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Medaille „München leuchtet“ in Gold für Maia Grassinger


Maia Grassinger  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

(12.2.2016) Für ihren jahrzehntelangen engagierten Beitrag zur Vielfalt des kulturellen Lebens in München überreichte Bürgermeister Josef Schmid jetzt der Präsidentin des Münchner Künstlerhauses, Maia Grassinger, die Medaille „München leuchtet - Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Gold.
Maia Grassinger ist seit 2006 Präsidentin des Münchner Künstlerhauses am Lenbachplatz und damit verantwortlich sowohl für den Erhalt des vom Architekten Gabriel von Seidl entworfenen Gebäudes wie auch für die Fortsetzung seines traditionellen Auftrags, ein Ort der Begegnung zwischen Kunst und Gesellschaft zu sein.
In dem 1900 fertiggestellten Vereinshaus Münchner Künstler feierten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstler wie Franz von Lenbach, Franz von Stuck und Fritz August Kaulbach große Feste mit dem Münchner Großbürgertum. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein Fliegerangriff das Haus. Nach dem Wiederaufbau wurde es 1961 vom Münchner Künstlerhaus-Verein wiedereröffnet.
Bereits seit den Sechziger Jahren ist auch Maia Grassinger dem Münchner Künstlerhaus verbunden. Ihre Leidenschaft für das Puppenspiel – noch heute ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten des Künstlerhauseses – führte sie und ihren Mann Peter an das Haus. Gemeinsam setzte sich das Paar über Jahrzehnte sowohl für den Erhalt der historischen Bausubstanz wie für die inhaltliche Konzeption ein.
Dabei gab es auch manche Hürden zu überwinden. Denn aufgrund wirtschaftlicher Probleme infolge der Baufinanzierung wurde das Künstlerhaus 30 Jahre lang, von 1967 bis 1997, extern vermietet und eher für Tagungen und Kongresse genutzt als für kulturelle Zwecke. Erst nach der Generalsanierung und der Umwandlung des Münchner Künstlerhauses in eine Stiftung konnte sich das Haus ab 2001 wieder verstärkt zu einem Ort der kulturellen Begegnung entwickeln.
Präsident der Künstlerhaus-Stiftung wurde zunächst Peter Grassinger, 2006 folgte ihm seine Frau Maia im Amt nach. „Zunächst gemeinsam mit Ihrem Mann und nunmehr seit einem Jahrzehnt in alleiniger Verantwortung ist es Ihnen gelungen, genügend Spielraum zu schaffen, um mit hochkarätigen kulturellen Veranstaltungen den Auftrag des Münchner Künstlerhauses als einem Begegnungsort für alle Künste, inzwischen auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, neu zu definieren“, würdigte Bürgermeister Schmid jetzt Grassingers Verdienste.
Zum Kulturprogramm des Künstlerhauses gehören heute regelmäßige Ausstellungen, Konzerte, kabarettistische Veranstaltungen, Lesungen und Vorträge. Seit einiger Zeit gibt es unter dem Titel „little ART“ auch ein eigenes Kinderprogramm. Zu den Glanzlichtern des Veranstaltungsprogramms gehören außerdem die alljährlichen Gauklerbälle, deren Tradition die Künstlergesellschaft Allotria vor mehr als einem Jahrhundert mit ihren legendären Kostümfesten begründete und das Ehepaar Grassinger wiederbelebte.
An der Ehrung im Hauberrisser-Zimmer des Rathauses nahm auch Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers teil.