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Neuigkeiten aus dem Kreativquartier


Blick auf einige Gebäude im Kreativquartier der Dachauer Straße. Die Gebäude sind mit Graffiti besprüht. Im Vordergrund steht ein abgestelltes Bett im Freien.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Kommunalreferat

MGH soll Kreativlabor betreuen

Der Kommunalausschuss der Landeshauptstadt München hat mit seiner Entscheidung in der Sitzung am 01.02.2018 die Weichen für die weitere Entwicklung des Kreativlabors an der Dachauer Straße gestellt und der Verwaltung bis zu einer endgültigen Entscheidung verschiedene Prüfaufträge mitgegeben.

So bekam die Verwaltung den Auftrag, mit der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH (MGH) eine Übertragungsvereinbarung zu verhandeln, mit der diese den Betrieb des weiterhin künstlerisch, kulturell sowie kultur- und kreativwirtschaftlich zu nutzenden Areals übernehmen soll. In die Überlegungen sind insbesondere auch die Nutzer vor Ort und die ansässigen Bezirksausschüsse einzubeziehen. Auch soll genauer ermittelt werden, wie hoch die Kosten der Sanierung der noch sanierungsfähigen Gebäude sind, und Vorschläge zur Umsetzung des geplanten Wohnungsbaus erarbeitet werden. Sobald die Eckdaten der Übertragungsvereinbarung vorliegen, soll der Stadtrat endgültig darüber entscheiden. Die MGH ist eine städtische Beteiligungsgesellschaft, deren Gesellschaftsanteile zu 99,2 % die Stadt München hält.

Die angestrebte Übertragung stellt sicher, dass das Kreativlabor als Ganzes langfristig in städtischem Eigentum verbleibt. Die planerischen und fachlichen Anforderungen aus dem Wettbewerbskonzept von TELEINTERNETCAFE / TH Treibhaus können nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn das Kreativlabor langfristig eigentumsrechtlich und betrieblich in einer Hand bleibt. Das Konzept sieht einen urbanen Mix aus kulturellen, kreativwirtschaftlichen und gewerblichen Nutzungen, sozialer Infrastruktur Wohnen und Einzelhandel vor. Das kreative Miteinander stellt ein sensibles und zugleich hoch innovatives Nutzungsgefüge unterschiedlichster Interessenten und Akteure dar, das sich auf lange Sicht nur tragfähig entwickelt, wenn es von einem Grundstückseigentümer verwaltet und gesteuert wird. Auf diese Weise können temporäre Ersatzflächen bereitgestellt, neue Nutzerinnen und Nutzer für das Gelände begeistert und Nutzungsvielfalt auch betriebswirtschaftlich durch Querfinanzierungen einfacher erreicht werden.

Mit der MGH besitzt die Stadt München eine Gesellschaft mit langjähriger Erfahrung in der Errichtung, Sanierung und Vermietung kleinteiliger Flächenangebote, auch im Bereich der Kultur-und Kreativwirtschaft. Die MGH soll das Areal sukzessiv baulich und inhaltlich weiterentwickeln, räumlich nach außen öffnen und Neues erproben – natürlich aufbauend auf die vorhandene Nutzungs- und Raumstruktur und einem in der Rahmenplanung entwickelten Regelwerk.

Sind die Verhandlungen mit der MGH erfolgreich, und stimmt der Stadtrat dieser Übertragung zu, ist die betriebliche Übernahme des Areals durch die MGH für Anfang 2020 vorgesehen.

Im Vorgriff auf die angestrebte Betriebsübernahme soll die MGH bereits in diesem Jahr die durch den Abbruch des Hallenkomplexes an der Dachauer Straße frei gewordene Fläche bekommen. Die sogenannte Lamentofläche stellt die Stadt damit für eine ca. 4-jährige kulturelle sowie kultur- und kreativwirtschaftliche Zwischennutzung zur Verfügung. Hierzu ist dem Stadtrat – ebenfalls mit Beteiligung der Nutzer vor Ort und der ansässigen Bezirksausschüsse - noch ein abgestimmtes Nutzungs- und Finanzierungskonzept vorzulegen.

Geplant ist, dass die MGH auf der derzeit eingeebneten Kiesfläche einfache Bauten (System- und Leichtbau) und die notwendige Infrastruktur errichtet. Diese stehen dann zukünftig als kleinteiliges Flächen- und Raumangebot für Nutzungen der Kunst und Kultur, der Kultur- und Kreativwirtschaft und für eine Aktionsfläche zur Anmietung bereit. Die inhaltlichen Anforderungen und die Auswahl der Nutzerinnen und Nutzer liegen jedoch weiterhin beim Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft als referatsübergreifende Fördereinrichtung in Kooperation mit dem Kulturreferat und dem Referat für Arbeit und Wirtschaft. Mit Hilfe von Querfinanzierungen innerhalb des Lamento-Zwischennutzungsprojekts soll dabei ein vertretbares Mietpreisniveau das Ziel sein.

„Mit diesem Konzept haben wir weitere Chancen, viele und abwechslungsreiche Nutzungen zu realisieren“, so Kommunalreferent Axel Markwardt. „In diesem Projekt sitzen verschiedene Referate der Stadt am Tisch und arbeiten kooperativ Hand in Hand. So stelle ich mir Verwaltung vor. So schaffen wir es auch, die Politik von erfolgversprechenden und zukunftsträchtigen Projekten zu überzeugen“.

„Mit der Betreuung durch die MGH kommen wir der Idee des 1. Preisträgers Teleinternetcafe und TH Treibhaus einen großen Schritt näher. Uns ist wichtig“, sagt Stadtbaurätin Elisabeth Merk, „dass das Kreativlabor gemeinschaftlich mit den Akteuren vor Ort weiter entwickelt wird, damit ein urbaner Mix aus Bestand und Neuem entstehen kann.“

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Birgit Unterhuber