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Wohn- und Geschäftshaus Müllerstraße 14


Wohn- und Geschäftshaus Müllerstraße 14  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Der Neubau wurde 2010 fertig gestellt

Die Wohnungen in der Müllerstraße 14 sind vergeben. 19 Kinder und 32 Erwachsene (mindestens sieben sind schwerbehindert, davon zwei Rollstuhlfahrerinnen) sind eingezogen.

Grundstücke

Müllerstraße 14 (Flurstück 1152)
Das Grundstück ist unbebaut und diente in der Vergangenheit aufgrund seines äußerst ungünstigen Zuschnitts lediglich als Parkplatz.

Blumenstraße 13 (Flurstück 1149)
Das straßenseitige Hauptgebäude Blumenstraße 13 hat die Landeshauptstadt München bereits in 2003 umfassend saniert, so dass es im Rahmen der Neubaumaßnahme unangetastet bleibt.

Auf dem restlichen Grundstück befanden sich ein Seitengebäude sowie Gewerbebauten und Garagen, dessen marode Bausubstanz nicht erhaltenswert war. Diese wurden inzwischen abgerissen und das frei gewordene Areal in die Bauplanung miteinbezogen.

Im Zuge der Planungsrealisierung wurden die beiden zur Bebauung anstehenden Grundstücke verschmolzen.

Archäologische Untersuchungen

Das Baugrundstück befindet sich nahe der umwehrten mittelalterlichen Stadtbefestigung im Bereich der barocken Bastionsbefestigung. Im Zuge der Baugenehmigung hat die Untere Denkmalschutzbehörde und das Landessamt für Denkmalpflege eine bodendenkmalpflegerische Untersuchung gefordert. Das Hauptziel der Untersuchung ist, die historischen Bauphasen und Niveaus der bastionszeitlichen Nutzungsphasen zu ergründen.

Archäologie vor Ihrer Haustüre

Gebäude und Außenanlagen

Mit dem Neubau auf dem grundstücksübergreifenden Areal leistet das Kommunalreferat eine städtebauliche Aufwertung des Gesamtareals.

Der Neubau besteht aus:

  • Kommunikations- und Beratungszentrum für das "Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum in München (Sub e.V.)" auf 570 Quadratmeter Gesamtfläche im Erdgeschoss (ursprünglich als Gewerbefläche vorgesehen)
  • 16 Wohnungen (2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen), davon zwei Wohnungen nach DIN 18025 Teil 1 (rollstuhlgerecht) und sechs Wohnungen nach DIN 18025 Teil 2 (barrierefrei), verteilt auf fünf Geschossen mit rund 1.170 Quadratmeter.
  • Zwei Stadthäusern (jeweils mit 150 Quadratmeter) mit insgesamt rund 300 Quadratmeter Wohnfläche
  • einer Tiefgarage mit 23 Stellplätzen

Im Außenbereich der Wohnbebauung entsteht eine begrünte Hoffläche mit Kinderspielflächen und Fahrradstellflächen.

Ökologische Maßnahmen

Die Dächer erhalten eine extensive Begrünung. Auf der nach Süd/Ost hin orientierten Dachfläche ist eine Fotovoltaikanlage geplant. Das Gebäude erhält eine Fernwärmeversorgung. Die ökologische Effizienz in den Wohnungen wird durch den Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zusätzlich erhöht. Die weiteren Planungen erfolgen unter Berücksichtigung des ökologischen Kriterienkatalogs der Landeshauptstadt München. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass aufgrund der Gesamtenergiebilanz das Gebäude einem Niedrig-Energie-Haus-Standard entspricht.

Kosten und Termine

Die Realisierung des Projektes hat der Stadtrat am 22.10.2009 mit Projektkosten in Höhe von 4.790.000 Euro genehmigt. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist Ende 2011 erfolgt.

Aufgrund der Erfordernisse an die Raumgestaltung (Büro-, Beratungs- und Sanitärräume) und die Haustechnik (Lüftungsanlage) für das Kommunikations- und Beratungszentrum hat sich Sub e.V. bereit erklärt, einen Eigenanteil aus eigenen Mitteln zu tragen. Das Kommunalreferat strebt an, die restlichen Mehrkosten zumindest teilweise über eine höhere Miete zu refinanzieren. Die Mehrkosten sind vertretbar, da der Verein wichtige soziale Aufgabenstellungen im gesamtstädtischen Interesse wahrnimmt.

Mieten

Das Kommunalreferat strebt grundsätzlich einen Mix aus preislimitiertem Wohnraum und Wohnraum zu marktüblichen Konditionen, also mit ortsüblicher Vergleichsmiete, an. Damit soll zum einen die Versorgung einkommensschwacher Haushalte, als auch die geforderte Wirtschaftlichkeit der Investition gesichert werden. Zwölf Wohnungen werden zu preislimitierten Konditionen an Bewerber, die die Vorgaben der KSM-Obergrenze - also des § 9 Abs. 2 WoFG plus 30 Prozent nicht überschreiten - vermietet. Vier Wohnungen und die beiden Stadthäuser werden zu marktüblichen Konditionen, das heißt mit der ortsüblichen Vergleichsmiete auf Basis des Münchner Mietspiegels, vermietet.