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Straßenumbenennung: Karl-Stützel-Platz


Karl-Stützel-Platz

Stadtbezirk: 3. Stadtbezirk Maxvorstadt

Beschluss: 05.10.2017

Straßenschlüssel: 06723

Namenserläuterung

Geboren 22.05.1872 in Speyer, gestorben. 25.07.1944 in München, Politiker der Bayerischen Volkspartei, Opfer des Nationalsozialismus. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Speyer studierte Karl Stützel Rechtswissenschaften in München, Erlangen, Berlin und Heidelberg. Im Anschluss an das zweite Staatsexamen arbeitete er im Bezirksamt Ebermannstadt und Neustadt an der Haardt. 1912 wechselte Stützel zur Regierung von Niederbayern. Er nahm am ersten Weltkrieg teil und wurde ab 1918 Regierungsrat im bayerischen Innenministerium. 1924 wurde er zum bayerischen Innenminister ernannt. In seiner Amtszeit trat eine neue Gemeindeordnung in Kraft, er reformierte das Polizeiwesen, erließ ein bayerisches Ärztegesetz, initiierte umfassende Planungen zur Energieversorgung und zum Ausbau des Straßennetzes. Er war ein entschiedener Gegner der NSDAP, verhängte 1925 ein Redeverbot gegen Adolf Hitler, erließ ein Uniformverbot und verbot zeitweise SA und SS. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde er unter demütigenden Umständen von der SS verhaftet. Später lebte er bis zu seinem Tod als Persona non grata in München.

Verlauf

Platz nordöstlich der Kreuzung Luisenstraße und Elisenstraße.

Weitere Informationen

Übersichtskarte von München mit der Eineilung der einzelnen Bezirke.
Eine rote Stecknadel markiert den Standort des Karl-Stützel-Platzes. Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Karl-Stützel-Platz - Lage

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einer Stadtkarte. Dort wird der Verlauf des Karl-Stützel-Platzes in rot dargestellt. Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Karl-Stützel-Platz - Verlauf