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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Mayors for Peace


Rathaus gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Am Freitag, 6. August, wird das Rathaus mit der Flagge des weltweiten Friedensnetzwerks der „Mayors for Peace“ beflaggt. Die Landeshauptstadt München setzt damit anlässlich des 76. Jahrestages des Atombombenabwurfs über der japanischen Stadt Hiroshima ein Zeichen für Frieden und Abrüstung.
Bürgermeisterin Katrin Habenschaden: „Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten sind ein entschiedenes Auftreten der Städte und Gemeinden für ein friedliches Zusammenleben und die verstärkte Fortsetzung der Anstrengungen für nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle zum Ziele einer friedlichen und sicheren Zukunft wichtig“.

Ob Dieter Reiter begrüßt das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages

Am 22.01.2021 tritt der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Atomwaffen sind dann für die Staaten verboten, die Vertragspartei sind. Der Vertrag wurde am 07.07.2017 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen. Ab dem 20.09.2017 konnte er unterzeichnet werden. Diesen Schritt, der der Ratifikation vorausgeht, haben 50 Staaten bereits an diesem Tag getan. 36 weitere Staaten kamen bis jetzt dazu. Die Nuklearwaffenstaaten wie die Volksrepublik China, Russland oder die USA und auch das vom bisher einzigen Atombombeneinsatz 1945 betroffene Japan sind noch nicht dabei. Für das Inkrafttreten sind 50 Ratifikationen erforderlich. In diesem völkerrechtlichen Vertrag verpflichten sich die Vertragsparteien, keine Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Derzeit gibt es immer noch etwa 14.000 Nuklearwaffen. Der Vertrag zu ihrem Verbot geht auf die Aktivitäten der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zurück. ICAN erhielt 2017 den Friedensnobelpreis. Die Mayors for Peace sind eine der rund 500 Partnerorganisationen von ICAN. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter:
„Als Mitglied der Mayors for Peace begrüße ich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages. Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu Global Zero, einer Welt ohne Atomwaffen. Denn die humanitären Folgen und Auswirkungen eines Einsatzes von Atomwaffen sind katastrophal - auf die Gesundheit und Ernährungssicherheit heutiger und künftiger Generationen und auf unsere Umwelt insgesamt. Wir brauchen deshalb dringend die verstärkte Fortsetzung der Anstrengungen für nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle zum Ziele einer friedlichen und sicheren Zukunft.“

Die Industrie- und Handelskammer der Präfektur Hiroshima. Genau an diesem Punkt, in 580 Metern Höhe, war die Atombombe explodiert  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© US-Army / gemeinfrei

OB Reiter zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe

„Am 9. August 1945, dem Tag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki, beschrieb der amerikanische Kirchenvertreter Samuel McCrea Cavert dem US-Präsidenten Harry S. Truman in deutlichen Worten die Gefahr, die von Kernwaffen ausgeht: Sie wirkten unterschiedslos zerstörerisch. Ihr Einsatz sei ein sehr gefährlicher Präzedenzfall für die Zukunft der Menschheit. Truman hingegen sah nach fast sechs Jahren Krieg in der Bombe ein Mittel zur raschen Beendigung des schlimmsten Krieges in der Geschichte.

So kam es zu den beiden ersten und bislang einzigen Einsätzen von Atomwaffen in einem Krieg. Hunderttausende Menschen starben sofort oder an den Folgeschäden der atomaren Verstrahlung.

Seit einem Dreivierteljahrhundert lebt die Menschheit nun mit Kernwaffen.

Angesichts von weltweit immer noch knapp 14.000 Atomwaffen, zunehmender Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag sowie der Gefahr des Schmuggels radioaktiver Spaltmaterialien und atomarer Terroranschläge sollen und müssen auch die Kommunen gemeinsam mit den lokalen Friedensbewegungen ein klares Abrüstungssignal senden.

Ich halte daher ein entschiedenes Auftreten der Städte und Gemeinden in ihrem Bestreben für ein friedliches Zusammenleben ohne die Bedrohung (nicht nur) nuklearer Waffen für dringend angezeigt und erforderlich.

Leider haben bisher noch nicht alle Staaten und insbesondere keine Atommacht, ja noch nicht einmal Japan, den UN-Vertrag über das Verbot von Kernwaffen unterzeichnet, geschweige denn ratifiziert. Er ist noch nicht in Kraft getreten. Das ist die Entscheidung von Regierungen und nicht die von Bürgermeister*innen.

Aber gerade wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wissen um die Verletzlichkeit unserer Städte und ihrer Menschen. Deshalb schließe ich mich ausdrücklich den Worten des damaligen UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon anlässlich des 70. Jahrestages der Atombombenabwürfe an: „No more Hiroshimas! No more Nagasakis!“

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Konferenzen wegen Pandemie verschoben

Die Konferenz der "Mayors for Peace" ist wie die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben worden.

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Abzeichen der Rainbow Division

Münchner Freiheit: Gedenken an 75 Jahre Befreiung von der Nazidiktatur

Am 30.04.1945 befreite das XV. Korps der 7. US-Armee die vormalige „Hauptstadt der Bewegung“ vom mörderischen Regime der Nazidiktatur. Tags zuvor endete mit dem Einmarsch der Amerikaner das Martyrium der Überlebenden des KZ Dachau. Zwei Tage zuvor scheiterte eine Aktion der "Freiheitsaktion Bayern". Sie rief die Bevölkerung über Radio zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime auf. Die Nazidiktatur tötete daraufhin zahlreiche mutige Menschen, die dem sinnlosen Blutvergießen ein Ende bereiten wollten. Der Name eines bekannten Platzes erinnert daran: die „Münchner Freiheit“ in Schwabing.

Wenn wir in diesen Tagen des 75. Jahrestags der Befreiung Münchens gedenken, geschieht dies unter den besonderen Bedingungen der Coronakrise. Offizielle Gedenkveranstaltungen fallen aus. Vieles, was als Beitrag zu dieser „Erinnerungskultur“ geplant war, findet gar nicht oder nur digital statt.

Umso wichtiger ist es, dass wir im Münchner Stadtbild trotzdem sichtbare Zeichen setzen: Mit den weißen Fahnen des Künstler-Duos Wolfram P. Kastner und Michael Wladarsch soll an vielen Stellen an den „Tag der Befreiung“ am 30.04.1945 erinnert werden. Ich habe als Oberbürgermeister und Mitglied der „Mayors for Peace“ für diese Kunstaktion gerne die Schirmherrschaft übernommen.

75 Jahre nach dem Ende der Nazibarbarei sind Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit immer noch aktiv. Wir werden diese antidemokratischen Erscheinungsformen weiterhin entschlossen bekämpfen. Damit handeln wir im Sinne der Erinnerung an die Opfer der Nazidiktatur und die alliierten Befreier und für die Zukunft unserer Kinder in einer offenen, demokratischen und solidarischen Gesellschaft.

Der Regenbogen ist ein Symbol für eine solche Gesellschaft. Er ist passenderweise auch das Emblem der 42. US-Infanteriedivision, die bei der Befreiung Dachaus und Münchens eine wichtige Rolle spielte.

Er spannt einen symbolischen Bogen zwischen der „Rainbow Division“ und unseren Vorstellungen eines Gemeinwesens, in dem jeder Mensch in Würde seinen Platz findet. Er ist auch ein Symbol für die „Münchner Freiheit“.

Das Erinnerungsstele der Koordinierungsstelle Erinnerungszeichen wurde am 19.07.2019 der Öffentlichkeit übergeben.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Die Erinnerungsstele der Koordinierungsstelle Erinnerungszeichen wurde am ...
© Presseamt / Michael Nagy

Erinnerungszeichen für ermordeten Flieger James M. Greene

Der Oberbürgermeister hat am 19.07.2019 das Erinnerungszeichen für den 1944 ermordeten amerikanischen Soldaten James Malcolm Greene übergeben.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der 'Rathaus Umschau' (Ausgabe 135 vom 18.07.2019) bzw. den folgenden Links:

Friedensengel / © Presseamt, Nagy  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Friedensengel

Grußwort von OB Dieter Reiter zur Menschenkette am 1. Juni 2019

Liebe Münchnerinnen und Münchner, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

Sie alle haben sich heute zusammengefunden, um Hand in Hand gemeinsam ein deutlich sichtbares Zeichen für Frieden und Abrüstung zu setzen.
Im Februar 2019 zogen sich die USA vom INF-Vertrag über die Abrüstung nuklearer Kurz- und Mittelstreckensysteme mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 km zurück. Russland hat daraufhin ebenfalls seine Vertragspflichten suspendiert. Leider, denn der INF-Vertrag ist ein wichtiges Element der Rüstungskontrolle!
Er dient in besonderer Weise auch europäischen Interessen. Nach seiner Präambel sollte dieser Vertrag auch die strategische Stabilität festigen. Die in ihm vorgesehenen Maßnahmen trugen zur Verringerung der Gefahr des Ausbruchs eines Krieges bei und festigten den Weltfrieden und die internationale Sicherheit.

Trümmertulpe (Schuttblume) von Rudolf Belling   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Schuttblume im Olympiapark von Rudolf Belling zur Erinnerung an die Münchner ...

1944: Münchner Bombenopfer - Mahnung zum Frieden

Das Lied 'Solange der Alte Peter, der Petersturm noch steht...' ist quasi ein musikalisches Sinnbild der Beständigkeit unserer Stadt. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass der Turm des Alten Peter am 25. April 1944 nach einem Bombenangriff brennend auf den Marienplatz stürzte.

Das ist die schreckliche Bilanz der 74 Luftangriffe auf München während des Zweiten Weltkrieges: 6.632 Menschen kamen ums Leben. 15.800 wurden verletzt. 21.000 Häuser mit rund 94.000 Wohnungen waren entweder total oder stark zerstört. Rund 300.000 Menschen wurden obdachlos.

90 Prozent der historischen Münchner Altstadt lagen in Schutt und Asche. Das gesamte Stadtgebiet wies einen Zerstörungsgrad von rund 50 Prozent seines Gebäudebestandes auf. Dies war die Folge des Abwurfs von 450 Luftminen, 61.000 Sprengbomben, 142.000 Flüssigkeitsbomben und 3,3 Millionen Stabbrand-Bomben. Unsere Stadt war so stark zerstört, dass manche Städteplaner überlegten, München nicht wieder an historischer Stätte aufzubauen, sondern am Starnberger See neu zu errichten.

Als Mitglied der „Mayors for Peace“ möchte ich an dieser Stelle nochmals besonders an das Leid der Insassen des KZ Dachau erinnern, die bis zum Kriegsende zur Bombensuche zwangsrekrutiert wurden und im Münchner Trümmerfeld beim Auffinden und Entschärfen von „Blindgängern“ ihr Leben ließen.

75 Jahre später ist München längst wieder eine blühende Stadt. Dem 'Alten Peter' sehen wir den Schrecken des Krieges nicht mehr an. Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheit in der Welt und den Diskussionen um die atomare Bedrohung appelliere ich als Münchner Oberbürgermeister und Mitglied der Mayors for Peace an alle Verantwortlichen und Mächtigen zum Dialog und zur besonnenen Abrüstung, damit sich die Schrecken unserer Vergangenheit nicht wiederholen.

Mayors for Peace aus aller Welt präsentieren sich in neuem Film

Ein filmischer Beitrag gibt einen Einblick in die Tätigkeit der Mayors for Peace. Dazu erklärt OB Dieter Reiter: "Elf Amtskolleginnen und Amtskollegen aus Japan, den Philippinen, den USA, Kanada, Großbritannien, Spanien, Belgien, Deutschland, Italien und Russland berichten von ihrer Arbeit für den Frieden und eine Welt ohne Atomwaffen. Die zehn Minuten Film sind eine gut investierte Zeit. Sie geben viele wertvolle Anregungen. Frieden ist nicht nur eine Sache der "Großen Politik". Ein kommunales Netzwerk wie die Mayors for Peace ist ein wichtiger Beitrag für den Frieden auf der ganzen Welt.

Kampagnen-Logo ICAN Cities Appeal  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Münchner OB unterstützt als 'Mayor for Peace' ICAN Cities Appeal

„Als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und Mitglied der 'Mayors for Peace' bin ich zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Einwohnerinnen und Einwohner das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder auch nur versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen.

Als einer von vielen tausend 'Mayors for Peace' würde ich den Beitritt von möglichst vielen Staaten zu dem von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen vom 07.07.2017 begrüßen.“

"Dem Sieg geweiht - vom Krieg zerstört - zum Frieden mahnend" => hier geht es zu den Anliegen der "Mayors of Peace"

Ausstellung im NS-Doku-Zentrum /© Orla Connolly  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Schwarzweiß-Muster aufbrechen

Nicht Schwarzweiß: Geschichte verstehen – Gegenwart gestalten – Zukunft verantworten: Unter diesem Motto stellen 200 Schülerinnen und Schüler der Städtischen „Berufsschule für Farbe und Gestaltung“ ihre künstlerischen Arbeiten vor, die ab heute bis zum 05.05.2019 im NS-Dokumentationszentrum München zu sehen sind.

Als Münchner Oberbürgermeister und Mitglied der „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) begeistert mich das Engagement der jungen Menschen, die sich mit gesellschaftspolitischen Fragen, die uns alle angehen, auseinandersetzen: Was bedroht uns? Was sichert unsere Zukunft? Welche Werte sind uns wichtig? Wie bauen wir Vorurteile und Feindbilder ab?
Viele der Mitwirkenden haben Migrationshintergrund und stammen aus Kriegs- und Krisengebieten. Sie verarbeiten ihre Erfahrungen und Gedanken mittels Farbe, Form, Schrift und Licht zu sehr persönlichen Plädoyers für Solidarität und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

Dem gilt mein Respekt! Ich wünsche der Ausstellung viel Erfolg und die große öffentliche Aufmerksamkeit, die sie verdient.

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Ausschnitt aus dem Plakat zur 17. Internationalen Friedenskonferenz

OB Dieter Reiter zum Rückzug der Großmächte aus dem INF-Vertrag

Vom 15.02. bis 17.02.2019 findet die 55. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) statt. Auf der Tagesordnung der MSC 2019 stehen insbesondere die Selbstbehauptung der Europäischen Union, die transatlantische Zusammenarbeit sowie mögliche Auswirkungen einer neuen Ära des Großmächtewettbewerbs

„Anfang dieses Jahres habe ich als Mitglied der deutschen „Mayors for Peace“-Sektion anlässlich des angekündigten Rückzugs der USA vom INF-Vertrag einen Brief an den deutschen Außenminister Heiko Maas unterstützt. Ziel war der Erhalt dieses wegweisend wichtigen Völkerrechtswerks zur atomaren Abrüstung. Leider haben sich Russland und die USA von diesem Vertrag zurückgezogen und ihn dadurch obsolet gemacht.

Die Landeshauptstadt München ist Mitglied der Mayors-for-Peace-Initiative. Deshalb appelliere ich anlässlich der MSC 2019 an alle verantwortlichen Konferenz-Beteiligten, bestehende oder sich neu entwickelnde Interessenskonflikte und Großmacht-Rivalitäten im Dialog zu lösen und nicht mit einer neuen Spirale nuklearen Wettrüstens zu reagieren.

Gerade deshalb ist der LHM die Unterstützung der zeitgleich stattfindenden jährlichen „Internationalen Münchner Friedenskonferenz“ ein wichtiges Anliegen. Hier sollen die Chancen für eine Entwicklung zu Frieden und Gerechtigkeit, die Ursachen von Krieg und Flucht sowie gewaltfreie Politikkonzepte erörtert werden.“

Mohnblumen auf dem Königsplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Mohnblumen auf dem Königsplatz / © Presseamt, München

NEVER AGAIN - Kunstprojekt auf dem Königsplatz

Kunstprojekt von Dr. Walter Kuhn unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern der städtischen Anita-Augspurg-Berufsoberschule.
Die Mohnblume ist im englischsprachigen Kulturraum das Symbol für Gefallene des Weltkrieges.

OB Dieter Reiter:
„Am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Der 100. Jahrestag ist Anlass zum Rückblick, aber auch zur vertieften Auseinandersetzung mit unserer eigenen Geschichte und dem europäischen Einigungswerk, dessen demokratische und friedliche Errungenschaften zunehmend durch nationalistische und populistische Kräfte in ihrer Substanz in Frage gestellt werden.

Der Münchner Stadtrat hat vor diesem Hintergrund die Durchführung des Programms „1918 – 2018. Was ist Demokratie?“ beschlossen (hier geht es zum gesamten Veranstaltungsprogramm). Als Münchner Oberbürgermeister und Mitglied der Mayors for Peace rufe ich zur regen Beteiligung an den über 330 Veranstaltungen dieser Reihe auf.

Als Schirmherr der NEVER AGAIN-Kunstaktion von Walter Kuhn freue ich mich ganz besonders, dass die Schülerinnen und Schüler der städtischen Anita-Augspurg-Berufsoberschule als direkte Nachbarn dieses historisch so belasteten Königsplatzes sich mit einem eigenen Beitrag zur Erinnerungskultur an diesem Gedenken beteiligen.“

-> Mehr Infos zu dem Projekt

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Glocke im Alten Rathaus / © Presseamt/Michael Nagy

Dem Frieden Gehör verschaffen!

OB Dieter Reiter zur Beteiligung der LHM am SHARING-HERITAGE-Projekt am „Internationalen Tag des Friedens“ (21.09.2018) im Rahmen des „KulturErbeJahres 2018“

„Schlag 18.00 Uhr am 21. September 2018, an dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen jährlich stattfindenden 'Internationalen Tag des Friedens', wird im Rahmen der Aktion SHARING HERITAGE die Glocke am Turm des Alten Rathauses für 15 Minuten in das europaweite Geläut säkularer und kirchlicher Glocken mit einstimmen. ... weiter

Demba und Kerem im Studio  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

OB Dieter Reiter zum Abschluss der 9. Staffel "Endlich Frieden" ("MünchenHören")

Die 9. Staffel des Radioprojekts des Bayerischen Rundfunks „MünchenHören“ widmet sich dem Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren. Dessen Auswirkungen sind heute noch in der Weltpolitik spürbar.

Das Ende dieses globalen Konflikts und die gegenwärtigen Konflikte in der Welt mahnen uns auch 100 Jahre später daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Der im Themen-Titel ausgedrückte Wunsch „Endlich Frieden!“ ist leider immer noch aktuell. Das sehen wir an den Menschen, die in unserer Stadt Schutz gefunden haben.

Friedensschaffung und Friedenserhalt sind ein wichtiges Anliegen der Mayors for Peace. Deshalb war die Mitwirkung des Pädagogischen Instituts im städtischen Referat für Bildung und Sport an diesem Radioprojekt eine besonders sinnvolle Maßnahme. Ich danke allen Beteiligten und insbesondere den Schülerinnen und Schülern für die Durchführung dieses Projekts. "

Kazumi Matsui, Bürgermeister der Stadt Hiroshima mit Ricarda Schuller  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Vier Wochen bei Mayors for Peace in Hiroshima

Von Mitte Juni bis Mitte Juli 2018 hatte Ricarda Schuller, Mitarbeiterin der LH München im Referat für Bildung und Sport, die Möglichkeit, ein Praktikum in der Zentrale der „Mayors for Peace“ in Hiroshima zu absolvieren.

Während dieser Zeit erhielt sie interessante Einblicke in die Arbeit der Organisation , die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die weitreichenden Folgen von Atombomben aufzuklären und ihre weltweite Abschaffung zu fordern.

Ihren Reisebericht lesen Sie hier.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (Pressefoto 6), © Presseamt / Nagy  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

OB Dieter Reiter gratuliert ICAN zum Friedensnobelpreis

Oberbürgermeister Dieter Reiter übersendet als Mitglied der dt. Sektion der „Mayors for Peace“ anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises am 10.12.2017 an ICAN („Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“) die Glückwünsche der Landeshauptstadt München (8.12.2017).

„Der diesjährige Friedensnobelpreis für die 'Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen' setzt ein klares Signal. Mit ICAN geht die Auszeichnung an eine länderübergreifende Organisation, deren Ziel das völkerrechtliche Verbot von Kernwaffen ist.

Im Gegensatz zu chemischen und biologischen Waffen sind Nuklearwaffen noch nicht völkerrechtlich geächtet. Die Ächtung und weltweite Abschaffung dieser schrecklichen Waffen bleibt daher ein wichtiges Ziel.

Ich möchte heute am Tag der Preisverleihung im Namen von eineinhalb Millionen Münchnerinnen und Münchnern dem ICAN-Team für seine Arbeit Respekt zollen und der Organisation für ihr weiteres friedenspolitisches Wirken die besten Glückwünsche der Landeshauptstadt München übermitteln.“