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München leuchtet in Gold für Gerhard Polt


OB Christian Ude mit Gerhard Polt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Kulturempfang der Stadt München: Medaille „München leuchtet“ in Gold für Gerhard Polt

(10.7.2012) Vor fünf Jahren hatte Gerhard Polt die Auszeichnung noch abgelehnt, weil er sich mit 65 Jahren einfach noch zu jung fühlte, um für seine großen Verdienste um München geehrt zu werden. Mit 70 fühlte sich Polt nun aber doch reif für die Ehrung, die Oberbürgermeister Christian Ude ihm jetzt angedeihen ließ. Beim  alljährlichen Kulturempfang der Stadt München, zu dem am Montag an die 600 Kulturschaffende aus allen Bereichen in den Garten der Villa Stuck gekommen waren, überreichte Ude dem „brillanten Kabarettisten, Autor, Schauspieler, Regisseur und Theatermacher“ Polt die Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in  Gold für seine hervorragenden Verdienste um die Kultur- und Filmstadt München.
„München leuchtet“ – dabei dächten viele nicht nur an das Zitat von Thomas Mann, das der städtischen  Auszeichnung den Namen gab, hob Ude bei der Verleihung der Medaille an Polt hervor. In einem Theaterstück mit diesem Titel hatte sich Polt zusammen mit der Biermösl Blosn in den Münchner Kammerspielen 1984 über  städtische Auszeichnungen lustig gemacht. Die Verleihung eben dieser Medaille an Polt sei deshalb auch eine „scherzhafte Revanche“, merkte Ude launig an und zeigte Verständnis, dass es dem so Geehrten deshalb nicht leicht gefallen sei, die Auszeichnung anzunehmen.
Die Stadt München habe Gerhard Polt aber schon sehr früh mit Auszeichnungen gefördert, erinnerte Ude. Bereits 1975 – noch vor den ersten großen Erfolgen des Kabarettisten – erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt. Später kam der Ernst-Hoferichter-Preis hinzu. Und anlässlich seines 70. Geburtstags ehrt das Literaturhaus Gerhard Polt derzeit auch mit einer eigenen Ausstellung unter dem Titel „Braucht’s des?!“, die noch bis 15. Juli zu sehen ist.
Zu der „musealen Verehrung“ habe Polt es als einer der ganz Wenigen gebracht, deren Filme, Sketche und Szenen zum Allgemeingut geworden seien, erklärte Ude und erinnerte an „Mai Ling“ und den längst sprichwörtlichen „Leberkäs Hawaii“. „Seinen Ruf als Stadt des Kabaretts und der Satire hat München maßgeblich auch Gerhard Polt zu verdanken, der mit seinen Stücken an den Münchner Theatern immer wieder große Erfolge gefeiert hat“, so Ude.

Vor der Ehrung von Gerhard Polt hatte Ude beim Kulturempfang auf die großen Investitionen der Stadt in  Kultureinrichtungen verwiesen – angefangen bei der Sanierung der Kammerspiele und der Villa Stuck in den vergangenen Jahren über das neue Museumsdepot bis hin zu den laufenden Sanierungen von Deutschem Theater und Lenbachhaus. „Das zeigt, der Stadt ist die Kultur nicht nur lieb, sondern auch teuer“, so Ude.
Unter den zahlreichen Gästen beim Kulturempfang in der Villa Stuck waren neben Wegbegleitern Polts wie Dieter Hildebrandt, Gisela Schneeberger, Christoph und Michael Well von der Biermösl Blosn viele bekannte  Kabarettisten und Schauspieler wie Luise Kinseher, Andreas Giebel, Christian Springer, Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig und Georg Ringsgwandl. Anwesend waren auch die Münchner Ehrenbürgerin Dr. h.c. Charlotte Knobloch, der frühere Bürgermeister Dr. Winfried Zehetmeier (CSU), die  Landtagsabgeordneten Karl Freller (CSU) und Isabell Zacharias (SPD) sowie aus den Reihen des Stadtrats Dr. Ingrid Anker, Constantinos Gianacacos, Nikolaus Gradl, Hans Dieter Kaplan, Haimo Liebich, Monika Renner, Klaus-Peter Rupp (alle SPD), Dr. Reinhold Babor, Beatrix Burkhardt, Dr. Evelyne Menges, Marian Offman, Elisabeth Schmucker (alle CSU), Sabine Krieger (Grüne), Dr. Michael Mattar, Christa Stock (FDP), Johann Altmann (Freie Wähler) und Brigitte Wolf (Die Linke), Baureferentin Rosemarie Hingerl, Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers und Stadtschulrat Rainer Schweppe.