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München leuchtet für Christian Springer


Christian Springer mit Oberbürgermeister Dieter Reiter  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

in Gold

In Anerkennung seiner Verdienste um die Kulturstadt München und seines sozialen Engagements hat Oberbürgermeister Dieter Reiter den Kabarettisten Christian Springer heute mit der Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Gold ausgezeichnet.

OB Reiter: „Es ist mir eine große Freude, Christian Springer heute die besondere Auszeichnung ‚München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens‘ in Gold zu überreichen. Neben seinen Verdiensten als Kabarettist mit spitzer Feder leistet Christian auch einen wichtigen Beitrag für unsere Stadtgesellschaft. Mit persönlichem Einsatz und Risiko setzt er sich für die Menschen in Syrien ein. Er hat ein Netzwerk aufgebaut, das sensationell ist. Christian Springer hat mich einfach beeindruckt, denn er macht tatsächlich etwas.“

Seine Karriere startete der profilierte und engagierte Kabarettist und Autor 1983 mit der Gründung des Kabaretts Fernrohr, gemeinsam mit Andreas Rüttenauer und Helmut Schleich. Über tausend Mal traten die drei in den folgenden 15 Jahren im gesamten deutschsprachigen Raum auf. Sie gehören zudem zu den Mitbegründern des wichtigen Münchner Kleinkunst-Nachwuchsfestivals Kabarett Kaktus.

Seit 1995 tritt der gebürtige Münchner mit seinen Solo-Programmen auf. Eine seiner einprägsamsten Figuren ist der liebenswerte Grantler Fonsi, der Kassenwart von Schloss Neuschwanstein. Springer verkörperte ihn von 1999 bis 2014, auch in zahlreichen BR-Produktionen. Sein aktuelles Programm „Alle machen. Keiner tut was.“ ist seit Mai 2018 zu sehen. Seit Anfang 2013 ist Christian Springer zusammen mit Michael Altinger zudem Gastgeber der monatlichen BR-Kabarett-Sendung „Schlachthof“.

Der 54-Jährige war außerdem Autor für Ottis Schlachthof, wirkte beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg mit und zeichnete 2008 erstmals verantwortlich für die Fastenpredigt des damals neuen Bruder Barnabas, Michael Lerchenberg.

Hervorzuheben ist zudem Christian Springers Engagement im Nahen Osten, seine Suche nach dem NS-Kriegsverbrecher Alois Brunner in Syrien sowie 2012 die Gründung des Vereins Orienthelfer: Er und sein Freiwilligenteam fahren regelmäßig nach Syrien, Jordanien und in den Libanon, um den Menschen dort zu helfen.

Springer veröffentlichte mehrere Bücher, darunter das aus seiner Suche nach Brunner entstandene Buch „Nazi, komm raus“. Er wurde mit etlichen Preisen und Auszeichnungen bedacht, unter anderem mit dem Hauptpreis des Bayerischen Kabarettpreises, dem Kabarettpreis der Landeshauptstadt München sowie dem Waldemar-von-Knoeringen-Preis. Im Februar diesen Jahres erhielt er zudem die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber. An der Verleihung der Medaille „München leuchtet“ nahmen zahlreiche Gäste teil, darunter der Kabarettist Christoph Süß, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch oder der frühere Landtagsabgeordnete Franz Maget sowie die Stadtratsmitglieder Christian Vorländer (SPD-Fraktion), Otto Seidl und Alexandra Gaßmann (beide CSU-Fraktion).