Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Untergiesing-Harlaching


Allach-Zamila-Ĺogo  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Alte-Kämpfer-Siedlung:

Entstehung: Wohnanlage zwischen Nauplia- und Oberbiberger Straße und an der heutigen Stresemannstraße in Harlaching, die den "bewährten Kämpfern der Bewegung" (NSDAP), den ältesten Weggefährten Adolf Hitlers, zu günstigen Eigenheimen verhelfen sollte. In erster Linie waren es dann Angestellte der Reichsleitung der NSDAP und der Obersten SA-Führung, die zum Zuge kamen. Sie wurde auch "SA- Siedlung" und "SA-Dankopfersiedlung" genannt. Gebaut wurde sie 1935/36.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Birkenau:

Entstehung: Erste Bebauung zwischen 1840 und 1845 in der damaligen Lohe, einer mit Birken bewachsenen Wiese zwischen Auer Mühlbach und Isar. Die Regierung erließ am 24. Juli 1840 Richtlinien für die Bebauung des Geländes. "Kolonie Birkenau" nennen ihre Bewohner die Siedlung schon am 25. Oktober 1842. Die Stadtkarte von Gustav Wenng von etwa 1860/65 unterscheidet schon eine Innere von einer Äußeren Birkenau. Eingemeindung: 25. September 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Birkenleiten, Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: 20. September 1745 Bürkenleuthen.
Bedeutung des Namens: Birkenbestandener Abhang (Leite = Abhang). Entstehung: Erstmals spricht am 10. März 1736 der kurfürstliche Truchseß Johann Ignaz von Winckhlsberg von einem "Schlössl" an dieser Stelle. 1745 Verstiftung des "nächst hinter der Au gelegenen freyen Edelmanns-Sizes Bürkenleuthen" von einer Gräfin zu Oettingen und Wallerstein an den kurfürstlichen Kellermeister Adrian la Frabrique. Gemeindebildung: 1818, Teil der Gemeinde Obergiesing. Eingemeindung: 1. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Frontkämpfersiedlung:

Entstehung: Erbaut wurde die Siedlung am Perlacher Forst (an Oberbiberger und Mangfallstraße in Neuharlaching) ab 1934 (erster Spatenstich im Dezember 1933) von der NSKOV (Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung) für Schwerkriegsbeschädigte und Frontkämpfer des Ersten Weltkrieges.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Gartenstadt Harlaching:

Enststehung: Erbaut von Jakob Heilmann auf dem von ihm im Dezember 1893 gekauften Grund des Gutes Harlaching.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Harlaching, Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: 1149/1155 Hadaleichingen.
Bedeutung des Namens: Von einem (erschlossenen) Personennamen Hadaleih. Neuerer Ableitungsversuch von "Harlachen" = Waldlichtung (Weigl) und Annahme eines unechten -ing -Ortsnamens. Dem steht im Weg, daß die früheste überlieferte Namensform nicht "Harlach-" heißt, sondern "Hadaleih-" und Varianten (Hadeleich-en, Hadelah-ingen, Hadelich-ingen). Gemeindebildung: 1818, mit Geiselgasteig, Harthausen, Hellbrunn, Laufzorn, Siebenbrunn, Wörnbrunn. Später Teil der Gemeinde [Ober-] Giesing. Harlaching 1818 Patrimonialgericht. Lage: Alter Ortskern bei der St.-Anna-Kirche, Harlachinger Berg 30. Eingemeindung: 01. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Harthausen (heute Menterschwaige), Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: angeblich 1198 Oktober 10.
Bedeutung des Namens: Haus/Häuser am/im Wald (hart = Wald, Weide). Erstnennung anläßlich der Weihe der Kirche S. Dionys und St. Margareth. Nach der Konradinischen Matrikel von 1315 ist "Harthausen" eine Filialkirche von Bogenhausen. 1628 wird es Filiale von Au. Schloß von Kurfürst Max Emanuel erbaut, seit 1760 Besitz der Bankierfamilie Nockher (Nockherschwaige), 1807 vom Menterbräu (Rosenstraße 12) Johann Peter Gaigl erworben, zu einer Gastwirtschaft umgebaut und umbenannt in "Menterschwaige". Gemeindebildung: 1818, Teil der Gemeinde Harlaching, später [Ober-]Giesing.
Eingemeindung: 01. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Hellabrunn, Gemeinde [=Ober-]Giesing:

Erstnennung: 1754 März 20.
Früheste Namensform: Hellenbrun/-prun (1795 Hellbrun, 1855 Hellbronn, 1856 Hellabrunn). Bedeutung des Namens: Heller Brunnen, klares Wasser. Entstehung: Am 20. März 1754 wird das Gut des Franz Anton von Paur in der Giesinger Au, genannt "Hellenbrun", zum adeligen Sitz erhoben. Denselben Namen führt das Schloß Hellbrunn mit den berühmten Wasserkünsten bei Salzburg (erbaut 1612-1619). Vielleicht mehr eine Anspielung auf die Wasserspiele in den barocken Parkanlagen der Schlösser oberhalb der Au als auf eine aus dem Berg heraussprudelnde helle Quelle. Die Wasserfälle des Schloßgartens Harlaching endeten am Fuß des Berges in 25 Fontänen. Schlösser-Namen dieser Art waren im Barock beliebt (Fontainebleau, Clairfontaine), vgl. auch Siebenbrunn. Ortsname auf Meßtischaufnahme von 1809 zur Flurkarte nicht enthalten, aber 1812 im Topographischen Atlas von Bayern. Gemeindebildung: 1818, Teil der Gemeinde Harlaching, später [Ober-]Giesing. Eingemeindung 1. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching.

Isarhöhe (Waldsiedlung Isarhöhe):

Entstehung: Auf der Anhöhe zwischen der Geiselgasteigstraße im Osten, der Eisenbahnlinie nach Deisenhofen im Norden (Großhesseloher Brücke), der Isar im Westen und der Stadtgrenze im Süden bauten die Bayerische Eisenbahnerbank AG und die Bayerische Grundstücksverwertungs GmbH ab Sommer 1927 eine Mustersiedlung aus Einfamilienhäusern, zu der der Stadtrat einen Wettbewerb ausschrieb. Sie war 1930 im wesentlichen fertiggestellt.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Kolb-Siedlung:

Entstehung: Die Siedlung liegt zwischen Peißenberg-, Schellenberg-, Bad-Wiessee- und Säbener Straße in Harlaching und wurde 1928 bis 1936 von der Firma J. Kolb & Co., Architektur- und Bauunternehmungen (Inhaber Architekt Joseph Kolb, Diplom-Ingenieur Georg Kolb und Fritz Kolb), später Kleinwohnungsbau AG J. Kolb & Co., gebaut. Ihre Sanierung lief 1981.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Lohe, Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: 01. April 1693 Lohe.
Bedeutung des Namens: Lohe ist ein lichter Wald. Gemeindebildung: 1818, Teil der Gemeinde Obergiesing. Entstehung: Siehe Falkenau. Eingemeindung: 01. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Menterschwaige (früher Harthausen), Gemeinde [Ober-]Giesing:

Entstehung: Schwaige (= Viehhof, landwirtschaftlicher Betrieb ohne Ackerbau) des Münchner Menterbräu Johann Peter Gaigl. Auf der Meßtischaufname von 1809 zur Flurkarte noch "Schwaige Harthausen" genannt, ebenso 1832 noch fehlend. Gemeindebildung: 1818, Teil der Gemeinde [Ober-]Giesing. Eingemeindung: 01. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Neuharlaching:

Entstehung: Die Bebauung von Neuharlaching mit der "Flachsiedlung" zwischen Nauplia-/Soyerhof- und Rotbuchenstraße, begann 1928 nach einem 1927 von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Nockherschwaige:

Siehe Harthausen, Menterschwaige.

Pilgersheim, Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: 1784 Pilgramsheim. Bedeutung des Namens: Benannt nach Franz Anton Pilgram. Entstehung: Der Hofbankier Franz Anton von Pilgram erwarb um 1780 ein Grundstück und baute darauf ein Schlößchen, das Kurfürst Karl Theodor am 15. November 1784 unter dem Namen Pilgramsheim zum Adelssitz erhob. Noch 1830 nicht unter den Ortsteilen von Obergiesing aufgeführt.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Rank-Siedlung:

Entstehung: Das Baugebiet östlich der Grünwalder bis zur Säbener Straße, zu beiden Seiten der Meraner Straße im Süden, von der Ritten-Straße (heute Grödener Straße) im Norden begrenzt, um die Andreas-Hofer-, Berg-Isel- und Vintschgauer und Brennerpaß-, Traminer- und Klobensteiner Straße gelegen (gegenüber der Orthopädischen Klinik Harlaching) wurde von der Baufirma Gebrüder Rank & Co mbH mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut. Baubeginn war 1936. Teils waren auch Reihenhäuser vorgesehen.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Siebenbrunn, Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: 1750 Dezember 10 Sibenbrun.
Entstehung: Barocker Schloßname (sieben Brunnen), von den vom Hochufer der Isar herabrieselnden Quellen, vgl. auch Hell(a)brunn. Anderer Deutungsversuch mit Ableitung vom ahd. "sin" = "immerwährend, beständig" scheitert wohl daran, daß der Name in althochdeutscher Zeit noch nicht belegt ist und von Anfang an "Siebenbrun(n)" geschrieben wird, 1771 sogar "7-Brünn". Der Ort entstand auf Ödgründen der Isarauen, jenseits der Birkenleiten, die Kurfürst Karl Albrecht 1732 seinem Obristjägermeister Baron von Preysing als Heu-Deputat schenkte. Am 10. Dezember 1750 "zu einem adelichen Süz erhoben, [so] daß diser Süz gleichwie der ohrt vorhin Sibenbrun genent werden solle und Er, Leibmedicus von Perger und die seinige sich hievon schreiben mögen"). Für den Besitzer des Gutes Birkenleiten wird am 19. Juli 1767 das Recht zur Wasserentnahme aus zwei Brunnenstuben des Gutes Siebenbrunn verbrieft, von denen aus das Wasser über Deicheln nach Birkenleiten geführt werden darf.
Gemeindebildung: 1818, Teil der Gemeinde Harlaching, später [Ober-]Giesing.
Eingemeindung: 01. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Soyerhof, Gemeinde [Ober-]Giesing:

Erstnennung: nach 1830 Soyerhof.
Bedeutung des Namens: Das Gut Soyerhof besteht seit 1827 und ist benannt nach seinem Gründer Sebastian Soyer/Soier. Die Bauersfamilie Soyer war schon im 18. Jahrhundert in Giesing ansässig. Der Name wurde am 07. März beziehungsweise 01. April 1856 in das amtliche Straßenverzeichnis aufgenommen. Der Hof stand Ecke Kastanien-/Soyerhofstraße. 1830 noch nicht genannt, 1840 Soyerhof. Noch 1875 nur aus einem Gebäude mit drei Bewohnern bestehend. Eingemeindung: 01. Oktober 1854.
Stadtbezirk 2001: 18 - Untergiesing-Harlaching

Waldsiedlung Isarhöhe:

Siehe Isarhöhe.

Winkelsberg:

Erstnennung: 1734 Januar 6 Winkelsperg.
Entstehung: Einer von mehreren kleinen Edelsitzen im Bereich der Au. DerTruchseß von Winkelsperg erbaute sich auf seinem Grund und Boden ein kleines Schoß und erhielt dafür am genannten Tag einen Erbrechtsbrief. Später mit Birkenleiten vereinigt.
Stadtbezirk 2001: 18 – Untergiesing-Harlaching