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Genderkompetenz


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Wissen, Wahrnehmung, Einstellung...

Genderkompetenz ist die Fähigkeit von Personen, bei ihren Aufgaben die Wirkung von Geschlecht zu erkennen und im Sinne der Gleichstellung von Frauen, Männern und nicht binären Menschen zu bearbeiten. Genderkompetenz ist eine Voraussetzung für erfolgreiches Gender Mainstreaming. Genderkompetenz bedeutet die Bereitschaft sowie Fähigkeit sich mit folgenden vier Bereichen kritisch auseinanderzusetzen:

Wissen

Auseinandersetzung mit Geschlechtertheorie und Erkenntnissen aus der Frauen-, Männer-, Geschlechter- und Queer- Forschung speziell im eigenen Fachbereich;

Wahrnehmung

Erwerb von Sensibilität, um die strukturierende Wirkung der Kategorie Geschlecht, der Geschlechterverhältnisse und die potenziellen wie realen Diskriminierungsstrukturen zu erkennen, so dass Prozesse des 'doing gender' bzw. Ungleichheitsstrukturen wahrgenommen werden können;

Einstellung

Auseinandersetzung mit den eigenen Werten, Normen und Einstellungen und deren Reflexion im Lichte der Erkenntnisse der Geschlechterforschung;

Handlung

Umsetzung des Wissens in die eigene Handlungspraxis, um in der Lage zu sein, Geschlecht als Analysekategorie zu verwenden.

Genderkompetenz ist gleichermaßen eine

  • Fachkompetenz
    Wissen um Relevanz von Geschlecht in fachlichen Fragen, z.B. im Bereich der Betrieblichen Gleichstellung, Antidiskriminierung, geschlechtsspezifischen Lebenssituationen und Rollenzuschreibungen etc.

  • Methodenkompetenz
    Verständnis von Gender als sozialer Kategorie zur Analyse von Sachverhalten und Prozessen; Zielgruppenanalyse nach Aspekten von Gleichstellung, Antidiskriminierung und Intersektionalität, strategisches Wissen um gleichstellungspolitische Strategien

  • Soziale Kompetenz
    Wissen um den Einfluss von Geschlechterverhältnissen und -stereotypen auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung, differenzierte Auseinandersetzung mit den eigenen Verhaltenserwartungen und geschlechtsspezifischen Zuschreibungen; als Führungskraft u.a.: Personalentwicklung und Teamführung; Gestaltung von Organisationsabläufen und zeitlichen Strukturen, um Teilzeitkräfte gut einzusetzen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.