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Unterstützung für geflohene Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuelle


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Geflohene LGBT* brauchen Unterstützung

Die Münchner Regenbogen-Stiftung (MRBS) hilft geflohenen Lesben, Schwulen, Transgendern und Bisexuellen in München und weiterer Umgebung. Bitte unterstützen Sie die Stiftung, damit sie auch weiterhin helfen kann!

Seit mehreren Jahren unterstützt die Münchner Regenbogen-Stiftung (MRBS) intensiv geflohene LGBT*, die in München oder Umgebung Aufnahme gefunden haben. Viele dieser Menschen haben in ihren Heimatländern Gewalt und Verfolgung erlebt, auch die Fluchtgeschichten sind oft von schlimmen Erfahrungen geprägt.
Bitte helfen Sie der Stiftung mit einer einmaligen oder regelmäßigen Spende, damit sie weiterhin Menschen in Not helfen kann.
Hier einige Informationen und Beispiele über die Hilfestellungen durch die Stiftung.
Die Bankverbindung der Münchner Regenbogen-Stiftung finden Sie am Ende dieser Seite.

 

Internationale Menschenrechtslage für LGBT*

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage "Zur internationalen Lage der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen" (Bundestags-Drucksache 18/6970 vom 08.12.2015) geht hervor, dass in etwa 74 Staaten weltweit homosexuelle Handlungen verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden und in sieben Staaten Homosexualität unter der Todesstrafe steht. Hinzu kommen Staaten, in denen keine strafrechtliche Verfolgung, aber massive soziale Ausgrenzung und Bedrohung gegeben sind.

So hilft die Münchner Regenbogen-Stiftung (Beispiele)

  • Fahrkosten von der Flüchtlingsunterkunft auf dem bayerischen Land nach München für einen hoch traumatisierten afrikanischen Flüchtling.
    Der junge Mann hatte eine Beziehung in seinem Heimatort, die durch Denunziation offen gelegt wurde. Er hat massive - auch sexuelle - Gewalt erfahren, wurde inhaftiert. Sein Partner ebenso. Ihm selber gelang die Flucht, von seinem Partner hat er nie wieder etwas gehört.
    Er braucht dringend psychosoziale Beratung und Unterstützung in der Beratungsstelle für schwule Männer, die MRBS übernimmt die Fahrkosten von der Unterkunft nach München und zurück für ein Jahr.
     
  • Mit ihrer Flucht aus einem Bürgerkriegsland wollte eine transsexuelle Frau den Weg in ein gewaltfreies Leben finden. Doch auch während ihrer Flucht und den langen Monaten in sechs verschiedenen Asylunterkünften wurde sie immer wieder Opfer von Hass und Gewalt. In ihrer jetzigen Unterkunft auf dem Land ist sie wieder isoliert und wird bedroht. Sie benötigt aufgrund Ihrer massiven traumatischen Gewalterfahrungen dringend Hilfe und Unterstützung in Form von Beratung und Trauma-Therapie.
    Die Münchner Regenbogen-Stiftung übernimmt die Fahrtkosten zur Therapie und die Kosten für eine Trauma-Therapie zur akuten Stabilisierung.
     
  • Einer lesbischen Frau gelang die Flucht aus einem der weltweit 77 Verfolgerstaaten von LGBT*I*Q. Auch sie wurde, wie viele andere Lesben in ihrer Heimat, aufgrund ihrer lesbischen Identität verfolgt. Als ihre Freundin ermordet wird, ihr Geschäft angezündet und sie aus ihrer Wohnung geworfen wird, ermöglicht ihr eine Hilfsorganisation die Flucht nach Deutschland. Eine erzwungene Rückkehr in ihr Heimatland wäre für sie lebensbedrohlich. Ein dauerhaft sicheres lesbisches Leben unter Einhaltung der Menschenrechte ist in einem Verfolgerstaat nicht möglich. Trotzdem wurde ihr Asylantrag abgelehnt. Jetzt können nur noch der Klageweg und eine anwaltliche Vertretung ihr dabei helfen, das Bleiberecht in Deutschland zu erhalten.
    Die Münchner Regenbogen-Stiftung übernimmt die Kosten für einen Rechtsanwalt.
     
  • Ein Flüchtling aus einem arabischen Land, der zunächst von seiner Heimat in ein Nachbarland geflohen war (Bürgerkriegsflüchtling), musste auch von dort fliehen, weil ihm die Todesstrafe aufgrund seiner Homosexualität drohte. In der Unterkunft nahe Münchens ist er sehr einsam, da er auch dort nicht über seine Homosexualität sprechen kann, ohne Gefahr zu laufen, Gewalt zu erleben. Er ist leidenschaftlicher Fußballspieler. Die MRBS hat ihm eine Fußballausstattung finanziert, damit er in einem Fußballverein in München mitkicken kann.
     
  • Eine lesbische Frau aus einem muslimischen Land ist nach einer Odysee durch verschiedene Flüchtlingslager nach Bayern gekommen. Sie konnte in ihrem Asylantrag ihre Homosexualität nicht angeben, weil die Angst vor Verfolgung und Gewalt zu groß war. In ihrem Heimatland wäre sie vom Staat gesteinigt oder aufgehängt worden, wenn sie bei homosexuellen Handlungen erwischt worden wäre. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass es einen Staat gibt, der sie nicht verfolgt, wenn ihr Lesbischsein bekannt wird. Dadurch hat sie im Asylverfahren viele Probleme bekommen. Um eine Abschiebung zu verhindern, musste ein Rechtsanwalt beauftragt werden, sie zu vertreten.
    Die Münchner Regenbogen-Stiftung hat die Kosten für diesen Rechtsanwalt übernommen.
     
  • Ein transsexueller Mann hat in der Hauptstadt seines Heimatlandes heimlich mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen begonnen. Er wurde durch Arbeitskollegen angezeigt und daraufhin staatlich verfolgt. Mit Hilfe der Auslandsvertretung eines anderen Staates konnte er noch rechtzeitig sein Heimatland verlassen, hatte dann aber Gewalterfahrungen in mehreren Unterkünften, auch in der letzten in einer ländlichen Gegend Oberbayerns. Eine Selbsthilfeorganisation für Trans* kümmert sich nun um ihn, er findet auch Hilfe in einer Beratungsstelle.
    Die Münchner Regenbogen-Stiftung unterstützt hier bei den Kosten für einige notwendige medizinische Behandlungen und insbesondere mit den Fahrkosten zu den Hilfeeinrichtungen.
     
  • In einem asiatischen Land hat ein schwuler Mann einen deutschen Geschäftsreisenden kennen- und lieben gelernt. Die beiden haben sich oft getroffen, da der Deutsche dort in einer Firmenniederlassung gearbeitet hat. Die Beziehung musste streng geheim gehalten werden, da dem Einheimischen sonst schwere Strafen und Verfolgung gedroht hätten. Die Familie des Einheimischen hat dann doch von der Beziehung erfahren und ihn massiv bedroht. Mit Hilfe des deutschen Partners konnte eine Flucht organisiert werden, allerdings scheiterte die Beziehung an diesen Umständen. Der Flüchtling hat dann in Bayern einen Asylantrag gestellt und wurde in einer Unterkunft im Bayerischen Wald untergebracht.
    Die Münchner Regenbogen-Stiftung hat ihm ein gebrauchtes notebook finanziert, damit er mit schwulen Einrichtungen in München und mit Freunden in der Heimat Kontakt halten kann. Dies ist seine einzige Möglichkeit, ein bisschen schwul zu leben.
     
  • In ihrer afrikanischen Heimat gibt es für Lesben kein gesellschaftlich anerkanntes freies Leben. Als ihre Familie sie küssend mit einem anderen Mädchen „erwischte“, begann ihr Leidensweg. Sie wurde zwangsverheiratet und jahrelang zu einem heterosexuellen Eheleben gezwungen. Als sie daraus ausbricht, in die Großstadt flieht und mit einer Frau zusammenlebt, erlebt sie mit ihrer Partnerin auch hier Gewalt und Verfolgung; dieses Mal durch die Nachbarschaft und die Behörden. Ihre Asylunterkunft liegt auf dem Land und der Weg zu ihrem Deutschkurs viele Kilometer weit. Die Münchner Regenbogen-Stiftung übernimmt die Kosten für ein gebrauchtes Fahrrad und einen Deutschkurs.
     
  • Zudem fördert die Münchner Regenbogen-Stiftung Veranstaltungen und sonstige Maßnahmen, um über die Situation von Flüchtlingen aufzuklären und ihre Situation in München zu verbessern. Dies kann eine Lesung von Autor_innen aus einem Fluchtland sein, kann ein Vortrag über die Menschenrechtslage in bestimmten Ländern sein oder die Unterstützung eines LGBT-Vereins, der ein bestimmtes Angebot für Flüchtlinge macht (wenn z.B. Material benötigt wird, Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden soll usw.). Auch Hilfen bei der Wohnsitznahme (z.B. Einrichtungsgegenstände) können geleistet werden.
     

Bankverbindung der Münchner Regenbogen-Stiftung

Die Münchner Regenbogen-Stiftung ist eine gemeinnützige Einrichtung, Spenden sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten von der Stiftungsverwaltung der Landeshauptstadt eine Spendenbescheinigung. Bitte teilen Sie uns dazu Ihre Anschrift mit:
kgl.dir@muenchen.de

Empfänger: Landeshauptstadt München
Bankinstitut: HypoVereinsbank München
Konto-Nummer: 81300
BLZ: 700 202 70
Verwendungszweck: 387727, Regenbogen-Stiftung / Flucht (bitte unbedingt angeben!)
IBAN: DE34 7002 0270 0000 0813 00
BIC: HYVEDEMMXXX