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Milbertshofen-Am Hart


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Bezirk 11

Alabamalager:

War nur Material-Depot.
Entstehung: Das Alabamalager - in Milbertshofen zwischen Schleißheimer und Knorrstraße gelegen, im Süden von der Bahnlinie begrenzt, im Norden von der Prinz-Rupprecht-Kaserne - war das frühere Heereszeugamt, das nach der Besetzung durch die Amerikaner, wie viele Wehrmachtsbauten (Henry-Kaserne, Warner-Kaserne, Virginia- Depot und so weiter), einen amerikanischen Namen, in diesem Fall von einer amerikanischen Truppeneinheit, erhielt. Im Dezember 1968 berichtete die Presse bereits: "Die Schleifung der zum größten Teil bombenzerstörten Gebäude im Alabama-Lager wird in den Jahren 1969 und 1970 ... durchgeführt". Nachdem am 14. November 1981 das ganze Gelände vom Katastrophenschutz als Rettungs- und Feuerwehrübung in Brand gesetzt worden war, wurde das nach dem Abzug der Amerikaner zunächst ungenutzte Bundesvermögen auf Abbruch verkauft. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre wurde das Gelände mit dem BMW-Forschungs- und Ingenieur-Zentrum bebaut. Bis 1988 war vor allem die "Alabamahalle" noch als Jugendkultur-Zentrum, auch durch Fernsehsendungen, bekannt, und wurde dann ebenfalls abgebrochen.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

 

Hart

Siehe Siedlung Am Hart.

Harthof, Gemeinde Feldmoching:

Erstnennung: vor 1922 Mai 22 Harthof
Bedeutung des Namens: Aus Hart = Wald(weide). Entstehung: Die "Freie Interessenvereinigung Harthof" stellte am 02. Mai 1922 das Ersuchen, der zur Gemeinde Feldmoching gehörigen Streusiedlung den Namen "Feldmoching-Harthof" zu geben. Ablehnung des Gemeinderates am 08. August 1922, des Bezirksamtes am 06. September 1922. Die Kolonie Harthof zwischen Dülfer-, Eberwurz- und Rathenaustraße wird am 14. Juli 1965 vom Stadtrat mit der östlich der Schleißheimer Straße gelegenen Kolonie unter dem Namen "Harthof" zusammengefaßt. Der Name stammt von einem Gut "Harthof", das um 1890 der Löwenbräu- Direktor Wolf erbaute. Es wurde 1927 von der Landeshauptstadt angekauft. Die heutige Großsiedlung wurde ab 1938 erbaut und nach 1945 erweitert.
Eingemeindung: 01. April 1938.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

 

Judensiedlung Milbertshofen:

Entstehung: Seit März 1941 in der Knorrstraße angelegtes Barackenlager (18 Baracken für 1100 Personen) auf von der Stadt zur Verfügung gestelltem Grund. Es mußte von "jüdischen Hilfskräften" erbaut werden, und stand unter der Kontrolle der "Arisierungsstelle" der Gauleitung. Es diente hauptsächlich als Auffang-, Kontroll- und Durchgangslager für Juden aus ganz Süddeutschland, die dann meist vom Güterbahnhof Milbertshofen aus in die Vernichtungslager weitertransportiert wurden (erstmals am 20. November 1941 1000 Personen). Am 19. August 1942 wurde es wieder aufgelöst. Vom 24. August 1942 an wurden italienische Arbeitskräfte in den Baracken einquartiert. Nach dem Krieg diente es dem Roten Kreuz als Flüchtlingslager. In den 80er Jahren entstanden auf dem Gelände neue Gewerbebauten.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

 

Kaltherberge, Gemeinde Milbertshofen:

Entstehung: Zum alten Ort "Kaltherberge" siehe "Neuherberg".
Die jetzige Siedlung erhielt den Namen gemäß Entscheidung des Oberbürgermeisters vom 17. Dezember 1935. Den Namen hatte das Referat 7 von dem Flurnamen "Kaltherberger Hart" abgeleitet (Schreiben vom 23. Dezember 1935). Zur Rechtswirksamkeit wäre seinerzeit die Genehmigung des Reichsstatthalters nötig gewesen, auf die im Mai 1941 immer noch gewartet wurde. Am 24. April 1946 wurde dann das Verfahren eingestellt. Eingemeindung: 01. April 1913.
Stadtbezirk 2001: 11 – Milbertshofen-Am Hart.

 

Milbertshofen:

Erstnennung: ungefähr 1149/1152 Ilmungeshoven, 1310 Mülingshoven, 1325 Mülbenhoven, 1336 Mulmantzhoven, 1468 Milberzhofen. Bedeutung des Namens: Hof des Ilbunch/Ilbung/Ilmung oder Höfe der Ilbunge. Gemeindebildung: 1818. Lage: Alter Ortskern an der St.-Georgs-Kirche, Alter St.-Georgs-Platz 6. Stadterhebung: 01. Mai 1910. Eingemeindung: 01. April 1913.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart

 

Neuschwabing, Gemeinde Schwabing:

Entstehung: Einzelne Häuser stehen bereits laut Stadtkarte 1858 an beiden Seiten der Ingolstädter (heute Leopold-) Straße, zwischen der Griegstraße im Süden und der Milbertshofener/Domagkstraße im Norden.
Stadtbezirk 2001: teils 11 – Milbertshofen-Am Hart (Häuser westlich der Ingolstädter Straße), teils 12 – Schwabing-Freimann (Häuser östlich der Ingolstädter Straße)

Olympiapark:

Entstehung: Der Name wurde am 3. November 1969 von der "Verwaltungskommission für die Benennung von Bahnhöfen an den S-Bahn- und U-Bahn-Strecken im Stadtbereich" nur als Name für den U-Bahnhof empfohlen. Begründung: "Die Bezeichnung trägt dem Leitgedanken "Olympische Spiele im Grünen" Rechnung und weist auf die zentrale Funktion des U-Bahn-Bahnhofes hin, der in Verbindung mit dem darüberliegenden Omnibusbahnhof für die Bedienung sämtlicher Sportanlagen des ganzen Bereiches vorgesehen ist". Allgemein werden aber unter Olympiapark alle Sportanlagen, eingebettet in eine parkartige Umgebung mit Schuttberg (Olympiaberg) und Nymphenburg-Biedersteiner Kanal, verstanden. Die Wohnsiedlungen bestehen aus dem ehemaligen Olympischen Männerdorf, dem Frauendorf und der Olympia-Pressestadt (alle 1969-1972 erbaut), erstere beide auch zusammengefaßt unter dem Begriff "Olympisches Dorf". Letztere, die Olympia-Pressestadt, lag zwischen Landshuter Allee, Moosacher und Hanauer Straße, Name jedoch heute nicht mehr gebräuchlich.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

 

Olympia-Pressestadt

Siehe Olympiapark.

Olympisches Dorf:

Entstehung: Von 1968 bis 1972 für die Olympischen Spiele von 1972 errichtete Unterkünfte für die 11 500 männlichen ("Männderdorf", Hochhaussiedlung) und weiblichen ("Frauendorf", Bungalowsiedlung, heute "Studentenstadt") Sportler und ihre Betreuer.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

Pressestadt:

Siehe Olympiapark.

Reinharting:

Erstnennung: 1270 Juni 16 Reinhartingen.
Bedeutung des Namens: Ableitung vom Namen Reinhart läge nahe. Da es sich später (zum Beispiel 1670) immer nur um einen Wald handelt, der Ron-hart, Ran-hart, Rein-hart und so weiter geschrieben wird, wohl eher ein Wald (Hart) am Rain oder an der Grenze (Grenzwald). Lage: Vom Auftreffen der Domagkstraße auf die Ingolstädter Straße ab der letzten Straße zu beiden Seiten stadtauswärts (nach Norden).
Stadtbezirk 2001: teils 11 – Milbertshofen-Am Hart, teils 12 – Schwabing-Freimann.

Riesenfeld, Gemeinde Milbertshofen und Schwabing:

Erstnennung: 8. Januar 1800 Risenfeld.
Entstehung: Feld des Ehepaares Andrä und Theresia von Riß, Hofkammerrat in Freising, das am 12. Juni 1796 von den Gebrüdern Franz Xaver und Joseph Lunglmayr deren seit 1790 betriebene Bleiche nach holländischem (englischem) System am Kanalknie kaufte. Andrä von Riß starb schon 1798. Seine Witwe und die Kinder verkauften den Besitz am 8. Januar 1800, "izt Risenfeld", genannt, erneut. Im ehemaligen Bleichhaus wird später die Restauration "Bad Georgenschwaige" eingerichtet. Nördlich des Kanals entstand später eine neue Siedlung "Riesenfeld", die aber auf Milbertshofener Gebiet lag und mit Milbertshofen 1913 eingemeindet wurde. Gemeindebildung: (altes Riesenfeld) 1818, Teil der Gemeinde Schwabing.
Eingemeindung: 20. November 1890 (neues Riesenfeld 1. April 1913).
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

St. Georgenschwaige, Gemeinde Schwabing:

Erstnennung: 1764 St. Georgenschwaige (1568 St. Georgen, 1620 bei St. Georgen).
Entstehung: Gemeint ist die Schwaige Milbertshofen mit der Kirche St. Georg. Nach dem Verkauf der Schwaige im Jahr 1800 an vier Oberpfälzer Kolonisten und der Zertrümmerung der Grundstücke entsteht am Kanalknie (Petuelring/Belgradstraße) eine Siedlung mit dem Namen Riesenfeld. 1826 wird hier ein Freibadebetrieb aufgenommen und es entsteht im ehemaligen Bleichhaus der sogenannten "holländischen Bleiche" eine Gaststätte (Restauration), der der Besitzer um 1850 den Namen "Bad Georgenschwaige" beilegte, der den Namen von der im Norden gelegenen St. Georgenschwaige (= Milbertshofen) hierher an das Kanalknie übertrug. Gemeindebildung: Die Siedlung am Knie (altes Riesenfeld) 1818 Teil der Gemeinde Schwabing. Eingemeindung: 20. November 1890.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.

Siedlung Am Hart:

Entstehung: Ein Stadtratsbeschluß vom 10. Oktober 1933 sah den Bau einer Reichskleinsiedlung "nächst der Ingolstädter Straße" vor, die die amtliche Bezeichnung "Am Hart" erhalten sollte. Der Name "Hart" bedeutet "Wald" und nimmt auf den dortigen Waldreichtum Bezug. Die Siedlung wurde am 08. September 1936 eröffnet.
Stadtbezirk 2001: 11 - Milbertshofen-Am Hart.