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Erinnerungszeichen


Tafeln und Stelen

Die Erinnerungszeichen an die Todesopfer des NS-Regimes in München werden nach Entwürfen des Münchner Büros stauss processform ausgeführt. Erinnerungstafeln bestehen aus einem 72 Zentimeter langen Element aus gebürstetem Edelstahl, in das bis zu fünf vergoldete, 12 x 12 Zentimeter große Tafeln eingefügt werden können. Die Anbringung ist horizontal und vertikal möglich.
Erinnerungsstelen sind 186 Zentimeter hohe schlanke Edelstahlstäbe mit einer Kantenlänge von 60 Millimetern. Sie können maximal zwölf der vergoldeten, dreidimensionalen Hülsen aufnehmen.

Diese Erweiterbarkeit der Erinnerungszeichen ermöglicht es, familiäre Strukturen der Opfer sichtbar zu machen sowie an einem Ort mehrerer Menschen zu gedenken.

In die Tafeln und Hülsen werden mit einem Laser die Lebens- und Verfolgungsdaten sowie gerasterte Bilder eingeschnitten. Die dadurch entstehende gelochte Oberfläche vermittelt nicht nur visuell Informationen, sie ist auch taktil erfahrbar. Alle Texte und Bilder sind auf Augenhöhe lesbar.

Auf Antrag werden Erinnerungstafeln am Haus sowie Erinnerungsstelen unmittelbar vor dem Haus angebracht, in dem die Menschen gelebt und gearbeitet haben. Parallel zu den installierten Erinnerungszeichen werden im Internet die Biografien dieser Frauen, Männer und Kinder veröffentlicht.

Das Anliegen von Familienangehörigen genießt hohe Priorität - gegen ihren Willen werden keine Erinnerungszeichen realisiert.

An der Herstellung der Erinnerungszeichen waren die Unternehmen Schilderfabrikation Moedel GmbH in Amberg, Kursschmiede Stefan Szekessy in München, EOS GmbH Electro Optical Systems in Krailing/München, POLIGRAT GmbH in München, Firma Laser-Schnitt-Center GMBH in Kundl (Österreich) sowie BTS Galvanotechnik GmbH in München beteiligt.