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Verleihung des Anita Augspurg Preises 2014 an das Fachforum Mädchenarbeit


Preisverleihung Anita Augspurg Preis 2014  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Förderpreis für die vorbildliche Verwirklichung von Gleichberechtigung von Frauen

Die Preisverleihung
Die Verleihung des Anita Augspurg Preises 2014 fand am 17.3.2015 im Alten Rathaussaal statt. Im Rahmen des Empfangs des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München anlässlich des Internationalen Frauentages verlieh Bürgermeisterin Christine Strobl den Preis in Vertretung des Oberbürgermeisters.

Der Preis
Die Landeshauptstadt München verleiht alljährlich den mit 5100,-€ dotierten Preis zur Förderung der Gleichberechtigung für Mädchen und Frauen. Er ist benannt nach Anita Augspurg (1857 – 1943), einer der wichtigsten Vertreterinnen der 1. Frauenbewegung. Als Münchner Bürgerin engagierte sie sich für das Frauenstimmrecht, die gleichberechtigte Zulassung von Mädchen und Frauen zu höherer Schulbildung und zum Studium. Sie war sehr aktiv in der Internationalen Frauen- und Friedensbewegung.

Die Preisträgerinnen
Für 2014 wurde der Preis an das Münchner Fachforum für Mädchenarbeit verliehen. Das fachpolitische Netzwerk wurde 1989 gegründet und feierte 2014 sein 25-jähriges Bestehen.

Diesem unabhängigen Fachgremium gehören ca. 300 Frauen an, die geschlechtsreflektiert und parteilich mit Mädchen und jungen Frauen arbeiten. Die große, offensiv zur Verfügung gestellte Bandbreite von Fachkompetenz stärkt den Austausch und die fachliche Auseinandersetzung in München. Daraus entwickeln die vernetzten Expertinnen fachpolitische Forderungen und Strategien, um neben der pädagogischen Arbeit zu Geschlechtergerechtigkeit gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen für Mädchen und junge Frauen zu erreichen. Sie arbeiten in Plenarsitzungen, Arbeitskreisen, Fachtagungen und im Austausch mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung zusammen. So entstanden unter anderem die vom Stadtrat 1998 verabschiedeten Leitlinien für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen.

Das kontinuierliche und erfolgreiche Engagement trägt nachhaltig dazu bei, die Lebenslagen und die gesellschaftliche Situation von Mädchen und jungen Frauen in München zu verbessern. Ziel ist, ihnen zu ermöglichen, als heranwachsende Generation Geschlechterrollenbilder und Gleichstellung neu und weiter zu verhandeln. Dazu gehört, aktuelle Problemlagen von Mädchen in München zu bearbeiten und bekannt zu machen, wie z.B. die massive Zunahme der Darstellung sexualisierter Mädchen- und Frauenbilder in den Medien und im öffentlichen Raum.

Der durch das Netzwerk geführte Diskurs zur Gleichstellung von Mädchen und Jungen, zu Geschlechtersensibilität und Geschlechtergerechtigkeit haben die Qualität der Kinder- und Jugendhilfe in München entscheidend weiterentwickelt. Dies ist ein erheblicher sozialpolitischer Beitrag für die Stadt und dies stärkt ebenso Handlungssicherheit und Vorbildfunktion der Pädagoginnen und Pädagogen. Die Wirksamkeit der Arbeit des Münchener Fachforums für Mädchenarbeit ist in München, aber auch bundesweit, beispielhaft und vorbildlich.