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Gendermainstreaming


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Gendermainstreaming

Gender Mainstreaming bedeutet zu berücksichtigen, dass eine Regelung für die Lebenswirklichkeiten von Frauen, Männern und nicht binären Personen unterschiedliche Auswirkungen haben kann.

Gender Mainstreaming – das ist auf Gleichstellung aller Geschlechter ausgerichtetes Denken und Handeln in der täglichen Arbeit einer Organisation.

Gender Mainstreaming ist eine rechtlich verankerte Strategie mit der dieses Ziel durchgängig umgesetzt werden kann. Die Umsetzung von Gender Mainstreaming stellt in allen Handlungsfeldern und Sachgebieten sicher, dass politische Programme, Maßnahmen oder Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen, Männern und Menschen weiterer Geschlechter untersucht und bewertet sowie entsprechende Maßnahmen zur Gleichstellung ergriffen werden. Dabei wird zunächst z.B. im Rahmen einer Analyse geprüft, ob und inwiefern Frauen, Männer und nicht binäre Personen in ihrer Vielfalt von der entsprechenden Maßnahme betroffen sind. Eine solche Gender-Analyse kann dazu führen, Maßnahmen zur Frauenförderung zu ergreifen, die gerade dort wichtig sind, wo Benachteiligungen von Frauen abzubauen sind. Es kann auch sachgerecht sein, Maßnahmen zur Förderung von Männern oder zur Förderung nicht binärer Personen zu ergreifen, wenn dies dem Ziel Gleichstellung dienlich ist, wie z.B. Väter direkt mit einer Kampagne zur Elternzeit zu adressieren oder bei der Einrichtung von Toiletten darauf zu achten, dass diese für alle Geschlechter – Frauen, Männer und nicht binäre Personen – gut zu nutzen sind.

Im Rahmen von Gender Mainstreaming wird Gleichstellung als Querschnittsaufgabe für die gesamte Organisation verstanden. Diese Aufgabe richtet sich nicht an Einzelne, insbesondere nicht an die Gleichstellungsbeauftragten, sondern an alle Mitglieder einer Organisation, also an Frauen, an Männer und an nicht binäre Personen gleichermaßen.

Die Landeshauptstadt München regelt das Prinzip des Gender Mainstreamings u.a. in der Gleichstellungssatzung und Dienstanweisung des Oberbürgermeisters für die Arbeit der Gleichstellungsstelle für Frauen, dort heißt es:  

„Es ist Aufgabe aller städtischen Beschäftigten und Dienststellen, die Arbeit der Gleich­stellungsstelle zu unterstützen. Ebenso ist es Aufgabe aller, das eigene Verwaltungshandeln kritisch auf die Einhaltung des Gleichheitsgebotes hin zu überprüfen und durch geeignete Maßnahmen im eigenen Wirkungsbereich Benachteiligungen von Frauen systematisch abzubauen. Gleichstellungsarbeit setzt Bewusstseinsbildung voraus. Alle städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten sich deshalb in gleichstellungsrelevanten Themen fortbilden. Die Dienststellen sollten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über entsprechende Fortbildungsangebote informieren und die Teilnahme unterstützen. Im Verwaltungsbericht sind die Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und deren Erfolg darzustellen.“