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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Stadtchronik 1955


Bemerkenswertes, Kurioses und Alltägliches

Gravierender Mangel an Altenheimplätzen

7. Januar: "Der Sozialreferent Stadtrat Hoffmann hat eine Denkschrift ausgearbeitet, mit der er den Stadtrat auf die Notwendigkeit der Errichtung eines neuen städtischen Altersheimes aufmerksam macht. Gegenwärtig verwaltet das Sozialreferat in München neun Altersheime mit zusammen 3.670 Betten. Diese Zahl reicht aber bei weitem nicht aus, wenn man bedenkt, dass zur Zeit 4.700 Bewerbungen vorliegen."

Alte Trambahnwägen werden ausrangiert

"Am 7. Januar verschwindet das letzte Kontaktstangerl der Münchner Trambahn. Ein Wagen der Linie 5 fährt an diesem Tage zum letzten Male mit dem Stangerl, das seit 1895 zum Stadtbild gehörte. Dieser Treibwagen wird auf Veranlassung von Oberbaudirektor Baumeister mit Girlanden und Fähnchen geschmückt. Sämtliche Triebwagen der Münchner Straßenbahn haben nun die sog. Scherenstromabnehmer."

Teure Bahnhöfe

8. Januar: "Die Bundesbahn hat seit der Währungsreform rund 40 Millionen Mark für den Wiederaufbau der Münchner Bahnhöfe und der oberirdischen Betriebsanlagen ausgegeben."

Das Ende der Dampfschifffahrt

10. Januar: Heute nachmittag wurde der einstige Prachtdampfer ‚Luitpold', den man 1919 in ‚München' umgetauft hatte, aus dem Wasser geholt, um abmontiert zu werden. Damit stirbt das letzte Dampfschiff des Starnberger Sees. Auf dem See gibt es nur noch das Motorschiff ‚Bayern' mit 600 Plätzen und die kleineren Schwestern ‚Tutzing' und ‚Leoni'. Die neue ‚Seeshaupt' für 1.200 Fahrgäste soll im Mai fertig werden."

Mc-Graw-Siedlung fertiggestellt

20. Januar: "Das grösste und modernste Wohnviertel Münchens der Nachkriegszeit am Perlacher Forst geht seiner Vollendung entgegen. Wo vor einem Jahr nur Wald stand, erhebt sich jetzt eine lange Häuserreihe für Angehörige der amerikanischen Armee. ‚Klein-Amerika' zeichnet sich durch breite, betonierte Straßen und riesige Parkplätze aus, auf denen Tag und Nacht Hunderte von Straßenkreuzern parken. Leuchtstoffröhren erhellen die Fahrbahnen und Gehsteige. [...] Die meisten der 67 dreistöckigen Standardblocks konnten in den letzten Wochen bezogen werden."

Der Künstler und Literat Ernst Penzoldt gestorben

28. Januar: "In der heutigen Nacht ist in München Ernst Penzoldt im Aller von 62 Jahren [...] gestorben. Das alte München hat damit eine seiner ausgeprägtesten Figuren verloren, und die deutsche Literatur einen ihrer ohnehin raren Autoren von Phantasie, Witz und Originalität. Penzoldt, ein gebürtiger Erlanger, war eine künstlerische Begabung von ungewöhnlicher Vielseitigkeit. Begonnen hatte er als Bildhauer. Unter dem Pseudonym Fritz Fliege hat er als Illustrator vielen Büchern seines Schwagers, des Verlegers Ernst Heimeran, ihr Gesicht gegeben. Am berühmtesten ist er freilich als Schriftsteller geworden."

Zu Penzoldts erfolgreichsten Büchern zählen u.a. "Der arme Chatterton" (1928), der Schelmenroman "Die Powenzbande" (1930) sowie die Erzählungen "Idolino" (1935) und "Squirrel" (1954).

Rückgabe von "Beutekunst"

2. Februar: "Durch das USA-State Departement wurden 150 antike Gemmen und eine Anzahl von Medaillen und Münzen an die Staatliche Münzsammlung in München zurückgegeben. Es handelt sich um einen beträchtlichen Teil der Sammlung geschnittener Steine, die 1945 abhanden kamen, als die Lagerungsräume der Sammlung durch alliierte Truppen belegt wurden. Die wertvollen Stücke konnten durch die Bemühungen amerikanischer Behörden und auf Grund photographischer Unterlagen im Kunsthandel in Amerika festgestellt werden."

Parkplatz-Management.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Fotosammlung (Foto: Meyer)

München bekommt Parkuhren

3. Februar: "Die Verkehrswacht stimmte [...] dem Plan der Stadtverwaltung zu, im Laufe des Jahres 218 Parkuhren in der Innenstadt aufzustellen, durch die das Parken am Strassenrand zeitlich begrenzt wird und einer Verwaltungsgebühr unterliegt. Amtmann Ries begründete diese Maßnahme: ‚Die Parkuhren sind eine Waffe gegen Dauerparker. Sie sollen ihn auf entlegenere Plätze verdrängen und dem Kurzparker Raum geben.'



Höhere Steuern für lärmende Autos?

9. Februar: "Um die Anti-Lärm-Liga ist es in der letzten Zeit still geworden. Nun tritt diese Bürgervereinigung erneut an die Öffentlichkeit. In einer Broschüre, die in diesen Tagen verteilt wird, schlagen die Lärmbekämpfer dem Gesetzgeber die Einführung einer Sondersteuer für alle Fahrzeuge vor, die besondere Lautstärken entwickeln. Man erwartet damit eine schnelle konstruktive Verbesserung der betroffenen Fahrzeuge."



München ehrt Romano Guardini

23. Februar: "Einstimmig beschloss heute der Stadtrat, Prof. Dr. Romano Guardini, der kürzlich das 70. Lebensjahr vollendete, die Goldene Ehrenmünze zu verleihen. Wie Oberbürgermeister Wimmer bekannt gab, geschieht diese Ehrung ‚in dankbarer Würdigung der außerordentlichen Verdienste, die sich der berühmte Theologe und Philosoph, der bedeutende Vertreter christlicher Weltanschauung und Humanität in Schrift und Wort um das deutsche Geistesleben im In- und Ausland und damit auch um die kulturelle Geltung Münchens erworben hat.'" Romano Guardini (1885-1968) hatte von 1948 bis 1963 den gleichnamigen Lehrstuhl der Philosophischen Fakultät der Universität München inne. Ein Teil seiner an der Münchener Universitätskirche St. Ludwig gehaltenen Predigten erschien unter dem Titel "Wahrheit und Ordnung".



Sparsame Münchner

28. Februar: "Auf den Kopf der Münchner Bevölkerung betragen die Spareinlagen bei der Städtischen Sparkasse mehr als 180 Mark gegenüber 120 Mark Ende des Jahres 1953."



Umfangreiche Schul-Neubauten

1. März: "Oberbürgermeister Thomas Wimmer berichtet heute im Stadtrat von neuen Plänen im Bau von Schulen. So sind im ausserordentlichen Haushalt 1955/56 bei einem Kostenaufwand von nahezu 6 Mio. Mark vorgesehen: der erste Bauteil der Schwindschule für 700 Kinder, die Erweiterung der Schule in Milbertshofen für 300 Kinder, die Neubauten der Schulen in Riem und Hartmannshofen, der Ausbau der Ridlerschule, der Ausbau der Obergeschosse der Deroyschule. Vorgesehen sind ferner der erste Bauteil für die neue Mädchen-Oberrealschule in Pasing, die Parkschule in Bogenhausen und die Fertigstellung der Gotzingerschule. Damit würden für 3.000 Schüler neuerdings Räume geschaffen. Allerdings fehlen noch 500 Lehrsäle."



Bau des Perlacher Krankenhauses

5. März: "Bei einer Pressekonferenz [...] gaben die Amerikaner Einzelheiten über das neue Hospital bekannt, das am Perlacher Forst als Ersatz für das beschlagnahmte Schwabinger Krankenhaus gebaut wird. Erst wenn dieses neue Krankenhaus fertig ist, kann das Schwabinger Krankenhaus geräumt werden. Der Bau wird im Mai begonnen. [...] Als Bauzeit werden zwei Jahre angegeben."

Der Schah von Persien besucht München.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Fotosammlung (Foto: Georg Schödl)

Der Schah von Persien besucht München

6. März: "Fünftausend Münchner empfingen heute nachmittag den Schah von Persien und Kaiserin Soraya, die mit einem Sonderzug aus Baden-Baden im Hauptbahnhof ankamen und im Hotel Vierjahreszeiten Wohnung nahmen. Etwa 3.000 warteten am Bahnhof auf das Kaiserpaar und weitere 2.000 blieben rufend und winkend so lange vor dem Hotel stehen, bis sich die hohen Gäste auf dem Balkon [...] gezeigt hatten. Schließlich mußte berittene Polizei die Menge zerstreuen, die den Verkehr fast eine Stunde lang aufhielt."



Gründer des Botanischen Gartens bekommt ein Denkmal

"In diesen Tagen jährt sich zum hundersten Mal der Geburtstag des Schöpfers des Botanischen Gartens, Karl von Goebel. Aus diesem Anlass wird bei einer Gedächtnisfeier am 8. März im Botanischen Garten ein Denkmal für Karl von Goebel enthüllt." Der in Billigheim/Baden geborene Botaniker Karl Immanuel von Goebel kam 1891 nach München. Er legte nicht nur den Alpengarten auf dem Schachen an, sondern organisierte ab 1903 auch die Verlegung des Botanischen Gartens von der Elisenstraße nach München-Nymphenburg. Goebel starb 1932 in München.



Qualmende Münchner

10. März: "Der Zigarettenkonsum steigt unaufhaltsam. Zwischen 80 und 90 Prozent aller in München verkauften Tabakwaren sind [...] Zigaretten. Im Vergleich zum Vorkriegsverbrauch hat sich damit die Zigarette eine absolute Vormachtstellung erobert. [...] Die passionierten Schmalzleranhänger gar scheinen auszusterben. Der Schnupftabak macht nur noch 0,5 Prozent des Gesamtumsatzes an Tabakwaren in München aus."



Ehrung für langjährige Mitarbeiter

22. März: "Zum ersten Mal hat die Münchner Stadtverwaltung ihre Beamten, die in letzter Zeit ihr 40- oder ihr 25jähriges Dienstjubiläum hatten begehen können, zu einer gemeinsamen Feierstunde in den Salvatorkeller eingeladen. An der Feier nahmen auch Oberbürgermeister Thomas Wimmer sowie mehrere Referenten und Stadträte teil."

Rundfunkhaus wird erweitert

23. April: "Der Bayerische Rundfunkrat genehmigte gestern 11 Mio. Mark für einen Erweiterungsbau des Rundfunkhauses an der Marsstraße. Der Verwaltungsrat hatte das Projekt schon einige Wochen zuvor verabschiedet. [...] An der Marsstrasse soll nun ein 16stöckiges Hochhaus errichtet werden, das drei Jahre Bauzeit beanspruchen und - falls nicht in der Zwischenzeit ein anderes Projekt im Stadtgebiet [...] fertiggestellt wird - der höchste Wolkenkratzer Münchens sein wird."


Richtfest für das Heizkraftwerk Müllerstraße

27. April: "In 54 Meter Höhe wurde heute auf dem Dach des neuen Heizkraftwerkes an der Müllerstraße der Richtbaum aufgestellt. Das Richtfest wird am 30. April [...] in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste gefeiert. Die Errichtung des neuen Riesenbauwerkes im Rohbau hat genau elf Monate gedauert. [...] Der erste Kessel, der München eine bedeutende Verbesserung der Stromversorgung bringt und zugleich Ferndampf für die Häuser liefert, wird programmgemäß am 1. September dieses Jahres angeschürt werden können." Schon im Oktober 1955 konnte das Heizkraftwerk den Betrieb aufnehmen.



Nachruf auf eine altgediente Wiesn-Schaustellerin

19. Mai: "Frau Mathilde Zeller, die 60 Mal auf dem Oktoberfest war, zuerst als Schaustellerin der kleinsten Pferde und der größten Ochsen der Welt, später Besitzerin eines Panoptikums, zuletzt mit ihrem Stand voll süsser Sachen, ist jetzt im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Schaustellerstand verlor in ihr eine seiner lebenstüchtigsten und liebenswertesten Vertreterinnen."



"Festring München e.V." gegründet

20. Mai: " Unter dem Vorsitz des Fremdenverkehrsreferenten, Stadtrat Karl Erhart, wurde heute ein kleines Gremium gebildet, das sich unter dem Namen ‚Verkehrsverein Festring München e.V.' die Förderung und Durchführung von Festzügen auf gemeinnütziger Grundlage zur Aufgabe gestellt hat. Vor allem ist dabei an die Durchführung des Oktoberfest-Trachtenzuges und des Faschingszuges gedacht [...]." Im Jahr 2001 änderte der Verein seinen Namen in "Festring München e.V."



Entscheidung für Garchinger "Atomei"

21. Mai: "Die Entscheidung über den Standort des geplanten Atommeilers, um den sich Karlsruhe und München bewarben, scheint [...] gefallen [...]. Wie man hört, soll die Anlage an der Autobahn München-Nürnberg errichtet werden [...]. Professor Sepp Ruf ist mit der architektonischen Gestaltung beauftragt worden."



Schriftsteller und Verleger Ernst Heimeran gestorben

Am 31. Mai starb im Alter von 53 Jahren der Münchner Verleger und Schriftsteller Ernst Heimeran. 1902 in Helmbrechts geboren, hatte er zunächst eine Schlosserlehre absolviert. Nach dem Studium begann er als Journalist zu arbeiten. Seine Verlegertätigkeit begann er mit der Idee, antike Autoren zweisprachig zu drucken - links im Original, rechts in der Übersetzung. Seine "Tusculum"-Reihe, die insgesamt mehr als 50 Bände von Homer über Horaz zu Plato und Plautus umfasste, war schon bald bei Lehrern und Schülern, aber auch bei Liebhabern der Antike hoch geschätzt. Heimerans eigene Texte dagegen widmeten sich mehr dem leichten Genre. Erwähnt seien etwa Titel wie "Der Vater und sein erstes Kind", "Lehrer, die wir hatten", "Der bequeme Skifahrer" und "Das stillvergnügte Streichquartett", die sich allesamt glänzend verkauften.



Eröffnung des Michaelibades

4. Juni: "Heute vormittag wird das Ostbad an der Zehntfeldstrasse mit einer Feier eröffnet. Es wird ‚Michaelibad' heißen und soll [...] nicht nur dem Osten Münchens, sondern der ganzen Stadt gehören. Es ist das erste, das seit Jahrzehnten in München wieder gebaut wurde. Die Baukosten des 66.300 Quadratmeter grossen Bades betrugen rund 2,1 Millionen Mark."



Gerichte beziehen die neue Maxburg

7. Juni: "In den nächsten Tagen werden die ersten Dienststellen der Justiz in die neue Maxburg [...] übersiedeln. Bekanntlich hat sich der Staat nach langem Zögern entschlossen, in dem weitläufigen Komplex die bisher verstreuten Büros der Justizverwaltung zusammenzufassen und damit in enger Nachbarschaft zum Justizpalast und dem neuen Justizgebäude eine dritte Heimstätte des Rechts zu schaffen. Bis zum August sollen die Bauarbeiten an der Maxburg, diesem umstrittenen Neubau des modernen Münchens, beendet sein." Das Justizgebäude entstand anstelle der kriegszerstörten Herzog-Max-Burg, wobei das Fassadenraster des noch erhaltenen Turms vereinfacht auf die neuen Gebäude übertragen wurde. Das aus verschiedenen Einzelbauten gruppierte Ensemble der Architekten Theo Papst und Sep Ruf gilt als Ausnahmebeispiel für einen kompromisslosen modernen Wiederaufbau, bei dem ohne Rücksicht auf historische Gegebenheiten eine völlig neue städtebauliche Situation geschaffen wurde.

Das Sendlinger Tor.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Fotosammlung (Rudi-Dix-Archiv)

Straßenbau behindert den Verkehr

7. Juni: "Die Straßenbausaison 1955 ist jetzt auf dem Höhepunkt - sehr zum Leidwesen der Kraftfahrer und der Geschäftsleute. Die einen irren in einem Labyrinth von Umleitungen, Sperren, Verkehrsschildern umher, die anderen haben Bagger und Erdwälle unmittelbar vor ihren Schaufenstern und schimpfen über die sinkenden Umsätze. An fünfzig verschiedenen Stellen der Stadt sind zur Zeit Straußenbauarbeiten im Gange [...]. Leider sind die grossen Umbauten zu den verkehrsreichen Plätzen der Innenstadt so kompliziert, dass noch Monate vergehen werden, bis sie fertig sind."



Fremdenverkehrswerbung

11. Juni: "Beinahe eine Million Prospekte wird das städtische Referat für Wirtschaft und Verkehr heuer verschicken, um den Fremden einen Besuch Münchens schmackhaft zu machen. 15.000 Plakate mit einer Farbfotografie der Frauenkirche wurden gedruckt und bis nach Tokio und Chicago geliefert, wo sie in Reisebüros für die bayerische Metropole werben."

Empfang der Stadt München für das Münchner Kammerorchester und seinen Leiter Christoph Stepp (stehend) im Ratskeller.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Fotosammlung (Foto: Meyer)

Münchner Kammerorchester beendet Tournee

23. Juni: "Nach einer dreimonatigen Konzerttournee, die über 32.000 Kilometer führte, kehrte das Münchner Kammerorchester wieder nach München zurück. Die musikalische Weltreise der jungen Künstler unter ihrem Dirigenten Christoph Stepp ging über Spanien und Portugal nach Brasilien, Uruguay und Argentinien. Bei insgesamt 47 Konzerten machten fast 50.000 Besucher mit den Münchner Sendboten Bekanntschaft. Das Kammerorchester besteht nun fünf Jahre, mit 22 Jahren gründete Stepp das Orchester, das heute in aller Welt einen guten Namen hat. [...] Der Staat gibt dem Orchester jährlich 2.000 Mark Zuschuss, die Stadt München zahlt gar nichts."



Finanzhilfe für bedürftige Studenten

23. Juni: "33.715 Mark hat der seit 1948 bestehende Verein Studentenhilfe im Rechnungsjahr 1954/55 an notleidende Studierende der Münchner Hochschulen verteilt. Ausserdem wurden 28 Firmen aus ganz Bayern für Patenschaften gewonnen, die [...] je einen besonders förderungswürdigen Studenten mit einer Summe von durchschnittlich 100 Mark im Monat unterstützen."



Münchner Uni erfreut sich größter Beliebtheit

11. Juli: "Mit genau 12.000 Studenten hat die Universität München die höchste Zahl von Studenten seit ihrem Bestehen erreicht. 84 Prozent der Erstsemester stammen aus Bayern, 9,2 Prozent aus den übrigen Bundesländern, dem Saarland und Westberlin. Nur ein Student ist in der Ostzone zu Hause. 6 Prozent kamen im letzten Jahr aus 29 europäischen und überseeischen Ländern, so z. B. aus Ägypten, Brasilien [...]. Das durchschnittliche Alter der Studenten des ersten Semesters ist von 22,5 auf 20,9 Jahre gesunken. Von ihnen sind 20,7 Prozent Heimatvertriebene."



Münchens naturkundliche Sammlungen suchen eine Bleibe

21. Juli: "Mit einer Denkschrift ‚Wir brauchen ein Museum für Naturkunde' wendet sich der 1. Direktor der wissenschaftlichen Sammlungen des Staates, Prof. Dr. Dr. Krieg, an die Öffentlichkeit. Das Museum soll nicht nur die im letzten Krieg fast völlig vernichtete Schausammlung in der ehemaligen ‚Alten Akademie' ersetzen, sondern auch der wissenschaftlichen Forschungsarbeit ein neues Heim bieten." Die Sammlung, die als Naturalienkabinett der Öffentlichkeit seit 1809 zugänglich war, heißt heute "Museum Mensch und Natur" und ist seit 1990 im Nordflügel des Nymphenburger Schlosses untergebracht.



Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes

22. Juli: "Im Ehrenraum des Rathauses wurde heute die in Hannover zusammengestellte Sammlung von 48.000 Vermißtenbildern vom Bundesvorsitzenden des Verbandes der Heimkehrer an den Leiter des Suchdienstes übergeben. An Hand dieser Bilder konnten auf dem Heimkehrertreffen in Hannover 1.403 Schicksale geklärt werden. Der Leiter des Suchdienstes sagte, die Bilder würden nach Feldpostnummern geordnet und in Bildlisten veröffentlicht werden." Bis heute ist der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes mit der Klärung von deutschen Kriegsschicksalen befasst. Die Geschichte der Organisation begann im Frühjahr 1950, als die damalige Bundesregierung einen "Aufruf zur Registrierung der Kriegsgefangenen und Vermißten" erließ. Allein in den Tagen vom 1. bis zum 11. März 1950 wurden in den zahlreichen Geschäftsstellen des Suchdienstes 69.000 Kriegsgefangene, 1,148 Mio. Wehrmachtsverschollene und 190.000 Zivilverschollene gemeldet. Schon im April 1950 wurden die Karteien der Suchdienste München und Hamburg in München zusammengeführt. Nachdem 1955 eine "Gesamterhebung zur Feststellung der Verluste der deutschen Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten" durchgeführt worden war, erhielt der Suchdienst München weitere 7 Mio. Kontrollkarten zur Einstellung in seine Zentrale Kartei.

Internationale Fachausstellung Chemische Reinigung und Färberei.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Fotosammlung (Foto: Penz)

Fachmesse "Chemische Reinigung und Färberei

24. Juli: "Auf der Theresienhöhe schloss die Internationale Fachausstellung Chemische Reinigung und Färberei [...]. Sie war von rund 25.000 Personen, darunter 20 Prozent aus dem Ausland, besucht worden. Nach übereinstimmendem Urteil der Aussteller war das Geschäft ausgezeichnet. Besonders Neukonstruktionen von Reinigungs- und Bügelmaschinen fanden [...] großes Interesse. Gut besucht waren auch die täglichen Modeschauen, bei denen chemisch gereinigte und imprägnierte Regenkleidung ihre Wetterfestigkeit unter künstlichen Sprühregen zu beweisen hatte."



München schnuppert internationales Flair

25. Juli: "Zwei Tage weilte die Begum, Aga Khans Gattin, in München. Die Fürstin schaute sich aus einem offenen BMW-Wagen sehr gründlich die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten an, bevor sie [...] nach Bayreuth zu den Wagner-Festspielen weiterreiste. Sie war aus London und Paris gekommen. Ihr Gemahl, der sich von einer Krankheit wieder erholt hat, ist in Cannes zurückgeblieben."



Gestutztes Siemens-Hochhaus

27. Juli: "Dem Baurechtsausschuss lag heute eine Planstudie der Firma Siemens & Halske für ein großes Verwaltungsgebäude an der Fürsten-, Lotzbeck- und Jägerstraße vor. Ursprünglich war eine Höhe des Gebäudekomplexes von 49 Metern vorgesehen. Der Landesbaukunstausschuss und der städtische Baukunstausschuss fordern jedoch, das keinesfalls über eine Höhe von 36 Metern hinausgegangen werden dürfe. Die Pläne sind nun überarbeitet und den beiden Ausschüssen erneut vorgelegt worden."


Trauer um Kronprinz Rupprecht

2. August: "An allen staatlichen Gebäuden in Bayern sinken heute Nachmittag die Fahnen auf Halbmast. Kronprinz Rupprecht von Bayern, der Chef des bis 1918 regierenden Hauses Wittelsbach, ist [...] in seinem Sommersitz Schloß Leutstetten gestorben. Eine Herzschwäche hatte dem Leben des 86jährigen ein Ende bereitet." Kronprinz Rupprecht, der älteste Sohn des letzten bayerischen Königs Ludwig III. (1913-1918) wurde mit einem Staatsbegräbnis in der Theatinerkirche beigesetzt. Abb. s. unten



Wildwest in München

3. August: "Dem Cowboy-Club München von 1913 gelang jetzt der beste Lassowurf seiner Vereinsgeschichte. Auf einem ideal schönen Platz im Garten der Schmederer-Villa am Nockherberg [...] schuf sich der Club ein Vereinsheim, wie es an Originalität konkurrenzlos dastehen dürfte. Die Einweihungsfeierlichkeit fand in voller ‚Kriegsbemalung' statt, sogar ein ‚echter Cowboy' aus Amerika war anwesend." Mittlerweile hat der Cowboy Club München 1913 e.V. sein Vereinslokal an der Floßlände in Thalkirchen. Derzeit gibt es in München ein knappes Dutzend von Vereinen, die sich für die Geschichte Nordamerikas interessieren.



Münchner Findelkinder

11. August: "Münchens jüngstes Findelkind wurde heute [...] in der Hauskapelle der Blauen Schwestern auf den Namen Johannes Nikolaus Gasteiger getauft. Als Pate wurde der Buchdrucker Hans Butscher eingetragen. Der Gasteiger Hans ist das 17. Findelkind, das seit Kriegsende in München gefunden wurde."



Der "Harmlos" kehrt zurück

12. August: "Nun steht der Harmlos wieder an seinem angestammten Platz. Auch er war ein Opfer des Krieges [...]. Die Wiederaufstellung ist dem Verein für den Wiederaufbau des Chinesischen Turmes zu verdanken." Die 1803 von Franz Schwanthaler für den einstigen Eingang zum Englischen Garten geschaffene Jünglingsstatue erhielt ihren Namen nach der ihr beigegebenen Schrifttafel: "Harmlos wandelt hier. Dann kehret gestärkt zu jeder Pflicht zurück."



Finanzspritze für jugendliche Urlauber aus der Ostzone

22. August: "Ohne einen Pfennig Westgeld in der Tasche kommen zur Zeit Hunderte von Jugendlichen aus der Ostzone nach München, um ihre Ferien in Bayern zu verbringen. Es sind meistens Studenten und Schüler, aber auch Lehrlinge und Jungarbeiter, [...] die einzeln oder in kleinen Gruppen aus der Zone kommen und [...] beim Deutschen Jugendherbergswerk in der Mauerkirchnerstraße vorsprechen und sich aus dem Bundesjugendplan finanzierte Gutscheine abholen. In München, wo sich eine der zwölf bayerischen Ausgabestellen befindet, sind in den letzten Wochen 18.000 Mark ausgegeben worden."



Dank an die Stadt St. Gallen

6. September: "Oberbürgermeister Thomas Wimmer richtete im Namen der bayerischen Landeshauptstadt eine Dankadresse an die Stadt St. Gallen." Der Kanton und die Stadt St. Gallen hatten im Rahmen der "Ostschweizerischen Grenzlandhilfe" 1945 eine Patenschaft für München übernommen. Bereits zu Weihnachten 1945 war ein großer Hilfszug mit Nährmitteln, Textilien usw. eingetroffen. Insgesamt wurden von 1945 bis 1949 mehr als 112.000 Kilogramm Waren im Werte von über einer halben Million Schweizer Franken gespendet.



Banküberfall am Isartor

10. September: "Ein tolldreister Raubüberfall ganz in Wildwest-Manier wurde [...] im Postamt am Isartor verübt. Mit Gesichtsmasken und vorgehaltenen Pistolen drangen ein Mann und eine Frau in das bereits geschlossene Postamt ein und entkamen unerkannt mit einer Geldkassette, in der sich 64.000 Mark befanden. [...] Die Polizei meint, es sei der größte und kaltblütigste Raubüberfall seit Kriegsende."

Oktoberfest 1955.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Zeitgeschichtliche Sammlung

Gut besuchtes Oktoberfest

17. September: "Unter freundlichem blauem Septemberhimmel wurde das Münchner Oktoberfest eröffnet. Das Anstechen des ersten Bierfasses vollzog Oberbürgermeister Wimmer wie jedes Jahr, mit aufgekrempelten Hemdsärmeln und einer [...] grünen Schankkellnerschürze. Bereits kurz nach der Eröffnung waren alle Bierzelte voll besetzt." Am ersten Wiesnwochenende brachten 30 Sonderzüge der Bundesbahn rund 250.000 Besucher nach München, weitere 10.000 kamen mit Omnibussen. Die Zahl der Besucher über das erste Wochenende wurde [...] auf über eine halbe Million geschätzt. Insgesamt lockte das Oktoberfest 1955 mehr als 5 Mio. Menschen an. Diese tranken etwa 3 Mio. Maß Bier und verzehrten "weit über 100.000 Hendl".



Gedenken an Münchner Luftkriegsopfer

5. Oktober: "950 Opfer des Luftkrieges wurden in den letzten Wochen aus ihren Gräbern im Friedhof am Perlacher Forst in den Nordfriedhof überführt, wo die Stadt einen grossen Ehrenhain für sämtliche Münchner Luftkriegstoten anlegte. Der Ehrenhain, in dem nun [...] insgesamt 2.300 Luftkriegstote liegen, soll bis Allerheiligen bereits gärtnerisch gestaltet sein."



Empfang für Spätheimkehrer

Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion durch Bundeskanzler Konrad Adenauer im Jahr 1955 ließ zur Gewissheit werden, was die Russen immer bestritten hatten: Noch immer waren hier rund 10 000 angebliche schwere Kriegsverbrecher in Gefangenschaft. Ein Großteil von ihnen wurde in den folgenden Monaten endlich entlassen:

7. Oktober: "Heute Abend traf im Hauptbahnhof der erste auf Grund der Moskauer Verhandlungen entlassene, aus München stammende Kriegsgefangene ein: General Breit. Er wurde am Bahnsteig von seinen beiden Söhnen empfangen, die er seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte und zuerst nicht erkannte. Außerdem waren Bischof Heckel, Abordnungen einiger ehemaliger Regimenter und die Rotkreuzschwester Kränzel zur Begrüßung gekommen."

11. Oktober: "Tausende von Menschen harrten [...] im Hauptbahnhof des D-Zuges aus Hamburg [...]. Im ersten Wagen saßen 25 Heimkehrer aus Russland, die am Abend vorher das Auffanglager Friedland verlassen hatten. 17 von ihnen stammten aus München. Im Grünen Saal des Hauptbahnhofes bereitete Oberbürgermeister Wimmer den Heimkehrern einen kurzen Empfang."



Heizkraftwerk Müllerstraße geht in Betrieb

14. Oktober: "In diesen Tagen nimmt das neue Heizkraftwerk an der Mülllerstraße [...] die Versorgung der Münchner Innenstadt mit Ferndampf auf. Das bisherige Heizwerk an der Arcisstraße wird ausser Betrieb gesetzt. [...] Das Heizkanalnetz in der Innenstadt wird weiter ausgebaut. Schon jetzt ist es auf über 12 Kilometer Länge angewachsen, es versorgt bereits 162 Abnehmer."



Plätze für Pflegekinder dringend gesucht!

4. November: "Die Zahl der Ehepaare, die sich beim Jugendamt um ein Pflegekind bewerben, nimmt ständig ab. Alle Münchner Heime sind überfüllt. Für 210 Buben und Mädchen wird zur Zeit eine Pflegestelle gesucht. 104 Säuglinge und Kleinkinder sind zur Adoption gemeldet. Jeden Monat vertrauen etwa 100 Mütter ihre Babies dem Jugendamt an."



Planungen für eine "S-Bahn" beginnen

5. November: " Zu einer für München möglicherweise bedeutsamen Besprechung soll es [...] heute zwischen dem Generaldirektor der Deutschen Bundesbahn, Professor Frohne, und Oberbürgermeister Wimmer kommen. Bei dem Treffen geht es um das Projekt der unterirdischen S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof und einer städtischen Unterpflasterbahn. Von beiden Seiten wird gegenwärtig eine allgemein befriedigende Lösung angestrebt."


Volkstrauertag

13. November: Viele tausend Münchner hatten sich heute anlässlich des Volkstrauertages am Grabmal des Unbekannten Soldaten beim Hofgarten zu einer Gedenkfeier eingefunden, zu der die Stadtverwaltung, der Verband der Kriegsbeschädigten sowie der Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge eingeladen hatten." Abb. s. unten



Erfolgreiche "Knutschkugel"

17. November: " Bei den Bayerischen Motorenwerken lief [...] die 10.000ste BMW-Isetta vom Band. 120 der neuen Roller verlassen täglich das Werk. BWM hat die Produktion dieses neuartigen Mobils erst im Mai dieses Jahres aufgenommen." Wegen seiner Kugelform erhielt das Gefährt schon bald den Spitznamen "Knutschkugel".



Schnellstrick-Wettbewerb: Männer erobern eine Frauendomäne

1. Dezember: "68 Jahre zählte der älteste Teilnehmer am Schnellstrickwettbewerb, den das Internationale Wollsekretariat zusammen mit einer Strickmode-Schau im Regina veranstaltete. Acht Amateure setzten sich zum Schnellstricken aufs Podium, drei Männer und fünf Frauen." Leider berichtet der Chronist nicht, wer der Gewinner des Wettbewerbs war.

Festzug zur 250-Jahrfeier der Sendlinger Bauernschlacht, 17. Dezember 1955.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtarchiv München - Fotosammlung (Foto: Georg Schödl)

Gedenken an die Sendlinger Mordweihnacht 1705

17. Dezember: "Viele Bauern aus dem bayerischen Oberland waren heute abend nach Sendling gezogen, um an der großen Feier zur Erinnerung an die Sendlinger Bauernschlacht von 1705 teilzunehmen. Lange bevor Trommelwirbel und Marschmusik den Kirchgang der Gebirgsschützenkompanien und der Münchner Vereinsabordnungen ankündigten, säumten schon Tausende die Strassen, durch die sich der Zug von der Theresienhöhe zur St. Margretkirche bewegte. Wie einst trugen die Oberlandler zu ihren Trachten uralte Donnerbüchsen, Äxte, Säbel, Morgenstern und Landsknechtstrommeln. Auf spitzen Hüten steckten Tannenzweige. Nach der Kirche marschierten über 1.000 Trachtler schweigend und mit Fackeln durch die Straßen, die mit ihren Namen an die Ereignisse und Führer von 1705 erinnern, zur Sendlinger Kirche. Punkt acht Uhr erlosch das Licht der Straßenbeleuchtung. Nur vom Licht der vielen Fackeln erhellt, legte Ministerpräsident Dr. Hoegner am Denkmal des Schmieds von Kochel den Kranz der Staatsregierung nieder."



Volksschauspieler Witt gestorben

21. Dezember: "Heute abend [...] starb Wastl Witt (geb. 1882), einer der grössten und letzten bayerischen Volksschauspieler. Witt bereiste in Amerika und Europa 54 Städte, später wurde er ein bedeutender bayerischer Charakterdarsteller in Film und Funk, im Volkstheater und im Staatstheater." Eine seiner Paraderollen war der "Filser"-Bauer in der "Lokalbahn" von Ludwig Thoma gewesen.

Erstmals wieder Orgelmusik im Dom

24. Dezember: "Heute, am Heiligen Abend, werden zum ersten Male seit vielen Jahren die Klänge einer Orgel das mächtige Schiff der Frauenkirche erfüllen. Viele Münchner werden bei der feierlichen Christmette im Dom, die der Kardinal hält, die Orgel-solo-Messe von Mozart hören. Die alte, durch eine Sprengbombe 1944 zerstörte Orgel hat eine würdige Nachfolgerin bekommen. Sie wird bis Pfingsten 1956 fertiggestellt und dann die grösste Kirchenorgel der Landeshauptstadt sein. Zunächst ist nur der erste Teil vollendet, zwei Manuale und 30 Register."



München wird Großstadt

29. Dezember: "Nach einer groben Schätzung, die die Statistiker vor einem halben Jahr aufstellten, sollte München am 3. April 1957 Großstadt sein. Dieses Ziel ist inzwischen nähergerückt, denn der vergangene Monat brachte eine Rekordzuwanderung. Nicht weniger als 7.640 Personen kamen allein im November nach München. Zieht man die Wegzüge ab, so bleibt für den Monat ein Zuwanderungsgewinn von 4.461 Personen. München steht nun mit seinem Wachstum (rund 30.000 im Jahr) an der Spitze der deutschen Städte." Die Statistiker hatten sich um einige Monate vertan. Erst im Dezember 1957 wurde München zur wird Millionenstadt.