Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

München - ein chronologischer Überblick von Helmuth Stahleder


    München von Osten - die älteste Ansicht der Stadt.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Stadtarchiv München - Bibliothek (Zim 112a)

    München im Mittelalter

    Die offizielle Geschichte der Stadt beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1158. Im Lauf von rund 100 Jahren wird aus einem kleinen Marktort zunächst die Residenzstadt eines Teilherzogtums. 1506 wird München die Hauptstadt des gesamten Herzogtums Bayern.

    1158
    "Munichen" (München) ist Gegenstand eines Streits zwischen Bischof Otto von Freising und Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern, der vor Kaiser und Reichstag in Augsburg ausgetragen wird.

    Der Ortsname wurde schon im Mittelalter auf "munich/münich" - "Mönch" zurückgeführt, weshalb das erste überlieferte Stadtsiegel aus dem Jahr 1239 den Kopf eines Mönchs mit übergezogener Kapuze zeigt. Ab 1304 wird ein stehender Mönch mit Tonsur, Segenshand und Evangelienbuch dargestellt. Der Mönch, der durch missverständliche Darstellungen  später als Kind gedeutet und so zum "Münchner Kindl" wurde, ist in modernisierter Form auch heute als Stadtwappen und Stadtsiegel gebräuchlich.

    Der tatsächliche Ursprung der Münchner Geschichte liegt in einer im Jahr 782 getätigten Schenkung an das Kloster Schäftlarn.

    1180
    Pfalzgraf Otto von Wittelsbach wird Herzog von Bayern. Bis 1918 werden Mitglieder des Hauses Wittelsbach als Herzöge, Kurfürsten und Könige von Bayern regieren.

    1255
    Die Brüder Heinrich und Ludwig teilen das Herzogtum Bayern unter sich auf. Es entstehen ein Teilherzogtum Niederbayern (Hauptort Landshut) und ein Teilherzogtum Oberbayern (Hauptort München). München wird ab jetzt zum Amtssitz eines Landesherrn ausgebaut und ist nicht mehr wie bisher nur Handelsplatz.

    1280
    Bei Ausschreitungen gegen die Münchner Juden gibt es zahlreiche Tote. Die überlieferten Zahlen differieren allerdings stark.

    1314
    Herzog Ludwig von Bayern-München - ein Sohn des bereits genannten - wird zum König und 1328 zum römisch-deutschen Kaiser gewählt (Kaiser Ludwig der Bayer 1314-1347). München wird zu einer kaiserlichen Residenzstadt. Auf diese Zeit dürfte der Gebrauch der Farben Schwarz und Gelb (Gold) als Stadtfarben zurückgehen; sie auch die Farben des Reiches. 

    1442
    Der Landesherr (Herzog) lässt die Juden aus München vertreiben. 

    1468
    Baubeginn der Frauenkirche (Baumeister: Jörg von Halspach). Erst 1525 erhält die Kirche ihre charakteristischen Kuppeln aus Kupferblech (auf Schedels Ansicht fehlen sie noch!).

    1462

    Jörg von Halspach errichtet das städtische Fest- und Tanzhaus (Altes Rathaus), das auch für fürstliche Repräsentationszwecke genutzt wird. Die Ausstattung des großen Saals im Obergeschoss schaffen Münchner Künstler. Künstlerischer Höhepunkt des Saals sind die „Moriskentänzer“ von Erasmus Grasser, die mit ihrem Tanz auf die eigentliche Funktion des Saalbaus verweisen (die Originale befinden sich im Münchner Stadtmuseum). Im Parterre des Gebäudes sind Brotverkaufsstände und das Stadtgefängnis untergebracht.

    Im Zentrum der hölzernen Decke erscheint im Strahlenkranz das Wappen Kaiser Ludwigs des Bayern (mit doppelköpfigem Reichsadler und weiß-blau gerautetem Herzschild), es wird als „Zentralgestirn“ von den Wappen der wittelsbachischen Verwandtschaft umkreist; Sonne und Mond spielen nur Nebenrollen. Die 99 Wappen am unteren Rand der Decke benennen die Herrschaftsmächte des 15. Jahrhunderts.

    Das Alte Rathaus wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Beim Wiederaufbau hat man die Ausstattung des Saales dem ursprünglichen Zustand weitestgehend anzunähern versucht.

    1481
    Der Marktplatz, auf dem sich bisher etliche Gebäude (u.a. eine Kapelle) befanden, wird von diesen befreit; es entsteht ein rechteckiger freier Platz. Zunächst nur "Platz" oder "Markt" und ab 1487 nach dem dort stattfindenden Getreidemarkt (Getreideschranne) auch "Schrannenplatz" genannt. Seine heutige Größe erhält der Platz erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Zurückverlegung der Baulinie auf der Südseite.

    1487
    Herzog Albrecht IV. erlässt eine neue Brauordnung für München, die erstmals das sog. Reinheitsgebot enthält, wonach Bier nur aus Hopfen, Gerste - gemeint ist das daraus gewonnene Malz - und Wasser gesotten werden darf.
    Das Gebot wurde 1516 in das "Buch der gemeinen Landgebot, Landesordnung, Satzung und Gebräuch" übernommen und für das ganze Herzogtum Bayern verbindlich gemacht. Noch heute erneuern die Münchner Bierbrauer alle Jahre auf dem Brauertag den "Preu-Eid" mit dem Reinheitsgebot als Selbst-Verpflichtung. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes von 1986 besitzt das Gebot ansonsten keine Gültigkeit mehr.

    1505
    Nach dem Aussterben der Landshuter (niederbayerischen) Herzogslinie im Jahr 1503 kam es zum "Landshuter Erbfolgekrieg" um das weitere Schicksal dieses Teilherzogtums und schließlich 1505 durch Entscheidung des Kaisers Maximilian in Köln ("Kölner Spruch") zur Wiedervereinigung der bayerischen Teilherzogtümer. Sie entsprachen gemeinsam etwa den heutigen Regierungsbezirken Ober- und Niederbayern und einem Teil der Oberpfalz. Die Landesteilungen waren damit beendet. Es gab ab jetzt nur noch ein Herzogtum Bayern und München war seine Hauptstadt.

    Stadtplan von München    Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    München in der Frühen Neuzeit

    Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wandelt sich das Bild der Stadt. Es entstehen zahlreiche barocke Bauten für den Hof, die Staatsverwaltung sowie die Kirche. München wird zum "Deutschen Rom".

    1522
    Herzog Wilhelm IV. erlässt das erste bayerische Religionsmandat. Es ist eine Zensur-Verordnung, die die Verbreitung und das Lesen von lutherischem Schrifttum unter Strafe stellt. Damit stellt sich Bayern offiziell auf die Seite der Gegner Luthers und anderer Reformatoren.

    1558
    Gründung der Hofbibliothek (heute Bayerische Staatsbibliothek).

    In München wird eine Reihe von Zentralbehörden geschaffen (Geistlicher Rat 1556/1570, Hofkammer 1572), die die oberste Verwaltungsspitze für das ganze Land darstellen. Bis heute ist München nicht nur Sitz der bayerischen Staatsregierung, sondern auch der Regierung des Regierungsbezirkes Oberbayern.

    1559
    Herzog Albrecht beruft - erstmals seit dem 13. Jahrhundert - wieder einen neuen Orden nach München. Die Jesuiten sollen im Sinn der Gegenreformation wirken und die Erziehung der Jugend nach katholischen Grundsätzen führen. Bereits 1560 eröffnen sie das erste Münchner Gymnasium (später Wilhelms-Gymnasium).

    1560/70
    Baubeginn zur "Neuveste" an der heutigen Residenzstraße, aus der in den folgenden Jahrhunderten die umfangreiche Anlage der Residenz (mit Hofgarten von 1613) als Wohnungsort und Regierungszentrale der Herzöge, Kurfürsten und Könige entsteht.

    1583/90
    Bau der Jesuitenkirche St. Michael und des Jesuitenkollegs an der Neuhauser Straße (Architekt: Friedrich Sustris). Diese größte Kirche im Renaissance-Stil nördlich der Alpen (mit dem nach St. Peter/Rom größten Tonnengewölbe der Welt) leitet den neuen Stil des Barock in Süddeutschland ein; sie wird beispielhaft für zahlreiche Nachfolgebauten.

    1589
    Herzog Wilhelm V. gründet das "Braune Hofbräuhaus" an der heutigen Sparkassenstraße (für das Brauen von braunem Bier). Bis dahin bezog der Herzogshof das Bier von bürgerlichen Bierbrauern in der Stadt oder ließ es von auswärts einführen, u.a. aus Einbeck in Niedersachsen. 1602 wird am Platzl das heute weltberühmte "Weiße Hofbräuhaus" (für das Brauen von Weißbier) eingerichtet.

    Die beiden Brauhäuser werden erst 1808 vereinigt. Der Brauereibetrieb im Hofbräuhaus wird 1890 aus der Innenstadt an die Peripherie verlegt. Seither ist das Hofbräuhaus, das seine heutige Gestalt 1896 erhielt, nur mehr eine Gaststätte.

    1601
    Mit der Berufung des Kapuziner-Ordens nach München wird eine beispiellose Welle von neuen Klostergründungen durch das Herzogs- und Kurfürstenhaus eingeleitet, die bis 1754 andauert. Alleine 15 neue Klöster, dazu Kirchen, Kapellen und Klostergebäude werden in den kommenden Jahrzehnten errichtet. In der Reiseliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts wird München als das "Deutsche Rom" bezeichnet.

    Bei der Klosteraufhebung (Säkularisation) 1802 werden zahlreiche Kloster- und Kirchenbauten  vernichtet. Die erhaltenen Gebäude vermitteln bis heute den Eindruck einer katholisch-geistlichen Stadt.

    1618 - 1648
    In ganz Deutschland wütet der Dreißigjährige Krieg, ein Religionskrieg der katholischen (Kaiserhaus Habsburg und bayerischer Herzog Maximilian) und der protestantischen Partei (Böhmen und sein König Friedrich V., Dänemark und Schweden). Die Auseinandersetzung bringt dem bayerischen Herzog 1623 die Kurfürstenwürde ein und damit das Recht, zusammen mit sechs weiteren Fürsten den Kaiser wählen zu dürfen. Außerdem kommt er in den Besitz der bislang zur Pfalz/Rhein gehörenden Oberpfalz.

    In München führt der Krieg zum Ausbau der Festungswerke (Mauer und Graben), von denen heute nur noch spärliche Reste vorhanden sind.

    1632 wird die Stadt vorübergehend durch schwedische Truppen unter König Gustav Adolf besetzt.

    1638
    Kurfürst Maximilian lässt auf dem Marktplatz die Mariensäule errichten und löst damit ein 1632 getätigtes Gelübde für die Verschonung seiner beiden Hauptstädte Landshut und München vor feindlicher Zerstörung ein. Die Säule ist ein Symbol für den durch den Krieg wiedererstarkten Glauben. Die zu Füßen der Gottesmutter (Entwurf: wohl Hubert Gerhart) angebrachten bronzenen Heldenputti kämpfen gegen die vier Plagen der Zeit: die Ketzerei (Schlange), den Krieg (Löwe), den Hunger (Drache), die Pest (Basilisk). (Abb. s. unten)

    1663
    Grundsteinlegung zu St. Kajetan und dem anschließenden Klosterkomplex der Theatiner (Architekt: Barelli, später Zuccalli, Fassade von Cuvilliés). Kirche und Kloster verdanken ihr Entstehen einem Gelöbnis der Kurfürstin Henriette Adelaide, das diese für die Geburt eines Thronfolgers geleistet hatte. 1662 kam Erbprinz Max Emanuel, der lang ersehnte Stammhalter, zur Welt.

    1664
    Baubeginn von Schloss Nymphenburg (Architekt: Barelli, später Zuccalli), das in der Folge zu einer imposanten Anlage mit weitläufigem Park ausgebaut wird.

    1701
    Grundsteinlegung zum Neuen Schloss Schleißheim. Die Sommerresidenz des Kurfürsten wird in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem 1616 erbauten (Alten) Schloss errichtet.

    1702
    Erstmals wird über einen öffentlichen Tanz der Fassmacher (Schäffler) berichtet. Der "Schäfflertanz", der nur alle sieben Jahre während der Faschingszeit aufgeführt wird, soll seine Entstehung einer Pestepidemie verdanken; die Tanzenden wollten Lebensfreude in die Straßen bringen. Tatsächlich dürfte es sich um einen alten Handwerksbrauch handeln.

    1702 - 1715
    Im Spanischen Erbfolgekrieg stellte sich der bayerische Kurfürst Max Emanuel gegen Österreich und das erbberechtigte Kaiserhaus Habsburg auf die Seite des französischen Königs. Dies führt zum Krieg mit Österreich. 1704 flieht der Kurfürsten nach Brüssel (Aufenthalt bis 1715). Bayern und München werden von Österreich besetzt (mit eigener Administration). 1705 kommt es in weiten Teilen Bayerns zu Bauernaufständen gegen die Österreicher. Am Weihnachtstag findet vor den Toren Münchens eine blutige Auseinandersetzung statt, die sog. Sendlinger Mordweihnacht.

    1742
    Nach dem Tod Kaiser Karls VI. in Wien entbrennt ein Kampf um die Kaiserkrone, da der Verstorbene keinen männlichen Erben, sondern nur seine Tochter Maria Theresia hinterlassen hatte. Der Österreichische Erbfolgekrieg bringt zwar dem bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht die Kaiser-Würde (Kaiser Karl VII. 1742-1745), führt aber auch zur erneuten Besetzung Münchens durch österreichische Truppen (bis 1744).

    1753
    Gründung einer Porzellanmanufaktur, die 1761 nach Nymphenburg verlegt wird. Ihre Blütezeit erlebt die Nymphenburger Porzellanmanufaktur mit ihrem Modelleur Franz Anton Bustelli (1723-1763).

    1777
    Mit dem Tod des Kurfürsten Max III. Joseph erlischt das altbayerische Linie der Wittelsbacher; nach einem alten Hausvertrag erbt die pfälzische Linie unter Kurfürsten Karl Theodor. Der neue Regent übersiedelt mitsamt seinem Hofstaat von Mannheim nach München.

    1789
    In den Isarauen vor der Stadt legt Graf Rumford den Englischen Garten an, einen der frühesten und bedeutendsten englischen Landschaftsgärten in Deutschland. Der von Anfang an für die Öffentlichkeit zugängliche Park soll volkserzieherisch der Bewegung und Erholung sowie dem geselligen Umgang und der Annäherung aller Stände dienen.

    1791
    Mit der Niederlegung der Bastei vor dem Neuhauser Tor (Karlstor) beginnt die Schleifung der Stadtmauern, von denen heute nur noch kümmerliche Reste vorhanden sind. Vor dem Karlstor wird ein Rondell angelegt, das 1797 nach dem Kurfürsten Karl Theodor den Namen "Karlsplatz" bekommt. Die volkstümliche Bezeichnung "Stachus" erinnert an den Wirt Eustachius (Stachius) Föderl, der an der Ecke zur Bayerstraße das Gasthaus "Stachus" (auch "Stachus-Garten") besaß (an seiner Stelle steht heute der "Kaufhof").

    Von den ehemaligen Stadttoren ist das (rekonstruierte) Isartor noch vollständig, Sendlinger Tor und Karlstor sind nur noch teilweise erhalten.

    München im 19. Jahrhundert

    Nach 1800 beginnt München rasant zu wachsen. Das 19. Jahrhundert zählt für die bayerische Hauptstadt in wirtschaftlich-industrieller, politischer und kultureller, vor allem auch in städtebaulicher Hinsicht zu den bedeutendsten Jahrhunderten. Die Könige Ludwig I. und Maximilian II. prägen das Stadtbild maßgeblich.

    1801

    Auf Anweisung von Kurfürst Max IV. Joseph, dessen Ehefrau evangelisch ist, erteilt die Stadt dem Mannheimer Weinwirt Johann Balthasar Michel das Bürgerrecht. Damit besitzt erstmals ein Protestant bürgerliche Rechte.

    Eine protestantische Kirche erhält München erst 1827, als an der Sonnenstraße die Matthäuskirche errichtet wird (1938 abgebrochen;  Neubau 1953/57 am Sendlinger-Tor-Platz).

    1802

    Der Kurfürst erlässt eine geheime Instruktion zur Aufhebung für die bayerischen Klöster. In München sind davon zunächst sieben Klöster betroffen.

    1806

    Im Zuge der Neuordnung Europas durch den französischen Kaiser Napoleon wird das Kurfürstentum Bayern um Franken und Schwaben vergrößert und der bayerische Kurfürst Max IV. Joseph zum König (Max I. Joseph) ausgerufen. Bayern, das damit die Größe des heutigen Staatsgebietes erreicht, ist jetzt Königreich und München die Königliche Haupt- und Residenzstadt.

    1810

    Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig (später König Ludwig I.) mit Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober wird auf einer Wiese vor der Stadt (später "Theresienwiese") ein Pferderennen veranstaltet. Das Fest, das Untertanen aus ganz Bayern zusammenführt, wird seither alljährlich wiederholt. 1819 findet das "Oktoberfest" erstmals unter städtischer Leitung statt.

    1817

    Bayern schließt mit dem Papst ein Konkordat. Es legt u.a. fest, dass der seit 1803 verwaiste Freisinger Bischofssitz nach München verlegt und das Bistum zum Erzbistum erhoben wird; die Münchner Frauenkirche wird erzbischöfliche Kathedrale ("Dom"). 1818 wird der erste Erzbischof von München und Freising vom König ernannt und vom Papst bestätigt.

    1818

    Das Königreich Bayern erhält die erste konstitutionelle Verfassung, die sich ein großer deutscher Staat gegeben hat. Gleichzeitig erscheinen ein Edikt über die protestantische Gesamtgemeinde, ein Edikt über das Indigenat (Staatsbürgerschaftsrecht) - es bleibt bis 1871 in Kraft -, und ein Edikt über die Freiheit der Presse und des Buchhandels. Alle politischen Zeitungen und periodischen Schriften politischen und statistischen Inhalts waren von letztem allerdings ausgenommen.

    1825

    Nach dem Tod seines Vaters Max I. Joseph übernimmt König Ludwig I. die Regierungsgeschäfte. Der kunstsinnige Monarch wird zum Schöpfer eines neuen Münchens: Ihm verdanken der Königsplatz, die Ludwigstraße und der Odeonsplatz ihre Entstehung, ebenso die Residenzbauten am Hofgarten und am Max-Joseph-Platz, Museen (Glyptothek, Alte und Neue Pinakothek), Kirchen, die Feldherrnhalle, das Siegestor und die Ruhmeshalle mit der Bavaria über der Theresienwiese. Wegen des ludovizianischen Philhellenismus des Monarchen und der vielen an klassisch-antiken Vorbildern ausgerichteten Neubauten wird die Stadt bald spöttisch als "Isar-Athen" bezeichnet.

    1826

    Die 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut in Ingolstadt gegründete und 1800 unter Kurfürst Max IV. Joseph nach Landshut verlegte Universität zieht nach München um. Sie trägt seither nach ihren beiden Gründern den Namen "Ludwig-Maximilians-Universität".

    Einweihung der Synagoge an der Westenriederstraße.

    1835

    Gründung der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank.

    1839

    Erstmals fährt von München aus eine Eisenbahn, sie kommt vorläufig nur bis Lochhausen. Die Eröffnung der kompletten Strecke München-Augsburg findet am 4. Oktober 1840 statt. Der erste Münchner Bahnhof, ein Holzbau, wird an der Stelle der heutigen Hackerbrücke errichtet; er brennt 1847 ab.

    1847

    Gründung der Maschinenfabrik Maffei, später die mit der Firma Krauss zu Krauss-Maffei vereinigt wird.

    1848

    Revolution mit Rücktritt von König Ludwig I. und Übernahme der Regierung durch dessen Sohn Maximilian (König Maximilian II.). Auslöser war Ludwigs Affäre mit der (angeblich spanischen) Tänzerin Lola Montez.

    Als erstes deutsches Land erhält Bayern die Pressefreiheit und Geschworenengerichte. Die Sitzungen des Magistrats der Stadt München sind ab jetzt öffentlich.

    1850

    Enthüllung der "Bavaria" (Personifikation Bayerns) über der Theresienwiese. Das begehbare kolossale Standbild (Entwurf: Ludwig Schwanthaler, Guss: Johann Baptist Stiglmaier und Ferdinand von Miller) ist mehr als 18 Meter hoch; es muss als technische Meisterleistung gelten.

    1854

    Erste allgemeine deutsche Industrieausstellung. Der Aufstieg Münchens zur Messestadt beginnt.

    1857

    Angeblich wird am 22. Februar in der Gaststätte "Zum Ewigen Licht" am Marienplatz vom Wirt Sepp Moser die Weißwurst erfunden. Tatsächlich ist die "Münchner Weißwurst" nur die Variante einer älteren Münchner Wurstspezialität, die zum "Maibock", dem vom 1. Mai bis Fronleichnam ausgeschenkten Starkbier, serviert wurde. Diese sog. "Bockwurst" bestand aus Kalbs- und Schweinebrat und viel Petersilie, war in Schweinsdärme abgefüllt und wurde im Wasser erwärmt und im Lokal in großen irdenen Kürgen warmgehalten.

    1867

    Baubeginn des Neuen Rathauses (Architekt: Georg Hauberrisser) am Marienplatz. Das neogotische Rathaus wird in drei Bauabschnitten errichtet. Für Aufregung sorgt bei den Zeitgenossen der Turm, der als viel zu hoch empfunden wird. Sein Glockenspiel zeigt Szenen aus der Stadtgeschichte (oben: Turnier bei der Hochzeit Herzog Wilhelms V. mit Renata von Lothringen 1568; unten: Schäfflertanz).

    1868

    Eröffnung der Technischen Hochschule, heute Technische Universität.

    1882

    Erste Stromübertragung der Welt von Miesbach nach München durch Oskar von Miller anläßlich der 1. Internationalen Elektrizitätsausstellung.

    1887

    Weihe der im neuromanischen Stil erbauten Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße (Architekt: Albert Schmidt). Mit 1.000 Männer- und 800 Frauen-Betstühlen war die Münchner Synagoge die drittgrößte ihrer Zeit in Deutschland.

    1896

    Gründung von Münchens erstem Fußballverein "Terra Pila" (= wörtlich "Erdkugel" oder "Erdball", also ein Ball, mit dem man auf dem Boden spielt). Der lateinische Name wurde gewählt, weil der Verein vorwiegend von Gymnasiasten und Studenten getragen wurde. Der FC Bayern-München wird erst 1900 gegründet; 1902 bekommt auch der TSV 1860 München endlich eine Fußballmannschaft.

    1899

    In München findet die erste Pkw-Fahrprüfung der Welt mit Ausgabe von Führerscheinen statt; alle zehn Prüflinge bestanden. Die ebenfalls geprüften Automobile erhalten bis auf zwei die ersten Zulassungsnummern der Welt.

    Erst 1906 wird die Nummernschilder-Vergabe reichsweit geregelt, München führt fortan das Kfz-Zeichen "II A".

    Menschenansammlung an der Ermordungsstelle Kurt Eisners.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Stadtarchiv München - Fotosammlung, Rev-022

    München im 20. Jahrhundert

    Die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts - Revolution von 1918, zwei Weltkriege, NS-Diktatur, Wiederaufbau und "Wirtschaftswunder" - bestimmen auch die Entwicklung Münchens.

    1906
    Grundsteinlegung zum Deutschen Museum, dem weltweit ersten und bis heute bedeutendsten Museum für Naturwissenschaft und Technik.

    1911
    Eröffnung des Tierparks Hellabrunn, des ersten nach geografischen Gesichtspunkten angeordneten Zoo ("Geo-Zoo") mit annähernd 5.000 Tieren in fast 500 Arten. (Abb. s. unten)

    1918
    Der sozialdemokratische Politiker und Schriftsteller Kurt Eisner ruft erfolgreich zum Sturz der Monarchie auf und schafft damit die Voraussetzung für die Proklamation Bayerns zur Republik, für die sich später der Name "Freistaat Bayern" durchsetzt.

    1919
    Im Januar wird in einer Gaststätte im Tal die "Deutsche Arbeiterpartei" (DAP), die spätere "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" (NSDAP) gegründet.

    Im Februar wird der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner erschossen. Die folgenden politischen Konflikte führen zur Ausrufung der Räterepublik, die Anfang Mai blutig niedergeschlagen wird.

    1920
    Erste Massenversammlungen der NSDAP. Unter Führung von Adolf Hitler setzt sich die Partei gegenüber anderen völkisch-antisemitischen Gruppierungen durch und gewinnt in der Folgezeit eine stetig wachsende Anhängerschaft.

    1923
    Unterstützt von konservativen und rechtsextremen Kreisen erklären die Nationalsozialisten am 8. November die "nationale Erhebung" sowie den Sturz der bayerischen Regierung und der Reichsregierung. Der "Marsch zur Feldherrnhalle" am folgenden Tag wird jedoch von der Polizei gestoppt und der Putsch ("Hitler-Putsch") blutig niedergeschlagen.

    1924
    Die Stadt erwirbt die Villa des Malers Franz von Lenbach (1836-1904) an der Luisenstraße und eröffnet dort 1929 die städtische Galerie, die sich vor allem der Münchner Malerei des 19./20. Jahrhunderts ("Der blaue Reiter") widmet.

    1931
    In der Reichenbachstraße 27 wird eine Synagoge für die ostjüdischen Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde eingeweiht. In diesem Jahr umfasst die jüdische Gemeinde in München etwa 10.000 Mitglieder.

    1933
    Nach der "Machtergreifung" der NSDAP im Reich erfolgt die "Gleichschaltung" des Münchner Stadtrats. Die sozialdemokratischen und kommunistischen Ratsmitglieder werden in "Schutzhaft" genommen. Am Turm des Neuen Rathauses wird die Hakenkreuzfahne gehisst.

    Am 20. März tritt Karl Scharnagl (BVP), der seit 1925 Erster Bürgermeister bzw. ab 1926 Oberbürgermeister gewesen war, von seinem Amt zurück. Er weist dabei ausdrücklich darauf hin, dass er "unter Vorbehalt aller seiner Rechte nur der Gewalt" weiche (Völkischer Beobachter vom 21. März 1933) Zwei Tage später, am 22. März, übernimmt der bisherige NSDAP-Stadtrat Karl Fiehler zunächst kommissarisch das Amt des Ersten Bürgermeisters.

    Am 22. März wird auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik Dachau ein "Konzentrationslager" in Betrieb genommen. Die ersten Lagerinsassen werden provisorisch im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Fabrik untergebracht. Sie müssen die übrigen, verfallenen Gebäude instandsetzen, die langfristig der Unterbringung von bis zu 5.000 Häftlinge dienen sollen. Das Konzentrationslager Dachau wird zum Vorbild für das nationalsozialistische KZ-System und zum Synonym für den Terror- und Unterdrückungsapparat des NS-Staates. Zwischen 1933 und 1945 werden etwa 200.000 Häftlinge in Dachau registriert, mehr als 30.000 Menschen verlieren auf Grund gewalttätiger Schikanen, gezielter Ermordung und katastrophaler Unterbringung ihr Leben.

    1937
    Das "Haus der Deutschen Kunst" (heute "Haus der Kunst") wird eröffnet. Es solle München zum Zentrum einer ideologisierten Kunst der nationalsozialistischen Weltanschauung machen. Einen Tag später wird die Ausstellung "Entartete Kunst" in der Galeriestraße eröffnet, in der moderne zeitgenössische Kunst, die nicht den Vorstellungen der Nationalsozialisten entspricht, verfemt wird.

    1938
    Im "Führerbau" an der Arcisstraße unterzeichnen Adolf Hitler, der italienische "Duce" Benito Mussolini sowie der britische Premier Neville Chamberlain und der französische Ministerpräsident Edouard Daladier das "Münchner Abkommen", das die Abtrennung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei vorsieht. Die europäischen Großmächte versuchen mit diesem Zugeständnis die Hitlers Kriegspolitik einzudämmen.
    Am 9. November findet sich Im Saal des Alten Rathauses nahezu die gesamte NS-Spitze zu einem "Kameradschaftsabend" ein. Eine antisemitische Hetzrede von Propagandaminister Joseph Goebbels ist für die anwesenden SA- und Parteiführer das Signal für eine allgemeine Jagd auf Juden und der Beginn eines reichsweiten Pogroms.

    Während der Pogromnacht am 9./10. November 1938 werden in München jüdische Kaufhäuser, Läden und Lokale geplündert und zerstört. Die Synagogen in der Herzog-Rudolf-Straße und in der Reichenbachstraße werden angezündet. Hunderte jüdischer Bürgerinnen und Bürger werden misshandelt und verhaftet.


    1940
    Die Bomben des Zweiten Weltkriegs erreichen die "Hauptstadt der Bewegung". Am 10. März kommt es erstmals zu einem Luftangriff auf München.

    1941
    Im November findet die erste Deportation von Juden statt. Etwa 1.000 Männer, Frauen und Kinder werden nach Kaunas, Litauen deportiert und dort unmittelbar nach der Ankunft ermordet. Es folgen weitere 42 Transporte nach Piaski, Auschwitz und Theresienstadt.

    1942/1943
    Mit mehreren Flugblatt-Aktionen rufen Studenten und Dozenten, die sich unter dem Namen "Weiße Rose" zusammengefunden haben, in der Ludwig-Maximilians-Universität zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf.

    Am 18. Februar 1943 werden die Studierenden Hans und Sophie Scholl beim Auslegen von Flugblättern beobachtet, denunziert und verhaftet. Zusammen mit ihrem Kommilitonen Christoph Probst werden sie vier Tage später zum Tode verurteilt und hingerichtet. Auch ihre Mitstreiter Willi Graf, Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber werden gefasst und hingerichtet.

    1945
    Am 30. April 1945 marschieren amerikanische Truppen in München ein - der Krieg ist aus. München hatte 73 Luftangriffe erlebt, bei denen mehr als 6.000 Menschen starben.  Die historische Altstadt ist zu 90 Prozent zerstört, die gesamte Stadt zu 50 Prozent. Bei 73 Luftangriffen waren mehr als 6.000 Menschen gestorben, etwa 15 000 waren verletzt worden. Durch Tod, Evakuierung und Flucht aus der Stadt war die Bevölkerungszahl von 824 000 (1939) auf 479 000 gesunken.

    1947
    Am 20. Mai feiert die israelitische Kultusgemeinde München die Wiedereröffnung der Synagoge an der Reichenbachstraße.

    1949
    Der Bayerische Landtag nimmt seinen Sitz im "Maximilianeum" (Architekt: Friedrich Bürklein), das ab 1854 als Bildungsstätte für Bayern errichtet worden war (u.a. war hier die Stiftung Maximilianeum untergebracht).

    1954
    Offizieller Start des bayerischen Fernsehens.

    München geht mit Edinburgh/Schottland eine erste Städtepartnerschaft ein. In den nächsten Jahren werden weitere Partnerschaften mit Verona, Bordeaux, Sapporo, Cincinnati, Kiew und Harare vereinbart.

    1957
    München wird Millionen-Stadt. Als 1.000.000ster Münchner wird Thomas Seehaus, der Sohn eines Pasinger Kaminkehrermeisters, registriert.

    1972
    Inbetriebnahme von U- und S-Bahn.

    Eröffnung der Fußgängerzone Neuhauser- und Kaufingerstraße.

    In München finden die XX. Olympische Sommerspiele statt (Abb. s. unten). "Heitere Spiele" wollen nach der NS-Selbstdarstellung bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen ein Signal für Frieden und Völkerverständigung setzen. Ein Überfall arabischer Terroristen auf die israelische Olympia-Mannschaft zerstört jedoch jäh die Idylle. Dem Attentat fallen elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist zum Opfer. Fünf Palästinenser werden beim Schusswechsel mit der Polizei getötet. 

    1974
    Eröffnungsspiel und Finale der Fußballweltmeisterschaft in München.

    1980
    Bei einem Bombenanschlag auf das Oktoberfest kommen 13 Menschen ums Leben, 218 werden verletzt. Der Attentäter, der ebenfalls stirbt, wird im neonazistischen Umfeld gesucht.

    1985
    Das Kulturzentrum mit der Philharmonie und anderen Konzertsälen auf dem Gasteig wird eröffnet. Auch das Richard-Strauss-Konservatorium, die Volkshochschule und die Städtischen Bibliotheken haben dort ihren Sitz.

    1992

    Inbetriebnahme des neuen Großflughafens (MUC) im Erdinger Moos nördlich von München.

    1996
    Erstmals greifen die Münchner Bürgerinnen und Bürger in politische Entscheidungen ein: Mit einem Bürgerbegehren, das 50,7 Prozent der Wähler unterstützen, wird die Stadt zum Bau von drei Straßentunnels gezwungen. Die Entscheidung führt zu einer Erhöhung der Gewerbesteuer.

    1998
    Eröffnung der Neuen Messe München in Riem.

    Fußball-WM 2006.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Stadtarchiv München - Fotosammlung

    München im 21. Jahrhundert

    2002

    Eröffnung der "Pinakothek der Moderne". Das neue Museum zeigt Kunstwerke aller Gattungen von der Klassichen Moderne bis zur Gegenwart.

    2003

    Am 25. März erhält die Münchner Regisseurin Caroline Link in Los Angeles für ihren Film "Nirgendwo in Afrika" einen "Oscar". Ihr Streifen nach einem autobiografischen Roman von Stephanie Zweig wurde als "bester nicht-englischsprachiger Film" prämiert. Damit ist erstmals seit 23 Jahren wieder ein deutscher Film unter den Gewinnern.

    2004

    Der von Alt-OB Georg Kronawitter maßgeblich initiierte Bürgerentscheid gegen weitere Hochhäuser in München - Kronawitter spricht von "Vierkantbolzen" - ist erfolgreich. Bei einer Wahlbeteiligung von nur 21,9 Prozent unterstützen 102.000 Wähler (50,8 Prozent) die Forderungen der Initiative "Unser München". Ein Jahr lang dürfen in München keine Häuser errichtet werden, die höher als 99 Meter sind. Die beiden von der Siemens AG geplanten Hochhäuser (148 und 112 Meter) im neuen Stadtviertel "Isar-Süd" können damit nicht gebaut werden.

    Nach jahrelanger Restaurierung kehrt das  1879 von Carl Theodor von Piloty geschaffene Monumentalgemälde "Monachia" in den Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses zurück. Es zeigt 128 Münchner Persönlichkeiten (121 Männer und sieben Frauen) aus 700 Jahren Stadtgeschichte.

    München ist Schauplatz der IX. Eurogames, eines schwul-lesbisches Sportfestes, an dem 5.000 Sportler und Sportlerinnen aus 47 Ländern teilnehmen.

    2005

    Am 19. April wird Joseph Kardinal Ratzinger Papst. Der 78-jährige nimmt den Namen "Benedikt XVI." an. Die Wahl ist für München ein besonderer Freudentag, denn mit ihm - er ist seit 482 Jahren der erste Deutsche auf dem Stuhl Petri – hat erstmals ein Erzbischof von München-Freising die Papstwürde erlangt. Ratzinger amtierte von 1978 bis zu seiner Berufung zum Präfekten der Glaubenskongregation im Jahr 1981 in München. Die kuriose Schlagzeile der Bild-Zeitung „Wir sind Papst!“ (Bild, 19.4.05) gilt daher in besonderer Weise für die Münchner Gläubigen. Zur „Erinnerung“ an seine Zeit als Erzbischof von München-Freising lässt Benedikt XVI. den Bär des Hl. Korbinian in sein Papstwappen setzen.

    Eröffnung der Allianz-Arena.

    2006

    Das Eröffnungsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft (9. Juni), bei dem Gastgeber Deutschland gegen Costa Rica spielt, ist der Auftakt zu einer deutschen Fußball-Euphorie noch nie da gewesenen Ausmaßes.

    Papst Benedikt XVI. beginnt seinen 6-tägigen Bayern-Besuch in München.

    Eröffnung der neu erbauten Münchner Hauptsynagoge am St. Jakobs-Platz. Damit hat Münchens jüdische Gemeinde 61 Jahre nach Kriegsende wieder einen würdigen Gebetsort im Zentrum der Stadt.

    2008

    München feiert sein 850-jähriges Stadtjubiläum. Höhepunkte sind ein Fest am Altstadtring, das rund 1 Mio. Besucherinnen und Besucher anlockt, sowie ein dreitägiges Fest, bei dem in Erinnerung an den Brückenschlag Heinrichs des Löwen die Isarbrücken zu zentralen Veranstaltungsorten werden.

    Münchens älteste kommunale Stiftung, das "Heilig Geist-Spital" wird 800 Jahre alt. Das von Herzog Ludwig dem Kehlheimer gestiftete Spital sollte Lahme, Blinde und an anderen Krankheiten Leidende aufnehmen und versorgen.

    2010

    Das Münchner Oktoberfest, das Millionen Gäste aus aller Welt anzieht und vielfach kopiert wird, feiert sein 200-jähriges Jubiläum. 

    2012

    Mithilfe von zwei Bürgerentscheiden stoppen die Münchner Bürgerinnen und Bürger den bereits genehmigten Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München.