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Vier Wochen bei Mayors for Peace in Hiroshima


Im Peace Memorial Museum. Viele Schulklassen besuchen das
Museum, welches unter anderem auch persönliche Gegenstände der
Atombombenopfer zeigt.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Die Kleider von Opfern der Atomkatastrophe

Viel gelernt und tief beeindruckt

Frau Ricarda Schuller, Mitarbeiterin der LH München im Referat für Bildung und Sport, berichtet von ihren Praktikumserfahrungen in Hiroshima

Von Mitte Juni bis Mitte Juli 2018 hatte ich die Möglichkeit, ein Praktikum in der Zentrale der „Mayors for Peace“ in Hiroshima zu absolvieren. Während dieser Zeit habe ich gute Einblicke in die Arbeit der Organisation bekommen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, über die weitreichenden Folgen von Atombomben aufzuklären und ihre weltweite Abschaffung zu fordern.

Ich nahm teil an einem zweiwöchigen Programm, das sich speziell an jüngere Menschen richtet, die sich in der Friedensarbeit engagieren und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirken sollen. Vor diesem Hintergrund geht die Organisation weltweit Kooperationen mit weiteren Mitgliedsstädten ein - insbesondere mit deren Universitäten, denen sie Informationen und Materialien zu den Folgen von Atombombenabwürfen kostenlos zur Verfügung stellt.

Während meiner Zeit in Hiroshima habe ich viel über die Geschichte der Atombombenabwürfe gelernt. Ich besuchte die Gedenkstätten vor Ort und informierte mich über die Schicksale der Strahlungsopfer. So traf ich auch eine Überlebende, Frau Keiko Oguro, welche mir ihre Erinnerungen erzählte und einen tiefen Eindruck bei mir hinterließ.

Darüber hinaus tauschte ich mich mit Verantwortlichen der japanischen Mayors for Peace- Sektion zum Thema Friedensarbeit aus. Beispielsweise hatte ich zu Beginn und am Ende meines Aufenthalts die Möglichkeit, Herrn Kazumi Matsui, den Bürgermeister der Stadt Hiroshima und Vorsitzenden der internationalen Mayors for Peace-Zentrale, zu treffen.

Ein besonderes Anliegen war es mir, im Rahmen einer Präsentation den Vertreterinnen und Vertretern der Organisation vorzustellen, welche Schritte in München unternommen wurden bzw. geplant sind, um eine friedliche Stadtgesellschaft zu fördern.

Als Folge dieser Eindrücke kann ich meine Erfahrungen aus Hiroshima nun gewinnbringend bei der LHM einbringen und in engem Kontakt mit der zuständigen Stelle im Direktorium Ideen für ein zukünftiges Engagement entwickeln. In Zukunft möchte ich mein Wissen und das, was ich in Hiroshima gelernt habe, an meine Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

Mein Fazit nach vier Wochen bei Mayors for Peace in Hiroshima: Ich bin wirklich beeindruckt von der Arbeit dieser Organisation. Es ist toll zu sehen, wie Hiroshima seine leidvolle Historie für etwas Positives nutzt und sich für weltweiten Frieden und nukleare Abrüstung einsetzt.