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Friedenspromenade 40


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Renate Schneck

geboren 13.05.1940
in München,
inhaftiert 08.03.1943
im Polizeigefängnis München,
ermordet 13.04.1943
im KZ Auschwitz-Birkenau


Renate Schneck wurde am 13. Mai 1940 in München geboren. Ihre Mutter war Paula Schneck, geboren 1917 in Düsseldorf. Renate lebte mit ihrer Mutter bei den Großeltern, Onkeln und Tanten in der Friedenspromenade 40 (damals 42).

Ihre am 1. Juli 1894 geborene Großmutter Sofie stammte aus Moos im Landkreis Radolfzell. Großvater Josef Schneck wurde 1882 in Rippberg in Baden geboren und handelte mit Antiquitäten und Streichinstrumenten. Renates Onkel Donatus hatte 1925 das Licht der Welt erblickt; ihm folgte 1926 Elisabeth, 1927 Gisela und 1930 Josef Maria. Über das Leben der Familie ist nur wenig bekannt. Wie alle Münchner Sinti und Roma ließ die Polizei auch die Familie Schneck – einschließlich der noch nicht dreijährigen Renate – am 8. März 1943 verhaften und deportierte sie am 13. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die SS verschleppte Donatus Schneck von dort in das Konzentrationslager Buchenwald, wo er Ende August 1944 bei einem Bombenangriff getötet wurde. Renate Scheck verhungerte am 13. April 1943, wenige Wochen nach ihrer Einlieferung in das so genannten Zigeunerlager in Auschwitz-Birkenau – ebenso wie ihre Großeltern Josef und Sofie Schneck, ihre Mutter Paula sowie Gisela und Josef Maria; nur ihre Tante Elisabeth überlebte den Völkermord an den Sinti und Roma.