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Lebensgeschichten entdecken


Erinnerungswerkstatt München e.V.

Selbstverständnis
„Gebt der Erinnerung Namen“ forderte Saul Friedländer, als er 1998 den Geschwister-Scholl-Preis für sein Buch „Das Dritte Reich und die Juden“ entgegennahm. Mehr als zwanzig Jahre später kennen wir einen Großteil der Namen jener Kinder, Frauen und Männer, die von den Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 in Deutschland verfolgt und ermordet wurden. Darüber hinaus wissen wir meist jedoch nur wenig über ihr Leben.

Wer wir sind
2018 haben sich historisch interessierte Personen zur Erinnerungswerkstatt München zusammengeschlossen, im Oktober 2020 erfolgte die Gründung als Verein. Im Sinne Friedländers wollen wir den Verfolgten nicht nur einen Namen geben, sondern auch ihre Geschichten erzählen. Mit Unterstützung des Münchener Stadtarchivs begeben wir uns auf Spurensuche, recherchieren in verschiedenen Archiven Details zu ihrem Leben und schreiben Biografien, die wir veröffentlichen.

Haben Sie Interesse mitzuarbeiten?
Dann kommen Sie zu unseren öffentlichen Treffen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wir treffen uns an jedem 2. Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im Filmsaal (2. OG) des Stadtarchivs München (ACHTUNG: derzeit finden die Treffen online statt, eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich). Oder besuchen Sie eine unserer Veranstaltungen, der Eintritt ist frei.

Kontakt: info@erinnerungswerkstatt-muenchen.de
 

Veranstaltungen 2020

Wegen der Covid 19 – Maßnahmen können 2020 keine Veranstaltungen stattfinden

Veranstaltungsarchiv

Di, 8. Oktober 2019, 18 Uhr (in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München)
„Täter“ und Konzepte von Täterschaft in der Erinnerungskultur
Vortrag von Dr. Dirk Riedel mit anschließender Diskussion

Rotunde des Stadtarchiv München, Winzererstraße 68

Schicksale von NS-Verfolgten sind stets mit den Handlungen Anderer verbunden. Oftmals sind die vorhandenen Quellen von „Tätern“ verfasst, die Opfer werden so nur durch die Augen ihrer Verfolger sichtbar. Dirk Riedel widmet sich anhand ausgewählter Beispiele der Frage, wie mit den „Tätern“ und „Täterquellen“ in der Erinnerungsarbeit umgegangen wird, und welche Vorstellungen von Täterschaft dabei eine Rolle spielen.

Fr, 18. Oktober 2019, 14.30 Uhr
Führung durch die KZ-Gedenkstätte Dachau
mit einer Einführung von Archivar André Scharf in die Lagerdatenbank und in das Archiv der Gedenkstätte