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Aktuelles


Freitag, 12. Juli 2019, 17 Uhr

Erinnerungszeichen für Max Ursprung in der Dreimühlenstraße 28

Aus dem Leben von Max Ursprung ist nur wenig bekannt. Er wurde am 9.9.1886 in Traunstein geboren und erlernte den Beruf des Spenglers. Er wechselte häufig seinen Wohnsitz und lebte in verschiedenen Städten. Seine letzte Adresse hatte Max Ursprung in der Münchner Dreimühlenstraße 28. Er war schon vor dem Machtantritt der NSDAP mehrfach wegen Bettelns, Waffenbesitzes und „Sittlichkeitsverbrechen“ verhaftet worden. Einen Hinweis darauf, welcher Art die „Sittlichkeitsverbrechen“ waren, gibt ein Eintrag in der Einwohnermeldekarte. Dort ist eine Meldepflicht für Max Ursprung wegen Homosexualität vermerkt.

Nach jahrelanger Haft im Gefängnis Neudeck wurde er am 14.09.1938 in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Im Oktober 1938 überstellte ihn die SS in das Konzentrationslager Flossenbürg. Die SS deportierte ihn im Juli 1942 in das Konzentrationslager Stutthof, wo er am 12.10.1942 völlig geschwächt und krank starb.

Weitere Termine für die Übergaben von Erinnerungszeichen bis August 2019

Die Termine sind öffentlich, wir freuen uns über Ihre Teilnahme

17.07. um 12.00
Erinnerungszeichen für Anna und Karl Neumeyer (Königinstraße 35a)

19.07. um 12.00
Erinnerungszeichen für James M. Greene (Rungestraße 8)

26.07. um 15.00
Erinnerungszeichen für Hugo Daffner (Ickstattstraße 17)

01.08. um 15.00
Erinnerungszeichen für Alexander Lubranczyk (Ohmstraße 20)

02.08. um 11.00
Erinnerungszeichen für Sabine und Leopold Schwager (Klenzestraße 26)

Vergangene Veranstaltungen

Dienstag, 25. Juni 2019, 11 Uhr

Erinnerungszeichen für Lina Binswanger und Anneliese Treumann (Leopoldstraße 102)

Lina Binswanger geb. Moos, wurde am 11.7.1872 geboren. Sie heiratete den Fabrikanten Alfred Binswanger. Sie lebten in Regensburg und hatten zwei Töchter.
Nach dem Tod ihres Mannes im November 1933 zog sie nach München, wo eine ihrer Töchter wohnte. Als diese starb, kümmerte sie sich um die Enkelin Anneliese Treumann.

Anneliese Treumann wurde am 7.2.1923 in Regensburg geboren und lebte nach der Trennung ihrer Eltern seit 1934 mit ihrer Mutter Martha Treumann geb. Binswanger in München. Nach der Pogromnacht am 9.11.1938 betrieb sie intensiv ihre Auswanderung nach Palästina, was ihr nicht mehr gelang.

Nach dem Raub ihres Besitzes mussten die beiden Frauen ihre Wohnung verlassen und in eine so genannte Judenwohnung ziehen. Ab dem 9.7.1941 hatte Anneliese Treumann Zwangsarbeit in der Flachsröste Lohhof zu verrichten. Sie wurde am 30.3.1942 in das Barackenlager für Juden in der Knorrstraße 148 verlegt und am 4.4.1942 nach Piaski in das von den Deutschen besetzte Polen deportiert. Vermutlich fiel sie den grauenhaften Verhältnissen in den dortigen Zwangsarbeiterlagern zum Opfer oder wurde im Zuge der „Aktion Reinhardt“ ermordet.

Lina Binswanger wurde am 25.6.1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 7.5.1943 starb.

Dienstag, 4. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Leben rekonstruieren. Individuelles Gedenken an NS-Verfolgte
Vortrag von Dr. Beate Meyer mit anschließender Diskussion
Ort: Rotunde des Stadtarchiv München, Winzererstraße 68, Eintritt frei

Individuelles Gedenken an NS-Verfolgte bedeutet, ihr Leben wenigstens ansatzweise zu rekonstruieren. Diese Aufgabe stellt uns vor vielerlei Herausforderungen. Dr. Beate Meyer befasst sich in ihrem Vortrag mit Problemen, Möglichkeiten und Grenzen der biografischen Rekonstruktion und deren öffentlicher Rezeption. Sie forscht und publiziert seit mehr als 30 Jahren über Schicksale von NS-Verfolgten. In Hamburg baute sie das Oral-History-Projekt „Werkstatt der Erinnerung“ auf, in dem Interviews mit Verfolgten geführt und gesammelt werden. Seit 2006 leitet sie die ehrenamtliche biografische Forschung zu den Personen an, für die in Hamburg Stolpersteine verlegt sind und gibt zusammen mit Rita Bake die Buchreihe „Stolpersteine in Hamburg - Biografische Spurensuche“ heraus.

Dienstag, 9. April 2019, 19 Uhr

Vergessene Kriegsverbrechen – Der Luftkrieg und die Ermordung alliierter Flieger im 2. Weltkrieg (Podiumsdiskussion)

Carl Amery Saal der Münchner Stadtbibliothek,
Gasteig. Rosenheimer Straße 5
Eintritt frei

In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1944 brachen 76 Piloten der Royal Air Force und der Royal Navy aus einem Kriegsgefangenenlager in der Nähe der schlesischen Stadt Sagan aus. Die meisten von ihnen wurden gefasst und entgegen internationalem Recht auf Befehl Hitlers erschossen. Die beiden Offiziere Johannes Gouws und Rupert Stevens waren auf ihrer Flucht in Süddeutschland verhaftet und im Münchner Polizeipräsidium in der Ettstrasse inhaftiert worden. Die Gestapo ließ sie bei einem fingierten Fluchtversuch am 29. März 1944 erschießen.

Über aktuelle Trends in Forschung und Erinnerungskultur zu den fast vergessenen Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten an alliierten Fliegern wurde auf dem Podium diskutiert.

Dienstag, 9. April 2019, 14 Uhr

Erinnerungszeichen für Georg Elser

14.00 Gedenkveranstaltung am ehemaligen Wohnort von Georg Elser in der Türkenstraße 94

Sonntag, 24. März 2019, 11.00 Uhr

Filmmatinee „The Great Escape“ (Gesprengte Ketten) (1963), OmU
mit einer Einführung von Dr. Susanne Meinl (Historikerin)

City Kinos, Sonnenstraße 12, 80331 München
Tickets 10 € / 9 € (erhältlich an der Kinokasse)

Anfang der 1960er Jahre verfilmte John Sturges die legendäre Flucht alliierter Soldaten im März 1944 aus einem Kriegsgefangenenlager in der Nähe der schlesischen Stadt Sagan. Die Handlung wurde nach Bayern verlegt, das Kriegsgefangenenlager im Perlacher Forst nachgebaut. Durch seine hohe Authentizität und eine Reihe von bekannten US-amerikanischen, britischen und deutschen Schauspielern wie Steve Mc­Queen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson und Hannes Messemer wurde der 1963 uraufgeführte Film zum Blockbuster.

Anlässlich des 75 Jahrestages der Flucht am 24. März 1944 zeigt die Koordinierungsstelle | Erinnerungszeichen in Zusammenarbeit mit den City Kinos im Gedenken an die fast vergessenen Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten an alliierten Fliegern diesen Klassiker unter den Antikriegsfilmen.

Donnerstag, 21. März 2019

Erinnerungszeichen zum Gedenken an die Familie Schneck

Die Koordinierungsstelle | Erinnerungszeichen im Stadtarchiv München übergibt am 21.03.2019 eine Erinnerungsstele für die Sinti-Familie Schneck in der Friedenspromenade 40 der Öffentlichkeit.

Die Familie Schneck lebte seit 1937 in der Friedenspromenade 40 (damals 42) in München-Trudering. Josef Schneck (1882-1943) handelte mit Geigen, seine Ehefrau Sofie Schneck (1894-1943) war Hausfrau. Am 8. 03.1943 verhaftete die Münchner Polizei die Sinti und Roma, auch Josef und Sofie Schneck mit den Töchtern Paula (1917-1943), Gisela (1927-1943) und Elisabeth (1926), den Söhnen Donatus (1925-1944) und Josef-Maria (1930-1943) sowie der Enkelin Renate (1940-1943). Sie wurden in das Polizeigefängnis in der Ettstraße eingeliefert und von dort am 13.03.1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Donatus Schneck kam im KZ Buchenwald ums Leben, seine Eltern, seine Geschwister und seine Nichte wurden Opfer der unbeschreiblichen Bedingungen im so genannten Zigeunerlager in Auschwitz-Birkenau. Nur Elisabeth Schneck überlebte.

Mittwoch, 13. März 2019

Gedenken an die aus München deportierten Sinti und Roma

Das Stadtarchiv München als Mitglied der Arbeitsgruppe "Gedenken an die aus München deportierten Sinti und Roma" konzipierte gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern die Veranstaltungen anlässlich des Gedenktags an die Deportation der Münchner Sinti und Roma 1943, der am 13. März 2019 begangen wird:

Öffentliche Namenlesung

Mittwoch, 13.03.2019, 15.00 Uhr,
Platz der Opfer des Nationalsozialismus, 80333 München

Gedenkveranstaltung

Mittwoch, 13.03.2019, 19.00 Uhr,
NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

Sonntag, 27. Januar 2019 (Holocaust Gedenktag)

Erinnerungszeichen für Sylvia und Dr. Max Klar

14.00
Gedenkveranstaltung, Adolf-Weber-Gymnasium, Kapschstraße 4

im Anschluss um ca. 15.15 Übergabe der Tafel in der Jutastraße 24

Samstag, 26. Januar 2019

10 Uhr
Übergabe der Erinnerungstafel für Emma und Hans Hutzelmann, Margaretenstraße 18

15 Uhr
Übergabe der Erinnerungstafel für Joseph Zott, Geroltstraße 24

16 Uhr
Gedenkveranstaltung im Pfarrsaal St. Rupert, Gollierstraße 61

Freitag, 18. Januar 2019 (Gedenken an die Opfer der NS-"Euthanasie" in München)

Erinnerungszeichen für Theodolinde Diem

10.30 Uhr
Gedenkveranstaltung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Konferenzraum 1, Romanstraße 93

11.45 Uhr
Übergabe der Stele in der Romanstraße 74

Erinnerungszeichen für Irmgard Burger

13.00 Uhr
Gedenkveranstaltung am Kaiserplatz 10

14.15
Übergabe der Tafel in der Destouchesstraße 14

Erinnerungszeichen für Barbara Hartard

Achtung! Änderung des Veranstaltungsorts! Die Gedenkfeier für Barbara Hartard, 15.00 Uhr, findet nicht in der Unsöldstraße 13, sondern in der Aula des Städtischen St.-Anna-Gymnasiums, St. Anna-Straße 20, erste Etage, statt.

16.00
Übergabe der Tafel in der Unsöldstraße 13

Mittwoch, 28. November 2018

Am 28. November wird in der Varnhagenstraße 7 (früher Sandstraße 1) das Erinnerungszeichen für Bernhard Haas an die Öffentlichkeit übergeben. Haas wurde nach der „Kristallnacht“ in das KZ Dachau verschleppt und dort am 28.11.1938 ermordet.

15 Uhr
Gedenkveranstaltung im Gemeindesaal der Ev.-Luth. Himmelfahrtskirche München-Pasing, Marschnerstr. 3. Die Erinnerungsstele wird im Anschluss gegen 16 Uhr in der Varnhagenstraße 7 der Öffentlichkeit übergeben.

 

Dienstag, 20. November 2018

Am 77. Jahrestag der ersten Deportation von Münchner Juden nach Kaunas werden am 20. November in München die nächsten Erinnerungszeichen an die Öffentlichkeit übergeben:

12 Uhr
Übergabe der Erinnerungstafel für Ella und Friedrich Oestreicher in der Widenmayerstraße 36

14 Uhr
Übergabe der beiden Erinnerungsstelen für Albert, Ferdinand, Jenny, Julius, Manfred und Simon Kissinger sowie für Rosa und Emanuel Kocherthaler, Centa, Ida und Salomon Silber und Henriette Lipcowitz in der Bürkleinstraße 20 (früher 16)

16 Uhr
Übergabe der Erinnerungsstele für Fanny und Julius Marx in der Corneliusstraße 2

vorauss. 18.30 Uhr
Gedenkveranstaltung für die in Kaunas ermordeten Münchner Jüdinnen und Juden im Jüdischen Museum. Es werden die Biografien der Personen vorgestellt, für die zuvor ein Erinnerungszeichen gesetzt worden ist.

Erinnerungszeichen

Sonntag, 5. August 2018

11.45 Uhr
Übergabe der Erinnerungstafel für Walter Klingenbeck in der Amalienstraße 44 an die Öffentlichkeit

Freitag, 27. Juli 2018

15.00 Uhr
Übergabe der Erinnerungsstele für Ludwig Holleis in der Daiserstraße 45 an die Öffentlichkeit

17.00 Uhr
Übergabe der Erinnerungsstele für Therese Kühner in der Auenstraße 15 an die Öffentlichkeit

(Die Feier findet im Königreichsaal der Zeugen Jehovas in der Klenzestraße 103 statt. Anschließend wird die Stele in der Auenstraße 15 der Öffentlichkeit übergeben.)

Donnerstag, 26. Juli 2018

11.00 Uhr
Übergabe der Erinnerungstafel für Franz und Tilly Landauer in der Königinstraße 85 an die Öffentlichkeit

13.00 Uhr
Übergabe der Erinnerungsstele für Dr. Friedrich Crusius in der Mandlstraße 21 an die Öffentlichkeit

15.00 Uhr
Übergabe der Erinnerungsstele für Paula und Siegfried Jordan in der Mauerkircherstraße 13 an die Öffentlichkeit