Corona-Bürgertelefon 089-233-44740 | www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Friedenspromenade 40


kein Bild vorhanden  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Josef Schneck

geboren 21.03.1882
in Rippberg,
inhaftiert 08.03.1943
im Polizeigefängnis München,
ermordet Sommer 1943
im KZ Auschwitz-Birkenau


Josef Schneck wurde am 21.03.1882 in Rippberg in Baden geboren und handelte mit Antiquitäten und Streichinstrumenten. Seine 1894 geborene Ehefrau Sofie stammte aus Moos im Landkreis Radolfzell. Das Ehepaar hatte fünf Kinder. Tochter Paula erblickte 1917 in Düsseldorf das Licht der Welt, ihr Bruder Donatus 1925 in Stuttgart. Ihm folgten 1926 Elisabeth, 1927 Gisela und 1930 Josef Maria. Über das Leben der Familie ist nur wenig bekannt. In München wohnte die Familie in der Friedenspromenade 40 (damals 42). Paula Schneck schenkte 1940 ihrem Töchterchen Renate das Leben. Wie alle Münchner Sinti und Roma ließ die Polizei auch die Familie Schneck – einschließlich der noch nicht dreijährigen Renate – am 8. März 1943 verhaften und deportierte sie am 13. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die SS verschleppte Donatus Schneck von dort in das Konzentrationslager Buchenwald, wo er Ende August 1944 bei einem Bombenangriff getötet wurde. Josef Schneck verhungerte im Sommer 1943 im so genannten Zigeunerlager in Auschwitz-Birkenau – ebenso wie seine Frau Sofie Schneck, seine Kinder Gisela, Josef Maria, Paula und seine Enkelin Renate; nur seine Tochter Elisabeth überlebte den Völkermord an den Sinti und Roma.