten?

Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der Veranstaltungsreihe bei Podiumsdiskussionen, Theateraufführungen und einer Lesung diskutiert werden. Die Münchner Stadtgesellschaft ist eingeladen, sich an der Debatte zu beteiligen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Diese rassistisch motivierte Mordserie hat die bundesdeutsche Gesellschaft und insbesondere Migrantinnen und Migranten in unserem Land stark verunsichert. Um hier Vertrauen zu gewinnen und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken, braucht es eine umfassende Aufklärung der Verbrechen und eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Gefahren von Rechtsextremismus und Rassismus.“

Die Veranstaltungsreihe „Ende der Aufarbeitung? Der NSU-Prozess und die offenen Fragen“ wird durchgeführt von der städtischen Fachstelle für Demokratie, der Offenen Akademie der Münchner Volkshochschule, der Evangelischen Stadtakademie München, Bayern 2, dem Residenztheater und den Münchner Kammerspielen.