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Friedenspromenade 40


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Paula (Pauline) Schneck

geboren 29.06.1917
in Düsseldorf,
inhaftiert 08.03.1943
im Polizeigefängnis München,
ermordet
Oktober/November 1943
im KZ Auschwitz-Birkenau


Paula Schneck erblickte am 26. Juni 1917 in Düsseldorf das Licht der Welt. Ihre am 1. Juli 1894 geborene Mutter Sofie stammte aus Moos im Landkreis Radolfzell. Vater Josef Schneck wurde 1882 in Rippberg in Baden geboren und handelte mit Antiquitäten und Streichinstrumenten. Das Ehepaar hatte fünf Kinder. Paulas Bruder Donatus kam 1925 in Stuttgart zur Welt. Ihm folgten 1926 Elisabeth, 1927 Gisela und 1930 Josef Maria. Über das Leben der Familie ist nur wenig bekannt. In München wohnte die Familie in der Friedenspromenade 40 (damals 42). Paula Schneck schenkte 1940 ihrem Töchterchen Renate das Leben. Wie alle Münchner Sinti und Roma ließ die Polizei auch die Familie Schneck – einschließlich der noch nicht dreijährigen Renate – am 8. März 1943 verhaften und deportierte sie am 13. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die SS verschleppte Donatus Schneck von dort in das Konzentrationslager Buchenwald, wo er Ende August 1944 bei einem Bombenangriff getötet wurde. Paula Schneck verhungerte im Oktober oder November 1943 im so genannten Zigeunerlager in Auschwitz-Birkenau - ebenso wie ihre Eltern Josef und Sofie Schneck, ihre Geschwister Gisela und Josef Maria sowie ihre Tochter Renate; nur ihre Schwester Elisabeth überlebte den Völkermord an den Sinti und Roma.