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München leuchtet für Susanne Breit-Keßler


Susanne Breit-Keßler  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Susanne Breit-Kessler, erste bayerische Regionalbischöfin und Repräsentantin des evangelischen München, hat die Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Gold erhalten.
Oberbürgermeister Christian Ude überreichte ihr am Dienstag die Auszeichnung der Stadt im Rahmen einer kleinen Feier. Es sei ihm „eine unbandige Freude“, diese Ehrung vornehmen zu dürfen, so der Oberbürgermeister während der Veranstaltung in der Grütznerstube im Rathaus. In seiner Laudatio würdigte er die theologische und seelsorgerische Arbeit, das soziale und politische Engagement der Regionalbischöfin sowie ihren Einsatz zugunsten benachteiligter Menschen.
Trotz ihrer ungewöhnlichen Karriere habe die Oberkirchenrätin im Rahmen ihrer theologischen Arbeit nie die weltlichen Themen aus den Augen verloren. „Weltzugewandtheit tut der Evangelischen Kirche gut. Dass die Evangelische Kirche in den letzten Jahren an Präsenz und Gewicht gewonnen hat, ist ganz besonders auch Dir zu verdanken“, bemerkte Ude. Heraus hob das Stadtoberhaupt auch Breit-Keßlers Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus. Farbe für Toleranz und Menschlichkeit zu bekennen, sei für eine Gesellschaft unerlässlich.
Breit-Keßler bedankte sich für die überreichte Medaille und erklärte: „Es ist mir eine große Ehre und Freude.“
Susanne Breit-Kessler wurde 1954 in Heidenheim geboren und wuchs im oberbayerischen Oberaudorf auf. Sie studierte Germanistik und Alte Geschichte, dann evangelische Theologie in München. Nach ihrem Vikariat an der Münchner St. Matthäuskirche wurde sie 1984 in Icking zur Pfarrerin ordiniert. Anschließend war sie zwei Jahre lang Schulpfarrerin am Gymnasium in Tutzing. Von 1986 bis 1987 absolvierte Breit-Keßler eine journalistische Ausbildung bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Danach arbeitete sie als Publizistin für zahlreiche Medien, unter anderem als Korrespondentin, Autorin und Rundfunkpredigerin beim BR sowie als Sprecherin des „Wort zum Sonntag“ bei der ARD. Ab 1994 war sie als Medien-Beauftragte für die Landeskirchenleitung tätig. Daneben ist Breit-Keßler Autorin und Herausgeberin zahlreicher Andachts-, Meditations-und Schulbücher. Die 60-Jährige gehört mehreren Gremien an, darunter der Ad-hoc-Kommission „Ehe und Familie“ der EKD und dem Präsidium der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Seit 1. März 2001 ist Breit-Keßler Oberkirchenrätin und Regionalbischöfin für München und Oberbayern, seit 1.  Dezember 2003 Ständige Vertreterin des Landesbischofs. Am 7. Januar 2010 wurde sie erneut für weitere zehn Jahre als Regionalbischöfin berufen.
An der Ehrung nahmen auch die Stadträtinnen und Stadträte Hans Dieter Kaplan und Beatrix Zurek (beide SPD) sowie Elisabeth Schosser (CSU) und Gülseren Demirel (Bündnis 90/Die Grünen) teil.