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Pressemitteilungen


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Eine Sommerfrische ersten Ranges - Coverbild

Neuerscheinung in der Reihe "Miscellanea Bavarica Monacensia"

Soeben ist der 190. Band der Dissertationsreihe erschienen. Er trägt den Titel "Eine Sommerfrische ersten Ranges. Geschichte des Tourismus in Berchtesgaden, Oberstaufen und Schliersee (1800-1970) und ist im utzverlag erschienen (ISBN 978-3-8316-4871-9; 560 S., 49 €).

Das bayerische Alpenvorland ist seit rund 200 Jahren Sehnsuchtsort und -region für Menschen aus aller Welt. Die Touristen fanden dort u. a. Berge und Seen, Tradition und Brauchtum, Natur und Landschaft, zunächst im Sommer, dann auch im Winter. Die in der vorliegenden Studie untersuchten Orte Berchtesgaden, Oberstaufen und Schliersee zählen seit dem 19. Jahrhundert zu den beliebtesten Tourismusdestinationen Bayerns. Dabei waren die Orte einem ständigen Veränderungs- und Anpassungsprozess unterworfen. Rasch wurden die wirtschaftlichen Möglichkeiten erkannt, die sich den ländlich geprägten Orten mit den Touristen boten. Gleichzeitig eröffnete sich ein Spannungsfeld zwischen dem Eingehen auf die Wünsche und Erwartungen der Touristen einerseits und der Bewahrung der eigenen Identitäten andererseits. Der Tourismus veränderte die Orte zum Teil grundlegend: Landwirte sattelten um und wurden zu Gastronomen und Hoteliers, auf für die Landwirtschaft unattraktiven Flächen wurden Villen und Unterkünfte für die Sommerfrischler errichtet, das Geld der Touristen ermöglichte den Bau verschiedenster Infrastruktureinrichtungen, die sowohl den Einheimischen wie auch den Gästen zugute kamen. Der Autor Bernhard von Zech-Kleber untersucht die Entwicklung des Tourismus im Raum Südbayern während der krisenhaften ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf Grundlage einer breiten Quellenbasis werden Akteure beider Seiten - die Reisenden wie die "Bereisten" - in den Blick genommen, ebenso sich verändernde Infrastrukturen sowie Wechselwirkungen zwischen den Beteiligten und politische Entscheidungen.

Der Autor Bernhard von Zech-Kleber Bernhard studierte in München und Pavia (Italien) Geschichte und Klassische Archäologie. Seit 2012 ist er als wissenschaftlicher Redakteur im Historischen Lexikon Bayerns sowie in der freien Wirtschaft tätig.

Bernhard von Zech-Kleber: Eine Sommerfrische ersten Ranges - Cover

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Einladung zu einer Veranstaltung der "tgm", 1981

Die Typographische Gesellschaft München e.V. übergibt Unterlagen

Die bereits 1890 gegründete “tgm” ist bis heute eine der führenden Gesellschaften für die Diskussion und Fortentwicklung der Gestaltung von gedruckten Medien. Nun hat das Stadtarchiv München alle seit 1949 entstandenen Drucksachen der Gesellschaft übernommen.

Die “tgm” gehört zur kulturellen Geschichte Münchens. In den 1920er und 1930er Jahren von sehr aktiven Mitgliedern wie Jan Tschichold, Paul Renner, Georg Trump u.a. betreut oder geleitet, ist sie bis heute aktiv an den Diskussionen um eine zeitgemäße Schrift- und Drucksachen-Gestaltung beteiligt. Dabei kann es sich ebenso um gedruckte wie digitale Texte handeln.

Dass die Drucksachen der “tgm” seit 1949 jetzt an das Stadtarchiv München übergeben wurden, ist erfreulich. Ein Teil der Geschichte der tgm bleibt so erhalten und ist im Archiv nachvollziehbar.

Da der gesamte Bestand an Drucksachen und Büchern der “tgm” aus den Jahren 1890 bis 1933 in der Bayerischen Staatsbibliothek München am Ende des Zweiten Weltkrieges verbrannte, sind die nun übergebenen Drucksachen umso wertvoller, denn sie belegen immerhin schriftgestalterische Entwicklungen der vergangenen 75 Jahre.

Die Sammlung “Typographische Gesellschaft München e.V.” umfasst 73, nach Jahrgängen geordnete Mappen aus dem Zeitraum 1949 bis 2020. Diese enthalten Jahresprogramme, Bücher der “tgm” sowie sehr viele Einladungen und Einzeldrucksachen. Da es lange Zeit üblich war, dass die “tgm” zu jeder Veranstaltung individuell einlud, wuchs auf diese Weise ein reicher Schatz an typographischen Arbeiten. Die Sammlung wurde von Xaver Erlacher, einst der Chefkorrektor der Süddeutschen Zeitung, begründet und bis 1996 gepflegt. Danach und bis 2020 wurde sie von Rudolf Paulus Gorbach fortgeführt.

In der online-Datenbank des Stadtarchivs München erhält die Sammlung die Sigle DE-1992-GS-TYP-GS.

Literatur zur tgm:

  • Xaver Erlacher, Hundert Jahre Typographie, hundert Jahre Typographische Gesellschaft München. Eine Chronik, München 1990

  • Rudolf Paulus Gorbach, Bücher und Drucksachen der tgm 1949 bis 2009, München 2015


 

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Kundgebung auf der Theresienwiese am 7. November 1918
© StadtA München

Neuerscheinung "Machtwechsel. München zwischen Oktober 1918 und Juni 1919"

Die Beiträge der erfolgreichen Vortragsreihe des Stadtarchivs München, „Machtwechsel. München zwischen Oktober 1918 und Juli 1919“, erscheinen nun als reich bebilderte Buchpublikation im Münchner Volk Verlag.

Neun Monate – von Oktober 1918 bis Juni 1919 – veränderten das Gesicht der Stadt München grundlegend. Kriegserfahrung, Hungerwinter, Revolution und Räterepublik, Ende der Monarchie, Demobilmachung, blutige Straßenkämpfe und die Umstellung von Kriegs- auf Friedenswirtschaft, schließlich ein demokratischer Neuanfang auf kommunaler Ebene, aber auch besorgniserregende Vorzeichen von Inflation, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise – das sind die komplexen und eng miteinander verwobenen Ereignisse und Zäsuren jener Zeit.

Das Stadtarchiv München widmete der Revolutions- und Rätezeit 2018/19 eine Vortragsreihe, in denen die Geschehnisse anhand von teilweise neuen Archivquellen und Zeitzeugnissen nacherzählt, aber auch rückblickend analysiert und gedeutet sowie in einen größeren zeitlichen Kontext gestellt wurden. Die überarbeiteten und mit eindrucksvollem Bildmaterial versehenen Beiträge der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und der Staatlichen Archive Bayerns erscheinen nun als Buch.

Eine Buchpräsentation ist derzeit corona-bedingt leider nicht möglich.

Elisabeth Angermair/Andreas Heusler (Hg.)
„Machtwechsel. München zwischen Oktober 1918 und Juni 1919“
Volk Verlag : München 2020
ISBN: 978-3-86222-337-4; 24,90 € (zu erwerben im Buchhandel)

Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Brigitte Huber
Tel. 089-233-30842
brigitte.huber@muenchen.de