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Internationaler Tag gegen Gewalt


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Internationaler Tag gegen Gewalt am 25. November

Am 25.11.1960 wurden in der Dominikanischen Republik drei Regimegegnerinnen, die Schwestern Mirabal, bekannt als „las mariposas“(die Schmetterlinge), auf Befehl des Diktators Trujillo verschleppt, vergewaltigt und ermordet. Ihre politische Arbeit galt dem Sturz der Diktatur und dem Widerstand gegen die sexuelle Versklavung der Frauen. 1961 riefen lateinamerikanische Feministinnen diesen Tag zum Widerstandstag gegen Gewalt an Frauen aus, 1999 wurde er zum internationalen Aktionstag durch die Vereinten Nationen deklariert. Weltweit finden an diesem Tag Aktionen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt an Frauen statt.

Aktionswochen gegen Gewalt gegen Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinäre Menschen - für ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben

Schirmpatin: Bürgermeisterin Katrin Habenschaden

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November gibt es auch 2020 in München wieder ein umfangreiches und vielfältiges Veranstaltungsprogramm, organisiert und durchgeführt von einem breiten Aktionsbündnis.

Das Programm der Aktionswochen gegen Gewalt gegen Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinäre Menschen steht hier als PDF zum Download (PDF, 182 KB) bereit.


Zentrale Veranstaltung der Aktionswochen am Mittwoch 25.11.2020

19 bis 21.30, Rathaus, Gr. Sitzungssaal (nur mit Anmeldung)

Strategien gegen Antifeminismus und Frauen*hass

mit Vorträgen von Franziska Schutzbach (Soziologin und Geschlechterforscherin) und Andreas Hechler (Geschlechter- und Rechtsextremismusforscher) und einem Beitrag von Micky Wenngatz (Stadträtin, Vorsitzende der Stadtratskommission zur Gleichstellung von Frauen, Vorsitzende von München ist bunt e.V.)

Moderation: Sibylle Stotz, Zara Jakob Pfeiffer

Feminismus gilt ihnen als Wurzel allen Übels. Sexismus, ein völkisches Familienbild und Hass gegen Frauen* und gegen alle, die nicht heterosexuell sind und/oder in die binäre Geschlechterordnung passen, sind ein verbindendes Element in der Gedankenwelt rechtsextremistischer Attentäter und häufig ein Einstieg in rechtsextreme Weltbilder und Verschwörungstheorien. Männerrechtler, Pick-up-Artists, Incels und sog. Lebensschützer*innen radikalisieren sich im Internet und teilen die antifeministische Ideologie rechter Attentäter. Gleichzeitig sind antifeministische Argumentationsmuster bis weit in die bürgerliche Gesellschaft verbreitet und salonfähig. Sie bilden die Grundlage von Gewalt gegen Frauen* und LGBTIQ*.

Welche antifeministischen Strategien, Diskurse und Bewegungen gibt es und wie können wir ihnen erfolgreich entgegentreten? Wie gelingt es uns solidarische queer/feministische Bündnisse zu organisieren?

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht erreichbar.
Die Veranstaltung wird von Gebärdendolmetscher*innen übersetzt.

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, LGBTIQ*-feindliche oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Auf Grund der Kontaktbeschränkungen und des begrenzten Platzangebotes ist eine Anmeldung bis 19.11.2020 erforderlich unter gst@muenchen.de oder 089/233 92465

Die von den Veranstalter*innen vorgegebenen Hygienebestimmungen sind einzuhalten. =>> Hier geht es zum Flyer der Veranstaltung (PDF, 179 KB)

Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen.

Aktionspartnerinnen: Aktionsbündnis 2020, Frauen helfen Frauen e.V. München, Fachstelle für Demokratie der Stadt München, Gleichstellungsstelle für Frauen der Stadt München, www.aktiv-gegen-maennergewalt.de, Fachstelle Für Demokratie

Zonta sagt Nein zu Gewalt an Frauen - Aktionsplakat  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Aktion der (Münchner) Zonta Clubs 2019

Am 25. November ab 17 Uhr leuchteten in München über zehn öffentliche Gebäude in orange. Sie unterstützen damit die gemeinsame Aktion der vier lokalen ZONTA Clubs zum Thema Gewalt gegen Frauen / „ZONTA Says NO“.

Die Münchner ZONTA Clubs engagieren sich bereits seit Jahren im Rahmen von „ZONTA Says NO“. 100 Jahre nach Gründung von ZONTA setzte die Gemeinschaftsaktion der vier ZONTA Clubs in diesem Jahr durch die Beleuchtung von über zehn öffentlichen Institutionen und Unternehmen ein besonderes Zeichen.

2019 beteiligten sich in München: Allianz Arena, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, BMW World, Gasteig, Fernsehturm im Olympiapark, Werkviertel Wheel of Munich, Künstlerhaus, Prinzregenten-Theater, Stadtwerke München mit dem Heizkraftwerk Süd, Technische Universität-Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München (Arcisstrasse) an der Aktion.

 

ZONTA in München

ZONTA ist ein überparteilicher, überkonfessioneller und weltanschaulich neutraler Zusammenschluss engagierter berufstätiger Frauen, die sich für die Verbesserung der Stellung von Frauen in rechtlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht einsetzen. www.zonta.org

In München gibt es vier Clubs:

ZC München I, ZC München II, ZC München-City, ZC München-Friedensengel
www.zonta-muenchen-i.de, www.zonta-muenchen-2.de, www.zontaclub-muenchencity.de

Aktionstag 2019 - Vortrag von Anne Roth

Am Montag, 25. November 2019, fand in München im Rathaus die zentrale Veranstaltung zum Aktionstag statt.

Anne Roth, Referentin für Netzpolitik hielt den Vortrag "Digitale Gewalt im "Smart Home":

Er weiß, wo ich bin, taucht plötzlich auf, sieht mich mit einer Kamera und hört alles mit dem Smartphone und den Lauschsprechern von Alexa, Cortana, Google Home mit. Er schaltet die Heizung aus, ändert den digitalen Türcode, das Licht geht plötzlich an und aus... Immer mehr Betroffene häuslicher Gewalt erzählen von vernetzten Geräten, die sich scheinbar gegen sie verschworen haben. Wer die vernetzten Geräte bedienen kann, kann Macht und Kontrolle ausüben. Er hat das Passwort und damit die Macht! Wie (Ex-)Partner mit neuen Technologien stalken und terrorisieren, ihre Kontrolle zuhause fortsetzen, wenn frau sich trennt, was frau (man) dagegen tun kann.

Die Präsentation zu diesem Vortrag kann hier (PDF, 35964 KB) herunter geladen werden.