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Den Münchner Wald fit machen für den Klimawandel


Der Klimawandel stellt auch unsere Wälder vor große Herausforderungen.

Heißere und trockenere Sommer, häufigere starke Stürme und die Zunahme der Forstschädlinge, wie beispielsweise dem Borkenkäfer, setzen bereits jetzt unseren Wäldern massiv zu. Aber nach wie vor werden auch kalte Winter und Spätfröste auf unsere Baumarten einwirken. Der Stadtwald muss daher möglichst flexibel auf die verschiedenen Außeneinwirkungen reagieren können.

Um für die kommenden Entwicklungen gewappnet zu sein, ist die Schaffung stabiler Wälder mit standortgerechten Baumarten und mehrschichtigen Strukturen von großer Bedeutung. Der naturgemäße Waldbau hat daher die Entwicklung, Erhaltung, Pflege und den Schutz von stabilen und elastischen Waldökosystemen zum Ziel.

Der Weg von Fichten-Monokulturen zu artenreich strukturierten Mischwaldbeständen ist daher seit Jahren für die städtische Forstverwaltung München oberstes Ziel.

Baumarten und Baumartenmischung – der entscheidende Faktor

Unser Stadtwald soll sich aus standortgemäßen Baum- und Straucharten zusammensetzen, die sich über lange Zeiträume den Erfordernissen von Klima und Bodenverhältnissen in und um München optimal angepasst haben. Die sogenannte natürliche Waldgesellschaft wurde bereits in weiten Teilen des städtischen Waldbesitzes wieder etabliert. Die damit verbundene hohe Artenvielfalt ist ein lebender Beweis hierfür.

Insbesondere die Baumartenanteile der bis 70jährigen Wälder weisen auf eine deutliche Steigerung der Laubholzanteile hin. Dieser Waldaufbau verringert auch in Zeiten des Klimawandels das Risiko von großflächigen Schadenseinbrüchen, wie Sturmwürfen oder Schneebruch sowie einer Kalamitätsausdehnung (Massenkrankheiten).

Um im Stadtwald strukturreiche, stabile Waldökosysteme in der Nachfolge von Fichtenreinbeständen zu schaffen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Pflanzen gesetzt, davon etwa 90 Prozent Laubbäume und 10 Prozent Nadelbäume, wie beispielsweise die Tanne.

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