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Edinburgh


Castle, Edinburgh, Stadt Edinburgh  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Edinburgh - Schottische Partnerstadt


... ist Münchens älteste Schwester. Im Frühjahr 1954 fing es an, als sich die damaligen Stadtschulräte erstmals begegneten. Der Deputy Director of Edinburgh (korrekte Aussprache übrigens: "Ädinbörra") besuchte seinen Münchner Kollegen Dr. Anton Fingerle und man beschloss, künftig regelmäßig Lehrer- und Schülergruppen auszutauschen. Die Stadtparlamente der schottischen und bayerischen Hauptstadt fanden dies eine ausgezeichnete Idee und mit den Vertragsunterschriften von Oberbürgermeister Thomas Wimmer und Lord Provost John G. Banks begann im gleichen Jahr die Geschichte der Münchner Städtepartnerschaften.

Kurze Geschichte der Stadt

Der Ursprung der Stadt liegt im Dunkeln. Um 450 lassen sich auf dem heutigen Burgfelsen die Pikten, ein keltischer Stamm, nieder. Um 700 rücken die Angeln nach Norden vor. Ein König Namens Edwin zerstört die kleine Siedlung und lässt eine starke Festung errichten. Doch all diese Ereignisse können nicht historisch belegt werden.

Mittelalter
Verlässliche Kenntnisse über die Geschichte der Stadt haben wir erst ab der Jahrtausendwende. Der schottische König Malcolm III. Canmore lässt um 1100 eine Burg auf dem Felsen der Mündungsbucht Firth of Forth erbauen. Sein Sohn, König David I., gründet eine Meile weiter östlich auf dem auslaufenden Burgfelsen die Augustinerabtei Holyrood. Zwischen diesen beiden Gebäudekomplexen, die Sicherheit und Wohlstand garantieren, kann sich rasch eine kleine Stadt entwickeln. Doch bald kommen kriegerische Zeiten. Im 13. und 14. Jahrhundert wird Edinburgh mehrmals belagert und schwer verwüstet. Erst Mitte des 15. Jahrhunderts kann sich die Stadt von diesen Schlägen wieder erholen. Edinburgh gewinnt an Bedeutung und kann allmählich den führenden schottischen Städten Perth und Dunfermline den Rang ablaufen. König James IV. erkennt dies und erklärt 1452 Edinburgh zur neuen Hauptstadt Schottlands. Die Stadt wird befestigt und ein mächtiger Schutzwall um den Burgberg gezogen.

Neuzeit
Aber nur kurz können sich die Bürger der Stadt der neugewonnenen Bedeutung uneingeschränkt erfreuen. Das 16. Jahrhundert bringt religiöse und politische Unruhen. Edinburgh wird von den Wirren der Reformation erfasst. Auch die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Maria Stuart und ihren Gegnern verschonen die Stadt nicht.
Trotzdem entwickelt sich Edinburgh weiter. Die Stadt wächst und das Stadtbild erhält charakteristische Züge. Bedingt durch die geographischen Gegebenheiten - steil abfallende Felsen und großer flacher See am Fuß des Burgfelsens - ist eine Ausdehnung des Stadtgebietes kaum möglich. Die Stadt wird dichter und wächst in die Höhe. Auf engstem Raum werden schmale hohe Häuser errichtet. Reges Leben herrscht in den engen Gässchen.
Einen herben Einschnitt bringt für die Stadt das Jahr 1603. König James VI. von Schottland besteigt den englischen Thron. Er verlegt seinen Hof von Edinburgh nach London. 1707 schließlich wird Schottland mit England vereinigt. Edinburgh verliert in dieser Zeit an politischer Bedeutung und an Prestige.
Doch dafür blüht die Stadt jetzt umso mehr. Im 18. Jahrhundert erlebt Edinburgh eine Zeit kreativer Vitalität in Kunst und Wissenschaft. Die großen Philosophen David Hume und Adam Smith leben hier, berühmte Dichter und Maler besuchen die Stadt, der Ruf schottischer Ärzte ist in der ganzen Welt anerkannt.
In dieser Zeit beschloss der Stadtrat den Bau eines neuen Stadtteils am Fuß des Burgfelsens. Die Ebene wird entwässert, es entsteht unter Leitung des jungen Architekten James Craig die "New Town" von Edinburgh. Klassizistisch großzügig ist die Straßenanlage, und die genialsten Architekten der Zeit steuern Entwürfe für die geplanten Gebäude bei.

Um 1830 jedoch bricht das "goldene Zeitalter" der Stadt abrupt ab. Literaten, Künstler und Philosophen wandern nach London ab. Edinburghs Bedeutung als kulturelles und städtebauliches Zentrum reduziert sich auf Schottland. Auch die Industrialisierung ändert daran nichts mehr.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihren Festspielen gelang es der schottischen Hauptstadt sich wieder einen Namen zu machen.


Politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Stadt

Als Hauptstadt Schottlands ist Edinburgh das politische Zentrum der Region, Alle regionalen Verwaltungsbehörden haben hier ihren Sitz. Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten Jahren kaum geändert und pendelt um 450 000.


Wirtschaft

Den ersten Rang als schottisches Wirtschaftszentrum muss sich Edinburgh mit Glasgow teilen. Edinburgh hat einen Hochseehafen und verschiedenste Industriebetriebe sind hier angesiedelt. Neben den traditionellen Gewerben Papierherstellung und Druckerei hat vor einigen Jahren auch die elektronische Industrie den Standort Edinburgh entdeckt. Seit 1960 hat sich die Stadt mit ihren großen Bankhäusern zu einem Finanzzentrum entwickelt. Auch der Fremdenverkehr ist in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden.


Kultur

Edinburgh ist das kulturelle Zentrum Schottlands und neben London die Kulturstadt Großbritanniens. Die Stadt besitzt eine Universität, mehrere Hochschulen und einige berühmte Lehranstalten. Bedeutende Museen und Galerien, allen voran die "National Gallery of Modern Art" sind ein Muss für jeden kunstbeflissenen Besucher der Stadt.
Absoluter Höhepunkt des kulturellen Lebens sind jedes Jahr im August die Internationalen Festspiele von Edinburgh. Geboten werden hochklassige Aufführungen in allen Bereichen der Musik. Das "Edinburgh-Festival" wurde 1947 ins Leben gerufen, um die friedensstiftende Kraft der Kunst für die Völkerverständigung zu nutzen.
 

Ansprechpartner

Manuela Forster
Tel. (089) 233-92572
Fax (089) 233-28047
manuela.forster@muenchen.de