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Ben-Chorin-Zimmer


Schalom Ben-Chorin (1913-1999)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Ben-Chorin im Stadtarchiv

Seit Oktober 2009 haben das detailgetreu aufgebaute Arbeitszimmer und die Bibliothek des Religionsphilosophen und Schriftstellers Schalom Ben-Chorin (1913-1999) im Stadtarchiv München eine neue Heimstatt.

Am 7. Mai 1999 starb in Jerusalem der aus München stammende Religionsphilosoph und Schrift­steller Schalom Ben-Chorin (Abb. s. unten). Als Brückenbauer zwischen den Religionen und als einer der wichtigsten Protagonisten des christlich-jüdischen Dialogs genießt der 1913 als Fritz Ro­senthal geborene Münchner bis heute höchstes Ansehen. Sein reichhaltiges publizistisches Erbe kehrte 2009 nach Deutschland zurück.

Der schriftliche Nachlass Ben-Chorins, darunter Korrespondenz und Manuskripte, befindet sich seit Juli 2009 im Deutschen Lite­raturarchiv Marbach, wo er wissenschaftlich erschlossen wird.

Arbeitszimmer Ben-Chorins  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Arbeitszimmer und Bibliothek

Das Arbeitszimmer und die um­fangreiche Bibliothek Ben-Chorins wurden der Landeshauptstadt München übereignet. Die Bibliothek, wie sie seit mehr als fünf Jahrzehnten in Ben-Chorins Wohnung im Jeru­salemer Stadtteil Romema gewachsen ist, wurde im Stadtarchiv München detailgetreu rekonstruiert. Sie ist öffentlich zugänglich.

Es ist der Familie Ben-Chorin, insbesondere aber seiner Ehefrau Avital zu verdanken, dass das Stadtarchiv mit Bibliothek und Arbeitszimmer die schöpferische Lebensleistung und die versöhnende Kraft eines großen Soh­nes der Stadt München dokumentieren kann. Die „Rückkehr“ Ben-Chorins in seine Heimatstadt, mit der er trotz schmerzlicher Erfahrungen während der NS-Zeit bis an sein Lebensende eng verbunden war, ist ein eindrucksvolles und nachhaltiges Zeichen für Dialog und Verständigung.