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Friedenspromenade 40


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Sofie Schneck

geb. Eckstein,
geboren 01.07.1894
in Moos,
inhaftiert 08.03.1943
im Polizeigefängnis München,
ermordet 29.04.1944
im KZ Auschwitz-Birkenau

Die am 1. Juli 1894 geborene Sofie Scheck geb. Eckstein stammte aus Moos im Landkreis Radolfzell. Ihr Ehemann Josef Schneck wurde 1882 in Rippberg in Baden geboren und handelte mit Antiquitäten und Streichinstrumenten. Das Ehepaar hatte fünf Kinder. Tochter Paula erblickte 1917 in Düsseldorf das Licht der Welt, ihr Bruder Donatus 1925 in Stuttgart. Ihm folgten 1926 Elisabeth, 1927 Gisela und 1930 Josef Maria. Über das Leben der Familie ist nur wenig bekannt. In München wohnte die Familie in der Friedenspromenade 40 (damals 42). Paula Schneck schenkte 1940 ihrem Töchterchen Renate das Leben. Wie alle Münchner Sinti und Roma ließ die Polizei auch die Familie Schneck – einschließlich der noch nicht dreijährigen Renate – am 8. März 1943 verhaften und deportierte sie am 13. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die SS verschleppte Donatus Schneck von dort in das Konzentrationslager Buchenwald, wo er Ende August 1944 bei einem Bombenangriff getötet wurde. Sofie Schneck verhungerte am 29. April 1944 im so genannten Zigeunerlager in Auschwitz-Birkenau – ebenso wie ihr Ehemann Josef, ihre Kinder Gisela, Josef Maria, Paula und ihre Enkelin Renate; nur Tochter Elisabeth überlebte den Völkermord an den Sinti und Roma.